28.11.2010

2010

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18.11.2010: Terrorismus: De Maiziere warnt

Spiegel: Als Anzeichen für einen bevorstehenden Anschlag werden genannt: Die Pakete aus dem Jemen (die ich wegen der vielen Ungereimtheiten für eine Geheimdienstaktion halte), ferner habe man "Hinweise aus dem Ausland" erhalten (was schon per Definition ebenfalls eine Geheimdienstaktion ist), und schließlich gebe es eine steigende Zahl von Islamisten in Deutschland (was nun aber wirklich kein Hinweis auf einen bevorstehenden Anschlag ist.

Alle drei Begründungen für hektische Sicherheitsaktionen sind - wie immer - faul. Deshalb nehme ich an, die Aktion "Polizei mit Uzi steht in Bahnhöfen herum" hat eines oder mehrere von vier möglichen Zielen:

  • soll ablenken von einer schwer verfassungswidrigen Gesetzesänderung
  • soll für eine verfassungswidrige Gesetzesänderung den Boden bereiten
  • soll ablenken von einer bevorstehenden wirtschaftlichen Katastrophe
  • man erwartet einen Aufstand als Reaktion auf eine wirtschaftliche Katastrophe

Ich denke, sie haben irgendeine Riesenschweinerei mit Freiheits- und Grundrechten vor. Vielleicht wollen sie mal sehen, was passiert, wenn sie eine Ausgangssperre verhängen oder den Kriegszustand ausrufen oder die Strafprozessordnung außer Kraft setzen. Irgendwas wird wohl passieren im November, aber ein Terroranschlag wird es nicht sein, höchstens ein inszenierter, auch wieder als Ablenkungsmanöver. Ich denke, sie erwarten sowas wie "Deutschland 21".

 

18.11.2010: Migrantenproblem: 83jährige Rentnerin von 17jährigem Albaner schwer mißhandelt

20min: Er ging bei Rot über die Straße, und ein Kind machte es ihm nach. Die Rentnerin rügte ihn dafür. Er schrie sie an, warf sie zu Boden und traktierte sie mit Fußtritten.

Migranten aus dem Südosten Europas fassen Kritik immer als Beleidigung auf und rasten total aus. Die stammen aus einem Kulturkreis, wo man sich nicht an ein Gericht wendet, sondern wo man Selbstjustiz übt. Und deshalb passen sie einfach nicht nach Westeuropa. Das sind gemeingefährliche Irre, die in eine Anstalt gehören. Solche Leute darf man doch nicht frei auf der Straße herumlaufen lassen. Es hieß zwar, er sei "zurückgeblieben" oder "geistig verwirrt", aber seine Reaktion auf Kritik hat damit nichts zu tun. So wie dieser - aufbrausend und gewalttätig - reagieren nämlich die meisten Südosteuropäer, unabhängig vom sonstigen Geisteszustand.

 

17.11.2010: Ryanair: Charme-Offensive beim Billigflieger

SZ: Zuerst starten sie drei Stunden verspätet, den Passagieren erzählen sie kein Wort, dann landen sie auf dem falschen Flughafen. Die Passagiere sind stinksauer, treten in den Sitzstreik. Das Personal schließt die Toiletten ab, macht das Licht aus, geht nach Hause. Ryanair ruft die Polizei.

Die Piloten hatten aber nur die Toiletten abgeschlossen, die Tür zum Cockpit ließen sie offen. Also, wenn du mal so richtig Spaß haben willst: flieg mit Ryanair. Die haben das beste Personal.

Update: Ich habe nochmal nachgedacht über das Verhalten des Personals. Warum schließen sie wohl die Toiletten ab? Ganr klar: es ist eine Strafe. Wie beim Polizeikessel. Toilettenentzug als Strafe. Und warum nennt Ryanair die Fluggäste "unvernünftig"? (Welt) Es liegt auf der Hand, ich habe es schon öfter erlebt: Wenn eine Firma ihre Angestellten wie Dreck behandelt, dann rächen sie sich nicht an der Firma, sondern an den Kunden. Das Personal von Ryanair hat die Fluggäste so behandelt, wie Ryanair sein Personal behandelt: wie Dreck.

Denken wir mal ein bißchen weiter: Wie behandelt Ryanair wohl sein Bodenpersonal, die Mechaniker, die die Maschinen flugfähig halten sollen? Behandeln sie die besser als das übrige Personal? Nein, mit Sicherheit nicht. Deshalb kann man nur einen Schluß ziehen: Bei Ryanair wird man nicht nur wie Dreck behandelt, Fliegen mit Ryanair ist darüberhinaus auch noch akut lebensgefährlich. Finger weg von Ryanair.

An das Personal: Wir haben verstanden. Danke für die Warnung. Und Ryanair hat fertig, denke ich mal.

Update: Das ist ja interessant. Offenbar habe ich die Warnung genau richtig verstanden. Sucht mal auf news.google.de nach:

  • zuerst: flugzeug crash OR absturz OR notlandung (1,1 Mio. Treffer)
  • und dann: ryanair flugzeug crash OR absturz OR notlandung (400.000 Treffer)

Offenbar hat Ryanair mehr Blitzschläge und Vogelschwärme als jede andere Fluggesellschaft.

 

17.11.2010: Finanzkrise: Betrugsvorwürfe gegen Hedgefond "K1"

NTV Der Manager sitzt in U-Haft, die Anklageschrift umfaßt 630 Seiten. Der Hedgefond soll ein Scheeballsystem gewesen sein. Alte Anleger wurden mit dem Geld der neuen Anleger bezahlt.

Wo ist nun eigentlich der Unterschied zwischen diesem einen Hedgefond und dem ganzen restlichen Investmentbanking? Auch z.B. die Lehman-Schuldverschreibungen waren nichts anderes als ein Schneeballsystem. Bei so gut wie allen neuen Wertpapieren weiß kein Mensch, wie da eigentlich die satten Zinsen erwirtschaftet werden. Das sind ja alles keine Aktien oder sonstigen Anteilscheine an Teilen der Realwirtschaft.

Meiner laienhaften Meinung nach ist das gesamte Investmentbanking ein einziges, riesengroßes Schneeballsystem, wo die Zinsen nur aus dem Neugeschäft stammen. Und weil das Geschäftsmodell "Investmentbanking" nun ins Stocken gekommen ist, bringen die Papiere ihre Zinsen nicht mehr ein, sind nicht mehr verkäuflich und eigentlich wertlos. Deshalb kommt das Geld aus der Bankenrettung auch nicht in der Realwirtschaft an. Die Banken benutzen es, um sich der wertlos gewordenen Papiere zu entledigen. Die Banken saugen die Rettungsgelder auf, um den wertlosen Ballast loszuwerden. Erst wenn dieser Prozeß abgeschlossen ist, dann geht die Inflation los.

Bis jetzt sind erst so schätzungsweise 10 bis 20 Billionen Rettungsdollars "gedruckt" worden. Das werden wohl noch so 100 bis 200 Billionen werden. Die werden dann nach Anlagemöglichkeiten drängen. Das werden wohl neben Aktien vor allem Rohstoffe und Edelmetalle sein. Wenn die Rohstoffe steigen, steigen die Preise.

Die USA benutzen ihre frisch gedruckten Dollars, um vor allem Waren aus China zu importieren. In China hat die Inflation bei Lebensmitteln zehn Prozent überschritten. Welt Da, wo das frische Geld hinfließt, und wo keine Schrottpapiere mehr zu entsorgen sind, da steigt die Inflation. Die Chinesen wissen natürlich ganz genau, daß die frischen Dollars keine werthaltige Anlage sind. Ich scätze, sie machen das Spiel trotzdem immer noch mit, solange die Oberschicht davon reicher wird.

Hätte China eine Regierung, die vor allem das Wohl des eigenen Volkes im Auge hätte, dann würden sie jetzt aufhören zu exportieren gegen den schrottigen Dollar und würden anfangen, die Arbeit der Chinesen für den Aufbau und Konsum des eigenen Landes zu nutzen. Auch die Chinesen haben eine korrupte Regierung, wie im Grunde alle Länder der Welt.

 

16.11.2010: "Stuttgart 21": Die Finanzierung ist verfassungswidrig

Die Finanzierung des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart-Ulm durch das Land verstößt nach einem neuen Gutachten der Grünen gegen die Verfassung. Sowohl der Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs als auch die ICE-Trasse nach Ulm sind demnach ausschließlich Bundesaufgaben. Handelsblatt

So langsam kommt es ans Licht der Öffentlichkeit: Die Landesregierung macht illegale Geschäfte, und deshalb muß das Ding auch auf Biegen und Brechen durchgeboxt werden. Sonst verlieren die feinen Herrschaften ihr investiertes Geld. Das paßt ja wunderbar zu der bei Protestdemonstration doch auffällig gesteigerten Aggressivität und Gewalttätigkeit der Polizei. Die müssen denen ja schöne Schauergeschichten erzählt haben, vorher, vom bevorstehenden Untergang des Abendlandes und der drohlenden Machtübernahme durch linke Chaoten.

 

16.11.2010: Polizeistaat: Würgen erlaubt

Ein Polizist hat einen Verdächtigen an den Hals gefaßt und gewürgt. Das Bremer Amtsgericht findet das "rechtmäßig". Taz

Polizei und Justiz sind Soldaten einer Feindtruppe. Sie müssen unschädlich gemacht werden, bevor sie anfangen, gewohnheitsmäßig Angehörige des Volkes zu foltern und zu töten.

 

16.11.2010: Polizeistaat: Hausdurchsuchung bei offensichtlich Unschuldigem

Gefunden bei Fefe "Die Staatsanwaltschaft Osnabrück teilte Telepolis auf Anfrage mit, dass Durchsuchungen bei Unbeteiligten nach §105 StPO zulässig sind." Natürlich ging es überhaupt um keine konkrete Straftat, sondern nur um irgendwelche wilden Vermutungen.

Die deutsche Beamtenschaft hat sich zu einer hochgefährlichen Bande von Schwerverbrechern entwickelt, die dringend unschädlich gemacht werden muß.

 

14.11.2010: USA: Radioaktivität im Trinkwasser - von den Behörden schöngerechnet

20 Jahre lang wurden in Texas die Grenzwerte im Trinkwasser überschritten, aber die Behörden fälschten die Zahlen und sagten der Öffentlichkeit nichts. PrisonPlanet

Dazu passend: Hunderttausende von Plastiksärgen wurden vorsorglich bereitgestellt. PrisonPlanet

 

14.11.2010: Terrorismus von V-Mann angestiftet

Am Donnerstag hat der Anwalt des unter Terrorverdacht stehenden Kevin S., Christian Kessler, dem Saarländischen Rundfunk gesagt, sein Mandant sei von einem V-Mann der Polizei dazu gedrängt worden, die Erpressungsvideos zur Freilassung des verurteilten Sauerlandterroristen Daniel Schneider aufzunehmen und ins Internet zu stellen. Dass ein V-Mann eingesetzt wurde, geht aus den Ermittlungsakten hervor und wurde dem SR auch aus Ermittlerkreisen bestätigt. SR

Ich vermute ja schon lange, daß wahrscheinlich die meisten Terrorvideos und Drohungen im Internet gefälscht sind und in Wahrheit das Werk durchgeknallter Polizeibehörden.

 

14.11.2010: Links im Internet - erlaubt und verboten gleichzeitig

Um Urheberrechte zu verletzen, genügt es in bestimmten Fällen, im Web einen Link besonders geschickt auf fremde, urheberrechtlich geschützte Inhalte zu setzen \u2013 nämlich dann, wenn man damit Schutzmaßnahmen, die der Rechteinhaber gegen die unbefugte Nutzung seiner Inhalte getroffen hat, bewusst aushebelt. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am 10. November 2010 veröffentlichten Urteil entschieden. [...] Anders der BGH, nach dessen Ansicht es nicht darauf ankommt, ob die Schutzmaßnahme technisch wirksam ist. Der urheberrechtliche Schutz eines Werkes sei nicht von der Wirksamkeit einer Schutzmaßnahme abhängig. Entscheidend sei allein, ob für Dritte erkennbar sei, dass der berechtigte Website-Betreiber willentlich Schutzmaßnahmen zur Beschränkung des Zugriffs getroffen habe. Heise Stadler

Damit sind alle Links verboten, die "direkt zum Artikel" führen, sofern die Zeitung auf ihrer Hauptseite oder auch sonst "irgendwie erkennbar" sagt: Du mußt aber hier Mitglied sein, um dich auf unserer Homepage bewegen zu dürfen.

Das ist erstens total weltfremd und idiotisch. Schon die Google-Treffer auf Webseiten von Dilettanten sind dann "Urheberrechtsverletzungen".

Zweitens schafft der BGH Rechtsunsicherheit. Da das Urteil frei von jeder Sachkenntnis ist, nehme ich jetzt einfach mal an: Die Rechtsunsicherheit wird mit Absicht geschaffen. Offenbar nutzt man jede Möglichkeit, juristische Falltüren zu schaffen, um gegen Kritiker willkürlich vorgehen zu können. Hier wird systematisch eine Willkürjustiz geschaffen.

Die deutsche Justiz ist auf die Feindseite gewechselt. Gerichtsurteile fallen nicht mehr unter Rechtsprechung, sondern unter Feindjustiz. Feinde darf man unschädlich machen, mit allen gebotenen Mitteln.

 

13.11.2010: Migrantenproblem: Moslems versklaven deutsche Schüler

Nach Vorfällen von Deutschenfeindlichkeit, Gewaltvorfällen und Antisemitismus an Schulen in sozial schwierigen Gebieten der Stadt, wird nun ein weiteres Problem bekannt: Schüler lassen schwächere und jüngere Schüler für sich arbeiten und unterdrücken sie. BZ Google

Von den Schulen und den Schulleitern werden die Probleme - natürlich - strikt abgeleugnet. Berichterstattung wird unterdrückt. Wer drüber spricht, wird gekündigt.

Update: Gefeuert, weil er die Wahrheit sagte. BZ

 

13.11.2010: Wieder Landwirtschaft in Tschernobyl

Leute, kauft bloß nichts, was aus der Ukraine kommt: "Trotz des weiterhin vorhandenen Risikos und auch einer unterschiedlich hohen Kontamination soll das Umland nun, wie die Nachrichtenagentur Rian berichtet, wieder für die landwirtschaftliche Nutzung freigegeben werden." Heise

 

12.11.2010: Italien bezahlt Elton John mit EU-Subvention

Spiegel: Die EU-Subventionen sollten die traditionelle Kultur in der italienische Region Kampanien fördern - doch die gab das Geld für ein Konzert von Superstar Elton John aus. Das berichtet der "Guardian". Offizielle können die Aufregung nicht verstehen: Der Gebrauch des Geldes sei "absolut legitim".

Sie sind mit der Hand in der Kasse erwischt worden, und nun versuchen sie es erstmal mit Frechheit: "Es war legal." Das ist ein Ablenkungsmanäver. Die Frage war nicht, ob es legal war, sondern ob EU-Subventionen zweckentfremdet wurden. Und das wurden sie offensichtlich. Weiter ist die Frage, ob sie von Anfang an vorhatten, die Subventionen zweckentfremdet auszugeben. Dann war es sogar Subventionsbetrug, und das wäre ganz klar illegal.

 

12.11.2010: Sie lügen wie gedruckt

JungeWelt: Am Mittwoch hatte der Berliner Senat die zwölf Jahre lang unter Verschluß gehaltenen Verträge über die Privatisierung der Berliner   Wasserbetriebe veröffentlicht [...] Doch ist nun tatsächlich der vollständige Vertrag veröffentlicht - inklusive aller rechtlich verbindlichen "Beschlüsse und Nebenabreden", wie es das Volksbegehren gefordert hatte? Auf das Urteil der taz kann man sich dabei nicht verlassen, denn die hielt schon das vor zwei Wochen von ihr online gestellte Dokument für den "kompletten Vertrag"

Ich glaub ja nicht, daß "die da oben" überhaupt jemals die Wahrheit sagen. Ich glaube wirklich und wahrhaftig: Die lügen immer und nur. Und deshalb müssen sie alle verschwinden. Ohne Ausnahme. Weil es alles Verbrecher sind.

 

12.11.2010: Deutschland bei Lebensqualität ganz hinten

Die Deutschen liegen in Sachen Lebensqualität weit hinter anderen Ländern. Das zeigte eine neue Studie des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt. Demnach befindet sich Deutschland im Vergleich mit 22 anderen reichen Volkswirtschaften nur auf Rang 18. T-Online

Und die Regierung schämt sich kein bißchen. Im Gegenteil. Sie sind noch stolz auf sich.

 

12.11.2010: BGH: DSL-Anschluß muß auch bei Umzug weiter bezahlt werden

Der Inhaber eines DSL-Anschlusses kann den Vertrag vor Ablauf der vereinbarten Frist nicht kündigen, wenn er an einen Ort umzieht, an dem noch keine DSL-Leitungen verlegt sind. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Ein Umzug sei kein wichtiger Kündigungsgrund für den Vertrag. Der Kunde muss weiter zahlen. Welt

Das ist so offensichtlich und so vollkommen ungerecht, daß man spätestens ab jetzt sagen muß: Die deutsche Justiz ist kein funktionierendes Rechtssystem mehr, und jeder muß ab jetzt sein Recht in die eigenen Hände nehmen. Die Richter sind zur Feindseite übergewechselt. Es war seit langem absehbar.

 

10.11.2010: Die "Welt" faselt immer noch von "Klimaschutz"

Die "Welt" hat noch nicht verstanden, daß es sich bei Global-Warming-Klimawandel-Klimaerwärmung-Klimakatastrophe-Klimaschutz um nichts anderes handelt, als ein gigantisches Betrugsmanäver zum Abkassieren. Im Glauben fest.

 

10.11.2010: Migrantenproblem: Türken verprügeln die Polizei

Schwäbische: Drei betrunkene Türken machten Randale von der Türken-Disco. Als die Polizei kam, verabredeten sie sich, die Beamten anzugreifen. Und das taten sie auch. Einem Polizist wurde das Knie zertrümmert. Dann kam Verstärkung, und die drei wurden festgenommen. Aber dann kamen hundert Türken aus der Disco und griffen die inzwischen 25 Mann starke Polizei an. Die Polizei flüchtete.

Das Türkenproblem ist inzwischen meiner Meinung nach mit Polizeimitteln nicht mehr zu beherrschen. Es riecht nach Ausnahmezustand, Ausgangssperre und Kriegsrecht.

 

10.11.2010: Finanzkrise: USA von China auf herabgestuft

Egghat: Die neue chinesische Rating-Agentur "Dagong" hat die USA auf A+ herabgestuft. Das ist die fünfte von sieben "A"-Stufen ("sicher"). Darunter kommen sechs "B"-Stufen ("durchschnittlich"), und alles darunter ist dann "spekulativ".

Ich hätte die USA ja inzwischen längst auf "Junk" gesetzt. Die verdünnen den Dollar ja schon fast mit 20 Prozent pro Jahr. Und die Inflation in den USA ist beängstigend.

 

9.11.2010: Mordfall Mirco: Alle Passatfahrer verdächtig

Lawblog: Nachdem die Hausbesuche bei 2500 Passatfahrern nichts ergeben haben, werden jetzt bundesweit alle Passatfahrer verdächtigt. Ein Zeuge glaubte nämlich, "einen Passat" gesehen zu haben. Die Bevölkerung ist aufgerufen, alle Passatfahrer zu melden. Den Erwischten wird auch gleich eine Speichelprobe entnommen.

Diese Staat ist böse und schlecht. Seine Beamten sind böse und schlechte Menschen.

 

9.11.2010: Polizeistaat: Illegale Hausdurchsuchungen von langer Hand geplant

Annalist: Vermummte Polizeieinheiten stürmen zwei Höfe im Wendland, ohne Richterbeschluß, ohne sich auszuweisen, ohne Rechtsgrundlage. Gefunden wurde nichts.

Diese "Polizei" ist keine Polizei, sondern eine Feindtruppe.

 

9.11.2010: "Stuttgart 21" - Wasserwerfer ist berechtigt, Augen herauszuschießen

Taz: Wegen unklarer Rechtslage und Zuständigkeit wird es für den Rettungssanitäter, dem die Augen herausgeschossen wurden, weder Schadenersatz noch eine Verfolgung der Täter geben.

Dieser Staat ist das Böse schlechthin.

 

5.11.2010: Weltkriegsgranate explodiert im Kamin

Nicht ganz so regenerativ und umweltfreundlich wie erwartet zeigte sich eines der brennenden Holzscheite. In ihm steckte eine Zwei-Zentimeter-Granate. Die Hausbewohner kamen mit leichten Verletzungen davon. Welt

 

4.11.2010: Glassplitter im Käse, Salmonellen in der Teewurst

Lidl ruft Teewurst zurück: Salmonellen. Gutfried ruft Geflügelwurst zurück: Metallsplitter. Imperia Elita ruft Kaffee zurück: verbotene Appetitzügler. Hofer ruft Räucherlachs zurück: Listerien. Kellog ruft Cornflakes zurück: stinkende Verpackung.

Und Rotkäppchen ruft den Käse zurück: Glassplitter. Wußt ichs doch: Rotkäppchen hatte heimlich den Kuchen gegessen und durch einen Stein ersetzt, an dem dann die Weinflasche zu Bruch ging. Und die Geschichte vom Wolf hat sich das böse Kind nur ausgedacht, um den Verdacht von sich abzulenken.

 

3.11.2010: Hartz-IV: Ausweisgebühr soll angespart werden

Bild: In den fünf Euro, die es mehr geben soll, seien auch 0,25 Euro enthalten, von denen nach zehn Jahren der neue Perso für 28,90 bezahlt werden soll.

120 Monate mal 0,25 sind tatsächlich 30 Euro. Aber das monatliche Ansparen von 25 Cent widerspricht jeder Lebenswirklichkeit. Es ist der pure Zynismus. Dieser Staat ist böse.

 

3.11.2010: Polizeistaat: Wenn die Plattmacher aufheulen

Eine Selbstverpflichtung von Google oder anderen Unternehmen sei ungenügend, weil diese den Aufsichtsbehörden keine Handhabe gebe, Verstöße gegen den Datenschutz zu sanktionieren. Heise

Es geht nicht um Google, und es geht nicht um Datenschutz. Es geht um den Anspruch des Staates, allmächtig zu sein und gegen alles und jeden "eine Handhabe" zu haben. Dieser Staat ist böse und schlecht. Dieser Staat zieht seinen Lustgewinn aus dem Plattmachen. Dieser Staat muß weg, je schneller, desto besser.

 

2.11.2010: CDU-Generalsekretär wirft mit Dreck: "Sein Vater war Nazi"

"Sein Vater war Nazi-Funktionär und arbeitete für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels", steht in einer Bildunterschrift, in der Sittler als "Propagandist der S-21-Bewegung" tituliert wird. Für Strobl ist Sittler daher "jemand, der in Wahrheit mit unserer Demokratie nichts am Hut hat". SWP

Auch ein "mangelndes Demokratieverständnis" wirft Strobl Sittler vor. Für Gesinnungsnazis vom Schlage Strobls ist es offenbar "Demokratie", wenn Entscheidungen in Gremien ausgekungelt und dann mit Wasserwerfern und Schlagstöcken durchgesetzt werden.

 

2.11.2010: Schießgeile Innenminister: Schünemann will Frachtflugzeuge abschießen

Getreu dem Vorbild Wolfgang Schäubles, der als Bundesinnenminister sämtliche entführten Passagierflugzeuge vorsorglich abschießen lassen wollte, bevor sie womöglich in den Bundestag krachen und Schäuble kostbaren Arsch wegpusten, will nun der Innenminister von Niedersachsen entführte Frachtmaschinen abschießen lassen.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte WELT ONLINE: "Wenn ein von Terroristen gekapertes Frachtflugzeug mit einer Bombe als Waffe eingesetzt wird, muss die Bundeswehr es abdrängen oder auch abschießen dürfen." Welt

Und Bin Laden hat gedroht: "So wie ihr tötet, töten wir auch." Werden jetzt Innenminister abgeschossen? Verrückt genug wären sie ja.

 

31.10.2010: Schweinegrippe - Fazit

Paul-Ehrlich-Institut: 7.5 Prozent der Deutschen (82 Mio.) waren geimpft. 3500 "unerwünschte Ereignisse" (Nebenwirkungen) wurden gemeldet.

Tagesschau: Es gab etwa 40.000 Infizierte in Deutschland.

Ärztezeitung: Es gab 258 Todesfälle in Deutschland.

  • einer von 2000 infiziert sich
  • einer von 300.000 stirbt an der Krankheit
  • aber von den Geimpften hat einer von 16 Nebenwirkungen

Die Impfung war so erheblich gefährlicher als die Krankheit, daß es schon grotesk ist.

Mit ihrer Marktschreierei unmöglich gemacht haben sich:

  • das Robert-Koch-Institut
  • das Paul-Ehrlich-Institut
  • die WHO
  • die Pharmaindustrie
  • die Medien

Alle haben von Anfang an gewußt (d.h. unbewußt gespürt): der Hype um die Schweinegrippe ist nichts als Wichtigtuerei und Betrug.

Wer jetzt noch auf Gesundheitswarnungen in den Medien hereinfällt, hat es nicht besser verdient.

 

29.10.2010: Polizeistaat: Justiz und Polizei setzen Wasserwerfer-Opfer unter Druck

Taz: Vier der zum Teil schwerverletzten Opfer haben Klage eingereicht, um die Rechtswidrigkeit des Wasserwerfereinsatzes feststellen zu lassen. Und was machen die Bullen: Sie überfallen und bedrohen die Opfer. Und die Staatsanwaltschaft macht mit.

Justiz und Polizei sind für dieses Volk keine Mitmenschen mehr. Es sind feindliche Soldaten. Eine Besatzungstruppe.

 

28.10.2010: Feuerüberfall in Mexiko: Alle Polizisten haben sofort gekündigt

Das Ende des römischen Reiches römisch Zwo rückt näher: Unbekannte Männer feuerten zirka 1000 Schuß auf eine frisch eingeweihte, nagelneue Polizeistation in Los Ramones. Die Polizisten warfen sich zu Boden. Niemand wurde verletzt. Aber zum Dienst kamen sie nicht wieder. MSNBC

 

27.10.2010: Horrormeldungen über den Golfstrom

Dies ist nun schon die zweite Meldung, die ich in den letzten Wochen gelesen habe, daß der Golfstrom "nun tot" sei, die neuesten Satellitendaten hätten es "bestätigt".

Ich sammle seit Juni 2006 die täglichen Grafiken von der Oberflächentemperatur der Ozeane. Wenn ich die letzten Bilder von 2010 mal vergleiche mit 2009 und 2008, dann sehe ich dreimal das gleiche Muster: Warmes Wasser fließt um Afrika herum in den Südatlantik, dann schräg zum Golf von Mexiko hinüber und dann in breiter Front ins Polarmeer, wo es sich an der Eiskante stark abkühlt. Von "sterbend" oder "tot" kann keine Rede sein.

Außerdem sieht man westlich von Mittelamerika 2009 den El-Nino und 2010 das Gegenstück. Veränderungen sind also sichtbar, und nicht nur für Ozeanforscher, sondern für alle. Man findet solche Grafiken unter der Bezeichnung "sea surface temperatures", abgekürzt "SST" auf den Webseiten einiger Universitäten.

Der im Artikel auch noch behauptete Stillstand des Kreisstroms im Golf von Mexiko scheint mir aber plausibel zu sein. An den Temperaturen kann man es nicht sehen, der Golf von Mexiko ist immer komplett warm. Aber die Strömung innerhalb des Golf von Mexiko ist nicht "der Golfstrom", sondern nur ein kleiner Teil davon.

Fazit: Unserem alten Golfstrom geht's immer noch ganz prima.

 

26.10.2010: Polizei vernichtet Beweisvideos

SZ: Bei Ausschreitungen zwischen Polizei und Fußballfans vor drei Jahren gemachte Videoaufnahmen sind bei der Polizei plötzlich verschwunden. Sie wurden gelöscht. Und nun will es keiner der Beamten gewesen sein.

Diese Polizei ist keine Polizei mehr, sondern eine Besatzungsarmee, die sich an Recht und Gesetze des okkupierten Landes nicht zu halten braucht. Sie haben die stärkeren Waffen, aber sie haben kein Recht, davon Gebrauch zu machen. Wenn sie es tun, begehen sie Kriegsverbrechen. Die Justiz, die sie unterstützt, hat auch nicht mehr das Recht, Urteile zu sprechen. Die Justiz ist zu einer Bande von Kollaborateuren geworden. Das Rechtssystem löst sich auf. Die Staatsmacht wird zur Gewaltherrschaft.

Das Volk reagiert unterschiedlich: Einige wenige greifen zur Gegengewalt, viele wandern aus, die Mehrheit tut gar nichts und ärgert sich still vor dem Fernseher. Wahlen nützen nichts mehr. Sie sind zu einem sinnlosen Ritual geworden, wie in der DDR. Deutschland ist unreparierbar kaputt und hoffnungslos überschuldet, so wie die DDR 1987.

 

26.10.2010: Kriminelle Banden reißen die Macht an sich

Spiegel: Sie handeln mit Drogen, Waffen, Glückspiel und Menschen. Die Polizei zittert vor ihrer Brutalität.

Sowas passiert halt, wenn ein Staat zerfällt. Räuberbanden übernehmen die Macht. In Afghanistan hießen sie "die Nordallianz", und auch hier sind es arabische Großfamilien. Die Polizei hilft nicht, der Staat hilft nicht, man liefert sich lieber Schlachten mit wehrlosen Protestierern. Die schießen wenigstens nicht zurück. Was tun?

Und nun stelle man sich mal vor, was wäre wenn: Drogenhandel, Waffenhandel, Prostitution und Glückspiel sind nicht verboten, die Preise sind nicht überhöht, sondern regeln sich nach dem Markt. Mit illegalen Geschäften großes Geld zu verdienen, ist unmöglich geworden. Jeder Bürger besitzt ein paar Waffen, allermindestens eine Schrotflinte über dem Kamin. Wenn Räuber gesichtet werden, sind Minuten später sämtliche Nachbarn zur Stelle, und die Räuber haben die dreifache übermacht gegen sich. Die Wirtschaft basiert nicht auf Geld, das vom Staat vorgeschrieben wird, sondern die Menschen tauschen Sachen, die sie als gleichwertig ansehen, und sie tauschen Arbeit gegen Arbeit. Es gibt weder Profit noch Lohnarbeit.

Dann haben die Räuberbanden nichts mehr außer ihrer Gewalttätigkeit. Und da sind sie gegen die Waffen in den Händen der Bürger hoffnungslos unterlegen. Sie suchen sich ein anderes Land, das noch dumm genug ist, ihnen Chancen zu bieten. In den USA gibt es Kleinstädte, da ist tatsächlich jeder Bürger bewaffnet. Und kein Räuber läßt sich blicken.

 

22.10.2010: E-Postbrief: Projektleiter gibt indirekt zu: schwere Sicherheitsmängel

In seinem Interview vom 25.August sagt er unter anderem: "Grundsätzlich gilt, dass wir hier bei uns keine Sicherheitslücke sehen. Mehr will ich nicht sagen. Denn ein wesentlicher Aspekt unseres Sicherheitskonzeptes ist: Wir reden in der Öffentlichkeit nicht darüber. Das ist Teil des Sicherheitskonzeptes." CIO

Wenn Geheimhaltung der Methoden "Teil des Sicherheitskonzepts" ist, dann stecken in den Methoden so schwere Mängel, daß sie geknackt werden können, sobald sie bekannt sind. Im übrigen ist das Interview ein einziges dummes Geschwafel. Wer auf den E-Postbrief reinfällt, der hat's nicht besser verdient.

 

22.10.2010: Wasser auf dem Mond gefunden

Auf dem Mond ist Wasser gefunden worden, 50 Billionen Liter laut Bild. Darauf BP, Shell, Exxon und Gazprom unisono: "Das vergiften wir". Zeit

 

22.10.2010: Britische U-Boote: Wir rammen alles

Eins ist auf Grund gelaufen, eins hat ein französisches U-Boot gerammt, und nun ist eins auf einen Felsen geknallt. Welt

Mit modernster Abhörtechnik ausgerüstet, kann sie tagelang unerkannt in der Tiefe lungern und etwa Mobilfunk anzapfen. Ihre spezielle Oberflächenhaut erlaubt es dem Schiff, sich unhörbar an feindliche Schiffe oder U-Boote anzuschleichen. [...] Der Kommandant hatte sich erst vor kurzem der BBC gegenüber stolz über das vollelektronische Navigationssystem geäußert. "Hier geht alles von alleine, hier wird nichts mehr wie früher per Hand gesteuert", hatte er sinngemäß gesagt.

Mal sehen, was sie als nächstes rammen. LOL

 

22.10.2010: Atomkrieg heute leider nicht möglich

Ein ehemaliger Offizier der US-Militärspitze sagt, während der Amtszeit von Bill Clinton habe das Weiße Haus sechs Monate lang die Codekarte nicht wiederfinden können. Mit der Karte werde der Diplomatenkoffer geöffnet, in dem sich die Codes für die Atomraketen befinden.

For several months during Bill Clinton's administration, a former top military officer says the White House lost the card with a set of numbers for opening the briefcase containing the codes for a nuclear attack. Telegraph:

 

22.10.2010: "Stuttgart 21": Keine Ermittlungen gegen den Pfeffersprayer

Der Pfeffersprayer, der auf einem YouTube-Video zu sehen ist, wie er Polizisten besprüht, und was von der Polizei als angeblicher Beweis präsentiert wurde, daß die Gewalt von den Demonstranten ausging, hat nichts zu befürchten. Es wird nicht gegen ihn ermittelt. Schließlich handelt es sich um einen getarnten Polizisten, gell.

Eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft sagte der taz zu dem Fall: "Wir haben das Video geprüft. Dass es sich dabei um einen Polizisten handeln könnte, ist eine haltlose Vermutung." Die Staatsanwaltschaft habe deshab keine weiteren Schritte eingeleitet. Auch ein Ermittlungsverfahren sei nicht eingeleitet worden. Das darf nun hingegen verwundern: Hat die Staatsanwaltschaft Kenntnis von einer Straftat, ist sie gesetzlich gehalten, auch gegen unbekannt zu ermitteln. Das tut sie nach eigener Aussage bislang nicht, obwohl der Verdächtige vermummt war und Menschen mit Pfefferspray besprühte. Taz

Die "Polizei" ist keine Polizei mehr, sondern eine feindliche Besatzungstruppe. Es handelt sich nicht um Mitmenschen, sondern um Soldaten einer feindlichen Macht.

 

21.10.2010: Gesundheitswarnung: Böse Väter machen Kindern Diabetes

Welt (und andere): Väter, die sich zu fett ernähren, lösen bei Kindern Diabetes aus, und das sogar bei Töchtern, obwohl Diabetes eigentlich nur Männer befällt. Das soll angeblich eine neue wissenschaftliche Studie ergeben haben. Getestet wurden Ratten.

Keiner der Berichte enthält irgendwelche Zahlenangaben. Man kann also getrost davon ausgehen, daß es sich um heiße Luft handelt. Wissenschaftliche Untersuchungen ohne Zahlenangaben sind immer unseriös. Gesundheitswarnungen in den Medien (und bei Organisationen wie WHO u.ä.) sind seit vielen Jahren nichts als Marktschreierei und Bänkelsängertum. Nichts davon ist wahr. Alles ist erstunken und erlogen.

Ziel der Aktionen ist es, den Haßgruppen der Gesellschaft Schuldgefühle und den Gutmenschen einen Dünkel einzureden. "Haßgruppen" sind: Raucher, Autofahrer, Biertrinker, Männer und Lehrer.

 

20.10.2010: Polizeistaat: Seifenblasen als Haftgrund

Heise: "Wenn mich eine Seifenblase berührt, werde ich sie wegen tätlichen Angriffs verhaften", sagte der Polizist und verhaftete die Gewalttäterin kurze Zeit später, aber mit einer anderen - vermutlich ebenso idiotischen - Begründung. Über den sensiblen Polizisten lacht jetzt das Internet. Dafür fordert der Polizist Schadenersatz in Millionenhöhe. Er hat YouTube und (bis jetzt) 25 User verklagt.

Die kanadische Polizei läßt den Mann weiter Dienst tun. In meinen Augen ist der Bursche als Polizist untragbar. Aber das sind wohl gerade die Leute, die sie wollen.

Update: Verhaftet wurde sie für das Tragen eines Backpack. Suchwort für den Vorfall (auch auf YouTube): "Officer Bubbles". Die Spottvideos sind natürlich wieder online, war ja klar.

Was ich mich frage: Warum behält die Polizei diesen Kerl? Behalten sie ihn, weil sie denken, er sei ein guter Polizist und habe sich vorbildlich verhalten? Dann sind sie inkompetent. Oder behalten sie ihn, weil sie denken, er sein ein schlechter Polizist und habe maßlos überreagiert? Dann sind wohl die Bullen insgesamt die Bösen.

Die Polizei ist auf dem Weg zur dunklen Seite. Immer wenn es wirtschaftlich bergab geht, wechselt die Polizei die Seiten vom Beschützer zum Unterdrücker. Woher kommt das nur? Ist es der wachsende Frust, den sie an den Leuten auslassen? Dann sind sie wohl nie wirklich gute Polizisten gewesen, schlecht ausgewählt, schlecht ausgebildet und sich selbst überlassen. Ich glaube auch, bei der "Riot-Police" (in Deutschland: "Bereitschaftspolizei") sammelt sich irgendwie der Abschaum, Schlägertypen, eitle Gockel und Schießgeile. Wohin werden eigentlich Polizisten strafversetzt?

 

20.10.2010: Alterspyramide "mit Migrationshintergrund"

Kölner Stadtanzeiger:

http://www

Zum Artikel

Deutschstämmige Neugeborene: 2/3, Tendenz gleichmäßig fallend, Neugeborene mit Migrationshintergrund: 1/3, Tendenz gleichbleibend.

Die Grafik setze ich einfach mal fort in die Zukunft: In 15 Jahren betragen die Anteile 1 zu 1. In 30 Jahren ist bei den unter 65-Jährigen die deutschstämmige Bevölkerung eine verfolgte Minderheit. Spätestens dann setzen die Christenverfolgungen ein.

In 40 Jahren ist Deutschland ein islamisches Land ohne Industrie, ohne Landwirtschaft, ohne Öl und ohne Deutsche. 80 Millionen moslemische Hartz-IV-Empfänger, Gemüseläden, Dänerbuden und Moscheen. Amtssprache: Kanaken-Deutsch. Landesflagge: Das Aldi-Logo mit Halbmond und zwei Sternen. In den Nachbarländern hängen große Plakate: "Komm nach schöne Urlaubsland Türkei-Zwei"

 

19.10.2010: "Ermittlungsverfahren gg. Sie"

Eben kam eine E-Mail "From: Rechtsanwalt Florian Giese". Den Anwalt gibt es tatsächlich, er hat die Mail aber nicht geschickt, im Gegenteil, er ist total genervt, siehe hier.

Ein Anwalt würde einen auch nicht mit "Guten Tag," anreden, und er hätte auch seine Anschrift angegeben. Meine angebliche IP-Adresse, die im Text angegeben wird, ist auch total falsch. Sie gehört zum Pool der Telekom, ich bin aber woanders. Auf einen angeblichen "Tatzeitpunkt" wird zwar Bezug genommen, er wird aber nicht genannt. Auch von den angeblich herunter- und heraufgeladenen Musikstücken sind nur die Anzahlen genannt, 13 und 21, aber nicht die Titel.

Die IP-Adresse des absenden Rechners gehört "Celtic Communications", Florida, USA. Ich nehme an, der Rechner gehört zu einem Botnet. Die Mail ist nicht über einen Mailprovider des Absenders eingeliefert worden, sondern vom Absender direkt bei meinem Email-Provider.

Überflüssig zu erwähnen, daß ich mich nie in Peer-To-Peer-Netzen herumtreibe und nichts urheberrechtlich Geschütztes herunterlade, und zwar genau, um solche Mails nicht zu kriegen. LOL

 

19.10.2010: Migrantenproblem: 3 Türken greifen 2 Fahrgäste mit Fäusten und Messern an

Messerstiche und Schnittwunden erlitten eine Frau und ihr Sohn, die den Tätern irgendwie Anlaß zu Wut und Haß gegeben hatten. Als die Opfer schließlich flüchten konnten, warfen die Täter noch Schottersteine nach ihnen, bevor sie in entgegengesetzer Richtung wegliefen. Polizeibericht Die Presse verschweigt dezent die Täterbeschreibung und den Migrationshintergrund. Sie halten sich lieber an die Opfer. Welt

 

19.10.2010: Die Kehrseite der Biometrie-Medaille

Die Bahn will ihre Zugbegleiter mit Falschnamen kennzeichnen. Sie sagen: ja, aber nicht alle. NTV

Der Bürger wird lückenlos biometriert und katalogisiert - öffentliche Funktions- und Hoheitsträger werden vermummt und versteckt. Ich fürchte ja, diese Taktik der Herrschenden wird letztlich dazu führen, daß Polizisten, Kontrolleure und Beamte irgendwann nicht mehr als Mitbürger wahrgenommen werden, möglicherweise nicht mal mehr als Menschen, sondern nur noch als namenlose feindliche Soldaten.

 

15.10.2010: Kritische Polizisten werden amtlich gemobbt

Man führt Geheimakten, erklärt sie für paranoid und nimmt ihnen die Dienstwaffe weg. Sie vermuten, sie sollen aus dem Dienst gedrängt werden. FR FAZ

Der eigentliche Skandal ist die Reaktion auf die Vorwürfe: Es wird alles rundweg abgestritten, und das mit beleidigender Dümmlichkeit: Die Geheimakten seien keineswegs geheim, man dürfe sie nur nicht sehen. Bild

Der Landespolizeipräsident verarscht ganz fröhlich die Öffentlichkeit.

 

15.10.2010: "Happy Meal" hält sich monatelang frisch

Eine Künstlerin wollte den Verfall des Fastfood mit einer Fotoreihe dokumentieren. Aber Burger und Fritten zogen weder Schimmel noch Fäulnis noch Ungeziefer an. Auch nach Monaten sehen sie immer noch fast frisch aus. McDonalds protestiert gegen die Rufschädigung: "Das ist nichts als eine absonderliche Behauptung und absolut falsch." SZ Yahoo

Das heißt jetzt aber nicht, daß die Sachen etwa unverdaulich wären. Wahrscheinlich würden sie sich in einem Komposthaufen auch normal zersetzen. Nach dem Frittieren bzw. scharfem Braten sind sie aber natürlich so gut wie keimfrei. Und wenn sie dann schneller austrocknen als verkeimen, dann verderben sie nicht, sondern werden mumifiziert.

Aber die wütenden Reaktionen der Fastfood-Kette sind alles andere als witzig. Die Fastfood-Industrie ist genauso humorlos und gemeingefährlich wie die Content-Mafia, Monsanto oder Al-Kaida.

 

15.10.2010: Wahlumfrage: Volltreffer, das hat gesessen

Die Forsa-Umfrage hatte erbracht: CDU 29%, Grüne 25%, SPD 23%, Linke 12%, FDP 4%. Die Junge Union weiß sich keinen besseren Rat mehr, als die Grünen zu beschimpfen (Bild). Die FDP will jetzt gar über "den Nutzen von Migranten" diskutieren (Spiegel).

 

15.10.2010: "Stuttgart 21": EU-Kommission mischt sich ein

Mit eigenartigen Leer-Argumenten drängt die EU-Kommission auf den Bau des neuen Bahnhofs. Die Verbindung Paris-Bratislava sei "eine extrem wichtige transeuropäische West-Ost-Achse" (Stern), "Die Kommission legt allergrößten Wert darauf, dass sie gebaut wird" (Reuters).

Und andererseits liest man, es seien bei der Planung so viele Gleise eingespart worden, daß in dem neuen Bahnhof eine liegengebliebene S-Bahn den Fernverkehr zum Erliegen bringen kann. Da wird offenbar gelogen, daß sich die Balken biegen. Da fehlen die wahren Gründe, warum das denn nun wirklich so unbedingt sein muß. Offenbar gibt es aber Gründe für S21, die so schwerwiegend sind, daß man dafür ein paar Kritikern die Augen herausschießt. Wenn Gründe nicht auf den Tisch kommen, sondern nur Nebelkerzen, dann sind diese Gründe wohl derart, daß die Öffentlichkeit sie auf keinen Fall erfahren darf. Auch die wortlosen Weigerungen des Herrn Mappus drängen diesen Eindruck auf: S21 riecht nach Mafia und ganz großer Korruption.

 

15.10.2010: Polizeistaat: Erstmal durchsuchen - dann weitersehen

Im Lawblog wird beschrieben, wie ein unbescholtener Bürger Opfer einer Hausdurchsuchung wurde: Weil ein Betrüger seinen Namen benutzt hatte. Und dieser falschen Spur waren die braven Beamten prompt gefolgt. Den tatsächlichen Spuren waren sie in ihrer Bequemlichkeit und Einfalt nicht nachgegangen.

Für die Justiz ist inzwischen der Grundrechtseingriff "Hausdurchsuchung" sowas ähnliches wie eine Fahrkartenkontrolle.

 

15.10.2010: Polizeistaat: Freiwillige Speichelprobe jetzt unter Zwang

Für Mordermittlungen hat die Polizei 400 Leute zu Speichelproben aufgefordert. Die meisten gaben sie freiwillig. Die anderen wurden dann per Gerichtsbeschluss gezwungen. Yahoo

Das ist keine Polizei mehr, das ist eine feindliche Besatzungstruppe. Die Justiz führt Krieg gegen die Bürger. Schlimmer als in der DDR.

 

14.10.2010: Klima-Ketzer wird aus Wikipedia gelöscht

Hal Lewis, ein emeritierter Physikprofessor, ist nach jahrelangen Unstimmigkeiten und Behinderungen aus der American Physical Society ausgetreten. Sein Brief ist hier. Die APS hat mit einer Presseerklärung geantwortet. Die Erklärung wird hier zerrissen. In der englischen Wikipedia ist daraufhin der Artikel über Hal Lewis innerhalb von ein paar Tagen auf eine Zeile zusammengekürzt worden. Das wird hier dokumentiert. Sucht man nach hal lewis resignation, findet man Webseiten von Klimajüngern, auf denen Hal Lewis angegriffen und beschimpft wird, z.B. hier.

 

12.10.2010: Finanzkrise: Überall entstehen schwarze Löcher

"Depfa-Bank" - kennt kein Mensch, oder? Und doch ist das das schwarze Loch in der Hypo-Real-Estate, das alles mit sich reißen könnte. Und es ist nicht das einzige schwarze Loch, das sich in der Finanzwelt aufgetan hat, um alles zu verschlingen. Interessant und macht mir Hoffnung. Tagesschau

 

12.10.2010: Finanzkrise: Wallstreet zahlt 144 Milliarden an Mitarbeiter aus

Das Schneeballsystem ist noch aktiv: Ein Drittel aller Einnahmen gehen für Gehälter und Bonusse drauf. Damit ist nicht etwa ein Drittel des Gewinns gemeint, sondern ein Drittel des Umsatzes. Soviel verdient kein Gewerbebetrieb, kein Hersteller und kein Händler. Die Wallstreet ist eine weltweit operierende Betrügerbande.

 

12.10.2010: Migrantenproblem: So langsam wachen ein paar Leute auf

Im "Gelben Forum" ist ein Thread, wo auf einen externen Kommentar in einer österreichischen Zeitung verwiesen wird. Der Autor redet Klartext. Und diesmal ist es nicht so ein Schwätzer wie Sarrazin, sondern jemand, der offensichtlich in dem Viertel wohnt, das er beschreibt. Ich wohne nämlich auch in einem Viertel, wo die Migranten so langsam in der Mehrheit sind.

Nach Jahren voller Political Correctness und Multikulti-Gesäusel und -Geschleime fangen endlich mal ein paar Leute an, Klartext zu reden. Natürlich werden sie von der Linken alle sofort als "Faschisten" und "Nazis" verleumdet, beschimpft, beleidigt und bedroht. Die Linken wohnen eben nicht im Migrantenviertel.

 

12.10.2010: Die "Taz" spielt Gedankenpolizei

Die Taz fragt: "Sind rechte Gedanken salonfähig geworden?" Gemeint ist die Kritik an Türken und Arabern, die zwar die deutsche Sozialhilfe kassieren, aber Deutschland und die Deutschen hassen und verachten, beschimpfen und beleidigen, überfallen und berauben oder sogar töten.

Und Kritik daran nennen sie "rechts"? Die deutschen Linken sind verrückt geworden.

 

12.10.2010: Verquere Logik der Diktatoren: Chinesen werten Applaus für Dissidenten als "Angriff"

Als der chinesische Widerstandskämpfer Liu mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, klatschte die Welt Beifall. Deshalb sind die chinesischen Diktatoren nun beleidigt. Der Beifall sei eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas, sagen sie. Sie kritisieren Norwegen, es unterstütze einen "verurteilten Verbrecher". In China ist es ein Verbrechen, die Wahrheit zu sagen.

Wie kommt es nur, daß die Diktatoren dieser Welt immer genauso bescheuert und rechthaberisch sind wie deutsche Beamte?

 

12.10.2010: Die Forderungen des Zentralrats der Schwaben und Bayern (Satire)

Man stelle sich einmal vor, der Zentralrat der Schwaben und Bayern würde im Iran fordern, dass sich z.B. die Iraner mehr von Maultaschen, Weißwürsten und Spätzle ernähren sollen und sie (die Schwaben und Bayern) alle paar Meter einen Stand mit Wurstsalatverkauf und Butterbrezeln errichten dürfen. Die schwäbischen/bayrischen Frauen laufen im Alltag in hübschen Dirndl herum und die Männer in kurzen Lederhosen. Außerdem beklagt sich der schwäbisch/bayrische Zentralrat bei den Herrschenden in Teheran, dass zu wenig Integration stattfindet und verlangt mehr finanzielle Mittel und Zeitungen und offizielle Dokumente in deutscher Sprache. Für die Schwaben und Bayern die nicht arbeiten gibts Sozialleistungen ein Leben lang, kostenlose Arztbesuche sowieso. Dafür leben die Schwaben und Bayern nach preussischen Gesetzen und Traditionen und verhöhnen die iranische Polizei, hängen deutsche Fahnen aus dem Fenster und bauen Kirchen.

Mehr (gefunden im "Gelben Forum") Der Text zeigt die Absurdität der Islam- und Ausländerfreundlichkeit bei deutschen Behörden, Politik und Medien. Zudem ist diese Islamfreundlichkeit noch nicht einmal echt, sondern nur gespielt. Jeder versucht, den anderen in vorauseilendem Gehorsam zu übertreffen. Wer das absurde Spiel nicht mitmacht, wird sofort niedergeschrien, beschimpft und beleidigt. Man fordert Entschuldigungen und Rücktritte. Es ist der reinste Rassismus - nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Es ist eine Ersatzreligion, eine fanatische Sekte wie Scientology, die Anti-Raucher-Religion oder die Klimaschutz-Kirche.

 

10.10.2010: Polizist klaut bei Durchsuchung Bargeld

ShortNews Ad-Hoc-News

 

10.10.2010: Klimaschutz: Ramsauer will Altbauten abreißen

In den fünfziger und sechziger Jahren wurden die Häuser wiederaufgebaut, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren. Es handelt sich um etwa 11,4 Millionen Wohnungen (Quelle). Diese Generation von Häusern ist tatsächlich nach den heutigen Vorstellungen von Energieefffizienz nicht auf dem Stand der Technik. Trotzdem lebt etwa ein Drittel bis die Hälfte der Menschen in Deutschland in diesen Wohnungen.

Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) will sie nun im Interesse des Klimaschutzes alle abreißen und neu bauen lassen. Spiegel

Zur Zeit werden in Deutschland pro Jahr 140.000 Wohnungen gebaut. (Quelle)

 

9.10.2010: Klimaketzerin erwartungsgemäß "geächtet"

Die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Bundestag bezeichnete "Klimaschutz" als Ersatzreligion. Diejenigen, die es wagten, am Klimaschutz zu zweifeln, "können geächtet werden", von freier Wissenschaft könne keine Rede sein.

Der Sprecher der Grünen für Klimaschutz, bezeichnete die Frau daraufhin als "peinliche Witzfigur". Die SPD-Bundestagsfraktion sagte: "Das schlägt dem Fass den Boden aus" und man sei "fassungslos". Die Haltung Dötts sei "Zynismus pur". Sie habe sich damit "aus jeder seriösen umweltpolitische Debatte verabschiedet", empörte sich die SPD weiter. Dött müsse darum "sofort abgelöst werden." Selbst in der CDU gab es gemäss der Zeit Stimmen, die die Äusserungen ihrer Parteikollegin als "absoluten Irrsinn" bezeichneten und orakelten, dass die nächsten Tage für sie nicht angenehm würden. Weltwoche

Auf der Homepage der Grünen geht es weiter mit "den abstrusen und blinden Thesen der Klimawandelleugner". Grüne

Die Beschimpfungen und Beleidigungen merken wir uns jetzt mal. Sobald das Klima auf der Erde abgekühlt ist, geben wir sie mit Dank zurück.

 

9.10.2010: "Stuttgart 21": Wasserwerfer war auf 20 Bar eingestellt

SWR: Die Elternvertreter sagen: Der Wasserdruck war auf die Höchststufe 20 Bar eingestellt gewesen. Das sei nur erlaubt, wenn die Polizei direkt angegriffen werde.

Die Wasserleitung hat 4 Bar. 20 Bar beträgt der Wasserdruck in 200 Meter Tiefe. In Buchheims Buch "Das Boot" heißt es über den Wasserdruck in 150 Meter Tiefe, damit könne man "einen Menschen zersägen".

 

5.10.2010: Gesundheitswarnung: Raucher haben weniger Gehirn

T-Online: Mit einem Magnetresonanztomographen wurde bei 43 Leuten die Dicke der Großhirnrinde gemessen. Diese Dicke soll bei den Rauchern "im Durchschnitt geringer" gewesen sein als bei den Nichtrauchern, und zwar nur bei Nichtrauchern, die nie auch nur eine Zigarette geraucht hatten.

Die Zahl "43 Leute" ist die einzige Zahl in der ganzen Meldung (in einigen Medien heißt es auch "22 Raucher und 21 Nichtraucher"). Es gibt aber keine Prozentzahlen, um wieviel dünner das Hirn sein soll. So eine Angabe ist bei der Bekanntgabe von Forschungsergebnissen aber eigentlich obligatorisch.

Stattdessen heißt es z.B. bei Pressetext.com, die Ergebnisse seien "statistisch signifikant". Er sagt aber nicht sowas wie "auf dem 95-Prozent-Niveau".

 

5.10.2010: Finanzkrise: Japan senkt Zinsen auf Null

Tagesschau: Die japanische Notenbank hat heute den Leitzins auf "0,0 bis 0,1 Prozent" gesenkt. Angeblich soll das die Konjunktur ankurbeln. Tatsächlich wird es wohl nur die Finanzwirtschaft ankurbeln, was dann die Inflation ankurbelt, was wiederum die Realwirtschaft schrumpfen läßt.

 

5.10.2010: Finanzkrise: So sieht er aus, der "Aufschwung XL"

Querschuss: Die Einzelhandelsumsätze sind seit dem Vorjahr gestiegen. Gegenüber 1995 war die Bewegung: auf -6, auf -1, auf -7, auf -5. Der Trend zeigt klar und eindeutig nach unten. Aber die Preise sind seit 1995 um 200 Prozent gestiegen, da ist das "XL".

 

5.10.2010: Finanzkrise: EZB kauft Staatsanleihen für 1,3 Billionen Euro

Zerohedge: Die Europäische Zentralbank kauft alle portugiesischen und irischen Staatsanleihen auf, die auf dem Markt sind.

Natürlich hat die EZB nicht soviel Geld auf dem Konto. Sie haben nur ungefähr ein Zehntel der Summe. Aber Europa hat ja gerade beschlossen, unbegrenzte Garantien zu geben. Die EZB kann also praktisch soviel Geld drucken, wie sie will.

Das Bruttoinlandsprodukt der EU-27 beträgt etwa 12 Billionen Euro. Die EZB hat also gerade zehn Prozent Wirtschaftwachstum erzeugt. Wieviel nach Abzug der Schrumpfung der Realwirtschaft davon übrigbleibt, werden wir Anfang 2011 sehen.

Die Rettungsmaßnahmen werden immer verzweifelter und immer skrupelloser. Man spielt nur noch auf Zeit.

 

4.10.2010: "Stuttgart 21" - "Die Politik wollte diesen Konflikt"

Stuttgarter-Zeitung: Polizeiwissenschaftler Thomas Feltes kommt auch zu dem Schluß: Die Eskalation war geplant.

Was ich noch nicht wußte: "Die Polizei hat es schon als Aggression gewertet, wenn Demonstranten auf Aufforderung den Weg nicht frei gemacht haben. Diese Form von passivem Widerstand legitimiert rechtlich keine aktive Gewalt durch die Polizei. Das lernt jeder Polizeibeamte im ersten Ausbildungsjahr."

Und weiter: "Aggressionen beginnen dort, wo Steine oder Leuchtkörper fliegen, wo einzelne Beamte körperlich angegriffen werden." Genau das ist bei jedem der ominösen "Schanzenfeste" zu beobachten: Es gibt immer eine oder mehrere kleine Gruppen von drei bis vier schwarzvermummten jungen Männern, die in aller Seelenruhe Feuerwerkskörper anzünden und in Richtung der Polizei werfen. Und die werden nicht etwa sofort verhaftet, sondern man läßt sie einfach weitermachen, bis sie ihren Vorrat verbraucht haben. Es kommt nur eine Durchsage: "Unterlassen Sie das Bewerfen der Polizeikräfte." Die Vermummten sind mit Sicherheit Polizisten. Und diesmal hieß es nach dem Schanzenfest, es sei wie immer "nicht angemeldet worden, trotzdem wurde es toleriert." Nach dem vorigen Schanzenfest im Mai stand in allen Zeitungen, die Veranstalter hätten auf ihrer Homepage bereits ein zweites Schanzenfest im September angekündigt. Ich habe dann lange nach dieser Homepage gesucht: sie existiert nicht. Man findet auch die Worte, die in den Zeitungen darüber standen, nur dort und nirgendwo anders. Keine Zeitung hatte nach dem Veranstalter gesucht oder irgendwas anderes recherchiert. Das schien ihnen offensichtlich überflüssig. Die Zeitungen hatten die Information also wahrscheinlich vom Pressesprecher der Polizei. All diese Seltsamkeiten lassen nur den einen Schluß zu: das Schanzenfest ist offenbar eine Veranstaltung der Hamburger Bereitschaftspolizei zu Übungszwecken.

 

3.10.2010: "Stuttgart 21" - Eskalationsstrategie wird durchschaut

Kommentar bei NTV:"http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Alle-Gewalt-geht-vom-Staate-aus-article1616901.html Es kann nur eine sinnvolle Erklärung geben: Die Landesregierung will die Debatte um Stuttgart 21 in einen gewaltsamen Konflikt überführen und fährt bewusst eine Strategie der Eskalation. Wenn erstmal die Demonstranten Molotow-Cocktails werfen und Vermummte Straßenbarrikaden basteln \u2013 dann ist die Schwarz-Weiß-Welt wieder in Ordnung.

Burks: Wenn sich eine kleine Minderheit der Protestierenden radikalisiert und eine härtere Gangart fährt, kann sich die Polizeileitung entspannt zurücklehnen und der Politik signalisieren: Auftrag ausgeführt! Dann sind die Wasserwerfer a posteriori gerechtfertigt worden.

 

3.20.3020: "Stuttgart 21" - Bahn-Chef: "Kein Demonstrationsrecht"

Spiegel: Alles sei demokratisch legitimiert, es gebe kein Recht auf Widerstand, sagt Bahnchef Rüdiger Grube.

Bei einer funktionierenden Demokratie wird das Volk vorher gefragt, ob es einverstanden ist. Das Volk ist nicht gefragt worden. Es war nicht einverstanden. Es hat versucht, das Wahnsinnsprojekt zu stoppen. Es hat alles nichts genützt. Unsere Demokratie funktioniert nicht, das ist hier ganz offensichtlich. Alles in irgendwelchen Sitzungen und Gremien und Verfahren zu beschließen - mögen sie auch noch so regelkonform sein - ist keine Demokratie, sondern eine Bürokratenherrschaft. Und Rüdiger Grube ist ein Bürokrat und kein Demokrat.

 

2.10.2010: "Stuttgart 21" - Polizeipräsident gibt Gewaltstrategie zu

Stuttgarter Zeitung: Polizeipräsident Stumpf sagt, er habe die Schülerdemo bei seiner Planung nicht berücksichtigt. Sie sei von ihrer Route abgewichen, weil Twitter-Nachrichten sie neugierig gemacht hätten. "Aber da rollten schon die Baufahrzeuge."

Er sagt also praktisch: Wir wollten eigentlich nur die Protestierer zusammendreschen und dann wie immer die Öffentlichkeit belügen und sagen, es seien alles polizeibekannte Radaubrüder und Steinewerfer. Aber als wir gerade so richtig warmgeworden waren, da kamen diese blöden Schüler genau im falschen Moment und gerieten in die Schusslinie unserer Wasserwerfer, unserer Pfeffersprays und unserer schlagverstärkenden Handschuhe.

Und mit den Bildern blutender Kinder und alter Lehrer mit Augenverletzungen will nun die schöne Strategie der Verleumdung nicht so recht klappen.

Und Innenminister Rech hat schon zugegeben, daß es "noch keine handfesten Beweise" dafür gibt, daß die Protestierer mit der Gewalt angefangen haben. Aber zurücktreten will er immer noch nicht.

Die Sanitäter haben angeblich beim Ordnungsamt protestiert, weil sie nicht aufs Gelände durften, um die Verletzten zu behandeln. Blog

Selbst im Krieg wurden Sanitäter und Rotes Kreuz zu den Verwundeten gelassen. Feindliche Soldaten und Kriegsgefangene haben im Augenblick offenbar mehr Rechte als demonstrierende Bürger. Der Hass der Obrigkeit auf das Volk ist unbegreiflich.

 

2.10.2010: "No Pressure" - Explodierende Kinder

Die Klima-Konformisten-Organisation "10:10" hat ein Video veröffentlicht, das zeigt, was sie sich wünschen, was mit Schulkindern (und anderen Menschen) passieren soll, die kein CO2 einsparen wollen: sie werden ermordet, in die Luft gesprengt, Blut und Innereien spritzen auf die Umstehenden. Es ist keine Satire, keine Parodie, kein Scherz. Es ist eine Aufforderung und Anleitung zum Ermorden von Andersdenkenden. Das Machwerk ist auf YouTube. Es heißt "No Pressure". Nach ersten Protesten wurde es als "privat" gekennzeichnet, so daß man es nicht ansehen konnte. Inzwischen ist es wieder freigeschaltet.

Vor Jahren waren die alten Wochenschauen aus der Nazi-Zeit im dritten Programm zu sehen. Ich habe viele davon gesehen. Ich wollte wissen: was ist es nur, was Menschen dazu bewegt, andere Menschen umzubringen, was geht in den Leuten vor? Besonders eine Szene hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Sie war so harmlos und so entlarvend zugleich: Eine Bomberbesatzung sitzt in ihrem Cockpit auf dem Weg nach England, sie unterhalten sich, sie scherzen, sie lachen, genau wie Leute, die in der Bahn sitzen und auf dem Weg zur Arbeit sind. In ein paar Minuten werden sie ein paar tausend Engländer umbringen und nicht weiter drüber nachdenken. Auf dem Rückweg werden sie genauso lustig scherzen und lachen wie auf dem Hinweg. Sie machen ihre Arbeit, weiter nichts.

In der Serie "Buffy" heißt es: Wenn ein Mensch zum Vampir wird, nimmt ein Dämon Besitz von ihm. Er hat immer noch den Körper und die Erinnerung des Menschen, er ist aber kein Mensch. Er ist ein Monster. Er hat keine menschliche Seele, keine menschlichen Gefühle. Er hat kein Gewissen. Er kennt weder Skrupel, noch Reue noch Mitgefühl.

Die Vampire in "Buffy" wirken (auf mein kindliches Gemüt) wirklich furchtbar unheimlich und angsteinflößend.

 

1.10.2010: Polizeistaat: Bürgerkrieg im Schlossgarten

Bullen außer Rand und Band. Blinde Gewalt gegen Kinder und Alte. Spiegel

Die Revolution in der DDR war ein Spaziergang gegen die BRD heute. Die Polizei ist ein schlimmerer Feind als es die Vopo war. Das ist eine Besatzungsarmee im eigenen Land.

 

30.9.2010: Elektrosmog behindert Wachstum und steigert Mortalität

Eier und Kaulquappen des Grasfrosches wurden in 140 Meter Entfernung der Strahlung von Mobilfunkantennen ausgesetzt. Die bestrahlte Gruppe zeigte eine verminderte Bewegungskoordination, ein asynchrones Wachstum und eine Mortalität von 90 Prozent. Quelle

 

30.9.2010: Klimakatastrophe: Wird es denn tatsächlich immer wärmer

Die Welt berichtet, durch den Klimawandel würden die Herbstmonate "immer wärmer", die Saison für Heuschnupfen werde "immer länger", schon Mitte Dezember gebe es Haselnußpollen, und es höre erst Anfang November wieder auf.

Komisch, ich beobachte hier das genaue Gegenteil. Nicht mehr Ende Mai wird es warm, wie noch Ende der Achtziger, sondern erst Ende Juni. Und nicht mehr im Oktober wird es kalt, sondern schon im September. Der Sommer hat sich in den letzten fünf Jahren um fast zwei Monate verkürzt.

 

26.9.2010: Obrigkeitsstaat: Steuerprüfer vernichtet Würstchenbude (Update)

Das soll der Steuerprüfer gesagt haben (SZ):

1.) "Ich habe im Vogtland mehrere Gaststätten vernichtet."

2.) "Die Polizisten sind alle Lügner" - gemeint sind Beamte, die dem Wirt die Größe seiner Essensportionen bestätigten.

3.) "Die Speisekarte haben Sie herbeigezaubert" - als Gerhard Kaltscheuer seine Speisekarte vorlegte, um seine echten Verkaufspreise zu belegen.

4.) "Rechnen Sie mit einer Steuernachzahlung von 30- bis 35000 Euro - wenn Sie das nicht haben, holen Sie sich Hartz IV."

5.) "Wagen Sie es nicht, gegen den Prüfbericht und die Kalkulation Einwände zu erheben."

Das paßt haargenau zu dem Verhalten und der inneren Einstellung der Steuerprüfer, die damals bei mir waren.

 

23.9.2010: Alles Geld an den Staat

Ich mach ja manchmal den Witz: "Der Staat möchte am liebsten alles einkassieren und es dann als Almosen wieder verteilen." Nun hat Großbritannien mich überholt. Alle Gehaltszahlungen sollen an den Staat gehen, der zieht die Steuern ab und überweist den Rest an den Angestellten. CNBC

 

23.9.2010: OECD: Hälfte zu fett

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) "schlägt Alarm". Oh, oh. Die Hälfte der Leute hat Übergewicht. Oh, oh. Stern

Vielleicht besteht das Problem einfach nur darin, daß zur Berechnung der falsche Standard verwendet wird? 'Ungefähr   12.700 Ergebnisse für BMI "nicht geeignet"' Google:

Die Leute lesen: "Oh, oh, ich bin zu fett." Dann wechseln sie zu "fettreduziert" und "kalorienreduziert" - und davon werden sie dann erst richtig fett. Google:

Nichts in Cola light macht dick. Der Süßstoff verursacht Hungergefühle und es wird mehr gegessen. Der gleiche Süßstoff wird in der Tiermast eingesetzt, weil die Tiere dann mehr fressen.

 

19.9.2010: Highlight bei der Bahn: Hauptbahnhof Leipzig geschlossen wegen Software-Update

Es soll aber nur einen Tag dauern. Welt

In letzter Zeit stehen auch bei der Hamburger U-Bahn immer mehr Linien tage-, wochen-, und monatelang still, wegen Gleis- und Brückenbauarbeiten, wegen Stellwerksausfällen oder wegen liegengebliebener Züge. Früher ist sowas nicht vorgekommen. Es gab höchstens mal einspurigen Betrieb oder Umsteigen in die vorderen Wagen. Aber "heute fährt die U3 mal nicht," sowas gab es nicht.

Warum soll es uns auch besser gehen als den alten Römern. Die haben ihre Aquädukte irgendwann nicht mehr repariert, wegen Geldmangel. Und das wars dann mit den öffentlichen Springbrunnen und der Kanalisation. So ist das eben am Ende einer Zivilisation.

Mist. Ich muß hier weg, bevor die Anarchie richtig losgeht.

 

16.9.2010: Finanzkrise: PKW-Zulassungen in der EU sinken rapide

Das ist ein eindrucksvoller Indikator für die wirkliche Lage. Die PKW-Zulassungen sanken von ungefähr 1,4 auf 0,9 Millionen pro Monat in dreieinhalb Jahren. Das sind minus 7,5 Prozent pro Jahr. Da ist auch eine Grafik für Deutschland: Es geht stetig abwärts seit 2000, und seit 2007 mit Beschleunigung. Die Abwrackprämie hat erwartungsgemäß nichts Dauerhaftes bewegt. Querschuss

 

16.9.2010: Steuerprüfer vernichtet Würstchenbude

Der Steuerprüfer vergleicht die Rechnungen für Fleisch etc. mit den Belegen für verkaufte Portionen, rechnet nach und kommt auf viel mehr verkaufte Portionen. Daß die Portionen in Wirklichkeit größer waren, glaubt er einfach nicht. Dann verrechnet er sich noch einbißchen zu seinen Gunsten und fordert schließlich 38.000 Euro Steuernachzahlung. Die Imbißbude ist jetzt erstmal pleite, sofern das Finanzamt nicht doch noch Vernunft annimmt. SZ-Online P.T.Verlag VogtlandAnzeiger Dnews Das Finanzamt verweigert jede Stellungnahme.

Genau so habe ich den Dünkel des Steuerprüfers auch zu spüren bekommen: "Sie haben ja schon zugegeben..." Der Spaß am Geldverdienen ist mir damals gründlich vergangen. Nach der Betriebsprüfung habe ich nur noch soviel Aufträge angenommen, daß mein Steuersatz Null ist. Die sollen nicht einen Pfennig durch mich kriegen.

Im alten China lief das so: Eine Horde schwerbewaffneter Männer fiel über ein Dorf her, und sie nahmen alles mit, was ihnen gefiel. Das war der kaiserliche Steuereintreiber. Das Amt des Steuereintreibers konnte von jedem gekauft werden, der genug Geld hatte. In der Praxis waren die Steuereintreiber Räuberbanden mit Kaperbrief. Solange sie nur der kaiserlichen Bürokratie genug ablieferten, ließ man sie gewähren.

Der Unterschied zwischen Beamten und Räubern wird immer kleiner.

 

15.9.2010: Keine "Bild"-Zeitung mehr

Zwei Läden im Hamburger Stadtteil Ottensen verkaufen keine Bildzeitung mehr. Die Artikel zur Unterstützung Sarrazins haben sie so wütend gemacht, daß sie das Blatt nicht mehr im Laden haben wollen. Die Taz ist stolz auf sie. Taz

Gegen Sarrazin zu sein, ist der billige Weg. Politisch korrekt ist der Mainstream. Wenn einer wie Sarrazin einen Furz lößt, dann heulen die Mainstream-Medien unisono. Die Leute sagen: Sarrazin hat recht. Das Problem ist: Sarrazin redet einen Stuß daher, so wie er es schon immer gemacht hat. Aber er spricht dabei aus, was alle empfinden. Er spricht nicht unbedingt das aus, was wahr ist, auch nicht, was alle bewußt denken, nur was sie unbewußt empfinden. Auch die politisch Korrekten empfinden es. Genau deshalb sind sie ja so wütend. Sarrazin spricht aus, was man nicht aussprechen darf, was man noch nicht einmal denken darf.

Aber es sind nicht die kleinen Moslems, die dafür sorgen, daß die Schulkinder bei uns immer dümmer werden. Und das werden sie tatsächlich. Sie werden auch in Schulen und in Gegenden dümmer, in denen Ausländer, speziell Moslems, sehr selten sind, wie z.B. in der Gesamtschule Norderstedt bei Hamburg. Die Schüler sind in den letzten zwanzig Jahren im Durchschnitt viel unwilliger und auch unintelligenter geworden. In einer durchschnittlichen Klasse in der Gesamtschule heute fühle ich mich wie in einer Kunst- oder Sportklasse vor zwanzig Jahren. (Da waren die drin, die nichts konnten außer Sport, bzw. die, die gar nichts konnten.) Es ist leider auch die Lehrerschaft, die im Durchschnitt dümmer geworden ist. Es herrscht eine Atmosphäre von "bloß nicht drüber reden, daß wir hier nur noch ganz dünne Brettchen bohren."

Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, sind die Politiker, die seit Jahrzehnten ihren Job nicht mehr machen, sondern nur noch Wahlkampf. Und der Staats- und Behördenapparat, an einer viel zu langen Leine, tanzt dem Bürger immer mehr auf der Nase herum, spioniert, unterdrückt, schikaniert und wuchert vor sich hin. Eigentlich sollte die Politik dafür sorgen, daß die Wirtschaft funktioniert, so daß jeder einen Job findet. Wir hatten mal Vollbeschäftigung in der Bundesrepublik. Jeder hatte eine Zukunftsperspektive. Niemand sah einen Grund, Terrorist zu werden.

Damals war es die Bildzeitung, die die gesamte 68er-Bewegung mit Baader-Meinhof in einen Topf warf, um zu verhindern, daß Demokratie und Freiheit weiter wachsen und die Macht des Staates weiter schrumpfen konnten. Und heute hängt die Bildzeitung alle Probleme den Moslems an, um den wachsenden Volkszorn zu kanalisieren und vom Staat wegzulenken. Der politisch korrekte Mainstream geht nur einen kleinen Schritt weiter und leugnet einfach alle Probleme.

 

15.9.2010: Staatsanleihen "risikofreudig" - Gold "überhitzt"

An den Börsen dreht sich das Unterste zuoberst. Staatsanleihen, einst der sichere Hafen für die Ängstlichen, werden jetzt von den "Risikofreudigen" gekauft. BörseOnline Umgekehrt werden Goldkäufer und -händler jetzt nicht mehr als Sonderlinge verlacht, die Experten sehen beim Gold schon "Anzeichen für einen heißgelaufenen Markt". FTD

 

14.9.2010: Finanzkrise: Harrisburg zahlt Anleihen nicht zurück (Update)

Die US-Stadt Harrisburg braucht in diesem Jahr 68 Millionen Dollar, um Schulden in Form von Anleihen zurückzuzahlen. Die Einnahmen der Stadt betragen aber nur 17 Millionen pro Jahr. Sie sind schon sechs Monate im Zahlungsverzug. Um die Insolvenz abzuwenden, bekommt die Stadt vom Gouverneur nun 4,5 Mio. ein paar Wochen früher als geplant.

Alle wissen, was passiert, wenn öffentliche Anleihen nicht zurückgezahlt werden: Niemand zeichnet jemals wieder eine Anleihe. Ich glaube aber nicht, daß die Stadt (und all die anderen) auf ehrliche Art aus dem Schuldenloch herauskommen. Auf Dauer bleibt kein Ausweg außer Gelddrucken. Und auch da wissen alle, was passiert: Hyperinflation.

 

14.9.2010: Gesundheitswarnung: Bundesbehörden raten dringend zur Grippeimpfung

Vor dem Beginn der neuen Grippe-Saison haben die deutschen Gesundheitsbeho:rden nachdru:cklich zu einer Schutzimpfung geraten. Die Grippe sei unberechenbar und eine nach wie vor unterscha:tzte Infektionskrankheit, sagte der Pra:sident des Paul- Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, in Berlin. Handelsblatt

Auch das Paul-Ehrlich-Institut wird von der Pharmaindustrie alimentiert, zumindest einzelne Beschäftigte, wie z.B. der Chef. Zur Grippeimpfung raten genau diejenigen, die an der Impfung verdienen. Die Zeiten sind leider vorbei, Jungs. Ihr habt einmal zu oft "Wolf, Wolf!" gerufen. Niemand glaubt euch mehr, und das ist gut so.

 

14.9.2010: Gesundheitswarnung: Experten rufen zur Grippeimpfung auf

Vor Beginn der neuen Grippesaison haben Experten*) vor allem a:lteren und chronisch kranken Menschen sowie erstmals auch Schwangeren zur Schutzimpfung geraten. NTV

*) Es handelt sich um dieselben Experten, die vor Milliarden Toten durch Schweinegrippe gewarnt hatten.

 

14.9.2010: Gesundheitswarnung: WHO warnt auch vor der Grippe

Sie haben die Hoffnung auf eine weltweite, tödliche Epidemie immer noch nicht aufgegeben. Und der "Focus" ist unbeirrt auf ihrer Seite.

Mit dem Ausrufen einer Pandemie habe die WHO aber nicht überreagiert.

Doch, eigentlich schon. Die Ausrufung der Weltgrippe war schwachsinnige Panikmache im Interesse der Pharmaindustrie. Das trotzige Aufstampfen mit dem Fuß jetzt, das ist sowas von lächerlich, die WHO verliert ihr letztes bißchen Glaubwürdigkeit.

 

13.9.2010: Gesundheitswarnung: Robert-Koch-Institut macht Reklame für Grippeimpfung

Nach dem milden Verlauf der Schweinegrippe in Deutschland haben Forscher davor gewarnt, Grippeviren zu unterscha:tzen. Sie blieben gefährlich. "Grippeviren sind unausrottbar", sagte der Leiter der Influenza-Forschung am Berliner Robert Koch-Institut, Thorsten Wolff. "Das ist wie Kalter Krieg. Virus gegen Mensch." Der Ausgang dieses Kampfes im nächsten Winter sei offen und nicht vorhersehbar, ergänzte Wolff. Handelsblatt

Das Robert-Koch-Institut ist das halbstaatliche Sprachrohr der Pharmaindustrie in Deutschland. Was von dort kommt, ist grundsätzlich das Gegenteil der Wahrheit.

 

13.9.2010: Urheberrecht: Microsoft liefert Vorwände für Beschlagnahmung

Die russischen Behörden durchsuchen und beschlagnahmen bei mißliebigen Regierungskritiern und Umweltschutzgruppen unter dem Vorwand "Raubkopien auf den Computern". Die ihrer PCs beraubten Gruppen bleiben handlungsunfähig zurück. Spiegel

 

13.9.2010: Urheberrecht: Gebrauchte Software darf nicht weiterverkauft werden

Die neueste Kapriole der Copyright-Mafia:

Softwarehersteller dürfen ihre Lizenzbestimmungen so gestalten, dass ein Weiterverkauf der 'gebrauchten' Software ausgeschlossen werden kann - dies hat ein US-Bundesgericht in einer Berufungsverhandlung gegen einen Online-Händler bestätigt Heise

Diese Sorte von ungerechten Machtspielchen hat mir im Lauf der letzten zwanzig Jahre die Lust aufs Kaufen und Konsumieren inzwischen vollkommen verdorben. Ich habe nicht mehr den Wunsch zu kaufen und zu besitzen, ich habe nur noch den einen Wunsch, die Bösen in diesem Spiel sollen endlich ihre gerechte Strafe bekommen. Ich glaube auch nicht, daß ich der einzige Mensch auf der Welt bin, der so reagiert.

Im vorliegenden Fall sind die Bösen zum einen die Gerichte, die leugnen, was gerecht und ungerecht ist, zum anderen ist es der Hersteller "Autodesk" mit seinem CAD-Programm "AutoCAD".

 

12.9.2010: Böse Webseiten

Immer wenn ich nach Handelsbezeichnungen, nach einer Marke, oder nach einer Typenbezeichnung suche, dann kriege ich unter den ersten zehn Ergebnissen immer öfter so drei oder vier Seiten, die irgendwie vollkommen nutzlos sind, die nirgendwo hinführen, und die nur ein paar Schlüsselbegriffe auflisten und Wörter wie "kaufen" oder "Preisvergleich", ohne wirklich irgendwas zu vergleichen oder anzubieten. Und alle Links auf der Seite führen wieder auf dieselbe Seite.

Bis vor einiger Zeit waren solche Seiten "Linkfarmen", die sich untereinander verlinken und so in den Suchmaschinen "relevant" erscheinen. Das Anklicken von Links darin führte aber auf Seiten, die mit dem Suchbegriff eigentlich nichts zu tun hatten. Das waren Werbefirmen, die sich von gewerblichen Homepage-Besitzern dafür bezahlen ließen, daß sie Traffic auf die Homepage lenken ("Wir machen ihren Webauftritt bekannt").

Nun ist eine neue Art von Linkfarmen aufgetaucht: Seiten, die Sicherheitslücken ausnutzen, um Schadsoftware zu installieren. Angeblich tauchen pro Wochen 57.000 neue davon auf (und schaffen es auch unter die ersten zehn Suchergebnisse). Quelle

 

12.9.2010: Finanzkrise: "Papiergold" gut erklärt

Unter der Überschrift "Wann platzt die Papiergoldblase" erörtert Goldreporter.de den sich aufblähenden Markt der Goldpapiere.

Der Default (die Unfähigkeit zu liefern) wird kommen, es ist nur eine Frage der Zeit. Es kann sich eigentlich nur noch um Monate handeln, wenn nicht Wochen. Es ist seit vielen Wochen ausgesprochen ruhig in den Medien, die Krise ist angeblich vorbei, wir haben angeblich einen XL-Aufschwung. Ich glaube, es ist die Ruhe vor dem Sturm.

 

12.9.2010: Finanzkrise: Hypo Real Estate verkauft Schrottpapiere

Wer kauft denn Papiere, von denen schon bekannt ist, daß sie wertlos sind? Niemand? Doch, und das geht so: Man gründet eine "Bad Bank", die nimmt einen Kredit auf, kauft damit die Papiere, und geht anschließend pleite.

Frage: Wer gibt der Bad Bank einen Kredit, wenn doch die Pleite schon fest eingeplant ist? Antwort: Die Hypo Real Estate. Frage: Woher kriegt die HRE das Geld für die Bad Bank? Antwort: Sie legt eine Ladung "Pfandbriefe" auf (das Pfand ist der Kredit an die Bad Bank). Frage: Wer kauft Pfandbriefe der HRE? Antwort: Da eine Pleite der HRE "den gesamten Finanzsektor" treffen würde, sind die Käufer offenbar nicht Privatpersonen, sondern Banken. Handelsblatt

So langsam wird mir klar, warum hier ein Dominoeffekt darauf wartet, daß der erste Stein umfällt. Ich kann es kaum erwarten. :-)

Die Hypo Real Estate (HRE) wird [...] lediglich 180 Mrd bis 185 Mrd EUR auf die [Bad Bank] FMS Wertmanagement u:bertragen, [anstatt geplanter] 210 Mrd EUR DowJones.de

Bis jetzt hat die HRE Rettungspakete von 140 Mrd. Euro bekommen. Wollen wir mal wetten: die kriegen bald noch ein Rettungspaket von 40 Mrd. und später noch eins von 30 Mrd.

Update: Die Risikoaufschläge werden gezahlt, wenn die Kredite fällig werden, mit denen die Anleihen gekauft worden sind. Die Kredite müssen dann refinanziert werden, und da verlangt der Kreditgeber nun mehr Geld, weil die Sicherheit ja eine Anleihe eines der PIIGS-Länder ist.

Daran hatte ich nicht gedacht: Die HRE kauft natürlich nichts mit eigenem Geld, sondern alles auf Kredit. Und zwar kostet der Kredit normalerweise weniger, als die Anleihe an Zinsen bringt. Aber nur, solange sie nicht platzt, und dieses Risiko ist halt gestiegen.

Das Risiko ist aber natürlich nicht um 40 Mrd. gestiegen, sondern um höchstens zehn Prozent davon. Die Risikoaufschläge als Begründung für den neuerlichen Bedarf an 40 Mrd. enthalten also immer noch maximal zehn Prozent Wahrheit. Hätte mich auch gewundert. LOL

 

Neuer Werbe-Slogan für Finanzwirtschaft (und Politik): "Wir können alles - außer ehrlich"

 

11.9.2010: Leichenfledderei im Krematorium

Im Krematorium Hamburg-Öjendorf sind Verstorbenen jahrelang Ringe abgezogen und Goldzähne herausgebrochen worden. Es brachte aber angeblich nur 40.000 Euro pro Jahr. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schweren gemeinschaftlichen Bandendiebstahls. Mopo

 

10.9.2010: Finanzkrise: Hypo Real Estate kriegt nochmal 40 Milliarden geschenkt

Die 100 Milliarden sind aufgebraucht, die HRE ist schon wieder pleite. Stern

Eigenartig finde ich die Formulierung im Stern: "Diese [Liquiditätsprobleme] resultierten unter anderem aus wachsenden Risikoaufschlägen auf Staatsanleihen kriselnder Euro-Staaten." Das ist so völlig unverständlich. Wer kauft hier was bzw. hat gekauft, und wer muß an wen was bezahlen und warum? Ich glaube, das machen die mit Absicht. Man soll gar nicht verstehen, was da wieder für ein Kuhhandel läuft.

 

10.9.2010: Islamismus: Nun wollen sie Merkel ermorden

Weil Angela Merkel dem dänischen Karikaturisten Kurst Westergaard die Hand geschüttelt hat, hat ein deutscher Islamist sie in das bekannte Foto von Nick Berg montiert (kurz bevor er vor laufender Kamera ermordet wurde) und auf einer türkischen, deutschsprachigen Webseite gepostet: Islamistenhumor

Aus den Kommentaren der Rechtgläubigen:

Sie und ihre anderen politischen Versager gehören auf den Scheiterhaufen der Geschichte.

Das Problem was die Ungläubigen haben ist: Sie schmücken sich mit sinnlosen Dingen wie Demokratie, Menschenrechte und Meinungfreiheit. Dabei existieren diese "Werte" gar nicht und nützen nur den Ungläubigen, nicht allen Menschen auf der Welt.

Verflucht seid ihr allesamt und am jüngsten Tag erwartet euche die gewaltigste Strafe. An einem Platz an dem ihr weder leben noch sterben könnt.

Die Webseite nennt sich "Islambrüderschaft". Ein Kommentator weist sie auf den Unterschied Bruderschaft/Brüderschaft hin, da sind die Brüder beleidigt.

 

9.9.2010: Finanzkrise: US-Münze "Eagle" wird nicht produziert

Nummer eins:

1985 erließen die USA ein Gesetz, das die staatliche Münzanstalt verpflichtet, Gold-Eagles in bedarfsgerechter Menge herzustellen. Das Gold muß aus amerikanischer Produktion stammen, bei Knappheit soll auf die Goldreserven der USA zurückgegriffen werden.

2008 gab die Münzanstalt bekannt, die Herstellung des Gold-Eagles vorerst einzustellen. Es wurde spekuliert, in den USA herrsche eine Goldknappheit, aber alle, die es wissen könnten, hüllen sich in Schweigen.

Nummer zwei:

Seit einiger Zeit kursieren Gerüchte, daß die USA vor Jahren insgeheim von einer Spezialfirma eine große Menge falscher 800-Unzen-Goldbarren aus Wolfram herstellen ließen. Wolfram ist praktisch ebensoschwer wie Gold.

Das ist jetzt nur Spekulation von mir: Falls die Barren mit einem Goldblech überzogen wurden, sind sie durch eine normale Kontrolle mit Begehung, auch mal hochheben, sogar mit Röntgenfluoreszenz, nicht als Fälschungen zu erkennen. Mir fallen dann nur noch akustische Verfahren ein. Wolfram hat eine andere innere Schallgeschwindigkeit und -dämpfung als Gold. Ich bin aber ziemlich sicher, daß es für eine akustische Prüfung keine Meßinstrumente zu kaufen gibt.

Wir zählen nun eins und zwei zusammen:

Die USA haben keine echten Goldreserven mehr, in Fort-Knox liegen nur noch die Fälschungen. Die Fed ist gerade dabei, die letzten 100 Tonnen zu verkaufen. Alles Gold, was dann in den USA noch existiert, gehört den Großbanken.

Die amerikanischen Großbanken setzen sich bekanntlich einmal morgens und einmal abends zusammen und setzen den Goldpreis fest, und zwar immer niedriger, als der Marktpreis eigentlich sein müßte. Es wird angenommen, daß sie das tun, damit der Goldpreis nicht durch die Decke geht, die Amerikaner das Vertrauen in den Dollar, die Regierung, die Wirtschaft und speziell die Banken nicht verlieren. Man spielt: "all quiet on the Western Front" (obwohl wahrscheinlich die Hütte schon so gut wie heruntergebrannt ist).

Nach dem morgendlichen Fixing sind sie in der unangenehmen Situation, den ganzen Tag über zu einem zu niedrigen Preis liefern zu müssen, wenn Nachfrage da ist. Nun wieder meine Spekulation: Bestellungen von Münzen und kleineren Goldbarren werden beantwortet mit: "Solches Kleingeld haben wir nicht mehr, wir haben jetzt nur noch 800-Unzen-Barren zu verkaufen, Preis: 1 Million Dollar das Stück." Und dann sagen die Leute: "Oh, soviel kann ich aber nicht anlegen." Problem erfolgreich versteckt.

 

8.9.2010: Finanzkrise: DGB zahlungsunfähig

MMNews: Der DGB muß 650 Milliarden Euro an Beteiligungen abschreiben. Nun können sie ihre Bankzinsen selber nicht mehr zahlen.

 

8.9.2010: Finanzkrise: Exportweltmeister Deutschland fällt zurück

Spiegel: Die deutschen Exporte sanken im Juli um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. (Das sind 18 Prozent Rückgang aufs Jahr gerechnet.)

 

8.9.2010: Afghanistan: Polizisten schützen ihr Geld vor dem Volk

Nachdem die Manager der Kabul-Bank bei massiver Korruption erwischt http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,715867,00.html worden waren und die Kabul-Bank vor der Insolvenz stand, stürmten die Sparer die Bank und wollten schnell ihr Geld abheben. Vor der Bank bildeten sich lange Schlangen. Die Kabul-Bank verlor die Hälfte ihres Geldbestandes. Dann kam die Polizei und prügelte http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kabulbank112.html auf die Schlangen ein. Praktisch alle Staatsangestellten haben ihr Gehaltskonto bei der Kabul-Bank. FTD

 

8.9.2010: Zwei Asteroiden von Bruce Willis gesprengt

Bildzeitung: Und was machen die Asteroiden? Natürlich, sie "rasen knapp an der Erde vorbei". Der eine 80.000, der andere 250.000 km weit. Die Erde hat 12.000 km Durchmesser, der Mond ist 300.000 km entfernt. Ein bißchen Luft war ja noch. Sie haben auch keine Satelliten mitgenommen, auch keine geostationären. Nochmal Glück gehabt.

 

6.9.2010: Internetkriminalität: BKA und Bitkom geben Tipps

SZ:

"Antivirenprogramm und Firewall installieren."

Die wirklich gefährlichen Hersteller von Schadsoftware sind heute Profis. Sie testen sorgfältig, ob ihre Dinger an den gängigen Virenscannern und Firewalls vorbeikommen.

"Bei E-Mails den Absender prüfen."

Der Absender ist eines der Felder, die man leicht fälschen kann. Hier fehlen die Warnungen vor HTML-Mails und Programmen, die E-Mail-Anhänge immer sofort anzeigen.

"Keine Tauschbörsen benutzen."

Man holt sich Schadsoftware zum kleineren Teil durch E-Mails, zum größeren Teil durch verseuchte Webseiten. Die größte Gefahr in Tauschbörsen ist die Abmahnkanzlei wegen Urheberrecht.

"Lange, zufällige Paßwörter wählen."

Das Problem mit zu einfachen Paßwörtern ist: Sie sind ratbar ("Hansi"). Das Problem mit zu komplizierten Paßwörtern ist: Man muß sie sich aufschreiben, und dann sind sie vom Kollegen lesbar. Wer soll sich denn sowas auswendig merken: "Ädfdg097öij"? Ein gutes Paßwort ist ein persönliches "Muster" aus bestimmten Tasten auf der Tastatur. Erstens: leicht zu merken, Zweitens: leicht zu tippen, Drittens: schwer zu raten. (Beispiel: "qwertz", aber das war jetzt noch kein gutes und persönliches, sondern ein eher schlechtes Beispiel. Man soll nur daran sehen, was ich mit "Muster" meinte.)

"URL der Online-Bank selber tippen."

Das Problem ist hier der Angriff auf die Übersetzung URL --> IP. Das ist in Windows nicht schwierig genug.

"Mehrere TANs abfragen ist böse."

Das war früher mal. Heute machen alle ITAN, und auch das ist schon geknackt ("Man in the Middle").

"Nicht alles installieren, was runterzuladen ist."

Das ist viel zu allgemein. Wer etwas ohne Plugin nicht ansehen kann, der hat nur die Wahl zwischen "installieren" oder "verzichten". Richtig wäre: Plugins nur vom offiziellen Hersteller holen, nicht einfach dem Link auf der Webseite folgen.

"Keine privaten Informationen preisgeben."

Dummerweise gibt es eine Impressumspflicht, und sie wurde nicht zuletzt auch von Institutionen wie BKA und Bitkom gefordert und durchgesetzt. Und keiner weiß wirklich genau, wann man bei fehlendem Impressum teuer abgemahnt werden kann und wann nicht. Das hätten sie mal klar sagen sollen, anstatt nur allgemein mit den Zeigefinger zu winken. Aber auch BKA und Bitkom wissen das nicht.

Fazit: Die Tipps sind alle veraltet und nutzlos. Das einzige, was heute wirklich hilft: Nicht mit Windows ins Internet, auch keine Mails mit Windows holen. Verdammt nochmal.

 

6.9.2010: Polizeistaat: Verdeckte Ermittler sollen Straftaten begehen

Heise: Der Kampf gegen "Kinderpornografie" soll jetzt geführt werden, indem verdeckte Ermittler "szenetypische Straftaten" begehen sollen, wie das Anbieten von "Material".

"Szenetypisch" wären dann ja wohl entsprechende Webseiten und Werbung per E-Mail dafür. Der Haken ist nur: Bei den Profis liegen die Webseiten und kommen die Werbe-Mails aus einem Botnetz - also zumeist aus Osteuropa oder den USA - bei den verdeckten Ermittlern dagegen von einer deutschen Behörden-IP oder einem deutschen Provider. Sie werden also für Profis leicht zu erkennen sein. Erwischt werden mal wieder nur ein paar neugierige Dummköpfe, nicht die wirklich Bösen.

Durch solche Art Polizeiaktionen - wenn Ganoven und Betrüger im Internet in Zukunft "verdeckte Ermittler" sind - wird letztlich nur das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei und in jede andere Behörde zerstört. Macht nur weiter so, Jungs. Irgendwann werdet ihr von einem wütenden Mob alle aufgehängt. Ich werd's erleben. Ich hab Zeit, ich kann warten.

 

6.9.2010: Genfood: Leber und Nierenschäden

Eine neue europäische Studie weist Organschäden durch genmanipulierten Mais nach. Es geht (natürlich) um die Sorten MON810, MON863 und NK603 von Monsanto. "Monsanto testet nur 90 Tage, und das ist zuwenig," sagen die Forscher. Blog (via Le Monde)

 

5.9.2010: Polizeistaat: Keine Entschädigung für Polizeiopfer

Sie treten die Tür ein und nehmen mit, was ihnen gefällt, unter anderem drei Handys. Der Bundesgerichtshof urteilt: Die Razzia war unrechtmäßig. Die Justizbehörder verweigert eine Entschädigung, die gebe es nur bei rechtmäßigen Razzia. Sie fordern stattdessen Gebühren für die Einreichung der Klage. Spiegel

Unser Staatsapparat, die Regierung, die Politiker, die Beamten, die Polizei, die Justiz, all das ist nur noch eine Verbrecherbande, die nach Strafe ruft.

 

5.9.2010: Polizeistaat: Seltsame Randalierer beim Schanzenfest

Der NDR zeigt Krawallmacher, die eine Mülltonne artig in die Straßenmitte ziehen, bevor sie sie anzünden. So kann das Feuer nichts wirklich Wertvolles in Gefahr bringen. Eine Mülltonne liegt bereits da, der Inhalt brennt. Gleich werden es zwei sein. Weder die Polizei noch die Feuerwehr sind zur Stelle, nur die Fotoreporter.

Das Fest, heißt es weiter, wird von den Behörden geduldet, auch ohne offizielle Anmeldung. Woanders hieß es, es gebe einen Veranstalter des Festes. Das ist ein seltsames Verhalten der Behörden, die sonst so streng sind.

Ich möchte fast wetten: Das Schanzenfest ist eine Veranstaltung der Polizei, und zwar als realitätsnahe Übung. Und die Randalierer sind nur deshalb so brav, weil es vermummte Polizeischüler sind. Hier übt die Polizei für die Niederschlagung von zu erwartenden Aufständen.

 

4.9.2010: Sarrazin provoziert - Gutmensch hysteriert

Hartz-IV-Empfängern hielt er einen Speiseplan unter die Nase, mit dem er selbst längst verhungert wäre. Angeblich trinkt er Leitungswasser, von dem ständig ein frischer Krug bei ihm auf dem Tisch steht. Er heizt auch nicht, sondern trägt dicke Pullover. Fünf Euro die Stunde, mehr verlangt er nicht für seine Arbeit als Bundesbankpräsident. Türken, sagt er, sind für nichts zu gebrauchen als zur Produktion von Kopftuchmädchen und zum Gemüsehandel. Und wenn Moslems aus Afrika, dem Nahen Osten und der Türkei hier einwandern, werden wir Deutschen immer dümmer, statistisch.

1975 wäre er von niemandem ernstgenommen worden. Keine Zeitung, kein Fernsehsender hätte ihn zitiert. Eine unwichtige Randerscheinung wäre er gewesen, nichts weiter. Warum regt er heute die ganze Republik auf? Was hat sich geändert?

Heute gibt es den Gutmenschen, der immer recht hat und alles richtig macht: Ausländer sind für ihn besser und wertvoller als Deutsche. Moslems sind für ihn besser als Christen. Türkische oder afghanische Räuber und Mörder sind für ihn grundsätzlich unschuldig. Deutsche Opfer sind für ihn grundsätzlich selbst schuld. Ausländer haben ein größeres Recht auf den deutschen Paß als Deutsche. Moslems haben ein größeres Recht auf Religionsausübung als Christen, und sie haben es jederzeit und überall, sei es hinterm Tresen oder hinterm Lehrerpult. Wenn moslemische Schüler im Unterricht keine Burka tragen dürfen, dann protestiert der Gutmensch. Wenn der türkische Präsident die Türken in Deutschland auffordert, sich nicht zu integrieren, sondern aus Deutschland ein türkische Kolonie zu machen, dann jubelt der Gutmensch.

Wer gefällt sich in der Rolle des Gutmenschen:

  • die Parteien,
  • die Behörden,
  • die Ministerien,
  • die Politiker,
  • die Medien,
  • die EU,
  • die Öko-Fundamentalisten.

Was ein Gutmensch wirklich ist, wird sofort klar, wenn man einfach mal die Begriffe austauscht: Deutsche sind wertvoller als Ausländer, Christen sind besser als Moslems, Osteuropäer sind grundsätzlich schuldig, aus Rußland machen wir unseren Garten Eden. Huch? Waren das nicht die Nazis? Was unterscheidet also den Gutmenschen vom gewöhnlichen Nazi: das Vorzeichen.

Der Sarrazin mit seinen Nazi-Sprüchen kratzt an der dünnen Schicht Anti-Nazi-Lack der Gutmenschen. Darunter sind sie plötzlich kackbraun. Huch? Das sollte doch keiner sehen.

Und nun wollen sie ihn loswerden. Der Bundespräsident soll ihn abberufen. Die Bundesbank sagt, das Vertrauensverhältnis sei zerrüttet. Sarrazin sei, heißt es überall, "untragbar".

Sarrazin ist seinerzeit vom Posten des Finanzsenators in den Vorstand der Bundesbank abgeschoben worden, um ihn loszuwerden. Die Bundesbank wußte ganz genau, wen sie da kriegen. Sarrazin hatte genügend Medienecho hervorgerufen. Der damalige Bundespräsident, der ihn zum Vorstand berief, wußte genau, was Sarrazin für ein Mann ist. Es hat sich nichts geändert. Sarrazin hat sich nicht geändert. Nur die Rechnung der Leute, die ihn damals auf den Druckposten "Bundesbankvorstand" abschieben wollten, ist nicht aufgegangen. Er reißt das Maul immer noch genauso auf wie vorher.

Ich bin mal gespannt, ob er schlau genug ist, diese Wahrheiten als Abwehr zu nutzen. Ich glaube es eigentlich nicht. Ich glaube, er ist nur bauernschlau, nicht wirklich klug. Ich glaube, die Entlassung Sarrazins wird ein unterhaltsamer Eiertanz, ein derbes Volkstheater. Ey, gib mal das Popcorn rüber!

 

4.9.2010: Finanzkrise: Harrisburg zahlt Anleihen nicht zurück

Nachdem sie in diesem Jahr bereits 6 Millionen Dollar Tilung und Zinsen für Anleihen für eine Müllverbrennungsanlage nicht bezahlt hatte, will die Stadt Harrisburg nun weitere 2,2 Millionen Dollar für eine "Anleihe mit Garantie" von 1997 nicht mehr bezahlen. Businessweek

Staatsanleihen nicht zu bedienen, zerstört das Vertrauen der Anleger in kürzester Zeit. Dann können sie sich Geld nur noch beschaffen, indem sie welches drucken. Das zerstört dann auch noch das Vertrauen zum Geld, sowohl bei den Einwohnern, als auch im Ausland. Und dann können sie auch nichts mehr importieren.

Ich liege ja immer zu früh mit meinen Vorhersagen, aber trotzdem: Der Wert des US-Dollar wird noch in diesem Jahr auf Null sinken.

China hat 1,6 Billionen US-Dollar gebunkert. Die werden noch viel unternehmen, den Dollar zu stützen. Nützen wird es aber nichts.

 

3.9.2010: El-Nino: Rußland verlängert Exportstopp für Weizen um ein Jahr

Erst war es zu heiß und zu trocken, dann plötzlich zu kalt und zu naß: auch deutsche Bauern erwarten schlechte Ernten. Auf der ganzen Welt häufen sich Ernteausfälle durch Extremwetter, Überschwemmungen und Waldbrände. Rußland hat im August einen Exportstopp für Weizen verhängt und verlängert ihn jetzt bis nach der Ernte 2011. http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/russia/7978954/Global-food-shortage-fears-as-Russia-extends-wheat-ban.html

 

3.9.2010: Klimakatastrophe: "Die Vorboten des globalen Klimawandels"

Taz: Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt sind sich einig: Hochwasser, Überschwemmungen und Hitzewellen zeigen die Richtung: Die Temperatur wird nochmal um 2 bis 4 Grad steigen. "Wir können uns schon jetzt auf norditalienische Verhältnisse freuen, müssen aber auch die Nachteile der höheren Temperaturen und vor allem die extremen Ereignisse fürchten."

Wir halten das alles mal fest fürs Protokoll.

 

3.9.2010: Nordwestpassage: Tanker auf Grund gelaufen

Die Nordwestpassage ist voller Untiefen. Wenn die mal nicht für immer da liegenbleiben. Der Tiedenhub ist nicht sehr groß so weit im Norden. CBC

 

3.9.2010: Arktisches Meer: Kreuzfahrtschiff rammt Felsen

Der Felsen war nicht eingezeichnet. Eisbrecher mußten kommen und die Passagiere retten. TorontoSun                                                                                                                                                                      

 

2.9.2010: Finanzkrise: Profis stoßen Aktien ab

NTV: Nicht nur Kleinanleger, die das Vertrauen verlieren, auch Insider verkaufen in großem Stil ihre Aktien.

Der Tag der Abrechnung rückt näher.

 

2.9.2010: Ozonloch

Im Spiegel ist ein reißerischer Artikel über das Ozonloch, voll von unbewiesenen Behauptungen, offensichtlichen Lügen und Halbwahrheiten, falschen Schlußfolgerungen und Widersprüchen. Und der Stil ist mindestens so polemisch wie in der Bildzeitung. Angeblich wird "das Ozonloch" kleiner, und angeblich ist "bewiesen", daß das FCKW-Verbot die Ursache ist. Dummerweise ist aber nur das Ozonloch über der Arktis kleiner geworden, über der Antarktis nicht. Und warum nicht über der Antarktis: Da seien so viele Schadstoffe in der Luft. Ausgerechnet über dem saubersten Kontinent der Erde sind die meisten Schadstoffe? Oder hat der Autor vielleicht Arktis und Antarktis verwechselt? Und die Kälte dort baue das Ozon ab. Und ein paar Sätze weiter heißt es dann, die Erwärmung verzögere die Heilung der Ozonschicht. Ja, was ist denn nun schlecht für die Ozonschicht, Wärme oder Kälte? Der Spiegel wird immer schlechter, aber das wußten wir eigentlich schon.

 

31.8.2010: Versteckte Preiserhöhungen

Preis vorher: 99 Cent. Preis nachher: 99 Cent. Inhalt vorher: 500 Gramm. Inhalt nachher: 400 Gramm. Preiserhöhung: 20 Prozent. "Waffelmischung" kaufe ich nicht so oft. Es muß Monate her sein. Da habe ich kein Gefühl für die Größe der Packung. Die Mengenangabe steht unten links auf der Tüte. Das ist der Punkt in einem Rechteck, wo man immer zuletzt hinguckt.

Jedesmal, wenn ich erst zu Hause merke, daß ich etwas gekauft habe, wo plötzlich weniger drin ist, bekomme ich dieses Gefühl. Als ob mir einer in den Bauch geboxt hätte. Als ob die Welt, die ich kannte, nicht mehr da ist. Als ob ich plötzlich in der Hölle aufgewacht bin.

Es ist dasselbe Gefühl, das ich hatte, als aus der Kneipe kam, das Türschloß war offen, und das Autoradio war nicht mehr da. Es ist das Gefühl, Opfer eines Verbrechens geworden zu sein.

Ich glaube eigentlich nicht, daß ich der Einzige bin, der so reagiert. Eigentlich denke ich sogar, daß jeder so reagiert. Ich gewöhne mich auch nicht daran, im Gegenteil: es wird jedesmal ein kleines bißchen schlimmer. Die Ungerechtigkeiten summieren sich in mir. Eines Tages wird es genug sein.

 

30.8.2010: Wieviele Beamte gibt es in Deutschland

Sucht man nach: deutschland millionen beamte, dann findet man völlig verschiedene Zahlen, von 1,7 Millionen bis 4,5 Millionen.

Anläßlich der Schweinegrippe-Impfung stand mal in der Zeitung, es hätte sich bisher nur ein Viertel der Polizeibeamten impfen lassen, und zwar 2.700 Beamte. Allein in Hamburg gibt es demnach 11.000 Polizisten, einen für je 170 Einwohner. Wenn man das auf 82 Millionen Bundesbürger umrechnet, gibt es in Deutschland eine halbe Million allein an Polizisten.

Bis ich irgendwann mal Genaueres weiß, kann ich natürlich nur schätzen. Aber ich denke, meine Schätzung liegt näher an der Realität als die offiziellen Zahlen: Ein Drittel aller Arbeitsplätze liegt im öffentlichen Dienst und seinen Hilfsorganisationen wie z.B. BFA, TÜV oder GEZ. Ein weiteres Drittel liegt in der Finanzwirtschaft, z.B. Banken, Versicherungen und Heuschrecken. Vom restlichen Drittel ist wiederum ein Drittel Produktion, ein Drittel nützliche Dienstleistungen wie z.B. Warentransport, und ein Drittel unnütze Dienstleistungen wie z.B. Heizungsableser oder Sonnenstudio. Das bedeutet: 10 Prozent der Arbeitsplätze sind produktiv, 10 Prozent sind anderweitig nützlich, und 80 Prozent machen unnützen Kram. Ich finde, das paßt sehr gut zu dem gefühlten Zustand unserer Wirtschaft.

Kleiner Nachtrag, falls jemand meint, Heizungsableser seien nützlich, weil die Heizkosten gerechter verteilt werden: Die Röhrchen verdunsten ein Drittel des Verbrauchswerts im Sommer, wenn die Heizungen aus sind, ebenso ein weiteres Drittel im Winter verbrauchsunabhöngig, und nur ein Drittel spiegelt den Verbrauch wieder. Ich habe das experimentell ermittelt, und zwar an Heizkörpern, die nicht unbedingt notwendig sind, wie z.B. im Bad. Die Hälfte der Heizkosten zahlt man nach Wohnfläche, die Hälfte nach den Rührchen. Wenn man alles nach Wohnfläche zahlen würde, zum Beispiel 120 Euro, dann wären 20 Euro davon durch die Rährchen verbrauchsabhängig. Also würde man bei besonders sparsamem Heizen 10 Euro sparen. Die Heizkostenfirma kassiert aber (anteilig) 9,20 Euro (2000 Euro auf 26.000 Euro), und zwar von jedem, nicht nur von denen, die gespart haben. Die Heizkostenableserei ist nicht nur unnütz, sondern verteuert das Heizen für alle.

Und genau diese Art von Unfug leisten wir uns in allen Bereichen. Beispiel: Der Schornsteinfeger prüft jetzt die Lüftungen nicht mehr jährlich, sondern halbjährlich. Eine hochkomplizierte Maschine mit zweitausend Teilen, wie z.B. ein Auto, das muß alle zwei Jahre zum TÜV. Ein einfaches Lüftungsrohr muß alle halbe Jahr geprüft werden, ob es immer noch ein Rohr ist.

 

30.8.2010: Wieviele Beamte gibt es in Deutschland

Sucht man nach: deutschland millionen beamte, dann findet man völlig verschiedene Zahlen, von 1,7 Millionen bis 4,5 Millionen.

Sucht man nach: deutschland millionen "in öffentlichen dienst", dann findet man wieder Zahlen in denselben Größenordnungen. Angeblich gibt es 1,7 Millionen Beamte und 2,7 Millionen Angestellte im öffentlichen Dienst.

Anläßlich der Schweinegrippe-Impfung stand mal in der Zeitung, es hätte sich bisher nur ein Viertel der Polizeibeamten impfen lassen, und zwar 2.700 Beamte. Allein in Hamburg gibt es demnach 11.000 Polizisten, einen für je 170 Einwohner. Wenn man das auf 82 Millionen Bundesbürger umrechnet, gibt es in Deutschland eine halbe Million allein an Polizisten.

Sucht man nach: deutschland millionen finanzbeamte, dann findet man, daß es 130.000 gibt, das ist einer für 630 Bürger. Das sind nur die Finanzbeamten. Es gibt aber mehr. In Hamburg (1,7 Millionen Einwohner) gibt es 5 Ministerien, einen Rechnungshof und eine Zentralverwaltung. Es gibt 11 Fachbehörden und 14 Bezirksämter. Das sind 32 einzelne Behörden. In jeder Behörde gibt es einen Beamten für jeweils X Bürger. X wird wahrscheinlich nicht 170 sein, wie bei den Polizisten. Ich nehme mal an: X = 1.700. Danach gäbe es in Hamburg 32.000 Beamte, das wäre einer für je 53 Bürger. Umgerechnet auf Deutschland wären das 1,5 Millionen Beamte, und 2 Millionen inklusive Polizei.

Bis ich irgendwann mal Genaueres weiß, kann ich natürlich nur schätzen. Aber ich denke, meine Schätzung liegt näher an der Realität als die offiziellen Zahlen: Ein Drittel aller Arbeitsplätze liegt im öffentlichen Dienst und seinen Hilfsorganisationen wie z.B. BFA, TÜV oder GEZ. Ein weiteres Drittel liegt in der Finanzwirtschaft, z.B. Banken, Versicherungen und Heuschrecken. Vom restlichen Drittel ist wiederum ein Drittel Produktion, ein Drittel nützliche Dienstleistungen wie z.B. Warentransport, und ein Drittel unnütze Dienstleistungen wie z.B. Heizungsableser oder Sonnenstudio. Das bedeutet: 10 Prozent der Arbeitsplätze sind produktiv, 10 Prozent sind anderweitig nützlich, und 80 Prozent machen unnützen Kram. Ich finde, das paßt sehr gut zu dem gefühlten Zustand unserer Wirtschaft.

Kleiner Nachtrag, falls jemand meint, Heizungsableser seien nützlich, weil die Heizkosten gerechter verteilt werden: Die Röhrchen verdunsten ein Drittel des Verbrauchswerts im Sommer, wenn die Heizungen aus sind, ebenso ein weiteres Drittel im Winter verbrauchsunabhöngig, und nur ein Drittel spiegelt den Verbrauch wieder. Ich habe das experimentell ermittelt, und zwar an Heizkörpern, die nicht unbedingt notwendig sind, wie z.B. im Bad. Die Hälfte der Heizkosten zahlt man nach Wohnfläche, die Hälfte nach den Rührchen. Wenn man alles nach Wohnfläche zahlen würde, zum Beispiel 120 Euro, dann wären 20 Euro davon durch die Rährchen verbrauchsabhängig. Also würde man bei besonders sparsamem Heizen 10 Euro sparen. Die Heizkostenfirma kassiert aber (anteilig) 9,20 Euro (2000 Euro auf 26.000 Euro), und zwar von jedem, nicht nur von denen, die gespart haben. Die Heizkostenableserei ist nicht nur unnütz, sondern verteuert das Heizen für alle.

Und genau diese Art von Unfug leisten wir uns in allen Bereichen. Beispiel: Der Schornsteinfeger prüft jetzt die Lüftungen nicht mehr jährlich, sondern halbjährlich. Eine hochkomplizierte Maschine mit zweitausend Teilen, wie z.B. ein Auto, das muß alle zwei Jahre zum TÜV. Ein einfaches Lüftungsrohr muß alle halbe Jahr geprüft werden, ob es immer noch ein Rohr ist.

 

28.8.2010: Polizeistaat: Journalisten werden verhaftet

Journalisten werden verhaftet, beleidigt, wie Vieh behandelt und geduzt: "Ihr seid keine Presse, ihr seid jetzt Straftäter", werden sie angeherrscht. Freelens

Natürlich sind nicht die Journalisten die Straftäter, sondern die Polizisten, die sich selbstherrlich über das Gesetz stellen.

 

27.8.2010: Schlecker veröffentlicht Kundendaten

Heise: 150.000 Kundendaten und 7 Mio. Mailadressen waren im Internet frei zugänglich.

Es gibt mindestens 30 Mio. Internetnutzer in Deutschland. Und nur ein halbes Prozent war naiv genug, sich bei Schlecker-Online anzumelden. Die Internetnutzer sind doch intelligenter und vorsichtiger, als ich dachte.

 

27.8.2010: Kalter Krieg im Cyberspace - Militär hilflos

Heise: 2008 wurde auf einem US-Stützpunkt im Nahen Osten ein USB-Stick in einen Laptop gesteckt. Es befand sich ein zu Spionagezwecken von einem ausländischen Geheimdienst geschriebener Virus darauf. Dieser lud sich hoch auf einen Server des militärischen Netzwerks und verbreitete sich von dort selbsttätig. Die Angreifer erbeuteten geheime Konstruktions- und Operationspläne. Eine militärische Katastrophe. Nach Entdeckung des Virus wurde allen amerikanischen Soldaten die Benutzung von USB-Sticks verboten.

Heise: Die Identifizierung des Angreifers bei einem Cyberangriff ist weiterhin ein ungelöstes Problem. Das Militär reagiert darauf so: Wir ermitteln die IP-Adresse, von der der Angriff kam, dann wissen wir das Land. Dann drohen wir dem Land mit Krieg, wenn sie nicht den Angreifer suchen, finden und ausliefern.

Szenario: A-Land will gegen B-Land Krieg führen, es hat aber gar kein Militär. Also schickt A-Land einen Spion in ein Internet-Cafe in B-Land und läßt ihn von dort aus eine beliebige US-Militärbasis angreifen. Der Spion verläßt das Cafe, fährt mit seinem Auto zu einem Versteck, dort bringt ihn ein Hubschrauber zurück nach A-Land. Die USA bedrohen B-Land, dieses ist nicht in der Lage, den Angreifer zu finden, also greifen die USA B-Land an. B-Lands Verbündete sind C-, D-, E-, F-, G-, H- und I-Land. Diese greifen die USA an. Die USA schlagen zurück. G-, H- und I-Lands Verbündete sind China und Nordkorea. Beide greifen die USA an. Die USA haben in den vergangenen acht Kriegen soviel Munition verschossen, daß sie unbedingt neue brauchen. Leider haben sie all ihr Geld für Rettungspakete ausgegeben für Fannie Mae und Freddy Mac. Nun haben sie kein Geld mehr für neue Munition und müssen kapitulieren. Sieger: A-Land, China und Nordkorea. Verlierer: B-Land und USA.

Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe: Warum benutzt das US-Militär ausgerechnet das schlechteste und unsicherste Betriebssystem, das es auf der Welt gibt? Warum entwickeln sie nicht ihre eigene Linuxdistribution?

 

26.8.2010: Polizeistaat: "Sicherungsverwahrung" heißt jetzt "Therapie"

Nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dem deutschen Staat die lebenslange Sicherungsverwahrung verboten hat, beschließen die deutschen Politiker: Dann sperren wir ihn halt stattdessen in die lebenslange Therapie, Problem gelöst. SZ

 

26.8.2010: Polizeistaat: Verfalldatum für Führerscheine

Mit dem Ablegen der Fahrprüfung erwirbt man das Recht zum Autofahren? Nicht mehr lange. Ab 2013 bekommt der Führerschein ein Verfalldatum: 15 Jahre. Man muß nur das Dokument erneuern, keine neue Prüfung ablegen, heißt es. Erstmal. Mit Sicherheit wird das verschärft. So wie alles, was "unser" Staat und die EU einführen.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum der Führerschein ein Verfalldatum bekommen muß. Das Foto soll auf dem letzten Stand sein, heißt es. Ach, ein Foto ist 15 Jahre lang "auf dem letzten Stand"? Daß ich nicht lache. Was war nochmal der große Vorteil des Euro: Da brauchst du im Urlaub das Geld nicht mehr umtauschen, hieß es. Und nun ist der Vorteil des Euro, daß wir für die Griechen bezahlen können, ohne die Milliarden an der Grenze umtauschen zu müssen. Selten so gelacht.

Gestern las ich: Die Roma sehen den Staat als ihren Feind. Zu dieser Sicht bin ich über die letzten zwanzig Jahre auch gekommen. Der Staatsapparat ist der Feind der Bürger, eine Besatzungsarmee im eigenen Land. Aber noch nie ist eine Besatzung ewig an der Macht geblieben. Früher oder später bekommt sie, was ihr gebührt.

 

25.8.2010: Tierrechtler und alleinerziehende Mütter

Henryk M. Broder schlägt vor, zwei der nervigsten Gruppen in unserer Gesellschaft sich gegenseitig neutralisieren zu lassen: militante Tierrechtler und alleinerziehende Mütter, die sich vier Kinder anschaffen und dann in Talkshows ihr Elend vermarkten. Und das geht so: Wenn jeder Tierrechtler eine alleinerziehende Mutter adoptiert, dann ist der Tierrechtler von der Straße und die Mutter aus der Talkshow. Broders Idee ist so genial, die könnte glatt von mir sein.

 

25.8.2010: Schweinegrippe: Impfung schadet mehr als sie nützt

Nachdem sich bei geimpften Kindern Fälle von Schlafkrankheit gehäuft haben, setzt Finnland nun die Impfung gegen Schweinegrippe aus. Die deutschen Behörden bestreiten die Existenz des Problems. In Deutschland, sagen sie, gibt es keine Fälle von Schlafkrankheit. Shortnews

Leute, die sich haben impfen lassen, waren Idioten. Von Anfang an, während alle Medien, Gesundheitsinstitute und WHO getrommelt haben, war jedem klar, daß es sich um eine Propaganda-Aktion zugunsten der Pharma-Industrie handelt. Die Schweinegrippe war und ist nicht nur harmlos, sondern nützlich, die Impfstoffe sind dagegen unsauber und gefährlich.

Und natürlich lernen WHO und alle anderen absolut nichts aus ihren Fehlern. Im Gegenteil. Sie fühlen sich nur umso mehr bestätigt.

 

24.8.2010: Klimakatastrophe: Gläubiger James Cameron fordert Skeptiker heraus - und flüchtet

Hollywoodregisseur James Cameron ("Avatar", "King of the World") nennt auf einer Klimakonferenz in Aspen die Skeptiker "Schweine" und möchte sie am liebsten alle erschießen. Dann fordert er drei der bekannteren von ihnen zu einer öffentlichen Diskussion heraus. Aber dann überlegt er es sich doch anders und kommt selber nicht. noteviljustwrong Aspentimes Climatedepot

Er hätte ruhig erscheinen können. Die eingeladenen drei Skeptiker kamen auch so nicht zu Wort, sondern wurden vom Moderator ausgebremst und von der wütenden Menge niedergebrüllt und zum Selbstmord aufgefordert. Climatedepot

 

24.8.2010: Klimakatastrophe: Nordwestpassage und Nordostpassage angeblich eisfrei

In den letzten fünf Jahren oder so hat es sich eingebürgert: Nordwest- und Nordostpassage werden um diese Jahreszeit in allen Medien immer wieder "erstmals eisfrei" gemeldet. Das lockt Abenteurer an:

Künftiger "Capital"-Chef durchquert die Nordwestpassage. Die Expedition will am 28.8. losfahren, mit einem Schlauchboot ("erstmals Nordwestpassage im Schlauchboot"). HedgeWeek

Yachtrennen durch die Nordostpassage. Ein norwegisches Team hat gerade die Laptev-See erreicht. Vor ihm liegt ein russisches Team, das vorige Woche in der Laptev-See schon mal in dem nicht mehr vorhandenen Eis festgesessen hat.

 

23.8.2010: Polizeistaat: Die Obrigkeit kriegt immer recht

Auf Lawblog ist ein Dialog zwischen einem Polizisten und dem Anwalt des Beschuldigten. Die Obrigkeit zeigt uns eine interessante Rechtsauffassung.

Unser Verwaltungsgericht fährt da einen harten Kurs. Wir gewinnen immer.

Die Message, die bei mir ankommt, lautet: Gib es auf, Mann, wir stecken hier alle unter einer Decke, gegen uns hast du keine Chance.

 

23.8.2010: Überfischung: "Eßt mehr Zuchtlachs"

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner fordert das Volk auf, nicht immer die billigen Heringe zu kaufen, sonst seien bald keine mehr da. Man solle mehr Farmfische kaufen. Recht so. Die sind auch teurer und bringen mehr Steuern. Taz

 

23.8.2010: Deutschland exportiert 40% des BIP

Gegen Ende der DDR wurde alles, was nicht niet- und nagelfest war, exportiert zur Devisenbeschaffung. Gegen Ende der BRD wird nun auch alles exportiert, was sich exportieren läßt. Querschuss

Ab und zu erfährt man ja aus der Presse, daß wieder irgendwo ein Stück Infrastruktur (von Steuergeldern erbaut) ins Ausland verkauft wurde. Wahrscheinlich gibt es auch hier eine hohe Dunkelziffer. Wahrscheinlich ist der Schwarzwald längst nach Dubai verkauft.

Wir sind in guter Gesellschaft. Italien verkauft schließlich die Alpen. Bild

 

23.8.2010: Bordcomputer läßt Flugzeug abstürzen - 154 Tote

2008 stürzte eine McDonnell-Douglas-MD-82 direkt nach dem Abheben auf das Flugfeld. Nur 18 von 172 Insassen überlebten. Ein Bordcomputer hatte nicht gemeldet, daß die Klappen nicht ausgefahren werden konnten. Ein Kontrollcomputer in der Firmenzentrale hatte nicht gemeldet, daß das Flugzeug schon mehrmals Fehlfunktionen hatte, weil er von einem "Trojaner" befallen war. MSNBC Spiegel

Da muß Windows drauf sein. Ich steige in kein Flugzeug mehr.

 

23.8.2010: Raucherkrieg: Es geht nicht um den Rauch

In Schweden, in der Gesundheitsbehörde gibt es eine "Direktorin für Tabakprävention". Wenn neue Produkte auf den Markt kommen, die Nikotin enthalten, wird sie wütend, verdächtigt "die Tabakindustrie" der Finanzierung, Wissenschaftler des "falschen Doktortitels", Institute "hochtrabender Namen". Es ist ein heiliger Krieg, den sie gegen das Nikotin führt. FAZ

Leute wie sie machen klar: es geht nicht um den Rauch, nicht um die Gesundheit, nicht um den Schutz von Nichtrauchern. Es geht um den Krieg gegen die Raucher. Die Raucher sollen nicht rauchen, nicht lutschen, nicht kleben, nicht injizieren. Die Raucher sollen nichts haben, mit dem sie sich wohlfühlen. Die Raucher sollen zu den Nichtrauchern übertreten und abschwören. Erst wenn der letzte Raucher konvertiert ist, wird die Direktorin für Tabakprävention Ruhe geben. Solange noch ein einziger Raucher diese Welt unrein macht, wird sie ihren heiligen Krieg nicht ruhen lassen.

 

23.8.2010: Vegetarier locken mit Gen-Soja

Menschen sind Allesfresser. Wir essen Früchte, Nüsse, Wurzeln, Samenkörner, Fisch, Eier und Fleisch. Fleisch darf nicht zu frisch sein. Ein Schwein muß drei Tage abhängen, ein Rind sieben Tage, sonst ist das Fleisch zäh und ungenießbar. Man kann sagen, wir sind auch Aasfresser. Es gibt Leute, die hören das nicht gerne. Es ist aber die natürliche und artgerechte Ernährung. Es gibt auch kein einziges Land oder Volk auf der Welt, wo sich alle Menschen rein pflanzlich ernähren.

Seit über hundert Jahren gibt es Vegetarier, und immer hat es auch ein paar gegeben, die eine Religion draus gemacht haben. Aber heute ist es wirklich schlimm geworden. Ich kenne nicht einen einzigen Vegetarier, der nicht missionieren und moralisieren würde. Mit solchen Leuten kann man nicht Essen gehen, die reden die ganze Zeit über "Tiere essen", "Tiere töten", "Tiertransporte" und "Menschen verhungern", weil Tiere gefüttert werden. Die sind erst zufrieden, wenn sie allen anderen den Appetit verdorben haben. Die Medien sind auch alle voll drauf eingestiegen und predigen, was das Zeug hält.

"Spiegel": Angeblich schmeckt das Hühnchen wie echt, ist aber aus Soja. Und die Vegetarier sind "die besseren Menschen". Auch der Hersteller der Imitate sieht sich als Missionar. Das vegetarische Hühnchen ist "lecker, goldbraun und sündenfrei". Und alle sind restlos begeistert.

Immer wenn Leute gleichzeitig werben, missionieren, moralisieren und andere verdammen, sind Mißtrauen und äußerste Vorsicht geboten. Sofort den gesunden Menschenverstand einschalten. Immer wenn etwas viel zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es auch nicht wahr.

Blog (mit Quellen): Eine neue russische Studie bestätigt: Gen-Nahrung führt zu Unfruchtbarkeit und erhöhter Kindersterblichkeit.

Die Forscher hatten Probleme, für die Kontrollgruppe überhaupt noch Soja aufzutreiben, das nicht gentechnisch verändert war. Vor Sojaprodukten wie Tofu kann ich nur warnen. In den siebziger Jahren in der Wohngemeinschaft hatten wir immer mehrere Sorten Sojasoße vorrätig. Als ich nach dem Ende des Studiums dann allein wohnte, war ich von asiatischer Küche und asiatischen Gewürzen ganz abgekommen. Nach Jahren wollte ich mal wieder experimentieren und kaufte mal wieder Sojasoße. Die schmeckte irgendwie eigenartig, nicht so, wie ich es erwartete. Ich kann den Geschmack kaum beschreiben, so eigenartig war er. Was damit gewürzt war, schmeckte weder künstlich noch natürlich. Es schmeckte überhaupt nicht mehr wie etwas, das man essen kann. Es schmeckte wie mit Geigenlack beträufelt.

Wenigstens funktioniert der menschliche Geschmackssinn immer noch so, daß er uns warnt, wenn wir etwas Schädliches essen. Es darf nur nicht mit Gewürzen überdeckt sein. Man darf also die neuen Imitate ruhig mal probieren. Man darf sie nur nicht ausschließlich im Restaurant probieren. Man muß auch die Ausgangsprodukte mal kaufen und probieren. Wahrscheinlich schmeckt man es dann heraus. Wenn es aber auch die Ausgangsprodukte nur in stark gewürzter Form und nicht "neutral" zu kaufen gibt: Finger weg. Ungesund.

Ich nehme an, daß die Fleisch-Hasser sich wohl hauptsächlich selber ausrotten werden. Nur zu, ihr Schwachköpfe, laßt es euch schmecken. Ihr dürft euch auch gern moralisch überlegen fühlen, soviel ihr wollt. In hundert Jahren gibt es euch nicht mehr.

 

22.8.2010: Bundesverfassungsgericht soll Google Street-View verbieten

Das fordert der ehemalige Verfassungsrichter Hassemer im "Focus". Die Fotos der Häuser würden nämlich ein "digitales Gesamtbild des Menschen" erstellen.

2009 war er dadurch aufgefallen, daß er "Ehrenmord" milder bestraft sehen wollte als normale Morde. Man müsse Verständnis für das soziale Umfeld haben, sagte er damals. Die Angehörigen der Opfer waren schockiert.

Der Mann ist über siebzig und nicht mehr so ganz bei sich. Der Text im Focus ist ein konfuses Geschwafel.

 

21.8.2010: Polizeistaat: Haftbefehl gegen Wikileaks-Gründer

Die schwedische Justiz hat Julian Assange Haftbefehl erlassen wegen Vergewaltigung. Es heißt, zwei Frauen hätten sich gemeldet und Anschuldigungen erhoben. Wenige Stunden später wurde gemeldet, die schwedischen Behörden hätten die Beschuldigung und den Haftbefehl wieder zurückgezogen. Heise SZ

Die schwedischen Behörden sind hier vollkommen unglaubwürdig. Hätten sich tatsächlich zwei Opfer gemeldet, dann hätte es mehrere Tage, wenn nicht Wochen gedauert, bis die Beschuldigungen aus der Welt geschafft worden wären.

Offensichtlich stehen auch die schwedischen Behörden schon vollkommen unter dem Kommando von Großkonzernen und Interessengruppen. Auch die schwedischen Behörden sind nur noch eine kriminelle Organisation.

 

21.8.2010: Globale Klimadaten zehn Jahre falsch gemessen

Die US-Wetterbehörde NOAA mußte jetzt zugeben, daß die Satelliten wohl zu hohe Temperaturen gemeldet haben, daß aber niemand irgendwas kontrolliert oder nachgerechnet hatte. http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/globaltemperatur-zu-hoch-noaa-amerik-wetterbehoerde-bestaetigtglobale-erwaermung-der-dekade-wg-defektem-satelliten-zweifelhaft-i/

Auch so kann man zu einer Klimakatastrophe kommen.

 

19.8.2010: Polizeistaat: US-Justizlabor hat jahrelang Beweise verfälscht und unterschlagen

In North-Carolina sind seit mindestens zwanzig Jahren systematisch Angeklagte verurteilt worden, wobei die Beweise vom Labor zu ungunsten der Angeklagte verändert oder auch unterdrückt wurden. Es geht um mehr als zweihundert Fälle. Drei der Verurteilten wurden hingerichtet.

Ein als Mörder Verurteilter wurde kürzlich nach 17 Jahren rehabilitiert und aus dem Gefängnis entlassen. Daraufhin begannen zwei ehemalige FBI-Agenten, nach weiteren Fällen zu suchen. Den Laboranten ging es offenbar darum, den Staatsanwälten einen Gefallen zu tun. Kansas-City-Star

Die eigentlichen Motive der Laboranten scheinen noch nicht bekannt zu sein. Möglicherweise dachten sie, der gute Zweck heiligt die Mittel, und sie wollten helfen, Angeklagte zu bestrafen, die sie für schuldig hielten.

Diese Art von selbstgerechter Obrigkeit entsteht von selbst, bei uns hier in Deutschland schon mindestens zum drittenmal in Folge. Es braucht einen wirksamen Schutz von Gesetzen und Verfassungen, um diese Übereifrigen in Schach zu halten, aber daran wird von der Politik herumgesägt mit geradezu krimineller Energie.

Was bei uns gerade alles passiert, die Polizei filmt Demonstrationen zur präventiven Strafverfolgung, Demonstranten werden zur Belustigung der Polizisten zusammengeschlagen, anschließend wegen Widerstand angezeigt, mit falschen Zeugenaussagen verurteilt und eingesperrt, das Internet wird gefiltert, die Polizei will nach Gutdünken das Telefonnetz, das Internet und die Mobilfunknetze abschalten, Straftäter sollen nach Verbüßung der Strafe eine Fußfessel tragen (was einem lebenslangen offenen Strafvollzug mit verschärfter Überwachung entspricht), Hartz-IV-Empfänger sollen Zwangsarbeit verrichten (was einer Strafe für schwere Verbrechen entspricht), all das sind nur die schlimmsten Auswüchse eines völlig aus dem Ruder gelaufener Obrigkeitsstaats.

Was ein Deutscher irgendwo auf der Welt macht, dafür maßt sich die deutsche Justiz an, die Zuständigkeit zu besitzen. Der Staatsapparat betrachtet die Bürger als sein Eigentum, wie Haustiere oder Vieh. Die Regierung ist die Bauernfamilie, die Bürger sind das Vieh im Stall, und die Beamten sind die Hirten.

 

18.8.2010: Polizeistaat: Skype wird abgehört

Lawblog: Ein Zollbeamter hat bei einer Zeugenvernehmung angegeben, seine Behörde könne Skype abhören. Die Richterin hat auch schon Skype-Abhörprotokolle gesehen.

Natürlich kann es immer noch sein, daß sie in Wirklichkeit gar nicht den Skype-Traffic abhören, sondern eine Art Trojaner auf einem der Rechner eingeschmuggelt hatten. Mit einer signierten Linux-Live-CD wäre das praktisch unmöglich.

Ihr glaubt ja gar nicht, was für ein Gefühl der Erleichterung es ist, Emails und Telefongespräche abhörsicher führen zu können. Die Bedrohung der Bevölkerung mit Abhörmaßnahmen hat sich ja über viele, viele Jahre ganz langsam immer mehr verstärkt. Man hat das praktisch nicht so richtig wahrgenommen. Aber wenn das Gefühl von Bedrohung plötzlich mal weg ist, und sei es auch nur für ein Gespräch, das ist ein Unterschied wie zwischen DDR und Christiania.

Ich empfehle, durch ein VPN hindurch zu telefonieren und Dokumente auszutauschen. Am einfachsten ist vtun (das gibt es nur für Linux). Etwas komplizierter, aber gerade noch handhabbar ist OpenVPN. Empfehlen würde ich, vertrauliche Telefongespräche grundsätzlich von Linux zu Linux zu führen, mit einer Live-CD auf beiden Rechnern, durch vtun hindurch, und dann einfach die beiden Soundkarten über Kreuz verbinden. Ich stelle demnächst mal eine Anleitung auf meine Homepage.

 

17.8.2010: Finanzkrise: "Weltbankier" Rockefeller fordert globale Finanzregulierung

Das ist nur logisch. Erst machen sie die Staatswährungen kaputt, und dann wollen sie eine Weltwährung haben zum Kaputtmachen. T-Online

Was wirklich helfen würde, wäre der Übergang zu kleineren Einheiten, die zudem nicht vom Staat kontrolliert werden. Das wissen sie natürlich auch ganz genau. Deshalb verbieten sie ja auch alle Alternativen zum Staatsgeld, notfalls mit Waffengewalt. Siehe Wörgl

 

16.8.2010: Finanzkrise: Manager der Deutschen Bank verkaufen ihre Aktien

Kennen wir das nicht von BP? Wenn die Insider ihre Aktien verkaufen, kann der Blow-Out nicht mehr weit sein, oder? Handelsblatt

 

16.8.2010: Vereinigte Arabische Emirate: Gefälschtes Gold aufgetaucht

Mehrere Tonnen von Investoren und Händlern importiertes Gold, das aus "dubiosen Quellen", angeblich aus Afrika, stammen soll, hat sich als falsch erwiesen. Beim Zoll in Dubai lagern mindestens fünf Tonnen Falschgold. Ghanaweb Emirates247

 

16.8.2010: m( Polizeigewerkschaft will Google-Streetview für virtuelle Streifenfahrten nutzen

Bitterlemmer

Ich sehe sie schon vor mir, wie sie bald auch im Stadtplan auf Streife gehen, mit zwei Fingern, tapp-tapp-tapp. Sie denken wahrscheinlich, Google-Streetview, das sind alles Webcams. Man sollte eben keine Interviews geben über Sachen, die man noch nie gesehen hat.

 

16.8.2010: Organisierte Kriminalität: Postbank räumt Sparbücher leer

DerWesten:

Nach der letzten Zinsgutschrift aus dem Jahr 2002 wies dieses Sparbuch ein Guthaben von 23,91 Euro aus. "Na, mal sehen, was daraus geworden ist", sagte sich Georg Schiffer und ging zum na:chsten Postamt. Die Rechnung, die ihm hier pra:sentiert wurde, fiel aber kontra:r zu dem aus, was er sich eigentlich vorgestellt hatte. Sein - zugegeben geringes - Kapital war nicht durch Zins und Zinseszins angewachsen, sondern auf sage und schreibe 0,21 Euro geschrumpft. Mehr als zwanzig Euro waren schlichtweg futsch.

Dazu die Postbank:

"Die Postbank hat zum 1. Januar 2008 ein Entgelt fu:r lange nicht aktiv genutzt Sparkonten eingefu:hrt." Danach erhebt die Postbank auf alle Sparkonten mit dreimonatiger Ku:ndigungsfrist "ein Entgelt von einem Euro pro Monat".

"Alle Kunden sind perso:nlich angeschrieben und u:ber die Einfu:hrung des Entgeltes informiert worden." [Der Sparer:] "Ich habe kein Schreiben bekommen." [Der Sprecher:] "Dann erstatten wir das gezahlte Entgelt formlos zuru:ck."

Das ist ja interessant. Die sind offenbar unsicher, ob so eine Gebühr vor Gericht Bestand hat. Sonst würden sie nicht so schnell einknicken. Ich glaube nämlich nicht, daß sie für Sparbücher mit gesetzlicher Kündigungsfrist nach Belieben Gebühren fordern dürfen. Das sind wirklich Gangster.

 

16.8.2010: Finanzkrise: Handelsvolumen mit Währungen 25mal größer als Realwirtschaft

Allein der Handel mit Währungen (und vermutlich Derivaten) beträgt 4,1 Billionen Dollar pro Tag. Das Welt-BIP beträgt ca. 45 Billionen Dollar - pro Jahr. WSJ

Insgesamt dürfte das Volumen der Finanzwirtschaft also ca. das 250fache der Realwirtschaft betragen. Die Hyperinflation ist nur eine Frage der Zeit.

 

14.8.2010: Tod durch Body-Mass-Index (BMI)

In Schottland wurde in einem Zeitraum von fünf Jahren an 450 Menschen, die während eines Krankenhausaufenthalts gestorben waren, als Todesursache "Unterernährung" festgestellt. Es handelte sich um Menschen, die - durch Alter oder Krankheit - nicht in der Lage waren, selbständig Nahrung zu sich zu nehmen. Alles-Schall-und-Rauch

Als "Normalgewicht" wird ein BMI zwischen 18,5 und 25 angesehen. WHO Alte Menschen ab 65 sind aber bei einem BMI unter 20 schon offiziell unterernährt. Geriatrie-Online

Problematisch beim BMI ist, daß er nicht von Medizinern oder Ernährungswissenschaftlern entwickelt wurde, sondern von einem Mathematiker, der davon träumte, statistische Methoden auf soziale Beziehungen anzuwenden. Worldlingo Es war die Zeit, in der man auch Nasen, Ohren und Augenabstände vermaß und daraus auf den Charakter schließen wollte. Stichwort: "Phrenologie" Uni-Bielefeld

 

14.8.2010: Finanzkrise: Untergang des Euro?

In den Spekulationen und Kommentaren der Medien wird immer eine Gefahr für den Euro gesehen, wenn der Wechselkurs zum Dollar sinkt. Da wird der Wert gleichgesetzt mit dem Wechselkurs, und dann noch ausgerechnet der Wechselkurs zum Dollar. Euro und Dollar sind beide todkrank, der Dollar noch ein bißchen mehr. Euro und Dollar sind deswegen todkrank, weil die Zentralbanken wie verräückt neues Geld drucken für "Rettungspakete". Sie blähen die Geldmengen auf, um Zeit zu gewinnen, um den Staatsbankrott weiter und weiter in die Zukunft zu schieben.

Der Euro fällt gegen den Dollar, wenn an den Börsen Euro-Papiere verkauft und dafür Dollar-Papiere gekauft werden. Dann werden Euros gegen Dollars getauscht. Die Stimmung wechselt täglich, die Anleger sind nervös. Aber der Wechselkurs ist nicht das Maß für den Wert.

Das Maß für den Wert ist die Kaufkraft. Durch das Gelddrucken wird die Währung verdünnt. Warum wir dann nichts von einer galloppierenden Inflation merken, weiß ich nicht so genau. Ich spekuliere mal: Das neue Geld kommt nicht beim Konsumenten an, sondern bleibt innerhalb des Finanzsystems, Banken, Hedgefonds und ähnliches. Und ich vermute, der große Run auf Sachwerte hat dort noch nicht eingesetzt, weil die Renditen mit Wertpapieren immer noch größer sind.

Sie leihen sich Geld zu Zinssätzen, die von den Notenbanken künstlich niedrig gehalten werden. Dann kaufen sie Wertpapiere, die höhere Zinsen versprechen. Irgendwann wird der Kredit fällig, und sie versuchen, ihn mit einem neuen Kredit zu tilgen. Das funktioniert, wenn das gekaufte Wertpapier noch Vertrauen genießt. Wenn es nicht funktioniert, betteln sie um neues Geld. Und die Notenbank sagt jedesmal: "Na, gut," wirft die Druckerpresse an und kauft das schlechtgewordene Wertpapier.

Da müssen schon Wertpapiere mit Nennwerten von Hunderten Billionen in den Kellern lagern. Die könnten sie genausogut zum Heizen verwenden, die sind sowieso nichts mehr wert, die wird nie wieder jemand haben wollen. Die Zahlen, die auf den Kontoauszügen und in den Bilanzen stehen, werden immer größer, aber die Kaufkraft, die dahinter steht, wird immer kleiner. Das Spiel wird so lange gutgehen, wie alle mitspielen.

Solange alle mitspielen, werden Arbeitsplätze und Realwirtschaft abgebaut, und dafür immer neue Wertpapiere im Finanzsystem angehäuft. Kaufkraft wird durch Verdünnung aus der Realwirtschaft und aus den Sozialsystemen abgesaugt und geht ins Finanzsystem. Solange noch Realwirtschaft zum Abbauen da ist, kann das gutgehen. Es geht so lange gut, wie die Leistung der Warenproduktion ausreicht, um die Bevölkerung zu ernähren. Je mehr Arme und Hartz-IVer es gibt, umso länger reicht die Warenproduktion.

 

13.8.2010: Finanzkrise: "Aufschwung XL" - und alle so: Yeah!

Tosender Jubel in den gleichgeschalteten Holzmedien. Wir haben 2,2 Prozent Wachstum. N-TV

2,2 Prozent des BIP, das sind ungefähr 120 Milliarden. Das ist kein Aufschwung, das ist ein Rettungspaket. Das frisch gedruckte Geld wurde ausgegeben, mehr ist nicht passiert. Durch sowas wird eine Krise nicht beendet, nur verzögert und leider auch verschlimmert. Der Crash kommt etwas später, dann aber umso härter.

Aber es ist noch etwas anderes dabei, eine andere Qualität. Da werden vor allem Hoffnungen auf eine glänzende Zukunft geschürt. Der Tonfall in den Medien ist nicht so, als würe ein wirtschaftlicher Aufschwung gekommen, sondern der Messias. Aber erst, wenn alle aufhören, das goldene Kalb zu umtanzen, kann ein Neuanfang gemacht werden. Davor muß der Staatsbankrott durchgestanden werden.

 

13.8.2010: EU will IBAN und BIC einführen

Die IBAN hat 22 Stellen, die BIC nochmal 11 Stellen. Das sind 33 Ziffern, die bei jeder Überweisung angegeben werden müssen - für den Empfänger. Der Absender hat auch 33 Ziffern. Spiegel

Zahlendreher, Fehlüberweisungen und verlorenes Geld werden die Regel sein, nicht die Ausnahme. Es gibt keinen einzigen vernünftigen Grund für 33-stellige Kontonummern. Es ist eine reine Schikane. Außerdem ist es ein technischer Rückschritt.

Mit 7-stelligen Zahlen kann man immer noch die gesamte Menschheit durchnumerieren. 8-stellig: jeder Mensch kann 10 Kontonummern haben. 9-stellig: man hat noch eine zusätzliche Prüfziffer. Technisch ist es heute möglich, den Empfänger im Klartext anzugeben und das Zahlenjonglieren einem Computer zu überlassen. Das wäre mal ein Fortschritt.

 

12.8.2010: Klimakatastrophe: Nordwest-Passage fast offen

So ein verdammtes Pech aber auch. Die Nordwest-Passage in der Arktis, eine Rinne zwischen den Inseln vor Kanada, die in den letzten vier Jahren jedes Jahr "erstmals eisfrei" war, ist dieses Jahr nur "fast eisfrei". Heise berichtet: "nur vor dem Ausgang in das arktische Archipel tummeln sich noch reichlich Eisschollen." Heise "Telepolis" spekuliert gleichwohl unverdrossen über die Vor- und Nachteile für die Schiffahrt und die Umwelt.

Meine Daten sage zwar, daß die Ausfahrt in das arktische Becken vollkommen frei ist, während der Eingang von der Behringstraße her noch vom Eis versperrt ist. Und die Nordwest-Passage ist für die kommerzielle Schiffahrt vollkommen bedeutungslos, weil die Untiefen dort große Schiffe nicht passieren lassen. Interessant für die Schiffahrt wäre höchstens die Nordost-Passage, an der sibirischen Küste vorbei. Aber wer wird denn so kleinlich sein. Hauptsache, die Klimakatastrophe produziert Nachrichten, egal welcher Art.

 

11.8.2010: GEZ: "Das kommt schon mal vor"

Gebührenbescheide an tote Kinder und tote Hunde, das findet die GEZ völlig normal. Adressen kaufen bei dubiosen Händlern, auch das finden sie völlig normal. Personenbezogene Daten mißbrauchen, die für völlig andere Zwecke vor Jahren mal gespeichert wurden, auch das ist der GEZ keinen Gedanken an Selbstzweifel wert. Schuld seien schließlich die Leute, die ihre Hunde z.B. an Preisausschreiben teilnehmen lassen. Stern

Die GEZ ist offensichtlich eine Organisation von geisteskranken, schwer kriminellen Persönlichkeiten. So gesehen war die "Raubkopierer"-Kampagne eigentlich eine Selbstdarstellung.

 

9.8.2010: Einschränkung von Grundrechten

Durch dies Gesetz werden die Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Freiheit der Person und Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 2 und 13 des Grundgesetzes) eingeschränkt.

So steht es in Paragraf 31 des Hamburger Polizeigesetzes ("Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung"). Das ist ein problematischer Satz. Ich beziehe mich hier erstmal nur auf das "Grundrecht auf Leben". Schon im Grundgesetz von 1949 stand: "In diese Rechte darf nur aufgrund eines Gesetzes eingegriffen werden." Im heutigen Grundgesetz steht das immer noch. In der Europäischen Menschenrechtskonvention wird sogar eine "Tötung" ausdrücklich erlaubt, um jemanden festzunehmen oder um einen Aufstand niederzuschlagen.

Das Interessante daran ist: In der UNO-Menschenrechts-Charta von 1948 steht: "Artikel 3 - Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." Von einer Einschränkung ist nicht die Rede. Was ist mit Notwehr? Ist das Töten in Notwehr erlaubt? Nein. Auch Töten in Notwehr ist nicht erlaubt. Wer in Notwehr tötet, wird nur nicht bestraft.

Was bedeutet es, daß die Europäische Menschenrechtskonvention das Töten zum Festnehmen und zur Niederschlagung von Aufständen ausdrücklich erlaubt? Es bedeutet: Wer festgenommen werden soll, der darf auch an Ort und Stelle erschossen werden, wenn auch nur unter gewissen Umständen, wenn er z.B. starken Widerstand leistet. Dann darf die Polizei an Ort und Stelle die Todesstrafe verhängen und vollstrecken.

Das absichtliche Töten zur Niederschlagung von Aufständen ist noch problematischer. Was ist mit Aufständen, die aufgrund einer Widerstandssituation nach Artikel 20 GG entstehen? Nach der Europäischen Menschenrechtskonvention und nach den Polizeigesetzen darf eine Regierung, die gerade dabei ist, den Rechtsstaat zu beseitigen, Widerstandskämpfer legal erschießen lassen.

Schon das ist eine Widerstandssituation für sich. Und nun ziehen wir den Schluß: Der Staat hat (schon seit Jahren) die Grenze zum Unrechtsstaat überschritten. Widerstand gegen den Staat ist deshalb grundgesetzlich erlaubt, moralisch zulässig und politisch geboten.

 

9.8.2010: Internet-Pranger

Normalerweise stelle ich ja niemanden an den Pranger. Aber diesmal mache ich eine Ausnahme.

Diese Männer fordern öffentlich den Internet-Pranger für entlassene Sexualstraftäter:

 

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Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft Reinhard Grindel, CDU-Innenexperte Norbert Geis, CDU-Politiker

Die SZ schreibt über die Idee, sie sei "wie im Mittelalter". Das ist stark untertrieben. Denn im Mittelalter wurden die Sünder für einen Tag auf den Dorfplatz gesetzt. Und das war dann die Strafe. Die Pranger-Fans von heute wollen aber erst eine Gefängnisstrafe und dann die lebenslange, weltweite Ächtung. Sie fordern ewige Rache. Eigentlich könnten sie gleich zum Islam übertreten.

Eine naheliegende Möglichkeit für die solchermaßen Stigmatisierten wäre es ja, wenn sie alle auf die Liste gucken, gegenseitig Kontakt aufnehmen und sich zusammenschließen. Das ist ja ganz einfach, die Adressen sollen ja alle dastehen.

Im Augenblick geht es zwar nur um 80 Leute ungefähr. Aber wie man solche Sachen kennt, wird sowas immer weiter ausgedehnt. Irgendwann sind dann auch Demonstranten und andere Unzufriedene mit drauf. Irgendwann können sie eine Partei gründen und auf Anhieb die Regierung stellen. Dann möchte ich das Geheule mal hören aus der CDU. Aber auch schon das Erschaffen einer Gang von 80 schweren Jungs ist absolut hirnrissig.

Normalerweise gehen die Leute nach ihrer Haftentlassung ja wieder getrennte Wege, aber wenn der Pranger kommt, dann nicht mehr. Schon aus dem Grund ist der Internet-Pranger eine dumme Idee.

 

9.8.2010: Gesundheitsmeldungen in Zeitungen - heute: Schlafmangel

Januar 2010: "Fehlenden Schlaf kann man nicht nachholen" Zeitung

August 2010: "Fehlender Schlaf lässt sich nachholen" Zeitung

Jederzeit: "Gesundheitsmeldungen in Zeitungen sind grober Unfug" (sage ich schon immer)

 

9.8.2010: 1.729 Gesetze, 2.656 Verordnungen mit zusammen 83.165 Einzelnormen

Oh, ich bitte um Verzeihung. Hatte ich geschrieben, niemand wüßte auswendig, wie viele Gesetze in der Bundesrepublik gerade gültig sind, geschweige denn, wie sie heißen, geschweige denn, wieviele Paragrafen sie haben, geschweige denn, was da alles drinsteht? Asche auf mein Haupt. Ich war im Irrtum. Die Tagesschau weiß immerhin, daß zur Zeit 1.729 Gesetze und 2.656 Verordnungen mit zusammen 83.165 Einzelnormen in Kraft sind. Donnerwetter.

Natürlich behaupte ich nach wie vor zutreffend, daß kein einziger Mensch auf der Welt existiert, der all die Inhalte kennt. Aber natürlich muß der Bürger sie trotzdem alle befolgen. Ich behaupte auch mal: 83.000 Einzelnormen, sowas ist keine Rechtsordnung mehr, sowas ist die reine Anarchie und Willkürherrschaft. Genauso benehmen sich ja auch die Verwaltung, die Justiz und die Polizei.

 

8.8.2010: Klimakatastrophe: Ein Gletscher hat gekalbt

"Die Gletscher in Grönland schmelzen viel schneller als früher", erklärt [Greenpeace-Klimaexpertin] Menn. Von 2005 bis 2007 habe sich das Tempo verdrei- bis vervierfacht. Taz

Was Greenpeace verschweigt: von 2007 bis 2009 hat sich das Tempo wieder auf den Stand von 2004 reduziert. Uiuc Arctic-Roos

 

8.8.2010: Loveparade-Katastrophe: Katholische Kirche beleidigt die Toten

"Love - Parade" und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde! [...] Sie dürfen nicht schöngeredet werden als "harmloses Feiern" netter junger Menschen! Kath.net

Er glaubt offenbar, Gott würde die Besucher der Loveparade hassen und die katholischen Bischöfe lieben. So eine Einstellung ist reichlich unchristlich. Der strafende Gott des alten Testaments ist nämlich nicht mehr der Gott der Christen. Was lehrt Jesus: Gott liebt die einfachen Menschen und nicht die Würdenträger. Und dann macht er auch noch Ausrufezeichen an jedem zweiten Satz, der Herr Bischof. Die katholische Kirche ist auch so eine Trollsenke.

 

8.8.2010: "Gesundheitsreform": Patienten sollen Arztkosten selber zahlen

Zuzahlung bei Medikamenten, Praxisgebühr, und nun zwei Prozent Arztkosten. Focus Das Ziel ist klar: Kranke sollen nicht zum Arzt gehen, sondern zur Arbeit.

Die nächste Stufe wäre dann wohl: Praxisgebühr auch für Gesunde. Ach, wie dumm, das haben wir ja schon. Es heißt: "Zusatzbeiträge". Na, dann eben: Hartz-IVer ersetzen die Ärzte.

 

8.8.2010: Polizeistaat: Nacktscanner-Test in Hamburg

"Bild" versichert mit treuherzigem Blick: Die Passagiere werden nicht dargestellt, nur die Gegenstände, die sie bei sich tragen. "Bild" und der Innenminister haben Cnet nicht gelesen. Englisch können die nicht. Außerdem heißt es, die 'Wellen' seien "nicht gefährlich: 'Die Experten haben sorgfältig gemessen und festgestellt, dass von der Strahlung im Körperscanner keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht.'" Bei der Formulierung weiß man doch gleich: Kleine Kind nix wissen. "Bild" doof, Leser doof.

Ich bin vor einiger Zeit mal wieder geflogen, und ich habe festgestellt: Die Kontrollen in Hamburg sind viel schärfer und entwürdigender als die Kontrollen z.B. in Stuttgart. Von daher ist es nachvollziehbar, daß Hamburg als Testort ausgewählt wurde. Aber falls ich ab jetzt noch mal fliegen müßte, würde ich den Flug an einem anderen Ort beginnen als ausgerechnet Hamburg.

Die Nackscanner in den USA hatten die Nacktbilder automatisch auf ihrer Festplatte gespeichert. Der Hersteller hatte sie dafür eingestellt und ausgeliefert. Und beim turnusmäßigen Austausch der Geräte wurden auch die Festplatte ausgetauscht. Praktisch, nicht wahr? Über 30.000 Nacktbilder waren es. Das lohnt sich schon.

 

8.8.2010: Loveparade-Katastrophe: Wie ich das Rechtbehalten hasse

Vor ein paar Tagen hat die CDU erklärt, sie wolle die Abwahl des Bürgermeisters nicht mitmachen. Nun sind auch die Grünen umgefallen. Klar ist jetzt immerhin, daß Sauerland rechtzeitig vorher über alle Risiken schriftlich informiert gewesen war, daß also seine Behauptungen, es hätte keine Warnungen gegeben, eine rotzfreche Lüge gewesen war. Herausgekommen ist auch, daß die Landesregierung Druck auf die Stadt ausgeübt hatte, die Loveparade unter allen Umständen durchzuziehen. Nun schieben sich Stadtverwaltung, Landesregierung, Polizei und Veranstalter immer noch gegenseitig die Schuld zu. Ein unwürdiges Schauspiel unter Halunken.

Am 25.7. hatte ich vorausgesagt: "Niemand wird dafür angeklagt, geschweige denn verurteilt." Und ich hatte so gehofft, daß ich diesmal falsch liege.

 

8.8.2010: Warum ich Donald Duck beneide

Zwanzig Prozent weniger Fingernägel zu feilen.

 

7.8.2010: Das Märchen vom kleinen Erfinder und seinem Patentschutz

Eines der Mörchen, das uns die Großindustrie immer wieder gern erzählt, ist die Geschichte vom kleinen Erfinder, der eine geniale Erfindung macht und dann - dank des Patentsystems - damit reich wird. Ich sage ja immer: Das genaue Gegenteil ist richtig. Die Großindustrie hat das Patentsystem erfunden, um sich vor der unliebsamen Konkurrenz der kleinen Erfinder zu schützen.

Nehmen wir z.B. mal eine Erfindung, die alle Regeln ändern würde. Es gibt ja immer noch keine fliegenden Autos. Die Dinger, die es gibt, und die sich "fliegende Autos" nennen, sind ja in Wirklichkeit Flugzeuge, zum Teil mit faltbaren Flügeln, so daß sie auch auf der Straße fahren können, zum Teil benutzen sie Flugzeugtriebwerke, um wie ein Senkrechtstarter abzuheben, was aber auch mindestens einen Hubschrauber-Landeplatz erfordert, wegen dem Lärm und der sturmähnlichen Luftbewegung.

Wenn heute also ein Hartz-IVer ein echtes fliegendes Auto erfinden würde, das auf einem einzigen Auto-Parkplatz starten und landen kann, das auch nicht darüber hinausragt, und das weder einen Höllenlärm noch einen Orkan verursacht, was hätte der vom Patentsystem? Absolut nichts, im Gegenteil. Schon das Patent nur für Deutschland würde er nie im Leben bezahlen können, von den Weltpatenten ganz zu schweigen. Und dann sind ja immer noch die Patentanwälte da, die er erst recht nicht bezahlen kann.

Kleines Beispiel: Kevin Kostner (ja, genau der) hat vor kurzem eine Maschine erfunden, die Öl und Wasser trennen kann. BP hat ihm jetzt 40 Stück davon abgekauft, und ich nehme an, der Aufwand hat sich damit bezahlt gemacht. Aber er mußte 30 Millionen Dollar aufwenden, um die Idee tatsächlich in die Tat umzusetzen, und ich nehme mal an, davon waren mindestens 80 Prozent für die Patentgebühren und die Patentanwälte, eher mehr als weniger.

So funktioniert der Patentschutz zugunsten der Großindustrie: Nur mit großen Mengen an Geld kann man seine Erfindungen schützen, sonst werden sie sofort geklaut. Das einzige, was ein kleiner Erfinder machen kann, ist zu verhindern, daß andere Leute sich seine Erfindung patentieren lassen, und zwar indem er sie veröffentlicht.

Bisher war ich immer davon ausgegangen, daß viele Erfindungen deshalb nicht gemacht werden, weil der Erfinder seinen Aufwand nicht wieder reinbekommt. Jetzt stellt sich raus: Das stimmt gar nicht. Es ist das Patentsystem, das die Erfindungen verhindert. Fefe hat einen guten Artikel darüber.

Da geht es zunächst darum, wie die Einführung des Copyright in England im 19. Jahrhundert das Erscheinen von neuen Büchern verhindert und England deshalb seinen Wissens- und technischen Vorsprung verloren hat. In England waren durch das Copyright neue Bücher so teuer, daß die Auflagen winzig klein waren. Die Verleger konnten es sich leisten, nur ein Zehntel der Bücher herauszugeben wie in zurückgebliebenen Agrarstaat Deutschland. Man kann sagen: Vom Urheberrecht wird ein Volk dumm. Ein interessanter Aspekt.

Offenbar ist der Mechanismus nicht, wie man immer erzählt, daß keiner die Autoren bezahlt, und daß sie deshalb nichts schreiben. Sondern es ist so, daß die Bücher zwar geschrieben wurden, aber daß sie nicht gedruckt wurden, weil kein Verleger es nötig hatte. Und in Deutschland hat das fehlende Urheberrecht für lebhafte Konkurrenz auf dem Buchmarkt gesorgt. Nur mit mit zahlreichen und billigen Neuerscheinungen ließ sich Geld verdienen.

Bei Patenten muß man es sich dann wohl ähnlich vorstellen: Nur mit zahlreichen neuen Erfindungen, die schnell und billig vermarktet werden, ist Geld zu verdienen.

 

6.8.2010: Steuer-Hinterziehung: Gewerkschaft will illegale Datenbeschaffung legalisieren

Die Regierung in Kiel steckt derzeit in einem Dilemma: Dem Finanzministerium liegt eine CD mit Daten von Hunderten mutmaßlicher Steuersünder vor. Doch ob die Kieler den Datenträger am Ende kaufen, ist noch offen. Immerhin enthält die CD Informationen, die auf illegalem Wege beschafft wurden. Womöglich gehen dem Land am Ende mehrere Hundert Millionen Euro verloren, die es nachträglich von den Steuerhinterziehern fordern könnte. Spiegel

Bankangestellte und Computerbetreuer dürfen sich auf ein zweites Gehalt freuen: Künftig bekommen sie vom deutschen Fiskus Geld dafür, daß sie Kundendaten abgreifen und hinausschmuggeln. Der Angestellte kann nicht beurteilen, ob die Kunden das Geld auf ihren Konten versteuert haben oder nicht. Die illegal kopierten Datensätze sind kein Beweismaterial. Auch die Behörden dürfen auf Kontendaten nur zugreifen, wenn sie einen Anfangsverdacht haben, der auf einer Tatsache beruht, nicht auf reiner Spekulation.

Man geht offenbar davon aus: Geld in der Schweiz - das kann nur Schwarzgeld sein. Bis jetzt habe ich aber noch keinen einzigen Hinweis irgendwo gelesen, der diese Annahme rechtfertigen würde. Wenn ich z.B. ein bißchen mehr hätte, und ich wollte es irgendwo sicher unterbringen, könnte ich mir gut vorstellen, ein Konto in der Schweiz anzulegen, natürlich für ordnungsgemäß versteuertes Geld.

Was jetzt geplant wird, soll wohl die lästige Strafprozeßordnung umgehen, die Unschuldsvermutung und das Recht auf ein rechtsstaatliches Verfahren. Die Argumentation ist auch interessant: Nur vom Geld ist die Rede, nicht von Rechtsstaatlichkeit. Das Recht wird hier gesehen wie ein lästiges Übel, das muß doch irgendwie zu umgehen sein? Von Schäuble kennen wir diese Einstellung, von Gaunern und Ganoven, und vom Mossad. Es ist die Einstellung von Kriminellen.

Nicht daß es mich wirklich wundern würde. Nur die naive Offenheit erstaunt mich, mit der hier gefordert wird, der Staat möge doch bitte Straftaten wie Datendiebstahl legalisieren und belohnen, sofern sie versprechen, dem Staat ein hübsches Sümmchen einzubringen. Ich sehe da schon wieder die schwerbewaffneten chinesischen Räuberbanden vor mir, die mit ihrer Lizenz als "kaiserliche Steuereintreiber" übers Land zogen und alles mitnahmen, was ihnen gefiel.

Bankangestellte und Computerbetreuer kriegen eine Lizenz zum Stehlen. Es kann nur fünf vor zwölf sein. Wir stehen offensichtlich kurz vor dem Zusammenbruch. Da wird nach Strohhalmen gegriffen.

 

6.8.2010: "Klimaerwärmung nicht mehr aufzuhalten"

Heise stößt ins Klima-Horn. Fürs Protokoll:

Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) haben in einer eben veröffentlichten Studie dargelegt, dass mit einer entschiedenen und schnell eingeleiteten Reduzierung der CO2-Emissionen die Erwärmung zumindest bis 2100 noch auf 2 Grad begrenzt werden könnte. Danach dürfte aber auch nach ihrer Vermutung die globale Temperatur weiter steigen. Ähnlich sieht das Höppe. Die Menschheit könne noch mit strengen Klimaschutzzielen bewirken, ob die Temperatur bis 2100 nur um 2 Grad ansteigen wird, ansonsten könnte die globale Temperatur bis zu sechs Grad ansteigen.

Wir merken uns mal: Im Max-Planck-Institut arbeiten angeblich "Wissenschaftler", und die Münchner Rückversicherung ist angeblich überzeugt davon, daß sie die Preise erhöhen dürfen.

 

5.8.2010: Sorgerecht für Väter - Kommentar in der Taz

Angeblich zahlt die Hälfte der geschiedenen Väter zu wenig oder gar nicht. Quellenangabe: "die Statistik", zu deutsch: frei aus der Luft gegriffen. Die Männer sollen erst noch beweisen, daß sie das Urteil des BVG auch verdient haben. Und sie sollen zwar voll zahlen, aber nur Teilzeit arbeiten. Taz

Jaaa, das ist die Taz, wie sie leibt und lebt. Eine anmaßende Strafpredigt für die Haßgruppe, ein beleidigtes, selbstgerechtes Gemähre um geschmälerte Privilegien.

 

5.8.2010: Was würde auf Twitter geschehen, wenn Außerirdische auf der Erde landen würden

FixMBR

 

5.8.2010: Superreiche Amerikaner wollen halbes Vermögen spenden

40 der reichsten Menschen der USA haben sich bereiterklärt, die Hälfte ihrer Milliardenvermögen für wohltätige Zwecke zu spenden. Handelsblatt

Das Medienecho ist gemischt. Die Konservativen sind zu Tränen gerührt, die Linken eher hämisch (FR: "Die Gutmenschen unter den Superreichen"). Über die Motive derjenigen, die nicht mitmachen, wird wild spekuliert. Im Großen und Ganzen kommt aber nur Blahblah.

Ich stelle die Frage mal andersrum: Warum machen die das? Schlechtes Gewissen, Mitleid mit den Armen, oder ähnliches kommt mir nicht sehr plausibel vor. Ich vermute sehr viel handfestere Gründe. Ich nehme eher an, daß die USA am Untergehen sind, und daß die Reichen versuchen, die Titanic zu retten. Ich denke, die Regierung und die Reichen wissen um den Zustand viel mehr, als die Öffentlichkeit bis jetzt erfahren hat. Was in den Medien steht, sind ja nur Spekulationen. Niemand weiß Genaues.

Für mich ist die Spendenaktion ein Zeichen, daß die Lage noch viel ernster ist, als man zugibt. Es muß sowas sein wie: Ihr müßt jetzt handeln, sonst ist euer Geld bald wertloses Papier, und Umtauschen in andere Währungen hilft auch nichts mehr. Sowas in der Art.

 

5.8.2010: Nacktscanner viel schlimmer als befürchtet

Letztes Jahr schworen alle Behörden, Institutionen und Hersteller hoch und heilig: Die Nacktscanner können Bilder weder speichern noch übertragen. Jetzt stellt sich raus: Die Flugsicherheit in den USA verlangt von den Herstellern, daß die Nackscanner fähig sein müssen, die Bilder zu speichern und zu übertragen. Die neue Generation ist darüberhinaus netzwerkfähig und kann fernbedient werden. Das Übertragen ist sogar eine Kernkomponente geworden. Jetzt schwören alle hoch und heilig: Diese Fähigkeiten werden im Einsatz nicht eingeschaltet. Cnet

Sie haben schon einmal alle gelogen. Und jetzt lügen sie wieder. Die Frage ist: Warum wollen sie die Speicherung und Übertragung unbedingt haben? Ich beantworte mir diese Frage so: Sie, die Behörden, wollen die Möglichkeit und die Erlaubnis haben, alle Leute zu demütigen und implizit zu erpressen, als Disziplinierungs- und Unterdrückungsmaßnahme. Die Behörden denken, sie sind besser als die anderen Menschen. Sie wollen Gott sein, allwissend und allmächtig.

 

4.8.2010: LED-Lampen als Ersatz für Glühlampen

Für empfehlenswert halte ich folgende Modelle:

Ich habe sie nicht selbst ausprobiert, aber nach allem, was man hört, sind sie gut. Das Spektrum von LEDs ist annähernd kontinuierlich. 12 Watt LED entspricht 60 Watt Glühlampe, und hier stimmt es wirklich, im Gegensatz zu Energiesparlampen. LEDs haben nicht die Nachteile von Energiesparlampen mit ihrem doch etwas kränklichen Linienspektrum, dem Quecksilber, minutenlanger Anwärmzeit und wenigen tausend Stunden Lebensdauer. Die Lebensdauer bei LEDs beträgt 50.000 Stunden, das entspricht 100 Glühlampen oder 6 Jahren pausenlosem Betrieb.

Der einzige Haken: Sie sind noch furchtbar teuer. Aber das wird sich schon noch einpendeln.

Noch ein ausführlicher Bericht mit Detailfotos: WattsUpWithThat

 

3.8.2010: Finanzkrise: Piräus stellt die Zahlungen ein

Die griechische Hafenstadt Piräus ist zur Zeit zahlungsunfähig. Sie haben 210 Millionen Euro Schulden, die Angestellten haben schon dreimal keine Gehälter bekommen. Nun streiken sie. Ekathimerini

 

3.8.2010: Das Wort "Sicherheit" - neu definiert

Diverse Staatsregierungen machen gerade ein großes Geschrei, weil das "Blackberry"-Smartphone den Datenverkehr der Kunden verschlüsselt. Sie sehen ihre "Sicherheit" in Gefahr, wenn sie die private Kommunikation nicht abhören können. Jetzt heißt es, der Hersteller "lenke ein" und gestatte den Regierungen den Zugriff für ein paar Wochen. Heise

Das ist eine Definition des Wortes "Sicherheit", da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen. Für mich ist "Sicherheit" der Schutz vor staatlicher Schnüffelei. Staatliche Schnüffelei ist hier das Verbrechen, nicht das Geheimhalten von Privatgeheimnissen vor den Blockwarten.

 

2.8.2010: Epson-Drucker: Man ärgert sich jedesmal

Einmal Tinte kostet 40 Euro. Ich drucke nicht sehr viel. Jetzt war der Drucker verstopft. Einmal reinigen: 5 Prozent = 2 Euro. Man ärgert sich jedesmal über den Hersteller. Im Augenblick ist es Epson. Ich verbrauch noch diese Tinte, dann ist erstmal HP wieder dran.

Ich weiß, das machen alle Hersteller so. Aber was versprechen sich diese Idioten eigentlich davon, wenn die Kunden verärgert von einem zum anderen gehen, immer im Kreis herum. Alle Druckerhersteller sind bei mir untendurch. Sobald mal ein einziger Hersteller den Teufelskreis durchbricht, sind die anderen weg vom Fenster.

Ich wäre sogar bereit, einen vernünftigen Preis für den Drucker zu zahlen, sagen wir, zum Beispiel 300 Euro statt 59, wenn dafür die Tinte ihren Preis wert ist.

 

2.8.2010: GEZ kauft dubiose Daten und verschickt Mahnungen an Eltern toter Kinder

Gulli Die Kinder wären nach (natürlich fehlerhafter) Berechnung der GEZ inzwischen alt genug, ein eigenes Einkommen zu haben. Die Tochter wäre jetzt 22, der Sohn 9 Jahre alt. Die Daten stammen laut GEZ von einem Adressenhändler.

Ohne jetzt einen genauen Paragrafen zu nennen: Das Verhalten der GEZ ist das Verhalten einer kriminellen Organisation. Menschliche Gefühle oder eine menschliche Seele haben die nicht mehr.

 

2.8.2010: "Bachelor" wird wieder abgeschafft

Die Technischen Hochschulen kehren in den Ingenieurfächern zum Diplom zurück. "Der akademische Grad des Diplom-Ingenieurs genieße im Ausland einen hervorragenden Ruf, auf den man nicht verzichten dürfe," sagen die Hochschulen. Auch in anderen Fächern prüfe man die Rückkehr zum Diplom. Welt

Aber zehn Jahrgänge mußten schon dran glauben. Die haben halt Pech gehabt.

 

1.8.2010: Drogen-Krieg mal andersherum: die Drogen-Mafia greift an

In Arizona werden Grenzstädte von der Drogenmafia mit Kriegswaffen angegriffen. Das Militär ist zu schwach, die Angriffe zu stoppen. Die Drogenmafia kontrolliert, was die örtlichen Medien zu berichten haben. Journalisten, die nicht gehorchen, werden gekidnappt, höchstwahrscheinlich auch umgebracht. Die Regierung in Washington leistet angeblich keine Hilfe, sondern behindert sie und zensiert die Medien ihrerseits. AmericanThinker

In border towns like Nuevo Laredo, Matamoros, Reynosa and numerous others, gun battles between the military and the powerful Zetas and the Gulf Cartel have been fought around the clock during the past week.

Meanwhile here in America, the Obama regime and their fellow travelers in the mainstream media are busy controlling the news from our southern border and using their power and influence to prevent the state of Arizona from taking badly needed steps to protect their citizens.

So sieht es aus, wenn Staaten scheitern. Räuberbanden reißen die Macht an sich. Wie in Afghanistan. Amerika müßte jetzt das tun, was in den dreißiger Jahren gegen Bandenkriminalität und Korruption geholfen hat: die Prohibition aufheben. Sie müßten die Drogen freigeben. Dann ginge den Gangstern schnell das Geld aus. Aber offenbar denken sie gar nicht dran. Sie sind wohl nur daran interessiert, daß möglichst keiner merkt, wie sie versagen.

 

1.8.2010: Sauerstoff-Fleisch

Gebrauchtwagenhändler waren in meiner Jugend die schlimmsten Betrüger von allen. Wer erinnert sich noch an die schwarzen Ringe um die Scheinwerfer? Das war Unterbodenschutz. Wenn man den Händler fragte, warum und wozu, dann sagte er: "Damit das da nicht anfängt zu rosten." Was er tatsächlich meinte, war: Damit man die verrottete Wahrheit nicht sieht.

Fleisch wird mit einem Gasgemisch verpackt, das zu 60 bis 85 Prozent aus Sauerstoff besteht. Das hält das Fleisch rot, und der Verbraucher denkt: rot = frisch. Kleine Nebenwirkung: Das Fleisch bleibt zwar optisch rot, der Alterungsprozeß ist aber in Wirklichkeit beschleunigt, nicht verlangsamt. Edeka kontert: Sauerstoff tätet Bakterien, das ist Qualitätssicherung. Tutsi.de Spiegel Indujstrie-und-Handel Urteil-unverpacktes-Fleisch

Wenn Konzerne sagen: "Qualitätssicherung", dann meinen sie: "Betrug". Nichts anderes ist das Vortäuschen nicht vorhandener Frische. Nicht mehr die kleinen Gebrauchtwagenhändler sind die schlimmsten Betrüger, sondern die großen Konzerne.

 

31.7.2010: Finanzkrise: Irlands Neuverschuldung 19 Prozent

Letztes Jahr: 14,3%, dieses Jahr: 18,7%. Irland lebt auf großem Fuß. Die Hilfszusagen der EU verführen zum Geldausgeben. Wozu sparen? Die EU zahlt ja. SZ MmNews

Raus aus dem Euro! Raus aus der EU!

 

30.7.2010: Loveparade-Katastrophe: Hauptschuldiger ist Bürgermeister Sauerland

Niemand unterstützt ihn noch. Alle fordern seinen Rücktritt. Trotzig und unbeirrbar krallt er sich an seinen Stuhl. FinancialTimes

Erst hat er gesagt: "Es war individuelles Fehlverhalten Einzelner", also praktisch: die Opfer sind selber schuld. Dann hat er gesagt: "Warnungen waren mir nicht bekannt", obwohl er mehrmals, sogar schriftlich, per Brief, und eindringlich gewarnt worden war. Es wurde sogar der Polizeipräsident in Rente geschickt, weil er zu hartnäckig und zu eindringlich gewarnt hatte. Und nun sagt er: "Ich hab ja die Genehmigung nicht selbst unterschrieben", sondern er hatte einen Mitarbeiter beauftragt.

Das ist er, der typische Politiker, nicht für einen Pfennig Ehre und Anstand im Leib.

 

30.7.2010: Google News: Wetterbericht drei Wochen alt

Diesen Screenshot jpg habe ich eben gemacht (30.7.2010):

googlewettertn

Der "Bild"-Artikel ist tatsächlich vom 4.7.2010. Auch andere "News" auf Google sind nicht direkt "neu": 25.7., 21.7. Was da wohl wieder kaputt ist.

 

29.7.2010: Lebensmittelskandale: Basmati-Reis: Jeder zweite "mangelhaft"

In zwei Proben fand sich nicht ein einziges Korn echter Basmatireis. Einige rochen "muffig" oder "ranzig", enthielten Schimmelpilze oder Pestizide. Stiftung-Warentest

Ich habe auch ganz allgemein das Gefühl, daß die Qualität der Lebensmittel seit Jahren abnimmt. Kartoffelstärke im Frischkäse ist ja schon ein alter Hut. Im Schmelzkäse sind auch eigenartige Sachen drin, Butter und Molkepulver zum Beispiel. Das sind Errungenschaften der EU. Die EU läßt alles zu. Sollst mal sehen: Sägemehl im Brot wird auch noch zugelassen.

 

29.7.2010: Polizeistaat: Ossi-Bullen randalieren im Luxus-Hotel

Polizisten aus Magdeburg sollten die Hamburger Polizei bei einer Demonstration unterstützen. Anschließend sollten sie die Nacht im Hotel verbringen. (Im Luxushotel???) Dort soffen sie wie die Löcher, kotzten den Flur voll, stürmten eine Hochzeitsfeier und belästigten die Gäste. NDR

Das Personal wollte die Polizei rufen, aber es war wie im Film: "Die ist doch schon da, hihi. Wir sind die Polizei. Und ihr seid alle verhaftet, rülps."

 

29.7.2010: Loveparade-Katastrophe: Bürgermeister Sauerland windet sich wie ein Aal

"Ich habe die Genehmigung nicht persönlich unterschrieben" und "die ganze Verwaltung hat entschieden", sagt er. Augsburger-Allgemeine

Meine Güte. Er ist der Oberbürgermeister. Alles, was in der Verwaltung passiert, hat er zu verantworten. Wer auch immer letzlich die Unterschrift gab, handelte in Sauerlands Auftrag. Sauerland hat das untaugliche Sicherheitskonzept genehmigt. Sauerland trägt Mitschuld an 21 Toten und 500 Verletzten.

 

29.7.2010: Hartz-IV: Was möchtest du jetzt: hungern oder frieren?

Das Wohngeld soll nun doch nicht um 40 Prozent gekürzt werden. Dafür wird der Heizkostenzuschuß gestrichen. SZ

Wahrscheinlich sagen sich die Verantwortlichen: Wir haben ja die Klimakatastrophe, es wird ja immer wärmer, da brauchen die Leute ja nicht mehr so viel zu heizen. Daß wir aber in letzter Zeit immer ganz besonders lange und kalte Winter hatten, das haben die Beamten jetzt nach den warmen drei Wochen alle schon vergessen.

Da werden wohl erst zwanzig Hartz-IVer in ihren ungeheizten Wohnungen erfrieren müssen, und sich ein paar Politiker standhaft weigern zurückzutreten, bevor da Vernunft einkehrt. Wo bleibt nur der Staatsbankrott?

 

28.7.2010: Finanzkrise: Warten auf die ganz große Krise

Anleger in aller Welt sind nervös. Nach dem Beinahe-Zusammenbruch der Finanzwelt droht die nächste Katastrophe. Die rasant steigenden Schulden der Industriestaaten könnten die Weltkonjunktur massiv belasten und zum nächsten Crash an den Börsen führen. Handelsblatt

Für Schulden muß man Zinsen zahlen. In dem Moment, wenn die Zinsen die Einnahmen übersteigen, ist man bankrott. Wenn die Zinsen z.B. 5 Prozent betragen, ist dieser Punkt erreicht, wenn man mit 20 Jahreseinkünften verschuldet ist. In der Praxis kann man natürlich nie die gesamten Einnahmen für Zinsen ausgeben, sondern höchstens ein Viertel, oder so.

Nun sind im Augenblick praktisch alle Länder hoch verschuldet. Und alle wissen es. Deshalb sagt auch keiner was, wenn die Zentralbanken die Zinsen unnatürlich niedrig halten. Bundesanleihen mit 10 Jahren Laufzeit z.B. bringen im Augenblick etwa 2,75 Prozent. Damit wäre die Bundesrepublik bei einer Verschuldung bankrott, die das drei- bis zehnfache des Steueraufkommens übersteigt. Das wären 2 bis 6 Billionen Euro Schulden. Im Augenblick beträgt die Staatsverschuldung 2 Billionen Euro.

Wenn wir jetzt anfangen, jedes Jahr ein paar Länder zu "retten", die noch schlechter dastehen als wir, müßten wir eigentlich so ungefähr in fünf Jahren bankrott sein, mit etwas Glück auch schon früher. Ich wäre ja für früher. Je schneller dieser Wahnwitz vorbei ist, umso besser. (Mit "Wahnwitz" meine ich die Finanzwirtschaft, die alles aufkauft und aufsaugt, so daß immer mehr Menschen in die Hartz-IV-Sklaverei gezwungen werden.)

 

28.7.2010: Postbank: Buchungspraxis potentiell betrügerisch

Heute morgen war mit dem Datum von heute nur eine Gutschrift gebucht. Jetzt, 17:00 Uhr sind für heute drei Buchungen da: die Gutschrift und zwei Überweisungen. Aber die Überweisungen sind vor der Gutschrift eingeschoben. Beim vorigen Mal hatten sie das prompt zum Anlaß genommen, einen Tag Überziehungszinsen zu berechnen. Ich glaube, das ist ihnen irgendwann untersagt worden. Aber die Buchungspraxis scheinen sie trotzdem beibehalten zu haben: wenn an einem Tag Plus- und Minusbuchungen auftreten, sortieren sie - auch nachträglich - die Minusbuchungen vor den Plusbuchungen ein. Im normalen Leben ist sowas Urkundenfälschung.

Was denken sich die Bankster eigentlich, wenn sie Betrug und Urkundenfälschung begehen? Daß sie mit allem davonkommen? Daß Banking ein rechtsfreier Raum ist? Daß die Kunden dadurch mehr Vertrauen zu ihnen haben? Daß sie davon reich werden? Im Augenblick denke ich eigentlich: Warum hängen wir sie nicht einfach alle auf?

 

28.7.2010: Loveparade-Katastrophe: Was eine Überlebende schreibt

Vorsicht, nur lesen, wenn man viel vertragen kann: JuliasLoveparadeBlog

 

28.7.2010: Nichtraucher fordern: Absolutes Rauchverbot auch für Privatfeiern

In Bayern hat ein Volksentscheid zu einem absoluten Rauchverbot in Gaststätten geführt. Wenn man aber die ganze Gaststätte mietet, z.B. für eine Hochzeitsfeier, dann soll laut Durchführungsverordnung das Rauchverbot nicht gelten. Die "Nichtraucher-Initiative Deutschland" schäumt vor Wut. Sie fordert: Nein, auch auf Privatfeiern darf nicht mehr geraucht werden. Schließlich stand auf dem Volksentscheid ja das Wort "absolut". Gastwirten, die es wagen sollten, auf einer Privatfeier das Rauchen zu erlauben, drohen die Nichtraucher mit Boykott. InFranken

Offensichtlich geht es nicht um Schutz der Gesundheit in Räumen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Es geht um die Verteidigung eroberten Terrains. Die Gaststätten haben wir nun, die geben wir nicht wieder her. Es geht um Unterwerfung einer Minderheit. Genau das Problem hatten wir im Dritten Reich. Vor der Wiederholung hätte uns das Grundgesetz eigentlich schützen sollen.

 

28.7.2010: Loveparade-Katastrophe: Wo bleiben die Rücktritte?

Kandidaten wären Bürgermeister Sauerland und Dezernent Rabe. Rabe wird mit den Worten zitiert: "'Herr Rabe stellte in dem Zusammenhang fest, dass der Oberbürgermeister die Veranstaltung wünsche und dass daher hierfür eine Lösung gefunden werden müsse.' Mitarbeiter des Amtes hatten zuvor Einwände wegen des offensichtlich zu kleinen Zugangs zum Partygelände geübt." Welt Sauerland sagt, ihm seien vor der Veranstaltung keine Warnungen bekannt gewesen, es gebe vorher immer kritische Stimmen, die er sehr ernst nehme. Auch und besonders vor dieser Loveparade hat es sehr viele kritische Stimmen gegeben, die er hätte ernst nehmen können, unter anderem vom Polizeichef. Auch Herr Sauerland muß doch mitbekommen haben, daß der Polizeichef in Rente geschickt wurde, weil er zuviel Kritik an der geplanten Lovparade geäußert hatte. SZ Wenn er wirklich von dem ganzen Hickhack nichts mitbekommen hat, hat er seinen Laden offensichtlich nicht im Griff. Dann muß er zurücktreten wegen erwiesener Unfähigkeit.

Der Brief von Mahlberg an den Innenminister, wo er die Absetzung des Polizeichefs fordert, ist noch da. Ich sichere ihn mal schnell, das PDF ist nämlich schon gelöscht worden.

Update: Sauerland war sowohl vom Direktor der Feuerwehr, als auch von ranghohen Polizeibeamten vor der Loveparade schriftlich gewarnt worden. Staat.de Sauerlands Aussage "mir waren keine Warnungen bekannt" war dann wohl eine Lüge.

 

28.7.2010: Gesundheitswarnungen: Kassenzettel sind tödlich

Das Papier von Kassenzetteln enthält zum Teil hohe Mengen von Bisphenol-A, einer Substanz die verantwortlich gemacht wird für Mißbildungen der Fortpflanzungsorgane, reduzierte Intelligenz und Verhaltensauffälligkeiten. WashingtonPost

 

28.7.2010: Loveparade-Katastrophe: Sie rechnen immer noch nicht

Tagesspiegel: Der Tunnel, an dessen Rampe die meisten Menschen starben, habe aber nur eine Kapazität von 20 000 Menschen pro Stunde. Bis zu 250 000 Raver sollten durch diesen Tunnel auf das Gelände geschleust werden - und wieder runter.

Was da nicht steht: 250.000 geteilt durch 20.000 pro Stunde ergibt 12,5 Stunden. Einlaß war ab 9:00 Uhr, Veranstaltungsbeginn 14:00 Uhr - das sind nur 5 Stunden.

Das Stauproblem fing damit an, daß die ersten Besucher gegen 17:00 Uhr wieder rauswollten, während die Leute draußen immer noch reinwollten. Die Katastrophe war vorprogrammiert. Offenbar war keiner der Verantwortlichen in der Lage, vorher auszurechnen, daß der Tunnel als einziger Ein- und Ausgang viel zu klein war für die geplante Besucherzahl.

Sie hätten 6 Ein- und Ausgänge mit der Kapazität von je 20.000 pro Stunde gebraucht, um Sicherheit zu gewährleisten. Dann hätten sie in den ersten zwei Stunden 100.000 pro Stunde rein- und 20.000 rauslassen können, in den nächsten zwei Stunden hätten sie 60.000 pro Stunde rein- und auch rauslassen können, und in den letzten zwei Stunden hätten sie 100.000 pro Stunde raus- und 20.000 reinlassen können. Das wäre plausibel gewesen.

Der "Stau- und Panikforscher" Michael Schreckenberg behauptet nach wie vor, das Sicherheitskonzept sei "in Ordnung" und "plausibel" gewesen. DerWesten

"Grundsätzlich sei der Tunnel allerdings in der Lage gewesen, einen sicheren Zu- und Abgang zum Festgelände zu gewährleisten", sagt Michael Schreckenberg. RP-Online

Der Tunnel war dazu nicht "in der Lage". Das Sicherheitskonzept war zu keinem Zeitpunkt "plausibel". Es enthielt grobe Rechenfehler. Ich behaupte, Michael Schreckenberg kann vielleicht mit den Fingern rechnen, aber mit großen Zahlen kann er einfach nicht umgehen. Und deshalb war er hoffnungslos überfordert und unfähig für diese Aufgabe. Welcher Trottel hat den bloß engagiert?

Er behauptet sogar, einer seiner Mitarbeiter habe eine Computersimulation erstellt und mit deren Hilfe die Kapazität des Tunnels berechnet. Die Behauptung ist offensichtlich unzutreffend. Ich glaube, der Mann lügt einfach das Blaue vom Himmel herunter. Dazu paßt auch, daß er zugibt, sich das Gelände vorher nicht angesehen zu haben. Hätte er gewußt, sagt er, daß da eine Treppe war, hätte er empfohlen, sie wegzusprengen. So reden eigentlich Maulhelden daher.

Woanders behauptet er, er sei für den Tunnel gar nicht zuständig gewesen. Ad-Hoc-News Und wozu ließ er dann die Simulation erstellen, aus Hobby?

Update: Vielleicht habe ich meinen Mund doch mal wieder zu voll genommen:

Auf Wissenslogs kommt jemand zu ganz anderen Zahlen als ich: Der eine Tunnel kann 120.000 Besucher pro Stunde bewältigen, und es passen 500.000 Leute auf den Platz. Aber das ist die absolute Obergrenze, und auch das nur unter idealen Bedingungen, wenn nichts den ruhigen Fluß der Besucher unterbricht.

 

27.7.2010: Lücke in WLAN-Verschlüsselung WPA2 entdeckt

Der zur Zeit neueste Sicherheitsstandard für drahtlose Netzwerke hat eine Lücke, die es Teilnehmern eines Netzwerks ermöglicht, sich als zusätzlicher Access-Point auszugeben und die Verschlüsselelung der anderen Teilnehmer zu knacken. Wie man die Lücke ausnutzt, soll auf der nächsten Black-Hat-Konferenz Ende Juli vorgeführt werden. Heise

Alles, was ein Angreifer braucht, ist eine Möglichkeit, Schadsoftware auf einem der Rechner zu installieren.

Da es sich nicht um einen Fehler bei der Umsetzung des Standards handelt, sondern um einen Fehler im Standard selbst, ist mit schneller Abhilfe nicht zu rechnen. Meine Empfehlung ist: Wer nicht wirklich darauf angewiesen ist, ein drahtloses Netzwerk zu betreiben, wer zum Beispiel nur der Bequemlichkeit halber auf Kabel verzichten möchte, der sollte jetzt die Gelegenheit nutzen, seinen Standort sauber zu verkabeln. Im Ergebnis laufen die Kabel in den Fußleisten und in den Decken, sichtbar sind nur die Steckdosen und - wenn es gar nicht anders geht - Kanäle von der Decke zum Schreibtisch.

Wer aber doch ein drahtloses Netzwerk haben muß, der sollte sich ein VPN einrichten und sämtlichen Netzverkehr durch VPN-Verbindungen tunneln.

Mehr Schutz ist möglich, wenn man nur Thin Clients hat, alle booten vom Server, sind dort schreibgeschützt, und das Benutzen von Datenträgern aller Art wird technisch unterbunden (keine USB- oder andere Anschlüsse). Das funktioniert aber auch nur im Kabelnetz, nicht drahtlos. Und es geht nicht in Bereichen, wo programmiert wird, wo zum Beispiel SPS-Programme entwickelt werden. Es ist dann auch nicht möglich, Daten vom Laptop des Mitarbeiters in die Datenbank zu übernehmen.

 

26.7.2010: Eine Bande namens "Telekom"

Die Telekom löst Verträge auf - ohne Rechtsgrundlage. Dazu die Telekom: "Wir erstatten doch das Restguthaben, wo ist das Problem?" Spiegel

Was ich nicht so ganz verstehe: Wieso schließen immer noch so viele Leute Verträge mit der Telekom? Ja, hat denn noch keiner gemerkt, daß das Ganoven sind? Als ich damals zu Hansenet gewechselt bin, was hat die Telekom da gemacht: schnell noch eine dreizehnte Flatrate abgebucht, für den zwölften Monat, der war natürlich schon im voraus bezahlt gewesen. Ich habe dann die Belege fünfmal, zehnmal kontrolliert und nachgezählt: Jawohl, das waren 14 Abbuchungen für zwölf Monate, einmal die "Einrichtungsgebühr", dann zwölf Monatsbeträge, und zum Schluß der letzte Monat nochmal. Beißt die Maus keinen Faden ab.

Die Telekom hieß vor der Privatisierung "die Post". Und da hatte der Beschiß eine lange Tradition. Telefone, die nach der Umwandlung auf einmal - huch? - zehn Mark kosteten, hatten vorher bei der Post 300 Mark gekostet. Kein Wunder, daß die Telekom immer und immer wieder in den Schlagzeilen ist, wenn sie ihre Kunden mal wieder beschissen haben. Warum, zum Henker, gehen da immer noch Leute hin?

 

25.7.2010: GISS Temperaturtabelle berücksichtigt das Festland immer stärker

Offenbar weil die Meerestemperatur nicht genügend steigen will, erhöhte sich in der GISS-Tabelle der Einfluß der Landmassen von 1:1 auf 1:1,7 im Laufe der Jahre. WUWT

 

25.7.2010: Überall auf der Welt erwärmt es sich schneller als überall sonst auf der Welt

Da kann man mal sehen, wie schlimm sie schon ist - die Marktschreierei der Medien. WUWT TomNelson

 

25.7.2010: Loveparade-Katastrophe: "Die Opfer waren selber schuld"

Oberbürgermeister Adolf Sauerland verteidigt das Sicherheitskonzept der Veranstaltung. Stern: Die Stadt habe "mit dem Veranstalter und allen beteiligten Partnern ein stichhaltiges Sicherheitskonzept" ausgearbeitet. Die Schuld sah er dagegen vor allem im Fehlverahlten der Party-Gäste.

Die Polizei ging von "höchstens einer halben Million Besucher" aus, obwohl die vorige Loveparade 1,6 Millionen Besucher, das Gelände aber nur 230.000 Quadratmeter hatte. T-Online: Krisenstabsleiter Rabe verteidigte den Veranstaltungsplatz auf dem alten Güterbahnhof. Er könne grundsätzlich bis zu 300.000 Menschen aufnehmen.

Die Polizei verteidigt sich damit, daß es ja keine "Massenpanik", sondern nur ein paar Tote im Tunnelbereich gegeben hatte. FAZ: Duisburgs stellvertretender Polizeipräsident Detlef von Schmeling sagte, es seien 'keine Menschen im Tunnel zu Tode gekommen', sondern an der Zugangsrampe davor."

Auch die Sicherheitsplaner waren selbstsicher: Man habe dafür "ganz unterschiedliche Maßnahmen", auch mit mehr als einer Million Besuchern sei die Loveparade durchführbar, sagte der für die Sicherheit der Veranstaltung zuständige Wolfgang Rabe

Und - wie es gerade die große Mode ist - gibt der Veranstalter beleidigt seinen Rücktritt bekannt. T-Online: Nach der Massenpanik bei der Loveparade hat der Organisator Rainer Schaller das Aus der Loveparade für die Zukunft verkündet.

Ebenso wie auf der BP-Bohrinsel, haben auch hier zahlreiche Planer und Verantwortliche haarsträubende Fehler gemacht, teils aus Rechthaberei, teils aus Gewinnsucht. Ich sage mal voraus: Niemand wird dafür angeklagt, geschweige denn verurteilt. Für Eschede ist schließlich auch nie irgendjemand verantwortlich gemacht worden. Wie immer sind die Opfer selber schuld.

Update: PN Die Veranstaltung sollte dauern von 14 Uhr bis Mitternacht (CNN). Das sind sechs Stunden. Der Tunnel war ausgelegt für maximal 20.000 Leute pro Stunde (RP-Online). Es hätten also nicht mehr als 120.000 Leute überhaupt kommen können. Man hatte aber mit 250.000 Besuchern und mehr gerechnet (gleiche Quelle). Und wieder zeigt sich, daß kein Schwein mehr die Grundrechenarten beherrscht.

 

24.7.2010: Bundeshacker

Nach dem Bundestrojaner (der wohl aus technischen Gründen nicht zu verwirklichen war) kommen jetzt die Bundeshacker: Informatikabsolventen der Fachhochschulen werden von der Polizei rekrutiert. Die sollen sich dann bei Kriminellen einhacken. Natürlich nur bei Kriminellen. Vielleicht noch Terroristen, ja, Terroristen auch noch. Und Islamisten. Und Rechten. Und Industriespionören. Und Kinderpornören. Da melden sich bestimmt nur die Besten der Besten der Besten, Sir. Heise

 

23.7.2010: Bier in toten Hasen

Eine schottische Kleinbrauerei hat zwölf Flaschen ihres Starkbiers in präparierten Tieren verkauft. Sie betonen, daß die Tiere nicht für das Bier getötet wurden, sondern an der Straße tot aufgefunden. Natürlich geht ein Aufschrei quer durch das gesamte Gutmenschentum und seine Presse. Die Reklame hat geklappt, würde ich sagen. FTD via GelbesForum

Ich finde das Präparieren von toten Tieren ja irgendwie eklig und ein bißchen pervers. Es mag ja mal eine legitime Methode gewesen sein, ein naturgetreues Abbild zu machen, solange es noch keine Fotoapparate gab. Aber heute zeigen Filme die Tiere einfach besser und naturgetreuer als so ein Präparat. Andererseits finde ich das gutmenschliche Anbeten von toten Tieren nicht weniger pervers.

 

23.7.2010: Fürs Protokoll: Mojib Latif macht Klimawandel verantwortlich für den Sommer

Bild:

Deutschlands bester Klima-Experte Prof. Mojib Latif (55, Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel) zu BILD:

"Das sind die Spuren des lange prophezeiten Klimawandels. Der kalte Winter war dabei ein Ausrutscher. Die weltweiten Temperaturen nehmen zu, nicht ab."

"Was wir jetzt erleben, ist erst der Anfang. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden die Temperaturen - wenn nichts geschieht - um fünf bis sechs Grad steigen. Dann reden wir im Sommer von Hitzewellen mit fast 50 Grad hier in Deutschland."

 

22.7.2010: Finanzkrise: Schattenbanksystem

Das Wort kannte ich noch nicht. Egghat:

"Shadow banks are financial intermediaries that conduct maturity, credit, and liquidity transformation without access to central bank liquidity or public sector credit guarantees. Examples of shadow banks include finance companies, asset-backed commercial paper (ABCP) conduits, limited-purpose finance companies, structured investment vehicles, credit hedge funds, money market mutual funds, securities lenders, and government-sponsored enterprises."

Vor dem Ausbruch der Krise hatte das normale Banksystem in den USA 11 Billionen an Krediten vergeben, das Schattensystem 20 Billionen. Gegenwärtig hat das normale System 13 Billionen vergeben, das Schattensystem 16. Daß da zwei Billionen verschwunden sind, deutet er als Deflation. Das Bruttoinlandsprodukt der USA beträgt so ungefähr 11 Billionen (zum Vergleich).

Ich fühle mich ja immer bestätigt, wenn wieder irgendwo neue dunkle Ecken in der Wirtschaft entdeckt werden, wo Geld versickert.

Mich interessiert ja mal, wieviele Wertpapiere existieren, die nicht direkt Anteile an Firmen der Realwirtschaft sind, das wären also Aktien, aber nicht Aktion von Banken und anderen Finanzfirmen. Hinter Lehman Brothers standen - wie man sah - keine realen Werte. Bei Firmen ist normalerweise eine Konkursmasse da, auch wenn es nur noch ein Bruchteil des Aktienwertes ist. Die Zahl, die mich interessiert, sind also die reinen Derivate, hinter denen keine realen Werte stehen, sondern höchstens andere Wertpapiere. Hinter den Inhaberschuldverschreibungen von Lehman stand z.B. überhaupt nichts, auch das kommt vor.

Mir geistert nämlich immer noch die Zahl 450 Billionen im Kopf herum. Als die Krise gerade ausgebrochen war, habe ich nämlich irgendwo mal gelesen, daß die Summe aller Derivate so hoch sein soll. Und wie es aussieht, sind sämtliche Hilfspakete ausschließlich in neue Derivate umgewandelt worden. Oder anders gesagt: die Finanzmanager haben die Hilfsmilliarden als Beute unter sich aufgeteilt und dafür neue Wertpapiere erschaffen, zum Teil verkauft und den Rest in ihren Safe gelegt. Die Vergleichszahl zu den 450 Billionen wäre hier das BIP der Welt, ungefähr 40 Billionen.

Ich denke nämlich, daß alle Hilfsgelder, die man jetzt noch ins System pumpt, nichts dazu beitragen, irgendwie die Realwirtschaft anzukurbeln, sondern daß alles innerhalb des Finanzsystems bleibt und sich in neue Wertpapiere verwandelt. Das heißt, Hilfspakete aller Art mildern nur noch die Krisensymptome für eine gewisse Zeit. Dann ist wieder alles beim alten.

Zum Beispiel beträgt das BIP in Deutschland ungefähr 2000 Milliarden Euro. Ein Wirtschaftswachstum von z.B. 1,5 Prozent wären 30 Milliarden. Die Hilfspakete pro Jahr liegen so in der Größenordnung 100 Milliarden (5 Prozent). Die Realwirtschaft schrumpft also um 3,5 Prozent pro Jahr. Das würde der "gefühlten Krise" ganz gut entsprechen.

 

20.7.2010: EU-Parlament will Strafen für Klimaskeptiker

Canadafreepress: Menschen, die nicht an den angeblich durch CO2 verursachten Klimawandel glauben, könnten bald strafrechtlich belangt werden, sagt der Chef der "British National Party", Nick Griffin, Mitglied des Europäischen Parlaments in einem Rundfunkinterview. Er berichtet von der Sitzung eines Unterausschusses, der sich mit dem Thema beschäftigte. Er habe auf seine Nachfrage keine direkte Antwort bekommen, aber nach dem Ende der Sitzung habe man zugegeben, daß genau das die Absicht sei.

Nick Griffins Partei ist das britische Gegenstück zur NPD, deshalb würde ich seine Aussagen mit Vorsicht genießen. Ich würde aber nicht kategorisch ausschließen, daß er hier vielleicht recht hat. Verrückt genug sind die Klimagläubigen allemal.

 

20.7.2010: Sicherheitslücke "MS Word"

Lawblog: Das Landeskriminalamt Brandenburg hat eine Pressemitteilung als Word-Datei verschickt. Die Meldung selbst umfaßte 10 Zeilen Text. Die Datei hatte aber 36 Megabyte. Das machte die Redakteure der Lausitzer Rundschau sehr neugierig, und sie sahen genauer hin:

Deutlich wurden darin nicht nur ausgebesserte Rechtschreibschwächen, Textkosmetik und namentlich der jeweilige Urheber. Word war auch so freundlich, gelöschte Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten, inhaltlich darzustellen, grafisch hervorzuheben und auch noch Datum, Uhrzeit und Urheber der Löschung preiszugeben.

 

20.7.2010: Finanzkrise: Banken-Stresstest - doch nicht weichgespült genug

Vom Fachmann als "Streicheltest" belächelt, vom Wichtigtuer mit ernster Miene hochgelobt, scheitert nun doch noch eine Bank daran: die Hypo-Real-Estate. Aber wenn sie erstmal ihre ganzen Schrottpapiere in eine extra gegründete "Bad Bank" ausgelagert hat, besteht sie den Test dann doch, ätsch. Wissen.de Spiegel

Die Gründung einer "Bad Bank", die einzig den Zweck hat, Verluste auszulagern, ist eigentlich ein Betrug der Öffentlichkeit, möglicherweise auch ein Steuerbetrug. Aber Banken dürfen sowas, gell.

 

20.7.2010: Zweifel am angeblichen Selbstmord der Berliner Jugendrichterin

Die Geschichten in der Presse sind so formelhaft oberflächlich wie widersprüchlich: Die Obduktion habe bestätigt, es sei Selbstmord gewesen, Fremdverschulden sei ausgeschlossen worden, zudem habe die große Hitze die Suche nach der Leiche erschwert. Beispiel: Stern

Erstens: Die Suche nach einer Leiche wird durch warmes Wetter nicht erschwert, sondern erleichtert: Wärme verstärkt den Leichengeruch. Jeder weiß das. Wieso erzählt die Presse das Gegenteil?

Zweitens: Eine Obduktion kann Fremdverschulden niemals "ausschließen", sondern allenfalls "keine Hinweise" auf Fremdverschulden liefern.

Drittens: Es gibt nicht einen einzigen Anhaltspunkt auf Selbstmord, nicht eine einzige, winzige Einzelheit. Die Justiz hüllt sich in eisiges Schweigen. Das tut sie normalerweise aber nicht. Bei jedem anderen Selbstmord einer prominenten Person stehen in sämtlichen Zeitungen wild ausgeschmückte Geschichten. Hier nicht. Kein Wort. Die Presse ist offensichtlich bei Strafe vergattert worden, nichts als die offizielle Version zu drucken.

Viertens: Kein Abschiedsbrief. Die Frau hat doch gerade ein ganzes Buch geschrieben. Und zu einem Brief soll es nicht gereicht haben? Trotzdem gab die Polizei schon am Tag des Leichenfundes öffentlich bekannt: es war Selbstmord. Normalerweise halten sie sich erstmal bedeckt und verweisen auf die laufenden Ermittlungen. Hier nicht.

Wir können mit hundertprozentiger Sicherheit davon ausgehen: Die Geschichte stinkt. Wir werden systematisch belogen.

Update: Die Richterin kritisierte die Zusammenarbeit der Behörden mit der arabischen Drogenmafia. NTV:

  Kurz vor ihrem Selbstmord arbeitete Jugendrichterin Heisig noch an einem Buch über ihre Erfahrungen. Darin beschreibt sie auch, wie die arabische Drogenmafia in Deutschland aktiv ist. Und wie inkonsequent die Behörden darauf reagieren.

Da werden gezielt Kinder unter 14 Jahren eingeschleust, weil sie noch nicht strafmündig sind. Die Behörden sehen systematisch weg.

 

19.7.2010: Hamburger Volksentscheid: Taz dogmatisch und uneinsichtig

Oberste Schlagzeile der Taz ist ein dümmlicher Kommentar in höchst beleidigtem Tonfall:

Die siegreichen Schulreformgegner in Hamburg haben nicht nur, was schlimm genug ist, die bildungspolitische Debatte in ganz Deutschland weit zurückgeworfen.

Was der schwarz-grüne Senat da versucht hat, war ebensowenig eine "Schulreform", wie Röslers Preiserhöhung eine "Gesundheitsreform" ist. Es war der Versuch, den Kindern das Lernen endgültig auszutreiben und die ultimative Spielschule zu etablieren. Es ging nicht um die Verlängerung des "gemeinsamen Lernens", sondern des "gemeinsamen Nichtlernens". Was lernen nämlich die Kinder in der jetzigen Grundschule: nichts (oder so gut wie nichts). Sie sind aber nur bis Klasse sechs überhaupt lernfähig im Sinne des kindlichen Lernens, wie es die Natur vorgegeben hat. Was der schwarz-grüne Senat da vorhatte, war nicht mehr und nicht weniger als die amtliche Etablierung der Blödheit.

 

19.7.2010: BP und die Ölpest: Der Tropfen im Auge des Nachbarn

BP ermahnt uns in doppelseitigen Anzeigen: "Jeder Tropfen Öl, den Ihr Auto verliert, ist ein Tropfen zuviel für die Umwelt." yfrog via GelbeForum Der Golf von Mexiko hat von BP bis jetzt schätzungsweise zwischen 300.000 und 1 Million Kubikmeter Öl abgekriegt. 20min.ch

 

19.7.2010: Finanzkrise: EU will Rente mit 70

Die Begründung ist interessant: Die Länder sollen dafür sorgen, daß künftig nicht mehr als ein Drittel des Erwachsenenlebens im Ruhestand verbracht werden, deshalb sollen sie das Rentenalter auf 70 Jahre anheben. Welt

Das rechnen wir doch gleich mal nach: Lebenserwartung ist 77/82 (destatis), also sagen wir: 80 im Schnitt. Von 18 bis 80 sind 62 Jahre. Davon ein Drittel sind knapp 21 Jahre. Dafür müßte das Rentenalter auf 59 gesenkt werden.

So, jetzt rechnen wir nochmal, aber nur mit denen, die bereits 65 sind: Lebenserwartung für 65-jährige ist 17,11/20,41 Jahre, also im Schnitt knapp 19 Jahre. Mit 65 haben die Leute 47 Jahre als Erwachsene hinter sich, und 66 Jahre dauert insgesamt ihr Erwachsenenleben. Davon ein Drittel sind 22 Jahre.Dafür müßte das Rentenalter auf 62 gesenkt werden.

Entweder die EU kann nicht rechnen, oder - was wahrscheinlicher ist - die EU spekuliert darauf, daß kein Mensch nachrechnet. Was die "Welt" betrifft, hat die Spekulation der EU ja schon ganz prima hingehauen. Kein Mensch bei der "Welt" kann rechnen, offensichtlich. (Was wiederum meine These über die Nutzlosigkeit der Grundschule voll bestätigt, gell.)

 

19.7.2010: Hamburger Volksentscheid gegen die sechsjährige Grundschule

Wahlbeteiligung: 39 Prozent. Statistik-Nord

Die Idee war ja eigentlich richtig: nicht mit zehn Jahren, sondern erst mit zwälf Jahren sind die Kinder so weit entwickelt, daß man entscheiden kann, auf welche weiterführende Schule sie gehen sollen. Aber die Umsetzung und das politische und schulische Umfeld sind so, daß man die Grundschule nicht auf sechs Jahre erweitern kann, ohne erheblichen Schaden anzurichten.

Schon jetzt lernen die Kinder in der Grundschule so gut wie nichts mehr. Die Ursache liegt in den vorangegangenen Reformen, die hauptsächlich von den Grünen und von der SPD vorangebracht worden waren: das "selbstbestimmte Lernen" und die "Berichtszeugnisse". Das hat dazu geführt, daß die Kinder am Ende der vierten Klasse z.B. die Grundrechenarten nicht beherrschen. Die sollten eigentlich laut Lehrplan in der zweiten Klasse gelernt worden sein.

"Selbstbestimmtes Lernen" ist die Idee vom selbständigen Kind, das sich seine Umwelt eigenständig aneignet, und das eigentlich keine Lehrer braucht, nur "Angebote". Umgesetzt wird diese Idee dadurch, daß der Lehrer nichts mehr zu leisten braucht, und daß die Kinder in der Grundschule nur noch spielen.

"Berichtszeugnisse" sollten eigentlich die Kinder zu weiterem Lernen ermutigen, anstatt wie vorher die Notenzeugnisse, sie durch Fünfen und Sechsen zum Weinen zu bringen und zu entmutigen. Abgesehen davon, daß die wenigsten Kinder in der Grundschule geweint haben, ist der Effekt von Berichtszeugnissen, daß die Lehrer - mal wieder - nichts mehr zu leisten brauchen. Sie formulieren einfach einen wohlklingenden Schmus, und gut iss.

Drittens ist die Idee vom Auseinandersortieren in verschiedene weiterführende Schulen in sich schon ein einziger Quatsch.

Und viertens ist das behördenbestimmte Schulsystem sowas von kaputt, daß es nicht zu reparieren ist und einfach abgeschafft gehört. Ich kann schon förmlich hören, wie die Leute aufschreien: Ja, sollen denn die Kinder jetzt gar nichts mehr lernen, oder was? Doch, sollen sie. Aber nicht in einer Staatsschule. Die haben wir nämlich jetzt, und da lernen sie nichts. Nichts. Außer: wie man die langen Jahre an der Schule überlebt, ohne allzuviel arbeiten zu müssen. Und Vermeiden ist nun mal das Gegenteil von Lernen.

Was wir brauchen, ist eine andere Art, eine neue Art, wie die Erwachsenen ihr Wissen und Können an die Kinder weitergeben. Die Methode "Schule" ist nämlich seit mindestens dreißig Jahren tot. Mausetot. Ich hätte schon eine Idee, wie eine neue Art funktionieren würde, ich habe aber bisher niemanden gefunden, der mir zugestimmt hätte.

Die Idee ist: jeweils ungefähr 1000 Menschen - mit und ohne Kinder - leben zusammen in einer Art Dorf, versorgen sich selbst aus Landwirtschaft, stellen selbst her, was sie brauchen, und organisieren selbst, wie sie ihre Kinder unterrichten. Vor allem hat der Staat keinen Zutritt zu dem Dorf. Gar keinen. Es ist eine Privatwohnung, meinetwegen mit einer hohen Mauer drumherum. Kommunikation findet statt übers Internet und auf Tauschmärkten.

 

17.7.2010: Überraschende Rücktritte nehmen kein Ende

  • 07.02.2010 Léo Apotheker, Chef von SAP
  • 25.02.2010 Jutta Lieske, Verkehrsministerin in Brandenburg
  • 16.03.2010 Utz Claassen, Chef von Solar Millennium
  • 25.03.2010 Axel Wieandt, Chef der Hypo Real Estate
  • 25.03.2010 Sabine Dolderer, Chefin der DENIC
  • 01.04.2010 Walter Mixa, Bischof
  • 25.05.2010 Roland Koch, Ministerpräsident
  • 25.05.2010 Georg Schramm, Kabarettist in der "Anstalt"
  • 31.05.2010 Horst Köhler, Bundespräsident
  • 16.07.2010 Maria Jepsen, Bischöfin
  • 17.07.2010 Karlheinz Weimar, Finanzminister in Hessen
  • 18.07.2010 Ole von Beust, Bürgermeister in Hamburg
  • 18.07.2010 Karin von Welck, Kultursenatorin in Hamburg

 

14.7.2010: "Rund 90 Prozent der Häftlinge, die zur Zeit in Berliner Haftanstalten einsitzen, sind Muslime"

... sagt die Islamische Religionsgemeinschaft

 

14.7.2010: Gutmenschentum: NTV macht sich zum Affen

Es wäre eine Meldung wie jede andere: Moody's senkt das Rating von Portugal. Aber was macht NTV daraus: Der gestrenge Herr Lehrer benotet Portugal, und es wird abgestraft, ihm wird gezeigt, wo der Hammer hängt.

Wohlgemerkt, nicht Portugal ist hier der Gegenstand der Kritik, es ist NTV im besonderen und es ist im allgemeinen der heutige Drang der Presse, aus jedem beliebigen Dreck eine Sache der Moral zu machen. Eine ordentliche Presse sollte eigentlich nur berichten, und zwar von einem neutralen Standpunkt aus. In einem als "Kommentar" gekennzeichneten Beitrag dürfen sie die Geschehnisse natürlich auch bewerten, aber nicht in der Meldung selbst. Und wenn sie die Bewertung nur durch die Wortwahl vornehmen, sozusagen heimlich von der Seite, dann werden erwachsene Zeitungen zu miesen, kleinen Hetzblättchen, lauter kleine "Stürmer".

 

14.7.2010: Finanzkrise: "Griechenland leiht sich erfolgreich Geld"

Sowas ist eine Schlagzeile wert heutzutage. NZZ

 

14.7.2010: Finanzkrise: Defizitverfahren gegen 24 von 27 EU-Ländern

Die Europäische Union hat Defizitverfahren gegen vier weitere Mitglieder eingeleitet. Jetzt müssen sich bereits 24 der 27 EU-Staaten wegen zu hoher Schulden gegenüber der EU-Kommission verantworten. Goldreporter

 

12.7.2010: Polizeistaat: DNA-Probe von Unverdächtigem erzwungen

NW-News:

[Anwalt] Rother vermutet ein gezieltes Vorgehen. Schon im Frühjahr habe er beim Amtsgericht Bielefeld beantragt, dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf zwangsweise Entnahme nicht stattzugeben. Dazu habe sich das Gericht nicht einmal geäußert. Überdies gebe es nicht den Hauch eines belastenden Indizes gegen seinen Mandanten. Aus der Ermittlungsakte gehe nur hervor, dass Schöpf von 1961 bis 1965 in der Nähe des Wohnorts des Opfers an der Marienfelder Straße gewohnt habe.

"Da war mein Mandant noch ein Kind." Warum er unter Mordverdacht stehe, sei nicht nachvollziehbar. Hinweise, dass er das Opfer gekannt habe, gebe es nicht. Somit entbehre die richterliche Anordnung auf zwangsweise Entnahme jeglicher Rechtsgrundlage. "Ich habe Verständnis dafür, dass alles versucht wird, den Mord aufzuklären. Aber die Behörden müssen sich im Rahmen des Rechts bewegen."

Das tun die Behörden schon längst nicht mehr. Polizei und Justiz finden Gefallen daran, den Bürger unter die Knute zu zwingen. Der Staatsapparat hat sich eine Gangsterbande verwandelt. Widerstand ist angesagt.

 

12.7.2010: Technischer Rückschritt: Schüler erleiden Hitzschlag im ICE

In mehreren ICE-Zügen fiel die Klimaanlage aus. Die Temperatur stieg auf über 50 Grad. In den auf ihrer Rückfahrt von Klassenreisen befindlichen Schulklassen brachen 27 Schüler zusammen. Eine Mutter versuchte verzweifelt, eine Scheibe einzuschlagen, um ihr nach Luft schnappendes Kind zu retten.

Die Bahn übt sich derweil in der Kunst der Zurechtweisung und Schulmeisterei:

Ein Sprecher der Bahn warnte am Sonntag eindringlich davor, beim Ausfall der Klimaanlage eine Scheibe einzuschlagen, wie das eine Mutter erwogen hatte. Im Zug herrsche Unterdruck. Wenn bei voller Fahrt eine Scheibe eingeschlagen werde, sei das eine große Gefahr für die Fahrgäste. Außerdem könne der Zug nicht fahren, wenn eine Scheibe zerbrochen sei. Das würde bedeuten, dass der Zug möglicherweise auf offener Strecke liegen bleibe, was die Lage der Fahrgäste nicht verbessere.

Tagesspiegel

 

10.7.2010: Klimakatastrophe: 7 km² Eis abgebrochen

Und wegen 7 km² macht die NASA ein Riesengeschrei. Insgesamt schrumpft das arktische Eis im Sommer um 8 Millionen km². Im Winter wächst es dann wieder.

 

11.7.2010: Polizeistaat: Polizeibeamte lügen vor Gericht

2006 wurde auf einer Demonstration ein Student festgenommen, von der Polizei mißhandelt, angezeigt und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Jetzt tauchte ein Video auf, daß zeigt: die beteiligten Polizisten haben vor Gericht systematisch die Unwahrheit gesagt. Der Mann war weder vermummt gewesen, noch hatte er "einen Stein in der Hand", noch hatte er sich gewehrt. Die Polizisten hatten ihm schwere Verletzungen zugefügt, mit denen er noch heute - nach vier Jahren - in Behandlung ist. Er hatte damals nicht gewagt, die Polizisten anzuzeigen, weil ihm die Staatsanwaltschaft (!) gedroht hatte, die Anzeige würde als "Bruch der Bewährung" gewertet, und er müßte dann ins Gefängnis. BerlinOnline

Das ist der Nazi-Staat, wie er leibt und lebt.

 

10.7.2010: USA: Ärzte lassen Epileptiker tasern und lösen schweren Anfall aus

Doctors knew about Thomas' epilepsy, but ordered security officers to use the taser anyway, instead of sedating him, the family says.

The family says the use of the taser caused Thomas to have a seizure. WashingtonPost

Es ist nur deshalb überhaupt in der Presse, weil das Opfer zufällig der Neffe eines Richters am Supreme Court ist. Sonst hätte wohl kein Hahn nach ihm gekräht. Schließlich ist er schwarz.

 

10.7.2010: Migrantenproblem: 6 Araber verprügeln Busfahrer und Kontrolleurin

Sie weigerten sich, ihre Fahrscheine zu entwerten. Wahrscheinlich dachten sie, durch ihren genialen Einfall, die Tickets nicht zu entwerten, behielten diese nun ewig ihre Gültigkeit. Vermutlich haben sie die Aufforderung zum Entwerten als beleidigenden Angriff aufgefaßt. Sie schlugen und traten auf Busfahrer und Kontrolleurin ein. Der Fahrer wurde leicht, die Kontrolleurin schwer verletzt. Dann flüchteten sie.

Die meisten Medien verschweigen den Migrationshintergrund, sie reden nur von "6 Männern im Alter von 19 bis 25". Tagesspiegel

 

10.7.2010: Klimakatastrophe: Der Nordpol schmilzt im Rekordtempo

"In bisher nicht gemessener Schnelligkeit" schmelze das Eis am Nordpol, meldete die Tagesschau gestern.

Messungen des arktischen Eises im Juni haben bisher keine Voraussagekraft für die weitere Entwicklung gehabt. Vor ein paar Tagen (ca. 1. Juli 2010) hat sich das Rekordtempo dann plötzlich stark verlangsamt. Die Tagesschau ist einfach zu langsam. Vor 4 Wochen wäre die Nachricht noch frisch gewesen.

 

10.7.2010: Bundestrojaner: SPD weiter auf Linie

Der Bundesgerichtshof hielt "die verdeckte Online-Durchsuchung" in einem Urteil 2007 für "unzulässig". Burks hält sie - so wie sie immer dargestellt wird - für technisch unmöglich. Telepolis

Die SPD dagegen hält sie nach wie vor "für unverzichtbar". Heise

Der SPD-Innenpolitiker Frank Hofmann erklärte, es geb ihm zwar zu denken, dass die Polizei hierzulande noch keinen verdeckten Zugriff auf informationstechnische Systeme durchgeführt habe, diese Tatsache zeige für ihn aber lediglich, "dass sehr sparsam und verantwortungsbewusst mit diesem Instrument umgegangen wird".

Egal, ob verantwortungsvoll oder nicht: Mit einem Instrument, das überhaupt nicht existiert, kann gar nicht anders als "extrem sparsam" umgegangen werden.

 

9.7.2010: Skype-Verschlüsselung geknackt

Handelsblatt

Skype hat seine Verschlüsselung geheimgehalten, vergeblich. Der CCC meint dazu, Sicherheit durch Verstecken habe noch nie funktioniert.

Skype behauptet steif und fest, die Sicherheit sei dadurch nicht gefährdet. Und anstatt ein schnelles Update zu versprechen, drohen sie, rechtliche Schritte gegen den bösen Hacker zu prüfen.

 

9.7.2010: Raumstation ISS: Klo und Sauerstoff kaputt

Das Klo war erst Ende 2008 erneuert worden, nachdem es wochenlang kaputt gewesen war. Diesmal ist nicht nur das Klo, sondern auch noch die Sauerstoffversorgung kaputt. Shortnews

 

9.7.2010: Finanzkrise: Postbank "Wackelkandidat" im Streßtest

Dem Spott über den EU-Streßtest für Banken, er sei nur ein "Streicheltest" zum Trotz kann die Postbank ihn angeblich nicht bestehen. Handelsblatt

 

8.7.2010: Orangensaft löst die Zähne auf

Gesundheitswarnung des Tages: Orangensaft ist furchtbar ungesund, er weicht den Zahnschmelz zu 84 Prozent auf. Die gesunden Bestandteile halten dem Schaden nicht annähernd das Gleichgewicht. Welt

Das war ja klar, daß irgendwann auch Orangensaft dran sein würde. Und nun meine Warnung: Gesundheitswarnungen in Zeitungen u.ä. darf man auf keinen Fall für bare Münze nehmen. Die sind zu 99 Prozent frei erfunden, und der Rest ist auch nur Wichtigtuerei. Ich sag nur: Schweinegrippe.

 

8.7.2010: Sozialstaat: EU will Rente mit 70

Die EU sagt: Wenn das Rentenalter nicht auf mindestens 70 steigt, kann das Niveau der Renten nicht gehalten werden. N24 Das rechnen wir doch gleich mal nach.

Wenn man normalerweise von 20 bis 65 arbeitet, also 45 Jahre, und dabei 18 Prozent vom Brutto in eine Rentenkasse einzahlt, und das Netto beträgt - etwas unrealistisch viel - 75 Prozent vom Brutto, dann haben sich nach 45 Jahren gut 1000 Prozent vom Netto angesammelt. Davon kann man 15 Jahre gut 70 Prozent vom Netto auszahlen. Das reicht also für die jetzige Lebenserwartung von 80 Jahren. Die Zinsen müssen nur die Inflation ausgleichen, mehr nicht.

Wie erwartet, berechnen die Experten der EU einen Schmarrn. Die gewünschten 70 Jahre sind offensichtlich ein rein politisch motivierter Wert. Wenn man dann noch berücksichtigt, daß das wahre Renteneintrittsalter - laut dem Artikel - mehr in der Gegend von 60 liegt, und daß man umso weniger Rente kriegt, je früher man in Rente geht, wird klar, was das politische Ziel der EU ist: der Rentner soll so arm sein, daß er nur daran denkt, billig einzukaufen, aber nicht an politische Aktivitäten.

So gut wie jede Äußerung der EU ist ein Schlag ins Gesicht der Völker. Bloß weg mit diesem Haufen Parasiten, je früher, desto besser.

 

8.7.2010: Wer darf an der Schloßallee ein Hotel bauen?

Tagesspiegel: "Bund und Berlin streiten über den Schlossplatz"

 

8.7.2010: Türkei beschwert sich: Intelligenztests sind rassistisch

Faruk Celik, der für Auslandstürken zuständige türkische Staatssekretär, sagt: "Intelligenztests [für Einwanderer] sind rassistisch und unverantwortlich." Nonkonformist

Wenn man mal gegen den Strich liest, was der Herr Staatssekretär da sagt, dann heißt es: "Intelligenz ist ein Unterscheidungsmerkmal zwischen Völkern, und wir Türken schneiden bei der Intelligenz ja immer ganz schlecht ab." LOL

 

8.7.2010: Polizeistaat: Übergriffe immer schlimmer

Zeit:

Der Angreifer beschimpft das Opfer wüst. Er und andere treten und schlagen erneut zu. Das Opfer blutet am Kopf. Der Mann verliert das Bewusstsein.

Die Feier endete im Krankenhaus. Dort stellten Ärzte zwei Platzwunden am Kopf und ein Schädel-Hirn-Trauma fest.

Einer Person wurde von einem Polizisten so heftig in den Magen getreten, dass sie kollabierte. Einem Mann mit einem Gipsarm zerbrachen Beamte den Verband. Ein Gast erlitt nach Angaben von Amnesty International einen doppelten Nasenbruch, wurde aber erst Stunden nach der Festnahme in eine Klinik gebracht.

JEs Anwalt reichte daraufhin eine Beschwerde ein. Sein Mandat habe von einer Zeugin kurz vor der Festnahme noch etwas zu Essen bekommen. Mit einem gebrochenen Kiefer mache dies wohl keinen Sinn. Doch die Generalstaatsanwaltschaft stellte fest: JE sei Bartträger, eine Deformierung des Kiefers hätte die Zeugin deswegen nicht erkennen können. Der Fall landete später vor dem Oberlandesgericht, dass ein neues Ermittlungsverfahren anordnete. Aus Mangel an Beweisen wurde der Polizist dann aber freigesprochen.

Die kriminellen Organisationen, die sich "Polizei" und "Justiz" nennen, sind in Wirklichkeit Organe einer feindlichen Besatzungsmacht. Widerstand ist gerechtfertigt und geboten.

 

6.7.2010: Fußball-Weltmeisterschaft: In Südafrika ist das Internet kaputt

Ein Tiefseekabel ist mal wieder gerissen. Es geht zwar noch alles, aber sehr, sehr langsam. Spiegel

 

6.7.2010: Genfood: Monsanto darf Vermarktung von Gensoja nicht verbieten

Argentinien baut RR-Gensoja in großem Stil an und verkauft die Produkte nach Europa. Dachte ichs mir doch: Soja ist seit Jahren verseucht, und keiner hats gemerkt. Handelsblatt

Argumente gegen Gentechnik

 

6.7.2010: Finanzkrise: Krankenkassenbeitrag wird "frei gewählt"

Der neueste Purzelbaum: die Krankenkassen bekommen vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer je 7,75 Prozent auf das Bruttogehalt. Außerdem bekommen die Kassen vom Arbeitnehmer einen frei wählbaren Zusatzbeitrag unabhängig von seinem Einkommen. Übersteigt dieser Zusatz 2 Prozent, darf der Arbeitnehmer beim Sozialamt einen Antrag stellen. Spiegel

So weit die Einnahmenseite. Maßnahmen auf der Ausgabenseite sind nicht geplant. Pharmakonzerne dürfen weiterhin verlangen, was sie wollen.

 

6.7.2010: Reeperbahn: Videoüberwachung wirkt nicht

Seit 2006 wird die Reeperbahn lückenlos videoüberwacht. Die Zahl der Gewalttaten ist aber nicht - wie vorausgesagt - gesunken, sondern um 30 Prozent gestiegen. Taz Taz

Nun soll auch noch die Davidswache geschlossen werden. Mediaquell

 

5.7.2010: Rauchverbot: Unterdrückung einer Minderheit

Ich habe 1977 aufgehört zu rauchen und es nicht bereut. Bis die Rauchverbote kamen. Der Jubel der Sieger in Bayern nach der Volksabstimmung deprimiert mich. Es ist mir peinlich, nun zur falschen Bevölkerungsgruppe zu gehören: zu den Siegern, die die Minderheit unterdrücken. Ich sehe mit Angst, wie sich bedenkliche Tendenzen ausbreiten, und das leider nicht nur in Deutschland.

Die Kneipe an der Ecke hatte bis vor ein paar Jahren jeden Abend ein Dutzend Stammgäste, nicht alle tranken Bier, nicht alle rauchten. Vor einiger Zeit stellte die Kneipe sich um auf Nichtraucher. Nun ist sie immer leer, außer am Wochenende. Hat irgendjemand etwas anderes erwartet? Komisch, die Presse wird nicht müde, zu berichten, daß der Umsatz in den Kneipen kein bißchen sinkt durch Rauchverbote. Das ist offensichtlich alles erlogen.

Von der Homepage des "Stern" schlägt mir ein strahlendes Siegerlachen entgegen, in dem Gesicht lese ich nicht die Erleichterung nach einem Sieg für Gesundheit und Vernunft, in dem Gesicht sehe ich nur eins: den Jubel nach dem gewonnenen Frankreichfeldzug. Dieses Lachen ist nicht vergleichbar mit dem Lachen nach einer gewonnen Fußballweltmeisterschaft. Es ist ein Lachen voller Haß und Triumph. "Für Raucher verboten" ist eine verkleinerte Version von "für Juden verboten".

Die Prohibition in den USA in den dreißiger Jahren war damals auch ein strahlender Sieg der Pharisäer und Tugendwächter. Das Rauchverbot ist eine verkleinerte Version einer Prohibition. Die hat damals nichts Positives bewirkt, nur Negatives. Niemand trank weniger, eher mehr.

Es geht auch nicht wirklich um Schutz oder Gesundheit, es geht um Selbstgerechtigkeit und Unterdrückung. Es gibt ja genügend technische Lösungen, den Rauch zu 100 Prozent zu beseitigen, bevor er den Nichtraucher erreicht. Getrennte Räume, getrennte Eingänge, Absauganlagen, das alles wird kategorisch abgelehnt: nicht genug. Nur der totale Endsieg ist ihnen genug. Sie kämpfen nicht gegen den Rauch, sie kämpfen gegen die Raucher.

Auf die Frage: rauchst du? antworte ich: ja, aber jetzt bitte nicht. Die Blicke voller Abscheu und Verachtung solltet ihr mal sehen. So haben damals die Nazis die Juden angesehen. Der Kampf gegen die Raucher ist die politisch korrekte Version eines Rassismus.

 

5.7.2010: Finanzkrise: EU-Rettungspaket verfassungswidrig

Welt: Studie sieht grobe Verstöße gegen Grundgesetz und EU-Recht.

Der Grund für den Rücktritt Köhlers soll genau dieser EU-Rettungsschirm gewesen sein. Er hatte das Gesetz ohne Prüfung unterzeichnet und war anschließend mit einer fadenscheinigen Begründung zurückgetreten. Politquatsch

Wenn es nach mir ginge, müßte die ganze Politik-Bande geschlossen zurücktreten. Es wird langsam Zeit für eine Europa-Version der französischen Revolution.

 

4.7.2010: Finanzkrise: Was kommt nach dem Kapitalismus (Video)

http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/was-kommt-nach-dem-kapitalismus/

Homepage: http://www.thersa.org/home

 

4.7.2010: Finanzkrise: Brauchen wir den Staat gegen die Drogenkartelle

Look what they found near the Texas and Mexico border http://www.fusionfx.net/index.php/2010/06/30/look-what-they-found-near-the-texas-and-mexico-border/

Die Drogenkartelle kommen schwerbewaffnet mit Raketenwerfern, Maschinengewehren und anderen Kriegswaffen. Brauchen wir als Gegengewicht den Staat mit Militär, um die bösen Jungs in Schach zu halten? Jemand stellt die rhetorische Frage: "Ob da der Hof in der Einöde mit der Sportschützenwaffe im Waffenschrank wirklich hilft?"

Ja, der hilft. Die Drogenmafia hat nämlich nur deshalb Geld für Waffen, weil Drogen verboten sind. Deshalb sind die Preise obszön hoch, und die Gewinne märchenhaft. Sobald Drogen eine Ware sind wie jede andere, hört die Drogenmafia auf zu existieren. Das Gleiche gilt für Waffenhandel, Prostitution und Glücksspiel.

Dann sind nur noch Räuberbanden zu fürchten, vermutlich die ehemalige Polizei, so wie in Japan kurz vor 1600 aus ehemaligen Samurai Räuberbanden wurden. Dagegen hilft ein funktionierendes Internet (aus umgerüsteten Freifunk-Routern) und eine Verständigung mit anderen Höfen in der Einöde. Eine Sportschützenwaffe reicht natürlich nicht. Aber wenn jeder Hof ein halbes Dutzend Waffen hat, und alle Nachbarn kommen sich zu Hilfe, dann kommen die Räuber gar nicht erst. So sind auch die Erfahrungen in waffenfreudigen Kleinstädten in den USA.

 

4.7.2010: Vermißte Jugendrichterin im Wald erhängt aufgefunden

Die Polizei sieht keine Anzeichen für Fremdverschulden. Die Frau hinterläßt keinen Abschiedsbrief, sie soll nur eine SMS verschickt haben. RP-Online

Ich glaube kein Wort von der Geschichte. Wie ich Frauen kenne, erhängen sie sich nicht im Wald. Frauen nehmen Schlaftabletten. Oder sie trinken eine Flasche Schnaps auf ex und lassen sich in der Badewanne unter Wasser gleiten. Und sie schreiben auch keine SMS anstelle eines Abschiedsbriefes.

 

4.7.2010: Technischer Rückschritt: Autopilot setzte plötzlich aus

Die ISS muß auf 2,6 Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung vorerst verzichten. Das unbemannte Versorgungsschiff flog vorbei ohne anzuhalten. Zeit

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da kam sowas einfach nicht vor. Der technische Fortschritt ist auch nicht mehr das, was er mal war.

 

2.7.2010: Polizisten raubten Vietnamesen aus

Tagesspiegel

Zwei "Bundesbeamte", heißt es, suchten sich gezielt Vietnamesen als Opfer und nahmen ihnen das Geld ab. Interessant sind die Begründungen: Wir fühlten uns überfordert, aber nicht gebraucht. Die vietnamesischen (illegalen) Zigarettenhändler frustrierten sie. "Man schreibt eine Anzeige, und eine Stunde später stehen sie wieder da." Geldmangel war es nicht. Sie verdienten 2400 bzw. 1800 Euro netto.

Ich sag ja schon lange voraus: Wenn Wirtschaft und Staat zusammenbrechen, wird die Polizei in Form von bewaffneten Räuberbanden das Land unsicher machen.

 

2.7.2010: Finanzkrise: Kassenbeiträge steigen schon wieder

Die Krankenkassenbeiträge steigen von 14,9 auf 15,5 Prozent (vom Brutto), auch die Zusatzbeiträge werden erhöht. Sparen ist nicht geplant.

 

2.7.2010: Finanzkrise: Lohnkürzungen in Kalifornien

Gouverneur Schwarzenegger ordnet an: Staatsbedienstete kriegen ab sofort nur noch den gesetzlichen Mindestlohn von 7,25 Dollar. Reuters

Die Bullen werden bezahlt wie die Schuhverkäufer. Das läuft ja alles wie nach Plan.

 

2.7.2010: Polizeistaat: Spitzfindige Beamte drangsalieren Bürger

Ok, zugegeben: der Bürger ist in diesem Falle ein langjähriger Drogensüchtiger. Aber mehrere Gerichtsverfahren gegen ihn lösen sich in der Hauptverhandlung in dünne Luft auf, überhaupt geht es um nicht mehr als ein paar Tropfen Methadon, Mitarbeiter des Ordnungsamts und Mitarbeiter der Justiz beschäftigen sich ausgiebig mit dem "schweren Fall", sie täuschen und sie tricksen mit geradezu krimineller Energie, die Staatsgewalt will einfach keine Ruhe geben, wir werden ihn schon kriegen, wir werden schon noch was finden, woraus wir dem Abschaum einen Strick drehen können, das wäre ja gelacht. Beamtete Einfalt und Selbstgerechtigkeit schlagen Purzelbäume, springen auf und ab und kreischen in fanatischer Blutgier. Ein Fall wie in Kafkas "Prozeß". Lawblog

 

1.7.2010: Bundespräsident: gefälschter Beifall für Wulff bei der ARD

Aus Applaus für Gauck machte der ARD-Sprecher Applaus für Wulff. Taz

 

1.7.2010: Schadsoftware: Warum Rechner heute zwei installierte Betriebssystem brauchen

Die Hersteller von Schadsoftware haben aufgerüstet: Trojaner holt man sich heute zu 99 Prozent nur noch von infizierten legitimen Webseiten, nicht mehr von "halbseidenen" Angeboten. Heise

Für Firmen, die VPN-Verbindungen zu Kundennetzwerken haben, bedeutet das (meiner Ansich nach): Rechner, die für Servicezwecke verwendet werden, dürfen auf keinen Fall im Internet surfen, auch nicht auf Webseiten bekannter Lieferanten.

Man braucht heute zwei installierte Betriebssysteme auf solchen Rechnern. Das erste wird ausschließlich für Wartung von Kundenrechnern genutzt, das zweite für alles andere, auch E-Mail, Webseiten, etc. Das heißt, sie brauchen drei Partitionen auf den Festplatten: 1. Das Wartungssystem, 2. das andere System, 3. Datenaustausch zwischen 1 und 2.

Ich empfehle für das zweite System ein Linux-System, weil es - immer noch - weit weniger anfällig ist für Schadsoftware.

 

30.6.2010: Finanzkrise: Was die EZB meint, wenn sie "Liquiditätsabschöpfung" sagt

Die EZB hat den Banken vor einem Jahr 442 Milliarden geliehen, Laufzeit 1 Jahr. Nun, sagt sie, zieht sie das Geld wieder ein. Aber nur, um es gleich wieder zurückzureichen, wenn auch nur für jeweils 3 Monate. Reuters

Mit anderen Worten: Die 442 Milliarden werden nie "abgeschöpft", sondern sind ein Kredit, der auf ewig erneuert wird. Da könnten sie auch gleich "Geschenk" dazu sagen. Und was haben die Banken damit gemacht: sich Bonusse ausgezahlt.

 

30.6.2010: Moderne Sklaverei: China schickt Jugendliche zur Skandalfirma Foxconn

Die Arbeitsbedingungen sollen mörderisch sein. Seit Anfang des Jahres haben sich zehn Foxconn-Arbeiter das Leben genommen. Stern

Nun verfügte die chinesische Regierung, daß Hunderttausende Jugendliche aus der Region zwangsweise bei Foxconn arbeiten müssen. Sie nennen es "Praktikum". Spiegel

 

30.6.2010: Bundespräsident: Gauck will das Internet zensieren

Ich ärgere mich über meine Dummheit und Naivität. Wie konnte ich nur auf den reinfallen. Der will tatsächlich darüber bestimmen, was die Deutschen lesen dürfen und was nicht. Ein Kind der DDR.

"Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein", sagte Gauck dem Abendblatt. "In unserem Land mit unserer Geschichte darf all das, was in gedruckter Form verboten ist, im Netz nicht ohne Weiteres erlaubt sein." Abendblatt

Das ist eine komische Logik: Was in einem anderen Land veröffentlicht wird, darf von den Deutschen nicht gelesen werden, wegen der deutschen Vergangenheit. Wenn er gesagt hätte: Das darf in Deutschland auch im Internet nicht veröffentlicht werden, hätte ich ja um ein Haar noch zugestimmt. Aber der Kerl will ja das Abhören von Feindsendern verhindern, und das ist nun mal die Nazi- und Stasimentalität. Die DDR hat ja tatsächlich das Abhören von Westsendern nach Kräften verhindert. Und nun will dieser Kerl chinesische Verhältnisse einführen.

Die Piratenpartei weist darauf hin, daß das Internet in Deutschland nie ein "rechtsfreier Raum" war. Dasselbe Recht, das außerhalb des Internet gilt, gilt auch innerhalb. Was die Herren Politiker immer meinen, wenn sie "rechtsfrei" sagen, ist "kontrollfrei". Sie haben Angst, daß im Internet Meinungen ausgetauscht werden, auf die sie keinen Einfluß haben. Der Staat soll alles unter Kontrolle haben. Genau daran ist die DDR pleitegegangen.

 

29.6.2010: Toronto: "Schwarzer Block" und "Polizei" tragen die gleichen Stiefel

Der beim G20-Gipfel in Toronto gesichtete "Schwarze Block" von ganz besonders gewalttätigen Demonstranten bestand offenbar aus Polizisten. GlobalResearch

Es ist genau dasselbe wie beim "Schanzenfest" in Hamburg: die Polizei bringt die Randalierer gleich selbst mit und zündet ihre eigenen Autos an, um dann mit ausgestrecktem Finger auf "die bösen Demonstranten" zu zeigen.

Es ist immer das Gleiche. Die Bullen sind die Bösen.

 

29.6.2010: Radarfallen: das Märchen von der erzieherischen Wirkung

Man hat verschlafen, der Chef wird schimpfen, die Kollegen werden sich mokieren. Man fährt ein ganz kleines bißchen schneller als gewöhnlich. Und da ist er, die Schnecke. Ein Rentner mit Hut im Auto fährt die fünfzig erlaubten Kilometer so exakt, der kann unmöglich die Straße im Blick haben, der sieht ständig nur auf seinen Tacho und sonst nichts. Und natürlich ausgerechnet heute. Hinter ihm die Schlange wird immer länger. Also, mir wäre es peinlich, eine ungeduldige Schlange hinter mir zu haben und vor mir alles frei. Da fahre ich schon lieber so, wie alle anderen auch fahren: ein ganz kleines bißchen zu schnell.

Die neue stationäre Geschwindigkeitsmessanlage am Autobahnkreuz Jackerath ist vier Tage nach ihrer Installation bereits zerstört worden. In der Nacht zum Sonntag "fiel die Säule einem Feuer zum Opfer"

Auf einem Paderborner Acker etwa jagten Mitte Oktober Polizisten einen Mann, der ein Blitzgerät mit einer Eisenstange traktiert hatte. Er flüchtete übers Stoppelfeld, stieg in einen Polo und entkam unerkannt.

Vor einigen Jahren war ein Verkehrssünder dort gleich "auf Nummer sicher" gegangen. An einer Ampel montierte er die gesamte Rotlicht-Überwachungskamera ab und nahm die 20 000 Euro teure Anlage mit.

Ich kenne nur zwei Arten von Reaktion auf solche Meldungen: A) Der Schulmeister: "Diese Raser werden doch immer frecher. Einsperren, sag ich, alle einsperren." B) Der solidarische Sünder: "Würde ich auch gern mal machen. Wenn ich nur nicht so feige wär." Beide Gruppen geben nach ein paar Minuten zu, daß auch sie so fünf bis fünfzehn Kilometer zu schnell fahren, "mehr aber nicht." Rentner mit Hut kenne ich nicht persönlich, die würden vielleicht anders reagieren.

Was für Gefühle stellen sich ein, wenn der rote oder gelbe Blitz kommt: Ärger und ein bißchen Wut. Es geht allen so, mit denen ich über Radarfallen spreche. Die Schulmeister spielen zuerst das liebe Kind und verteidigen die Anlagen: "Ist schon ganz vernünftig, die Geschwindigkeitskontrolle. Sonst fährt ja jeder zu schnell." Aber wie ist das mit den "Temposündern"? Sollte man nicht eigentlich ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn man gesündigt hat? Warum kriegen die Leute Wut, aber kein Schuldgefühl? Und warum fährt so gut wie jeder ein kleines bißchen zu schnell?

Weil die Radarfalle auf die Leute so wirkt: anmaßend, unmenschlich, eine Zumutung. Das, was aussieht wie eine "erzieherische Wirkung", daß die Leute nämlich lernen, Radarfallen frühzeitig zu erkennen, daß sie sich die Standorte merken, und daß sie fünfzig Meter vorher abbremsen und hinterher gleich wieder Gas geben, das ist in Wirklichkeit keine Erziehung, sondern eine Vermeidungsstrategie. Auch in der Schule hat man gelernt, sich an die Marotten der Lehrer anzupassen. So paßt man sich halt auch den Marotten des Staates an.

Erziehung beruht auf Einsicht, nicht auf Strafe. Wenn der Autofahrer sofort nach dem Blitz angehalten und belehrt wird, das wirkt viel mehr, als wenn erstmal gar nichts passiert, nur vierzehn Tage später liegt eine Zahlkarte im Briefkasten.

Und das Blitzen aus dem Hinterhalt hat noch eine andere Qualität. Gibt es Eltern, die ihre Kinder mit Kameras überwachen oder sich hinter der Gardine verstecken? Warum gibt es sowas nicht? Weil die Wirkung von Überwachung darin besteht, das Vertrauen zu zerstören, und zwar in beiden Richtungen.

In der DDR mißtraute der Staat seinen Bürgern immer mehr, und die Bürger mißtrauten dem Staat und seiner Stasi immer mehr. Lidl und Schlecker hatten wegen ihrer Überwachung monatelang Negativschlagzeilen. Der deutsche Staat hat das Vertrauen der Bürger längst verloren, nur die Beamten und die Politiker haben noch nichts gemerkt.

 

25.6.2010: Antisemitismus: Iraner wollten nicht nach Buchenwald

Offizielle Besucher der Stadt Weimar besuchen üblicherweise das KZ Buchenwald, um den dort Ermordeten die Ehre zu erweisen. Weimar und die iranische Stadt Shiraz sind "Partnerstädte", was auch immer. Nun war eine Delegation aus Shiraz in Weimar. Offenbar hatten sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht und wußten nicht, daß in Weimar ein Buchenwaldbesuch obligatorisch ist. Sie lehnten den Besuch ab. Helle Empörung in den Medien. MDR

Vielleicht sind die Iraner aber auch nur Kulturbanausen. Den Besuch des Goethedenkmals haben sie nämlich auch abgelehnt. Sie waren wahrscheinlich mißtrauisch geworden und dachten: Goethe? Kennen wir nicht. Das wird wohl auch wieder so ein Jude sein. Der Bürgermeister hatte daraufhin keine Lust mehr auf den Rest des Treffens. Man wolle aber "im Gespräch bleiben". Ich frage mich bloß: wozu?

Soweit die Vorgeschichte.

Nun ist ein Tag vergangen, und die Iraner dementieren den gesamten Vorfall. Sie sagen (sinngemäß): "Wir haben den Besuch von Buchenwald gar nicht abgesagt, weil wir nämlich nie vorhatten, dort hinzugehen. Der Ablauf unseres gesamten Besuchs war minutiös vorausgeplant, und von Buchenwald war nie die Rede gewesen." Monsters-and-Critics

Offenbar haben sie immer noch nicht verstanden, daß noch nie ein offizieller Besucher einen Buchenwaldbesuch abgelehnt hat, daß sie in das größte Fettnäpfchen der Welt getreten sind, und daß so ein Dementi die Angelegenheit nur verschlimmern kann.

Glaubt eigentlich irgendjemand, daß die Weimarer einen Zeitplan nach Shiraz gefaxt haben, wo das Wort "Buchenwald" nicht draufstand? Ich nicht. Ich glaube, die Iraner haben "Buchenwald" mit "Wienerwald" verwechselt. Und dann war die Überraschung groß, daß es jetzt nicht tote Hähnchen gibt, sondern tote Juden.

 

24.6.2010: Polizei tötet Mann mit Pfefferspray

Ein 32-jähriger Randalierer in Dortmund, vermutlich unter Drogeneinfluß, sollte mit Pfefferspray "beruhigt" werden. Das Beruhigen klappte besser als erwartet. Der Mann starb. Jetzt machen die Türken Terz. Der Tote war nämlich Türke. Marler-Zeitung Der-Westen

Pfefferspray verträgt sich nicht gut mit Drogen und mit Atemwegserkrankungen. Ich halte es für wahrscheinlich, daß der Mann durch eine Reaktion der Schleimhäute auf das Pfefferspray keine Luft mehr bekam und erstickte.

 

24.6.2010: Spekulationen über den Goldpreis

Ist das nun eine Blase oder nicht? Beginnt die Blase erst bei 10.000 Dollar pro Feinunze? Man liest viel Geschwätz. Wiwo

Meiner Meinung nach bildet sich gerade die Blase, und zwar beim Papiergold, nicht beim physischen Gold. Papiergold, das sind zunächst Derivate wie Futures, Optionen und Zertifikate. Aber auch das Gold, das man bei LBMA kauft und auch dort lagern läßt, ist kein physisches Gold, sondern Papiergold mit zehn Prozent Deckung. Es gibt aber zunehmend Leute, die sagen, die Deckung beträgt in Wahrheit nur ein Prozent.

Und ich warte nun darauf, daß die Papiergold-Blase endlich mal platzt.

 

24.6.2010: Drei Bratwürste "mangelhaft"

Gebrühte Bratwurst sollte 20 Minuten lang 80 Grad heißem Dampf ausgesetzt gewesen sein. Keime sind danach nicht mehr lebensfähig, und die Bratwurst hält sich eingeschweißt bis zu acht Wochen. Soweit die Theorie.

Die Stiftung Warentest fand in drei Proben so viele Keime, daß die Würste mit "mangelhaft" bewertet wurden. Aber auch die übrigen Marken bekamen kein einziges Mal die Note "sehr gut". Nur jede vierte Probe war wenigstens "gut". Focus

Gebrühte Bratwurst soll man nur kaufen, wenn sie noch mindestens drei Wochen auf der Uhr hat.

 

24.6.2010: Moslems bewerfen Juden mit Steinen

In Hannover hat eine Gruppe Kinder und Jugendlicher "libanesischer, palästinensischer und iranischer Herkunft" bei einem Fest im Stadtteil eine jüdische Tanzgruppe mit Steinen beworfen und "Juden raus" gebrüllt. Welt

 

24.6.2010: Schlamperei und Selbstherrlichkeit kosten Menschenleben

In den letzten Jahren hat sich die Unsitte breitgemacht, daß Baustellen immer großzügiger abgesperrt werden. Die Umwege für Fußgänger betragen mehrere hundert Meter. Alte Leute mit Rollator brauchen für den täglichen Einkauf eine Stunde länger. Fußgänger fühlen sich behandelt wie rechtloses Vieh. Wer sich beschwert, wird angeschnauzt.

In Spanien gab es 12 Tote und 14 Schwerverletzte, als eine Gruppe Jugendlicher die Gleise überquerte. Die Fußgängerbrücke war wegen Bauarbeiten abgesperrt. Welt Eine Unterführung war vorhanden, sie war aber so überfüllt, daß man sie nicht benutzen konnte. Stern

Auf einem Bolzplatz in Nordrhein-Westfalen stürzte ein Fußballtor um und erschlug einen Zwölfjährigen. Die Tore waren wegen eines Schützenfestes vorübergehend abtransportiert, aber hinterher nicht wieder im Boden verankert worden. Spiegel

 

23.6.2010: Migrantenproblem: Türke sticht zu

Mopo Eine Gruppe junger Leute auf dem Heimweg von einer Party. Ein Türke - notorischer Messerstecher - macht eine der Frauen an. Ihr Freund geht dazwischen. Der Türke sticht zu - tot. Und was sagt er hinterher: Es war Notwehr. Harburg-aktuell

 

22.6.2010: Russland dreht den Gashahn zu

Und das nun schon zum zweitenmal in einem Jahr. Verdammte Gangsterbande. Und von denen machen wir uns abhängig. NTV

 

21.6.2010: Finanzkrise: Saudi-Arabien hortet Gold

Die Goldvorräte sind doppelt so hoch wie man geglaubt hatte. FTD

 

21.6.2010: Finanzkrise: Reiche tauschen Aktien gegen Gold

Das Anlageverhalten hat sich verändert, weg von Aktien und Derivaten, hin zu Rohstoffen und Edelmetallen. FTD

 

21.6.2010: Finanzkrise: Vermögensverwalter rät zu Gold

Von einer Goldblase würde ich daher erst bei einem Preis oberhalb von 10 000 Dollar sprechen. Wer Gold kauft, sollte dieses übrigens nicht über Zertifikate oder sonstige Anrechte abbilden, sondern tatsächlich dieses Metall physisch erwerben. [...] Zudem unterliegen sämtliche Vermögenswerte Schwankungen, manche schwanken gar dauerhaft bis auf Null. Gold hat dagegen seine Kaufkraft in der Geschichte immer erhalten. So kostete Anfang der 20er Jahre eine Unze Gold rund 20 Dollar. Dafür bekam man damals einen guten Herrenanzug. Heute bekommen sie für eine Unze Gold immer noch einen guten Herrenanzug, aber für 20 Dollar bekommen sie vielleicht gerade einmal das Einstecktuch dazu. [...] Allerdings kann der Besitz von Gold gesetzlich verboten werden, so wie es in der Geschichte auch schon geschah. Wiwo

 

21.6.2010: Ölpest: Amerika betet um ein Wunder

Zuerst dachte ich ja noch, ich würde mich darüber lustig machen. Aber die Geschichte ist einfach zu traurig. Das Meer ist braun geworden, tote Fische und Vögel werden angespült, die Menschen verzweifeln. RP-Online

Wenn ich dann noch lese, der BP-Chef vergnügt sich derweil bei einer Segelregatta, dann werde ich doch wütend. Nachrichten.at

 

20.6.2010: Weniger Herzinfarkte durch Kaffee und Tee

Wer hätte das gedacht. Für die Kräutertee- und Säftchentrinker ein Schlag ins Gesicht. Die Studie stützt sich auf Befragungen von 37.000 Niederländern über 13 Jahre. Spiegel

 

19.6.2010: Migrantenproblem: Berliner Grundschüler sind überfordert

Weil immer mehr Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern, und weil in den Kindertagesstätten immer weniger Kinder Deutsch sprechen, lernen die Grundschüler immer schlechter die Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen. In manchen Schulen erreicht die Hälfte der Schüler nicht das Ziel der zweiten Klasse. Tagesspiegel

 

18.6.2010: Finanzkrise: Zypern, Dänemark, Finnland neue Pleitekandidaten

Auf der Liste: Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien, Österreich, Belgien, Tschechien, Frankreich, Niederlande, Slowakei, Slowenien, Zypern, Dänemark, Finnland.

Nicht drauf: Luxemburg, Malta, Deutschland (Euro), Schweden, Großbritannien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Ungarn (eigene Währungen).

 

18.6.2010: Leistungsschutzrecht: "Überschriften, Sätze, Satzteile etc."

Die Zeitungsverleger fordern, die Verwendung von Sprache solle für sie monopolisiert werden. Auch "Überschriften, Sätze, Satzteile etc." sollten "schutzwürdig" sein. Ein Satzteil ist z.B. "sagte der Innenminister". Mal abgesehen davon, daß das - höchstwahrscheinlich - nicht durchsetzbar sein wird, ist das Ansinnen in höchstem Maße verfassungs- und menschenrechtsfeindlich. Carta Kooptech Flattr jurabilis

 

17.6.2010: "Splitterbombe" war Falschmeldung

Die von der Presse gemeldeten "Glasscherben" und "Nägel" existieren nicht. Laut Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen "Profi-Feuerwerkskörper". MoPo

 

17.6.2010: Bildungssystem: Sechsjährige Grundschule oder zweigliedriges Schulsystem?

In Hamburg wird ein Volksentscheid durchgeführt. Eine Gruppe will das Gymnasium für die Begabten und eine verschlechterte Realschule für den Rest. In den Begründungen sieht man die Klientelpolitik für CDU und FDP und Umfeld. Das ist ein schlechter Vorschlag. Die andere Gruppe, die Bürgerinitiative, will die Grundschule auf sechs Jahre erweitern. Im Augenblick kommen die Kinder in die fünfte Klasse und können gerade so eben lesen. Aber beim Schreiben machen sie Fehler über Fehler. Und rechnen haben sie überhaupt nicht gelernt, sie rechnen mit den Fingern. Das kommt von der Spiel- und Kuschelpädagogik in der Grundschule. Die Lehrerinnen sagen: "Ach, das hat noch viel Zeit." Und nun soll der Schlendrian noch zwei weitere Jahre so gehen? Den Vorschlag finde ich noch schlechter.

Ich versuche mal, meine Vorstellungen dagegen zu halten. Hier

 

16.6.2010: Staatlicher Terror: USA erlauben Folter

Ein Kanadier syrischer Abstammung war in den USA unschuldig verhaftet und nach Syrien abgeschoben worden, wo er ein Jahr lang eingesperrt und gefoltert worden war. Der oberste Gerichtshof der USA erklärte jetzt, die amerikanische Justiz dürfe sich in solche Entscheidungen der Exekutive nicht einmischen. Alternet SofiaEcho

Die USA haben gerade der Menschheit den Krieg erklärt. Im Umkehrschluß folgt daraus: Alle Amerikaner sind ab jetzt weltweit zum Einsperren und Foltern freigegeben. Happy Hunting.

 

16.6.2010: Finanzkrise: Spanien nimmt Rache für die Hilfsangebote

Die EU-Banken bereiten vor, den spanischen Banken, die auf den Finanzmärkten keine Kredite mehr bekommen, mit eigenen Krediten unter die Arme zu greifen. Das empfinden die Spanier als tödliche Beleidigung. Sie wollen sich damit rächen, daß sie die Resultate der "Stresstests" der EU-Banken veröffentlichen. FTD

 

16.6.2010: Finanzkrise: IWF-Vorsitzender fliegt nach Spanien

"Wir können es gar nicht erwarten, daß ein Zusammenhang mit den spanischen Finanzmarktproblemen dementiert wird," schreibt Zerohedge

 

16.6.2010: Finanzkrise: Italiens Verschuldung auf Rekordhoch

Das paßt ja prima zu der Meldung mit den Nacktscannern: Italien hat bei den Staatsschulden 1,8 Billionen Euro erreicht. Im Gegensatz dazu sinken die Steuereinnahmen. Die Regierung plant, 24 Milliarden einzusparen. Dagegen planen die Italiener einen Generalstreik. ORF

 

15.6.2010: Staatlicher Terrorismus: Nacktscanner auch auf Bahnhöfen

Italien plant, Nacktscanner auch auf Bahnhöfen zu installieren. Alle Reisenden sollen zu der entwürdigenden Behandlung gezwungen werden. OE24

 

15.6.2010: Demonstration und Splitterbombe

YouTube zeigt die Explosionen aus nächster Nähe. Es sieht eigentlich genauso aus wie die Feuerwerkskörper beim Schanzenfest. Die wurden aus einer Gruppe von drei Leuten geworfen, die aber nicht weiter von der Polizei belästigt wurden.

 

15.6.2010: Finanzkrise: Dritte Krankenkasse in Not

Nach der City BKK und der BKK Heilberufe zeigt jetzt die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) "drohende Insolvenz" an. T-Online

 

14.6.2010: Finanzkrise: Kabelnetzbetreiber "Primacom" meldet Insolvenz an

Tagesschau

Allmählich muß ich wohl damit rechnen, daß mir ganz plötzlich die Internetverbindung abhanden kommt. Bitter dabei ist, daß ich auch das Telefon bei demselben Provider habe.

 

14.6.2010: Finanzkrise: Moody stuft Griechenland herab

Gleich um vier Stufen senkt Moody das Rating griechischer Anleihen, auf "Ba1", das ist bereits "Non Investmentgrade, speculative". Bei Standard&Poor haben sie immer noch "BBB+". Als Reaktion darauf steigen die Aktienkurse und der Euro, Gold fällt.

 

14.6.2010: Finanzkrise: Spanien hat eine "Subprime Mortgage"-Krise hoch drei

Da fällt einem echt die Kinnlade runter, sogar mir, und ich bin nun wirklich schon harte Nachrichten gewohnt.

Was für Banken und Wertpapiere die Rating-Agentur, das ist für Immobilien der Schätzer. Und in Spanien haben Schätzer und Banken ein - in meinen Augen - hochkriminelles Geschäftsmodell erfunden und zehn Jahre lang benutzt, um maßlos überhöhte Kredite zu vergeben, für die praktisch keine Sicherheiten vorhanden waren. Egghat-1 Egghat-2

die Diagnose ist wohl eindeutig: Der Eurokrise hat die nächste Stufe gezündet :-( Spanien hat eine ganz andere Dimension als Griechenland, weil die Volkswirtschaft mehr als viermal so groß ist ...

Das war er also, der jahrelang gepriesene wirtschaftliche Aufschwung in Spanien nach der Einführung des Euro: ein Betrug im ganz großen Stil.

 

14.6.2010: Samstags keine Briefe mehr

Die Post spart sich weg, Schritt für Schritt. Briefkästen werden abgehängt, Filialen geschlossen. Briefkästen werden ohnehin seit langem nur noch einmal am Tag geleert. Noch nie in der Geschichte der Post ist so wenig gearbeitet worden. Nun soll auch noch der Samstag gestrichen werden. Taz

Was hat sich die Post eigentlich vorgestellt, wie ein privates Monopolunternehmen die flächendeckende Versorgung übernimmt? Wir machen nur noch das, was fett Gewinn bringt - der Rest kann sehen, wo er bleibt? Man stelle sich vor, am Wochenende würden keine Busse und Bahnen fahren. Hieß es nicht, durch Privatisierung würde sich alles verbessern und dazu noch billiger werden? Was es nicht genau das, was unsere Politiker uns immer vorgebetet hatten? Die Post ist jedenfalls nach der Privatisierung zu einem schlechten Witz verkommen.

 

14.6.2010: Finanzkrise: Spanien wird "gerettet"

Offenbar hat sich die Lage so verschärft, dass die Staaten nicht bis zum EU-Gipfel am Donnerstag warten wollen. FAZ

 

14.6.2010: Finanzkrise: Griechische Schulden achtmal höher als gedacht?

Die ausgewiesene Verschuldung Griechenlands betrug im Basisjahr 91 Prozent des BIP. Bei der versteckten Staatsschuld kommt das Land mit 712 Prozent des BIP auf einen achtmal so hohen Wert. Welt

 

13.6.2010: Berliner Polizei unterschlägt 18.000 Euro

Spiegel-TV: Die Berliner Prügelbullen machen eine Hausdurchsuchung, finden Geld, "beschlagnahmen" es. Stellt sich raus: es stammte nicht aus Straftaten, sondern aus einer Erbschaft. Es wird aber nicht zurückgezahlt. Die Behörden: Es ist verschwunden, tut uns echt leid, ey. Die Familie geht vor Gericht. Sie bekommen es nicht zurück, nur "einen Großteil".

Und da wundern sie sich noch, daß sie mit Sprengkörpern beworfen werden? Mich wundert da nur noch, daß das nicht täglich passiert. Ich habe auch - ehrlich gesagt - nicht das geringste Mitleid mit den verletzten Prügelbullen. Das haben sie sich verdient.

 

13.6.2010: Werden jetzt auch noch die Krankenkassen mit Steuermilliarden gerettet?

"Erste Krankenkassen stehen vor der Pleite," titelt die "Welt". "City BKK", "BKK Heilberufe" und "DAK" seien in Schwierigkeiten, und die "gesetzliche Krankenversicherung" habe 11 Milliarden Defizit, heißt es. Die erstere soll bereits aufgelöst werden.

Wie man zur Zeit gerüchteweise hört, plant die Bundesregierung, eine "D-Mark 2.0" einzuführen. Dabei sollen die Kleinsparer bis zu 80 Prozent ihres Geldes verlieren. Falls es stimmt: kein Wunder, daß sie mit Rettungspaketen jetzt so großzügig sind, gell.

Update: Die City-BKK wird nicht gerettet, sondern geschlossen. HB

 

10.6.2010: Bundespräsident: Wulff bestreitet seine Kandidatur

Wulff laut Spiegel: "Ich habe mich nicht beworben." Merkel ist wirklich ungeschickt und eine ganz schlechte Kanzlerin, noch schlechter als Kohl: Von der Leyen - beleidigt, Wulff - panischer Rückzug, Gauck - will sie nicht. Und die Linke unterstützt nicht etwa Gauck, wie es sich gehören würde, sondern kommt mit jemand völlig Unbekanntem an. Wir erleben noch Westerwelle als Bundespräsidenten. Inzwischen beschimpft Lafontaine auch noch Gauck.

Dieses Geschiebe und Gezänk der Parteien ist ein unwürdiges Schauspiel. Merken die das selbst gar nicht?

 

9.6.2010: GEZ: Neue Rundfunkgebühr alles andere als zeitgemäß

Ab 2013 soll jeder Haushalt die volle Rundfunkgebühr von 17,98 zahlen. Aus einer Gebühr für Fernsehzuschauer wird eine Steuer für alle. Die Sender fangen schon mal an zu jaulen, daß sie dann wohl weniger haben als jetzt. Die "Welt" feiert die Umstellung als "zeitgemäß".

So ein Blödsinn. Zeitgemäß wäre die schrittweise Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Angesichts zahlreicher Privatsender und Internetangebote ist eine "Grundversorgung" der Bevölkerung durch einen Staatsfunk nur noch ein Anachronismus, der im übrigen aus dem Dritten Reich stammt. Der alte Zopf gehört abgeschnitten. Von mir aus können sie je einen Rundfunksender und Fernsehsender behalten, aber nicht die heutige orchideenartige Vielfalt. Die Kassen sind leer, auch die Bevölkerung wird immer ärmer. Auch die Beibehaltung der GEZ mit ihrem Wasserkopf verstößt gegen das Prinzip der Sparsamkeit.

Vernünftig wäre dieses: weg mit der GEZ, weg mit ARD und ZDF, weg mit dem öffentlichen Rundfunk. Zeitgemäß wäre äußerste Sparsamkeit, nicht die Beibehaltung jedes Pöstchens für jeden Günstling am Hof der Sonnenkönigin.

 

9.6.2010: Der tägliche Rassismus in den Holzmedien: Kleine Menschen angeblich öfter herzkrank

Erstens: Es ist natürlich keine neue originale Untersuchung, sondern, wie eigentlich immer, nur eine Sichtung zahlreicher alter Arbeiten, die unter ganz anderen, und vollkommen verschiedenen Fragestellungen vorgenommen wurden. Sowas in einen Topf geworfen produziert sowieso nur beliebigen Unsinn.

Zweitens: Die durchschnittliche Körpergröße der untersuchten Personen beträgt für die Gesünderen: 1,74 Meter. Die angeblich um 50 Prozent Kränkeren sind dagegen durchschnittlich 1,61 Meter groß. Zu welcher Gruppe gehört denn nun, bitteschön, einer, der 1,67 Meter groß ist? Das riecht doch förmlich nach einem systematischen Fehler allererster Kajüte. Wahrscheinlich haben sie einfach verschiedene Völker von verschiedenen Kontinenten in einen Topf geworfen.

Drittens: Sie sprechen von "Kleinwüchsigen". Da ist er, der Rassismus: Der benachteiligten Gruppe wird ein Schimpfname angehängt. Im medizinischen Sinne "kleinwüchsig" ist nämlich jemand, der unter 1,40 Meter (Frauen) bzw. 1,50 Meter (Männer) groß ist.

Viertens: Die Nachricht ist jetzt 15 Stunden alt (AFP). Der "Spiegel" hat sie noch nicht gebracht, die "Taz" auch nicht. Ich glaube ja eigentlich, das Ganze ist ein Hoax. Da wird in Wirklichkeit getestet, welche Medien drauf reinfallen und welche nicht. "SZ", "Welt", "Stern" und "Zeit" haben schon verloren, der "Focus" natürlich auch, das war im übrigen die erste größere Zeitung, die den Unfug gebracht hat.

Upate: "Washington Post" und "New York Times" haben es auch nicht gebracht. Es sieht für mich so aus, als ob die Zeitungen, die noch selber recherchieren, die Meldung verworfen haben.

Update: Der "Spiegel" hat den Quatsch nun doch übernommen, die "Washington Post" auch.

 

7.6.2010: Migrantenproblem: Gewaltbereite Moslems (Update)

Der zuständige Kriminologe hat ein halbes Jahr gewartet, bevor es die Ergebnisse seiner Untersuchung bekanntgab.

"Der Befund ist zwar eindeutig", sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen schon im Januar gegenüber unserer Zeitung, "aber vor der Veröffentlichung müssen wir uns erst noch mit dem Bundesinnenministerium abstimmen, wie wir die brisanten Ergebnisse öffentlich darstellen, ohne ein Erdbeben auszulösen." Erst jetzt, fast ein halbes Jahr nach ihrem Abschluss, macht Pfeiffer die Studie publik. RP

Die Medien sind trotz allem der Meinung: Der Islam ist total friedlich:

So pointiert die Pfeiffer-Studie auch ist, sie dürfte nicht ohne Widerspruch bleiben. Zu viele Studien zeichnen ein wesentlich friedlicheres Bild vom Islam. Vor zwei Jahren unternahm etwa das US-Meinungsforschungsinstitut Gallup die wohl umfassendste Erhebung zum Thema: Die Autoren führten sechs Jahre lang weltweit 50 000 Interviews mit Muslimen. Die überwältigende Mehrheit der befragten Männer sprach sich nicht nur gegen Gewalt, sondern auch für eine Gleichstellung der Frauen aus. Auch in einer Studie des Bundesinnenministeriums ("Muslime in Deutschland") sprachen sich 85 Prozent der Befragten eindeutig gegen Gewalt aus.

 

7.6.2010: Genmais fleißig angebaut (Update)

Bauern in Brandenburg dürfen ihren Genmais trotz Anbauverbots weiter wachsen lassen und später ernten - sagt das dortige Umweltministerium. Bauern in Nordrhein-Westfalen haben den Genmais zwar bekommen, aber sie haben sie nicht ausgesät - sagt das dortige Umweltministerium.

Warum sagen die Umweltministerien Dinge, die - ganz offensichtlich - nicht der Wahrheit entsprechen?

 

7.6.2010: Britische Wirtschaftsforscher erwarten Ende des Euro

Höchstens noch fünf Jahre geben die Briten dem Euro. Einer erwartet den Eurocrash sogar für die kommende Woche. DailyMail Ich würde mir wünschen, daß er recht hat. Der Euro ist nur Spielgeld, mit dem die Banken Monopoly spielen. Für die Wirtschaft hat er sich als das reinste Gift erwiesen.

 

7.6.2010: Genmais fleißig angebaut

Monsanto-Mais "MON 810" führte bei Versuchstieren zu Organversagen, war aber in der EU erst erlaubt und wurde dann verboten. Ein Saatgutlieferant hatte noch umfangreiche Restbestände und wollte sie nicht einfach so entsorgen. Er mischte sie deshalb unter die anderen Sorten. Zeit Auf 3000 Hektar wurde der Giftmais angebaut. AFP

Greenpeace sagt: "Riesenskandal", ich sage: "völlig normal". So läuft es eben, wenn Geld im Spiel ist. Meine Warnung (vom 13.1.2010) gilt immer noch: Maisprodukte soll man meiden.

Gleiches gilt für Reis und inzwischen sogar für Kartoffeln. Den Weizen haben sie zur Zeit in Arbeit. Roggen, Hafer und Gerste kann man essen - noch. Erst wenn sie wirklich alles verseucht haben und ihre eigenen Kinder daran gestorben sind, werden sie vielleicht aufhören. Der Teufel hat viele Namen, "Monsanto" ist einer davon.

 

6.6.2010: Migrantenproblem: Gewaltbereite Moslems

Eine neue Studie ermittelt: Jugendliche aus muslimischen Zuwandererfamilien sind gewaltbereiter als andere Jugendliche. Wer hätte das gedacht? Ach, so, jeder? Sie sagen auch nicht, um wieviel, sie sagen nur: "deutlich". Es ist so schlimm, daß man die Zahlen verschweigt? Spiegel

Die Gewaltbereitschaft steigt sogar mit der Religiosität. Je strenggläuber, umso gewalttätiger sind die Moslems. Bei Christen ist der Zusammenhang umgekehrt. NTV

Das Beste ist aber: Das hat mit dem Islam nichts zu tun: "Das ist kein Problem des Islam, sondern der Vermittlung des Islam," so der niedersächsische Kriminologe. Welt

 

3.6.2010: Israel stößt all seine Freunde vor den Kopf

Sie machen eine See-Blockade, ein Konvoi fährt auf sie zu, sie entern das Schiff, erschießen erstmal ein Dutzend Passagiere und sperren den Rest ins Gefängnis. Und dann werden die Gefangenen "abgeschoben", als unerwünschte Personen. Und dann präsentieren sie der Weltöffentlichkeit ge-photo-shoppte, alte Bilder als "Beweise" und eine Kreissäge als "Waffe". Bis heute war ich pro Israel eingestellt. Nun ist es vorbei.

 

3.6.2010: Polizeistaat: Personalausweis kostet 28,80 Euro

Der neue Personalausweis im Scheckkartenformat wird 28,80 Euro kosten \u2013 mehr als dreimal so viel wie bisher. Heise

Für 28,80 muß ein Hartz-IV-Empfänger selbst nach dem Sarrazin-Speiseplan 14 Tage hungern. Der jetzige Personalausweis kostet 8,00 Euro, das kann man noch gerade so überbrücken.

Ein Ausweisdokument, das per Gesetz jeder verpflichtet ist zu besitzen, dürfte eigentlich nur einen symbolischen Preis haben.

 

2.6.2010: Statistisches Bundesamt macht sich wichtig: "das Volk ist zu dick"

Über die Hälfte sei "zu dick", heißt es. Schon junge Erwachsene hätten Übergewicht, und mit zunehmendem Alter werde es immer schlimmer, heißt es. SZ

Das Statistische Bundesamt hat keine medizinische Kompetenz und kann sowas nicht beurteilen. Deshalb berechnen sie einfach den BMI: Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße: über 25 ist übergewichtig, über 30 ist fett.

Der BMI wurde nicht von Medizinern, sondern von Statistikern entwickelt. Er ist zum Vergleich von verschiedenen Völkern gedacht und zur Beurteilung von Einzelpersonen nicht geeignet. Er ist aber bei Beamten und Journalisten beliebt, weil er so einfach zu berechnen ist.

Eine Schwäche des BMI ist die Nichtberücksichtigung des Lebensalters. Die zweite sind die Grenzwerte. Die sind nie wissenschaftlich begründet worden, medizinisch schon gar nicht, sondern sie sind einfach aus der Statistik herausgelesen worden und dann auch noch stark gerundet.

Medizinische Forscher sagen nach einer Langzeitstudie an 10.000 Leuten: "Der BMI spielt keine Rolle für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen." Welt

 

2.6.2010: Finanzkrise: Herabstufung vom AAA-Rating soll strafbar werden

Die Europäische Kommission prüft derzeit schärfere Auflagen für Rating-Agenturen in Europa. Nach einem Bericht im "Handelsblatt" will die Behörde dafür die geplante EU-Börsenaufsicht ESMA mit weitreichenden Ermittlungsbefugnissen ausstatten, um Rating-Agenturen leichter kontrollieren zu können. So solle die Behörde das Recht erhalten, bei Verdacht auf Regelverstöße Geschäftsräume zu durchsuchen, Unterlagen aller Art anzufordern und Verdächtige zu verhören. Auch sollen Geldstrafen verhängt werden können. Börsenradar

"Wer uns keine Eins gibt, den verprügeln wir." Nicht einmal Hauptschüler in der Mittelstufe sind auch nur annähernd so dumm, frech und kindisch wie in Europa die Horde der Innenminister.

 

1.6.2010: Kopfpauschale: Rösler will 30 Euro pro Monat von jedem

Nach Informationen der taz aus Parlamentskreisen will Rösler 2011 eine Kopfpauschale in Höhe von durchschnittlich 30 Euro monatlich einführen, die unabhängig vom Einkommen erhoben wird. Taz

Auch wer überhaupt kein Einkommen hat, muß 30 Euro zahlen. Als Strafe dafür, daß er es wagt zu existieren.

 

31.5.2010: Finanzkrise: Ursula von der Leyen will Zwangsarbeit für Arbeitslose

Sie nennt es "Bürgerarbeit", und die Arbeitslosen sollen die Straße fegen und im Park Papier aufsammeln. Spiegel

Sehr phantasievoll, Frau Internetzensiererin. Dürfen vielleicht auch noch ein paar Autobahnen gebaut werden?

 

31.5.2010: Afghanistankrieg: Köhler tritt beleidigt zurück

Er hatte dem Deutschlandradio gesagt (zitiert beim Spiegel

Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.

Daraufhin wurde ihm vorgeworfen, Kriegseinsätze im Interesse des Außenhandels zu befürworten, die - natürlich - vom Grundgesetz verboten sind. Und nun spielt er die beleidigte Leberwurst. Alle sollen alles mißverstanden haben, und er vermisse den Respekt von seinem Amt, soll er gesagt haben.

Köhler war von Anfang an eine ganz schlechte Wahl für einen Bundespräsidenten. Er war vielleicht nicht der dümmste Präsident aller Zeiten, ich glaube, das war Mister "Equal goes it loose", Heinrich Lübke. Aber Köhler war mit Abstand der naivste Dümmling, der je an der Spitze eines Staates gestanden hat. Und - natürlich - hat Deutschland den gehabt. Welches Land auch sonst. Da fällt mir auf Anhieb nur noch einer ein, der ihn toppen könnte: Rudolf Scharping, der Verteidigungsminister, der im Interview aus kindlicher Wichtigtuerei die Aufmarschpläne im Kosovo-Krieg ausplauderte.

 

31.5.2010: Finanzkrise: Frankreich verliert möglicherweise AAA-Rating

Frankreich gibt gerade bekannt, daß sie ihr AAA-Rating angesichts der Höhe von Defizit und Schulden nur mit großen Anstrengungen behalten werden. Reuters

 

31.5.2010: Polizeistaat: Ist die Rauchmelder-Verordnung eine Stasi-Aktion?

In Hamburg werden zur Zeit Rauchmelder installiert - zwangweise. Mich interessiert natürlich, warum unser Staat sowas zwangsweise installieren läßt. Warum sind die so wild darauf, daß ab sofort in jedem Raum in jeder Wohnung Rauchmelder an der Decke sind? Stellt sich raus: Rauchmelder sind einer der bevorzugten Plätze für Überwachungskameras.

Eine kurze Suche findet gleich zehn verschiedene Typen von Rauchmeldern mit eingebauter Kamera. Einige sind auffällig groß, andere sind nicht größer als ein gewöhnlicher Rauchmelder. Einige funktionieren sogar als Wanze und als Rauchmelder. Das Bauteil "Mini-Kamera" ist winzig und so gut wie gar nicht als Kamera zu erkennen. Es müssen zwar noch ein paar elektronische Bauteile mit dabei sein, aber in einem Rauchmelder sind ja ohnehin elektronische Bauteile vorhanden. Einige Wanzen können per Funk ein- und ausgeschaltet werden.

Fundstellen

 

31.5.2010: Euro-Krise: Europäische Hände-hoch-Geld-her-Union

Die französischen Banken verkaufen gerade ihre griechischen Staatsanleihen an die Europäische Zentralbank. Gleichzeitig haben die deutschen Banken Schäuble versprochen, ihre griechischen Staatsanleihen bis 2013 zu halten. Und wir haben uns schon gewundert, warum das 750-Milliarden-Rettungspaket an einem Sonntag auf einer Geheimkonferenz beschlossen werden mußte. Nun wissen wir es: weil die anderen EU-Länder neben Griechenland auch schnell noch Frankreich retten sollten. Spiegel

Ich glaube ja allmählich, unsere Politiker sind tatsächlich so blöd, daß sie auf solche Ganoventricks reinfallen. Und hinterher, wenn es ihnen dämmert, tun sie öffentlich so, als sei es ihr eigener Wille gewesen und die einzige Möglichkeit, die Europäische Union zu retten. Dabei sind sie gerade von Betrügern um 150 Milliarden erleichtert worden, und zwar um 150 Milliarden Steuergelder.

Und nun wollen sie die Gewerbesteuer ausweiten.

 

29.5.2010: Gesundheitswarnung: Passivrauchen macht zuckerkrank

Die Wissenschaft hat festgestellt: Wer in Raucherkneipen geht, hat doppeltes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe von sogenannten Zuckerbelastungstests ermittelt. Mit Zuckerbelastungstests habe ich so meine Erfahrungen.

Als ich 22 war, arbeitete meine Mutter beim sogenannten "vertrauensärztlichen Dienst". Das ist eine Institution, da werden Leute einbestellt und untersucht, die zu oft krank sind und am Arbeitsplatz fehlen. Wer fertiger Arzt ist, aber keine eigene Praxis aufmachen und auch nicht in der Wirtschaft arbeiten will, der geht da hin. Die nehmen jeden. Auf Wunsch meiner Mutter hatte ich bei ihrem Kollegen einen Zuckerbelastungstest gemacht. Der Arzt stellte fest, ich hätte "latenten Diabetes". Auch die Ursache war schnell gefunden: "Er hat 25 Zigaretten zugegeben," erzählte er brühwarm meiner Mutter.

Der Test bestand aus einem Glas Wasser mit einer extrem hohen Dosis Traubenzucker, wie man sie nie im Leben freiwillig zu sich nehmen würde. Anschließend wird mehrmals der Gehalt von Traubenzucker im Blut ermittelt. Manche verarbeiten den Zucker schneller, manche langsamer. Die Kollegen sagten über den Arzt: "Ach, der, bei dem geht keiner ohne Befund wieder raus." Er hatte zudem gegen die ärztliche Schweigepflicht verstoßen, indem er seine Diagnose mit meiner Mutter besprach.

Ich bin inzwischen 62 und kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt krank war. Irgendwann, vor zwanzig Jahren, oder so, hatte ich mal einen Nierenstein, so groß wie ein halbes Reiskorn. Der Körper ist aber auch ohne Ärzte damit fertig geworden. Während ich Lehrer war, beklagten sich meine Schüler: "Och, Mann, Herr Abatz, können Sie nicht auch mal krank sein?"

Wenn man vom Rauchen so krank wird, wie ich es bin, braucht die Menschheit keine Ärzte.

 

29.5.2010: Finanzkrise: "Hypo Real Estate" kriegt nochmal 10 Milliarden

Kein Wunder, daß der Staat kein Geld mehr hat für Schulen und Krankenhäuser: Die Banken, die sich mit toxischen Wertpapieren verspekuliert hatten, brauchen nun immer mehr Rettungspakete und fressen alles auf. Reuters

 

29.5.2010: Finanzkrise: Zweites "PIIGS"-Land verliert AAA-Rating

Spanien wurde abgestuft auf AA+. FT

 

28.5.2010: Finanzkrise: die erste Universität wird geschlossen

Wegen Geldmangel - hauptsächlich durch Fehlspekulationen der HSH-Nordbank - wird an der Uni Lübeck zunächst der Fachbereich Medizin, und dann als Folge davon der Rest der Uni geschlossen. 5000 Arbeitsplätze weg, 300 geplante neue entstehen nicht. Die Universitätsklinik wird auf normales Krankenhaus zurückgefahren und wahrscheinlich privatisiert. Nochmal 5000 Arbeitsplätze weg, mindestens. Das Medizinstudium in Lübeck steht im Ranking in Deutschland auf Platz eins. DLF Spiegel

Na, prima. Wenn die Uni die Nummer eins ist, dann bringt das Schließen ja richtig fett Kohle. Hauptsache, die HSH-Nordbank wird nicht geschlossen, gell. Das ist nämlich das Institut, bei dem die Regierungen in Schleswig-Holstein und Hamburg sich Geld beschaffen können.

In der Schule wird die Existenz von Steuern immer so begründet: "Der Staat baut damit Straßen, Schulen und Krankenhäuser." Die Straßen sind inzwischen mautpflichtig, das heißt: der Bürger bezahlt sie zweimal. Zum Teil werden sie auch privatisiert, das heißt: was mit Steuergeldern gebaut wurde, wird anschließend verkauft. Das Geld kriegt aber nicht der Bürger zurück, sondern das behält der Staat. Das gleiche Schicksal teilen auch schon seit Jahren die Krankenhäuser. Und auch vor der Bildung macht die Politik nicht halt. Der Staat ist im Augenblick dabei, sein moralisches Anrecht auf Steuern zu verdaddeln. Ebenso schwindet die moralische Existenzberechtigung des Staatsapparates überhaupt.

Gleichzeitig wird die Flugbereitschaft für Politiker aufgestockt. Nach dem Kaczynski-Absturz, bei dem fast die ganze polnische Regierung auf einen Schlag getötet wurde, wollen die Politiker nun immer mit getrennten Maschinen fliegen. Focus

Das muß man verstehen. In ihrer Selbstwahrnehmung sind Politiker einfach die wichtigsten Menschen der Welt, ungefähr so wichtig wie Kaiser und Könige. Die hatten schließlich auch alle ihre eigene Kutsche.

Das Römische Reich hat sich damals aufgrund von Geldproblemen aufgelöst und wurde von den Vandalen geplündert. Die Steuern aus den eroberten Provinzen flossen immer spärlicher, und für neue Eroberungen fehlte das Geld für die Söldner. Der römische Staat mußte ein Rettungspaket nach dem anderen auflegen. Damals wurden die Münzmetalle Silber und Gold mit billigerem Materialien gestreckt. Heute wirft man stattdessen die Druckerpressen an. Die heutigen "Vandalen aus dem Osten" sind ja auch zum größten Teil schon hier. Heute kriegen sie von uns Sozialhilfe überwiesen, das ist der Fortschritt. Damals mußten sie noch mühsam von Hand plündern.

Ich denke, ähnlich wie Rom ist auch die EU jetzt dabei, sich langsam von innen her aufzulösen. In den Medien, die jahrelang immer stramm auf Europa-Kurs waren, ist in den letzten Tagen die Stimmung zum Euro umgekippt, als nämlich klar wurde, daß Deutschland mal eben 150 Milliarden raushaut für das Griechenland-Rettungspaket. Milliarden, die der Staat gar nicht hat, die muß er sich erst beschaffen. Ratet mal, von wem wohl? Tenor ist jetzt: "Wir wollen die D-Mark wiederhaben." (Nach dem Satz kann man auch schon googeln.)

 

28.5.2010: Migrantenproblem: Afghane sticht Inder in den Rücken

"Er hatte mich beleidigt," bringt er zu seiner Entschuldigung vor. mopo

In den Rücken? Die Afghanen sind auch nicht mehr das, was sie in Rambo III waren.

 

26.5.2010: Steuer-Identifikationsnummer wird nicht nur für Steuerzwecke verwendet

Wie zu erwarten war, wird die Steuer-ID auch für andere behördliche Zwecke verwendet. Das Statistische Bundesamt schreibt zum Beispiel in einer Pressemitteilung:

wegen der bundesweiten Einführung der Steuer-Identifikationsnummer für jeden Bürger werden seit 2008 umfangreiche Bereinigungen der Melderegister vorgenommen, die zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen in den Melderegistern führen.

Es ging und geht eben nicht um die vielbeschworene Steuergerechtigkeit, sondern es geht darum, die Bevölkerung zu numerieren, um sie besser unter Kontrolle zu haben, und um die persönlichen Daten, die bei verschiedenen Ämtern gespeichert sind, zusammenführen zu können. Genau das hatte das Bundesverfassungsgericht im "Mikrozensusurteil" verboten.

Der deutsche Staatsapparat hat den Respekt vor der Verfassung vollkommen verloren. Der Verfassungsbruch ist alltägliche Routine geworden.

 

26.5.2010: Korea auf Konfrontationskurs

Nordkorea meldet ständig neue angebliche Provokationen des Südens, angeblich dringen Südschiffe in nördliche Gewässer ein. Dabei versetzt der Norden seine Armee in Bereitschaft und predigt schon den "heiligen Krieg". Neulich hat der Norden eine Fregatte des Südens mit einem Torpedo versenkt. Was will der Norden?

Für mich sieht es erstmal so aus, als ob der Norden wirtschaftlich am Ende ist und der Diktator sieht keinen anderen Weg mehr als Krieg, um sein Regime zu retten.

Südkorea soll aber tatsächlich wieder Propagandalautsprecher aufstellen. Wenn ich Südkorea wäre, und ich wollte einen Krieg vermeiden, ich würde jetzt keine neuen Propagandalautsprecher aufstellen. Ich würde alle Provokationen unterlassen und stattdessen Pläne machen zur Verteidigung. Was will der Süden?

Die Zeitungen schreiben, der Norden hätte veraltete Waffen und könne einen Krieg mit Südkorea nicht gewinnen. Ich glaube das ja nicht. Der Norden muß einen heimlichen Verbündeten haben, und er will offenbar in Kürze angreifen.

Ich glaube ja, die Chinesen stecken dahinter. Die wollen einen Stellvertreterkrieg, wobei sie den Norden beliefern, und am Ende sollen die Amerikaner aus Südkorea abziehen, so wie sie aus Vietnam abgezogen sind.

 

25.5.2010: Verdeckte Online-Durchsuchung - Perversion des Rechtsstaates

"Kontraste" (ARD) bei YouTube Ein Rechtsprofessor wirft der Politik vor: Organisierte Kriminalität gegen die Verfassung.

Bei mir werden Rauchmelder eingebaut. Sind da nun gleich Kameras und Mikrofone mit drin? Wenn man fragt, sagen natürlich alle: "Nein, nie im Leben." Aber das Einzige, worauf man sich in Deutschland heute felsenfest verlassen kann: man wird planmäßig angelogen.

 

25.5.2010: Bundestrojaner: ein Schubladengesetz

CDU 2007: Online-Durchsuchung unverzichtbar

BKA 2010: bislang keine Online-Durchsuchung durchgeführt

 

25.5.2010: Impfgegner: Berufsverbot für warnenden Arzt

Dem britischen Arzt, der einen Zusammenhang zwischen Masernimpfung und Autismus fand, wurde die Zulassung entzogen. Seine Studie sei fehlerhaft (flawed), heißt es. Darüberhinaus sei sie mit unethischen Mitteln zustandegekommen. Er habe auch seine Forschungsmittel veruntreut. quelle

Das ist ein gutes Beispiel für eine Rufmordkampagne. Es wird nicht etwa die wissenschaftliche Qualität angezweifelt, sondern die Nebenumstände. Die Aussage, die Studie sei "flawed" ist eine Behauptung, sie wird aber nicht mit Argumenten gestützt, sondern bleibt so in der Luft stehen. Nicht die Studie wird hier angegriffen und zerrissen, sondern der Mann.

Die Impferei ist bekanntlich eine der ganz großen Einnahmequellen der Pharmaindustrie. Wir können also schließen: Der Mann hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Wahrheit herausgefunden: Die Impfungen sind tatsächlich gefährlich.

Update: Die deutschen Medien schlagen sich ausnahmslos auf die Seite der britischen. google Ich garantiere euch: der Mediziner ist hier der Gute, alle anderen sind die Bösen.

 

21.5.2010: Auch die Blumen bleiben steif - mit Viagra

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein halbes Milligramm der Viagra-Substanz Sildenafil pro Vase ausreicht, um Schnittblumen wie von Zauberhand eine Woche länger frisch zu halten good-stories

 

Griechische Zentralbank ermunterte zur Spekulation gegen Griechenland

A Greek former European Commissioner has accused the country's central bank of encouraging naked short-selling of Greek bonds by altering the regulations on its electronic bond trading platform last year.   zerohedge

 

17.5.2010: Migrantenproblem: Jugendlicher erstochen

Update: Es ging um "was guckst du, was ist hier los". Von der fünfköpfigen Mörderbande sind vier gefasst. spiegel

 

17.5.2010: Denic-Ausfall: Kein Wort zur Ursache

Die Denic hat sich jetzt abschließend geäußert und - natürlich - kein Sterbenswörtchen zu der wirklichen Störungsursache von sich gegeben, nur Politikergewäsch.

taz: Eigentlich hätte ein unterbrochener Kopiervorgang nicht zum Ausfall großer Teile des deutschen Netzes führen dürfen. Beim DENIC beeilte man sich denn auch zu betonen, dass das Zonen-File "gleich mehrfach auf Vollständigkeit und Plausibilität" geprüft werde. Allerdings hat das in diesem Fall leider nichts geholfen. Beim kürzlich erfolgten Anlegen einer verbesserten Verteilinfrastruktur war offenbar der letzte notwendige Kopiervorgang so angelegt worden, dass ein Abbruch nicht festgestellt werden konnte.

Ich übersetze mal: "Wir bei der Denic sind vollkommen inkompetent, hihi."

 

17.5.2010: Detroit: Polizei tötet schlafendes Kind

Sie werfen eine Blendgranate durchs Fenster, die Couch mit dem Kind fängt an zu brennen, dann brechen sie durch die Tür und schießen. Den Vater zwingen sie, sich mit dem Gesicht in das Blut des Kindes zu legen, der Großmutter legen sie Handschellen an. Bürgerrechtler sagen, solche Blendgranaten sind für den militärischen Gebrauch und nichts für Wohnungen, ganz besonders mit Kindern. Die Polizei wußte, daß ein Kind in der Wohnung war. freep

Der Polizeisprecher behauptet, sie hätten bei der Aktion einen Mordverdächtigen gesucht, gefunden und verhaftet. Aber der Vater des Kindes sagt, das war in der Wohnung einen Stock höher, die sie gleichzeitig durchsucht haben. google

 

16.5.2010: Migrantenproblem: Türke ersticht 14-jährige

Weil sie seine Gefühle nicht erwiderte. bild

 

16.5.2010: Euro-Krise: Rettungspaket ist "Panik pur"

Die Größe des neuen Rettungspakets verschlägt einem den Atem. In aller Hast wurde es während des Wochenendes geschnürt und erweckt den Eindruck, dass sich an hoher Stelle Panik breitmacht. FTD

Der Kommentator in der Financial Times tritt für Haushaltskürzungen ein (in Griechenland). Ich bin immer noch der Meinung: Das wird nicht durchsetzbar sein. Sie haben ja jetzt schon bürgerkriegsähnliche Tumulte. Meiner Ansicht nach ist die einzige wirkliche Lösung für Griechenland der Austritt aus dem Euro und massive Abwertung der Drachme. Das wird ohnehin passieren, früher oder später.

Schon die übereilte Einführung des Euro in der EU 2002 war ein großer Fehler. Eine gemeinsame Währung kann nur den Abschluß eines langen Anpassungsprozesses bilden, nicht den Anfang. Jetzt Billionen zu drucken, um den Euro zu "retten", ist ein noch größerer Fehler. Da bildet sich die nächste Blase, die in nicht allzu ferner Zukunft platzen wird.

Die Banken empfehlen jetzt Immobilien und Edelmetalle als Anlageobjekte. Das ist ein Alarmzeichen. In den Neunzigern lachten die Banker noch über Goldkäufer: "Das bringt doch gar keine Zinsen, du Dummerle, und fallen kann es auch," sagten sie zu mir (sinngemäß).

Man liest auch an diesem Wochenende so gut wie nichts über die Eurokrise und die Retterei. Es ist alles ruhig, zu ruhig. Wenn sich da nicht mal wieder was zusammenbraut.

 

15.5.2010: Finanzkrise: Goldpreis-Manipulation auf Rekordniveau - ohne Wirkung

Die LBMA ist schwer damit beschäftigt, den Goldpreis nach unten zu treiben. Sie verkaufen dazu große Mengen Gold, die sie gar nicht haben. Letzte Woche sollen es 450.000 Short-Positionen gewesen sein. So weit ich weiß, wird sowas in Form von "Kontrakten" gehandelt, die so in Größenordnungen von 100.000 Dollar (oder so) liegen. Trotzdem steigt der Goldpreis unaufhaltsam.

Kontrakte müssen glattgestellt werden, bevor sie fällig werden, sonst bekommt die LBMA ein Lieferproblem globalen Ausmaßes. Die jetzt zu erwartende Glattstellung könnte zwei Wirkungen haben: Die LBMA verliert eine astronomische Summe und muß eventuell "gerettet" werden. Und der Goldpreis geht durch die Decke. (Da warte ich ja drauf.)

It appears that last week the desire to suppress any gold breakouts was at historic highs [...] If even with this massive onslaught to keep gold low by the LBMA, the precious metal managed to nearly hit $1,250 today, what will happen to gold when the 450k commercial positions are forced to cover? zerohedge

 

15.5.2010: Finanzkrise: Illinois hat die Zahlungen eingestellt

So wie es momentan aussieht, haben die meisten staatlichen Stellen ihre Zahlungen auf seit Monaten ausstehende Rechnungen eingestellt. Viele Lieferanten und Dienstleister sind dadurch bereits in den Bankrott geschlittert. Viele Lieferanten wollen jetzt Vorkasse sehen, was mitunter auch dazu führt, dass der Gefängnisbehörde weder Munition noch weiteres benötigtes Material angeliefert wird. wirtschaftsfacts

 

15.5.2010: Migrantenproblem: Jugendlicher erstochen

S-Bahnhof Jungfernstieg, Freitag abend. Zwei Jugendliche sitzen auf der Bank und warten auf den Zug. Eine Gruppe von fünf "Südländern" betritt den Bahnsteig, einer geht zu den beiden hin und fängt Streit an. Die anderen vier kommen hinzu und erstechen einen der beiden. Der andere entkommt. spiegel

Wir sollten die Sozialhilfe abschaffen. Für die Entwicklung eines Jugendlichen ist es Gift, wenn er Geld bekommt, ohne dafür arbeiten zu müssen. Es macht ihn anspruchsvoll und überheblich. Der Staat sollte stattdessen jedem einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Geld gegen Arbeit, das stärkt das Selbstbewußtsein und macht denjenigen zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft.

Wenn jemand wirklich nicht arbeiten kann, warum auch immer, der kann ja ruhig eine Sozialrente kriegen.

 

15.5.2010: Migrantenproblem: Rentner angepöbelt

Gestern erlebt: Eine junge Mutter, "Südländerin", wendet ihren Kinderwagen auf zwei Rädern und rempelt dabei einen Rentner an. Der beschwert sich: "Paß doch auf, wo du hinfährst!" Sie wird sofort pampig: "Das brauche ich mir nicht sagen zu lassen," usw.

Das Problem mit den "Südländern" ist: Das sind meistens Moslems, und Moslems denken nicht nur, ihr Gott ist besser als unserer, sie denken auch, sie selbst sind besser als wir. Wir haben Erfahrung damit: Bei uns hieß das damals "Herrenmenschen" und "Untermenschen". Genau diese Krankheit haben heute die Moslems. Was für die Deutschen unter Hitler "die Juden" waren, das sind heute für die Moslems "die Scheißdeutschen".

 

15.5.2010: Migrantenproblem: Aggressive Jugendliche

Fast jedesmal, wenn mir auf der Straße ein "Südländer" entgegenkommt, sehe ich, wie er einen Adrenalinstoß kriegt, mich aggressiv ansieht und einschwenkt "auf Abfangkurs". Ich überlebe solche Begegnungen mit folgender Strategie:

Ich blicke an ihm vorbei, und zwar in die Richtung, in die ich gehen will. Meine Körpersprache sagt ihm, daß er so gut wie unsichtbar ist für mich. Daran sieht er, daß ich mich von seiner Anwesenheit weder einschüchtern noch provozieren lasse, daß ich in ihm weder ein Opfer noch einen Täter sehe, daß er offenbar ganz uninteressant ist für mich. Und dann geht er an mir vorbei, ohne mich eines Blicks zu würdigen. Die Körpersprache ist eine Sprache, die sogar Moslems verstehen, die nichts als Koranverse gelernt haben.

Genau diese Methode funktioniert auch bei Hunden ganz hervorragend. Sobald der Hund sieht, daß er für mich uninteressant ist, bin ich auch für ihn uninteressant.

 

15.5.2010: Euro-Krise: Die EZB streitet ab, was sie tut

Nur leere Phrasen: "absolut entschlossen", "Quantensprung", "Finanzen in Ordnung bringen", "wettbewerbsfähiger werden", "Inflation nicht tolerieren", "Kurs der Preisstabilität", "glaubwürdig", "Problem an der Wurzel bekämpfen", "enger zusammenrücken". reuters

Zwischen den Zeilen steht: Wir verdaddeln gerade den Euro und die EU, aber das schadet nichts, weil ohnehin schon alles verloren ist, wir spielen nur noch auf Zeit.

 

14.5.2010: Was hat Ackermann bei Illner gesagt

Illner soll gesagt haben: "Hätten Sie doch auch einmal einen Forderungsverzicht vorgeschlagen". Ackermann soll geantwortet haben: "Dann wär es mir wahrscheinlich genauso gegangen wie Herrn Herrhausen." gelbes_Forum

Es wurde damals gemunkelt, Herrhausen sei von der CIA ermordet worden, weil er einen Verzicht auf die Rückzahlung von Krediten extrem schwacher Schuldnerländern wie z.B. Mexiko vorgeschlagen hatte. Offiziell wurde immer die RAF als Täter gehandelt. Gegen die RAF und für eine Institution wie die CIA sprach u.a. die hochprofessionelle, militärische Machart der verwendeten Bombe.

 

13.5.2010: Denic-Ausfall: Kein Wort zur Ursache

Angeblich soll sich die Denic dreimal geäußert haben, aber nicht ein einziges Wort sagen sie darüber, worin der Fehler nun genau bestand. Da haben sie offenbar eine Scheißangst, daß sie dastehen wie die Vollidioten. Da machen sie lieber einen auf arrogant. google

 

12.5.2010: Euro-Krise/750-Milliarden-Paket: Es ging nicht um die PIIGS, es ging um Frankreich

Spannend: gelbe_Forum "Vermutung: Freitag nach Börsenschluss wird das Rating von Frankreich gesenkt"

bullionär "Die Grande Nation ist nämlich mit $911 Milliarden Dollar der Hauptgläubiger der PIIGS-Staaten."

 

12.5.2010: Bundesgerichtshof verbietet offenes WLAN

Damit stärkt der BGH Unterlassungsansprüche der Musikindustrie, die künftig die Betreiber ungesicherter Wlan-Anschlüsse mit Geldforderungen bis 100 Euro abmahnen können. focus

Gerade wurde in Deutschland Freifunk verboten. Schon wieder fällen deutsche Richter ein lebens- und weltfremdes, zukunfts- kommunikations- und menschenfeindliches Urteil. Und das Ganze im Interesse der gottverdammten Parasiten der sogenannten "Musikindustrie". Sollen sie alle gemeinsam in der Hölle schmoren.

 

12.5.2010: Sozialgericht: kein Computer für Hartz-IV-Empfänger

Es spiele keine Rolle, daß die Mehrheit der Haushalte mit einem PC ausgestattet sei. Nur ein Fernseher gehöre schließlich zur "Erstausstattung". tagesschau

Laut dem freitag sagt das Bundesgesundheitsministerium aber, "Sozialhilfe orientiere sich an einem 'sozialkulturellen Mindeststandard, der die Teilnahme am Leben der Gesellschaft einschließt'." Damit ist heute nicht mehr gemeint, daß man vorm Fernseher sitzt. Das war der Stand vor dreißig Jahren.

Ja, so ist er, der deutsche Richter, lebensfremd und menschenverachtend.

 

10.5.2010: Abmahnwahn: Foto eines satirischen Plakates

Diesmal ist es Firma "Loscher", Hersteller des Modegetränks "Club-Mate". Jemand hatte ein Plakat von "Club-Mate" verfremdet zu "Club-Molli" (Molotow-Cocktail). Jemand hatte das Plakat fotografiert und kommentiert. Loscher mahnte ab. internet-law   Und nun leugnen sie auch noch, daß es überhaupt eine Abmahnung war. Was für Archloscher sind das denn?

 

10.5.2010: Service-Wüste Deutschland - wie die Verkäufer die Kunden sehen

Sie beschreibt Letzte-Drücker-Einkäufer, Besserbescheidwisser und Waren-Deplatzierer; Männer, die nach dem Verkäufer pfeifen oder unverschämt Rabatte fordern; Frauen, die sich bei ihrem Hund beschweren, wenn der Angestellte nicht spurt. [...] Sie zeigt auf, wie nervend es ist, wenn wir die gleichen blöden Witze machen, die jeder zweite vor uns auch schon gemacht hat, an der Supermarktkasse ignorant telefonieren oder uns ausführlich im Fachgeschäft beraten lassen, dem Verkäufer Zeit und Nerven stehlen, um dann im Internet zu bestellen und fünf Euro zu sparen. spiegel

Komisch, ich kaufe fast jeden Tag ein, aber von dem oben Geschilderten habe ich noch nie irgendwas miterlebt. Ich glaube, die Autorin dieses Buchs hat als Verkäuferin ein Kundenbild, das von Haß, Verachtung und Mobbing geprägt ist. Was für eine blöde und eingebildete Schnepfe. Das Buch kaufe ich garantiert nicht.

Ich glaube, die Rezension hat wohl ihr Freund gemacht. Ich könnte nämlich andererseits ein Buch schreiben über Verkäufer, die alles besser wissen, die sich wichtigmachen, wenn sie um Hilfe gebeten werden, die es sich auf einer Kiste gemütlich machen und den Gang versperren, die fluchtartig den Pausenraum aufsuchen, wenn sich ein Kunde nähert.

 

10.5.2010: Euro-Krise: Heilung durch Verdünnung

Der Euro soll durch Injektion von 720 Rettungsmilliarden vor den bösen Spekulanten gerettet werden. stern Das ist die offizielle Geschichte. Wahrscheinlich sollen mit dem Geld Staatsanleihen von EU-Ländern aufgekauft werden, wenn sie von außereuropäischen Ländern verkauft werden, die das Vertrauen in den Euro und die EU verloren haben. Es kann eigentlich nur Inflation und Abwertung bedeuten.

Das Geld solle "Spekulanten abschrecken", heißt es im Spiegel. Spekulanten schrecken vor Geld zurück, ist das ernst gemeint?

Heilung durch Verdünnung, ist das nicht eigentlich die homöopathische Methode? Wenn in jeden Geldschein praktisch keine Kaufkraft mehr drinsteckt, sondern nur noch die Erinnerung an Kaufkraft, dann soll ja die Heilwirkung ganz besonders groß sein.

 

9.5.2010: Heute ist Muttertag

muttertag2

 

9.5.2010: AFP klaut Fotos im Internet und verklagt den Fotografen

Eine hammerharte Story

 

8.5.2010: "Wir werden den Euro verteidigen"

tagesspiegel: Die Euro-Länder wollen Europas angeschlagene Währung mit einer Radikalkur retten. Noch an diesem Sonntag soll ein Notfallsystem für klamme Mitgliedstaaten festgezurrt werden. "Wir werden den Euro verteidigen, was immer es kosten mag", sagte EU-Kommissionspräsident Barroso.

Der Euro muß also verteidigt werden? Mit einer Moral-Attacke:

Sarkozy kündigte ein hartes Durchgreifen bei der Regulierung der Finanzmärkte an. "Wir werden die Rating-Agenturen moralisieren."

Klarer Fall: Europa ist pleite.

 

7.5.2010: "Angriffskrieg gegen die Euro-Zone"

Der alleroberste Finanzaufseher gab dem Spiegel ein Interview, wo er so richtig vom Leder zog. Er plane einen Generalangriff auf das finanzmäßig Unregulierte. "Die Spekulanten" seien zwar nicht hauptverantwortlich an der Griechenlandkrise, aber schuld seien sie doch, und man könne die Gefahr nicht hoch genug einschätzen. Nach Griechenland stünden nun Portugal und Spanien im Visier der "Finanz-Hasardeure". Man müsse einschreiten, räsonniert er weiter, Feinde seien auch "die Rating-Agenturen", die genauso an allem schuld seien. Rasches Handeln verspricht er.

Der Artikel ist ein schönes Beispiel für Endsieg-Propaganda. Aus der Geschichte wissen wir: der Finanzkrieg ist offenbar verloren. So wie die Griechenlandhilfe gehandhabt wurde, hat auch schon gezeigt: hier wird nur noch auf Zeit gespielt.

 

6.5.2010: Abmahnwahn: Reifenhersteller "Schwalbe" begeht geschäftlichen Selbstmord

Die haben tatsächlich Onlineshops für je 1000 Euro abgemahnt, weil sie Original-Herstellerfotos verwendet haben. tomsbikecorner

Offensichtlich ist "Schwalbe" in so großen Schwierigkeiten, daß sie keinen anderen Ausweg mehr sehen, als ins Abmahngeschäft einzusteigen. Wenn jemand gegenüber Geschäftspartnern so offensichtlich schwachsinnig handelt, dann kann man wohl getrost davon ausgehen, daß mit den Produkten auch irgendwas nicht stimmen kann.

"Nie wieder Schwalbe" hat 2880 Treffer, die keineswegs alle durch die Abmahnaktion verursacht sind. Die meisten beklagen sich über mangelhafte Qualität der Produkte. Das erklärt ja so einiges. Die müssen tatsächlich in Schwierigkeiten sein.

 

5.5.2010: EZB soll Griechenland-Anleihen akzeptieren "unabhängig vom Rating"

handelsblatt: Europäische Finanzinstitute und andere Institutionen fordern die EZB auf, die Bedingungen für Kredite in allen Fällen so weit nach unten zu schrauben wie nötig. Der Eurokurs könnte so in den freien Fall übergehen. Die EZB scheint nicht abgeneigt. Abgesehen davon, daß der Stabilitätspakt das Gegenteil festgelegt hatte: Warum tun sie das? Ist es nicht auch das Gegenteil jeder vernünftigen Reaktion?

Da muß etwas sein, das die Öffentlichkeit noch nicht weiß. Wenn jemand sich so unvernünftig verhält, als ob er geschäftlichen Selbstmord begehen wollte, dann muß er so verzweifelt sein, daß er sich sagt: Mehr als jetzt kann nicht kaputtgehen. Es kann nur ein Schluß gezogen werden: Europa muß hoffnungslos pleite sein. Die Insolvenz ist nur noch eine Frage der Zeit.

Update: "Lena Komileva, head of G7 market economics at money broker Tullett Prebon" vermutet, es gebe ein zweites Land, das in den nächsten Wochen gerettet werden müsse. Ich vermute, das werden sie in aller Stille retten wollen, ohne daß die Presse davon Wind bekommt. Und dafür brauchen sie halt die stark gelockerten Regeln, die sie jetzt "für Griechenland" herstellen.

 

4.5.2010: Griechenland braucht 150 Milliarden

Finanz-Staatssekretär Steffen Kampeter hat im Haushaltsausschuss des Bundestages von einem Bedarf von 150 Milliarden Euro bis 2012 gesprochen, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Teilnehmer berichtet. finanznachrichten.de

Und der Euro ist auf Talfahrt. 1.30 wurden gerade unterschritten. Wann war das zuletzt? Das muß knapp zwei Jahre her sein. Dabei geht es auch dem Dollar nicht wirklich gut.

 

4.5.2010: Berlin: Migranten sollen bevorzugt werden

Die rot-rote Regierung in Berlin plant ein "Integrations- und Partizipationsgesetz", das Migranten bei der Einstellung im öffentlichen Dienst bevorzugen soll. Auf diese Weise will Berlin seine "Rolle als Schrittmacher in der Integrationspolitik unterstreichen". Rechtliche Hürden will die Stadt umgehen. [...] Weil es rechtlich nicht möglich sei, die Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund in den Behörden und öffentlichen Betrieben durch Quoten zu regeln, will der Senat die Anforderungsprofile für zu besetzende Stellen neu formulieren. welt

 

2.5.2010: Pakistanische Taliban: "Wir sind ja so stolz auf unsere Bombe"

CNN: Ein T-Shirt-Verkäufer sah aus einem geparkten Nissan Rauch aufsteigen und rief die Polizei. Man fand eine improvisierte Bombe aus Propan, Benzin, Feuerwerkskörpern und zwei Uhren mit Batterien, die aber nicht explodiert war. Niemand war verletzt worden. Der Anschlag war mißlungen.

Die Pakistanischen Taliban erheben nun Anspruch auf die Urheberschaft. longwarjournal "Dieser Angriff ist eine Vergeltung für getötete Mujahedin," sagen sie. Die Bombe sei ein "knochenbrechender Schlag gegen den Satan USA".

Eine zweite Bombe wurde in Pittsburgh am Marathonkurs gefunden. Das Marathon wurde umgeleitet, die Bombe entschärft. philly

Anmerkung 1: Nach einem mißlungenen Anschlag ist Rhetorik nicht recht wirksam.

Anmerkung 2: Benzinkanister und Propangasflaschen sind sicherer, als man denkt.

 

1.5.2010: Polizeistaat: Tennesee Eisenberg wurde von hinten erschossen

spiegel Ein Polizeivideo zeigt angeblich, daß die ersten drei Schüsse auf den schmächtigen Studenten abgegeben wurde, als er den Polizisten den Rücken zudrehte und die Treppe gerade wieder hinaufgehen wollte. Die Staatsanwaltschaft hielt es aber für erwiesen, daß die Beamten in Notwehr schossen. Typisch Polizeistaat. Genau wie die Morde an der Berliner Mauer. Auch alles reine Notwehr.

 

1.5.2010: Griechenland braucht 140 Milliarden

spiegel Das ehemalige Nachrichtenmagazin schließt seinen Bericht mit den Worten: "Sie können einem fast leidtun." Was hat so ein Satz in den Nachrichten verloren? Ich stelle mir gerade vor, die Tagesschau würde jeden ihrer Berichte mit so einem kleinen, persönlichen Kommentar versehen: "nur weiter so", "recht geschieht ihm", "war das nun wirklich nötig?", "schade eigentlich".

 

30.4.2010: Griechenland: Horst Köhler 1992 und 2010 - was stört mich mein Geschwätz von gestern

Spiegel: Die Befürchtungen vor der Einführung des Euro, Deutschland könnte für Defizite in anderen EU-Ländern irgendwann zur Kasse gebeten werden, nannte Horst Köhler damals "sträfliche Angstmache". Heute fordert er für Griechenland forsch: "Hilfe zur Selbsthilfe".

Und wir merken uns mal, was Heiner Flassbeck gerade über Griechenland sagt: "dieses ganze Gerede vom Staatsbankrott ist kompletter und gefährlicher Blödsinn". taz

 

29.4.2010: Polizeistaat: NYPD stiehlt Hunderte Fahrräder

Obama wollte durch die Straße fahren. Die Polizei sagt, sie hatten Angst, eines der Fahrräder könnte eine versteckte Rohrbombe sein. Die Eigentümer wurden nicht benachrichtigt, weder vorher, noch hinterher. Die Polizei rückte einfach mit Bolzenschneidern und Lastwagen an. link

Das ist keine Polizei mehr, das ist eine feindliche Besatzungstruppe.

 

28.4.2010: Länderdomino: Spanien abgestuft

Von AA+ auf AA. Das ist noch sehr viel besser als Griechenland. spiegel

 

30.4.2010: Griechenland braucht 135 Milliarden

spiegel

Damit braucht sich Griechenland die nächsten drei Jahre kein Geld auf den Kapitalmärkten (zu nunmehr astronomischen Zinsen) zu leihen. Damit sind die Probleme um drei Jahre in die Zukunft geschoben und - aller Erfahrung nach - verschlimmert.

 

28.4.2010: Griechenland braucht 120 Milliarden

Kaum sage ich: "Die Summen, die Griechenland dringend braucht, werden in den nächsten Wochen wohl fast täglich steigen," schon steigen sie. Ich hasse Rechthaber. welt

 

27.4.2010: S&P bewertet Griechenland "spekulativ"

"BB+" ist die höchste (beste) Einstufung von spekulativen Anlagen. Fitch hatte Griechenland vor zweieinhalb Wochen noch eben über der Grenze eingestuft. Portugal wurde auf die niedrigste Stufe über den B-Rankings gesetzt. welt

Endlich kommt mal ein bißchen Leben in die Bude. Das wurde auch Zeit.

Vernünftig wäre es jetzt, wenn Griechenland den Euro abschaffen und die Drachme stark abwerten würde. Dieser Eiertanz kann das Problem nur verschieben und gleichzeitig verschlimmern. Durch zusätzliche Kredite kann das griechische Defizit nicht beseitigt werden, nur vergrößert. Was in den Medien steht, Griechenland solle einen harten Sparkurs fahren, das geht gar nicht. Auch wenn die Regierung willig ist, die Griechen werden die geplanten Lohnkürzungen nicht mitmachen. Auf der Anlegerseite führen die geplanten Schuldenkürzungen natürlich zu panischer Kapitalflucht. Die Summen, die Griechenland dringend braucht, werden in den nächsten Wochen wohl fast täglich steigen.

Die EU will mit der Hilfe für Griechenland den Euro retten. Wie soll das funktionieren? Die Finanzwelt reagiert schon ganz richtig: der Euro fällt und fällt. Nach den Ankündigungen: "jetzt kommt die Hilfe aber schnell" haben Euro und Dax sofort einen Satz nach unten gemacht, das Gold dafür einen Satz nach oben, die Feinunze liegt schon fast auf 900 Euro.

Vor ein paar Jahren hieß es noch "Bankendomino", inzwischen spielen wir "Länderdomino".

 

23.4.2010: ICE verliert Tür (Update 2)

"Eine lose Stellmutter" (SZ) soll die Ursache gewesen sein, daß durch den Sog des Gegenzuges aus dem ICE eine Tür herausgerissen wurde.

Das kann so nicht die volle Wahrheit sein. Eine einzige lose Mutter, ein einziger mechanischer Fehler kann nicht ausreichen, um eine Tür versagen zu lassen. Der TÜV läßt sowas nicht durchgehen. Es müssen immer mindestens zwei Störungen gleichzeitig vorliegen, damit sowas passiert.

Ebenso ergibt es keinen Sinn, daß nur eine von drei Verriegelungen zu versagen braucht, um die Tür als Ganzes versagen zu lassen. An der Erklärung stimmt etwas nicht. Wahrscheinlich hat man uns die wirkliche Ursache noch nicht erzählt, sondern nur den zweiten, weniger gravierenden Fehler.

Ich vermute sogar: die lose Stellschraube war nur ein Folgefehler. An der Tür war schon hundertmal durch den Gegenzug gerüttelt worden, dadurch hatte sich die Schraube immer mehr gelockert. Aber die Ursache dafür, daß die Schraube sich durch das Rütteln lockern konnte, ist uns noch nicht verraten worden.

Es wird wohl mal wieder ein äußerst kostspielig zu beseitigender Konstruktionsfehler sein. So kostspielig, daß man lieber die Öffentlichkeit ein bißchen belügt. Das ist billiger.

(siehe auch hier vom 17.4.2010 und 19.4.2010)

 

22.4.2010: Grenzwert für Vulkanasche festgelegt

Der Grenzwert sei auf zwei Mikrogramm pro Kubikmeter Luft je Stunde festgelegt worden. tagesspiegel

Wie bitte? "Zwei Mikrogramm pro Kubikmeterstunde"? Was soll das denn sein? Und es ist nicht nur der Tagesspiegel. quelle2 quelle3 Bei letzterer werden allerdings "2 Mikrogramm" zu "0,002 Gramm".

Aber es wird noch schlimmer: Laut der SZ beträgt der Grenzwert nämlich 2000 Mikrogramm pro Kubikmeter, die Testflüge der Briten ergaben 400 Mikrogramm pro Kubikmeter, und der Testflug der DLR ergab 60 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Und das einzige sich aus den neuen Richtwerten ergebende Flugverbotsgebiet ist auf eine schwarz markierte Zone über dem Ozean geschrumpft, die sich im direkten Abzugsbereich des Vulkans von der Südostküste Islands bis zum Norden Schottlands erstreckt.

Wenigstens etwas. Die europäischen Behörden haben maßlos überreagiert und Schäden in Milliardenhöhe verursacht.

 

22.4.2010: Islam: "Uns ist befohlen, die Ungläubigen zu terrorisieren"

An der Southpark-Affäre finde ich folgendes am interessantesten: CNN hat den Betreiber der Moslem-Webseite interviewt. In dankenswerter Offenheit sagt er im Interview bei Minute 1:20: "We're commanded to terrorize the disbelievers. The Koran says very clearly in arab language: (arabisch) this means 'terrorize them'. It's a command from Allah."

Man hört den Teufel reden. Ich komme ganz persönlich immer mehr zu der Überzeugung: Allah ist der Teufel, und der Islam ist die Religion des Teufels. Kein Wunder, daß die Moslems die Christen hassen. Alles, was Jesus gepredigt hat und was die innere Überzeugung jedes wirklichen Christen ausmacht, die Gewaltlosigkeit, die Friedfertigkeit, "halt auch die andere Backe hin", lieber leiden und sterben, als zur Gewalt greifen, das alles kann der Teufel nicht zulassen. So betrachtet, ergibt es einen Sinn, finde ich.

Vor zweitausend Jahren sind die Christen von den Römern ungefähr so terrorisiert worden, wie jetzt von den Moslems (jedenfalls dort, wo die Moslems in der Mehrheit sind). Aber die Geschichte hat gezeigt: Die Christen haben gewonnen, und zwar gewaltlos. Es hat damals funktioniert, es wird wieder funktionieren. Aber es kostet Opfer.

 

21.4.2010: Telekom plant Frontbegradigung

Kennt noch jemand das Wort "Frontbegradigung"? Im Zweiten Weltkrieg war es ein beschönigender Ausdruck für "Rückzug". Die Deutsche Telekom plant den Rückzug (gell?) von der New Yorker Börse, und zwar zur Vereinfachung der Finanzberichterstattung LOL heise

 

21.4.2010: Linux: Fefe schimpft auf HALD & Co.

Dem ist nichts hinzuzufügen: http://blog.fefe.de/?ts=b53326b6

Ich war kürzlich gezwungen, mir einen neuen Monitor anzuschaffen. Die haben ja jetzt alle Breitwand-Format in HD-Auflösung. Natürlich funktioniert er nur in den Systemen, die ohne HALD & Co. ankommen, wie z.B. mein selbstkompiliertes Linux. Bei den Distributions-Linuxen, allen voran Ubuntu in sämtlichen Geschmacksrichtungen, haben die Bildschirminhalte 1024x768 Pixel, gedehnt auf Breitwand. Und da kann man auch nichts einstellen. "Monitor not found", sagt er immer.

 

19.4.2010: Islam: "Andersgläubige niedriger als Tiere"

Ein tunesischer Hassprediger in der Schweiz wurde wegen obiger Äußerung in einer Predigt wegen Rassendiskriminierung angezeigt.   suedkurier

Das Schweizer Fernsehen hatte einen Dolmetscher mitgehabt, was der Imam wohl nicht wußte.

Aber das Verfahren wurde eingestellt mit der Begründung, diese Diskriminierung richte sich nicht gegen eine bestimmte Religionsgemeinschaft, sondern gegen alle Nichtmoslems. nachrichten.ch

Ich glaube nicht, daß die Begründung juristisch in Ordnung ist, dazu ist sie viel zu spitzfindig. Wenn er gesagt hätte "Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und Atheisten", das wäre strafbar gewesen, aber "alle außer Moslems" ist erlaubt? Wenn man nur genügend Leute auf einmal beleidigt, ist es wieder erlaubt? Das glaube ich nicht. Wenn man Sachen sagt, wie: "Wir stehen höher als alle anderen Menschen," das ist Rassismus. Und sowas liest man mindestens einmal die Woche.

Andererseits ist die naive Offenheit eigentlich dankenswert. Die Moslems verwenden tatsächlich all ihre Kraft darauf, sich Feinde zu machen.

Update: Ich habe nochmal nachgedacht. Es ist ja so: Jedesmal, wenn solche Äußerungen an die Öffentlichkeit kommen, ist der Aufschrei der Empörung groß und die Beschwichtigungsversuche folgen auf dem Fuße. Ich glaube, es stimmt nicht, daß sie sich mit Absicht Feinde machen. Ich glaube eher, diese Äußerungen sind gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sie kommen nur aus Versehen heraus. So war es z.B. auch bei der Gruppe englischer Schüler, denen der Imam versehentlich Texte gepredigt hatte, die eigentlich nur für "Gläubige" bestimmt waren (irgendwas mit Ungläubigen und Hunden war das).

Meiner Meinung nach sind diese kraftvollen Beleidigungen der "Ungläubigen" eher Versuche, die Gläubigen zum Haß auf Ungläubige anzustacheln. Es klingt wie Kriegspropaganda, wie Goebbels-Reden. Und das paßt ja auch zu der Interpretation des Islam als "Kriegsreligion".

 

19.4.2010: ICE verliert Tür (Update)

Man hat noch keine Ahnung, warum die Tür herausgerissen wurde, aber man nimmt an, daß es ein Einzelfall war. Deshalb läßt man die Züge weiter mit vollem Tempo fahren. Das Eisenbahn-Bundesamt ist einverstanden. tagesspiegel

(siehe auch hier vom 17.4.2010)

 

19.4.2010: Nackscanner können keine Bilder speichern

Ungefähr so war die Antwort von allen offiziellen Stellen auf Bedenken, Nackscanner könnten für pornografische Zwecke mißbraucht werden:

1. Die Bilder können nicht gespeichert bzw. vervielfältigt werden, weil das Gerät weder eine Speichervorrichtung noch irgendwelche Schnittstellen (also bspw. Netzwerk oder Drucker) hat.
2. Die Person, die die Bilder sieht, hat keinen Sichtkontakt zu den "durchsuchten" Personen.
3. Der Blick auf den Monitor ist den befugtren Personen vorbehalten.
4. Und zu guter Letzt: bei jedem Schwimmbad- oder Strandbesuch gibt man mehr Details seines Körpers preis als bei dieser Veranstaltung. Außerdem ist jedes Röntgenbild enthüllender als diese verwaschenen Dinger.

Mal Hand aufs Herz: Wer hat das damals geglaubt? Niemand, oder? Und nun Heise:

Die US-Regierung hat rund 2000 Fotos gespeichert, die von Ganzkörperscannern ("Nackt-Scanner") angefertigt wurden. Das geht aus einem von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) veröffentlichten Brief der Sicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA) hervor. Das widerspreche Versicherungen der TSA , solche Bilder würden nicht dauerhaft gespeichert, teilt das EPIC mit. [...] Den technischen Spezifikationen der Geräte sei zu entnehmen, dass sie unter anderem eine Festplatte und eine Ethernet-Schnittstelle enthalten können. [...]Die TSA versicherte auf ihrer Website, dass strikte Regeln zum Schutz der Privatsphäre eingehalten würden. Die Bilder könnten nicht gespeichert, übertragen oder ausgedruckt werden und würden nach der Betrachtung durch die Sicherheitsbediensteten sofort gelöscht.

Und was sagt die TSA zu ihrer Verteidigung: "Das waren nur Testpersonen, keine echten Menschen."

In amerikanischen Gerichtsfilmen stellt der Anwalt immer irgendwann fest: "Was Sie heute sagen, ist das Gegenteil dessen, was Sie damals gesagt haben. Haben sie also damals gelogen, oder lügen Sie jetzt?"

Das ist alles nicht überraschend. Überraschend (und gleichzeitig beängstigend) ist aber die Frechheit, mit der die Beamten uns belügen.

 

18.4.2010: Enthemmte Moslems im Medikamentenrausch

tagesspiegel: Muslimische Intensivtäter setzen sich unter "Tilidin", es enthemmt es macht schmerzunempfindlich, und es ist eine "Medizin" und keine "Droge", die religiös verboten wäre. Sie berauschen sich, um besser Gewaltverbrechen begehen zu können.

 

18.4.2010: Finanzkrise: Wie "Goldmann Sachs" die Investoren rasierte

Auf querschuss wird - gut verständlich und nachvollziehbar - dargestellt, wie Goldmann Sachs den Betrug organsierte.

 

17.4.2010: ICE verliert Tür

Mein Rücken ist so kaputt, ich kann mich in der Bahn nicht hinsetzen. Ich muß in der Bahn stehen, sonst käme ich am Ziel an und könnte micht beim Kunden nicht mehr hinsetzen vor lauter Rückenschmerzen. Also stehe ich an der Tür und genieße den Blick durch die schmale Seitenscheibe. Von Hamburg nach Bad Oldesloe (50 km) fährt ein Regionalexpress, rot, supermodern, französisches Produkt, Firma Bombardier. Zuerst war ich ein bißchen eifersüchtig, können deutsche Hersteller, kann Siemens keine Regionalexpresse bauen? War Bombardier billiger?

Besonders faszinierend ist die Tür. Sie ist fast zwei Meter breit und von mindestens fünfzig Elektromotoren gesteuert. Man drückt einen Knopf, und klick, klack, sirr, surr, plopp, Wunder der Technik. Aber jedesmal, wenn der Gegenzug vorbeidonnert, gibt es einen Ruck, und die hypermoderne Tür wird fast aus dem Rahmen gerissen. Es ist ein physikalisches Phänomen: Wenn zwei Eisenbahnzüge aneinander vorbeirasen, besteht zwischen ihnen ein Unterdruck, der an den Türen und Fenstern reißt. Ungefähr fünf Zentimeter weit dehnt sich die hypermoderne Tür in Richtung Gegenzug.

Bei den alten Regionalzügen dehnte sich absolut nichts, da bewegte sich nichts, nicht den Bruchteil eines Millimeters. Aber die Tür zu öffnen, das war richtig Arbeit. Nichts mit sirr, surr, plopp. Man drückt einen roten Hebel hinunter und stemmt sich mit aller Kraft gegen die Preßluftsicherung. Ein Schwächling wie ich kriegt jedesmal Herzklopfen: werde ich es wieder gerade so eben schaffen, oder werden die Mitreisenden meine fruchtlose Anstrengung mitleidig belächeln? Aber nun dies:

Auf der Fahrt von Amsterdam nach Basel verlor am Mittag ein ICE eine Tür. Sie schlug bei einem entgegenkommenden Zug in der Nähe des Bistrowagens ein - sechs Reisende bekamen Glassplitter ab. Die Gründe sind noch unklar. spiegel

Unklar? Mir nicht. Die gute Nachricht ist: Der ICE ist ein deutsches Produkt. Die schlechte: Deutsche Ingenieure wissen nichts vom Unterdruck. Aber wenigstens haben sie keine Rückenprobleme.

 

14.4.2010: Schweinegrippe: Professor Adolf Windorfer, der Experte

Der Experte von der Medizinischen Hochschule Hannover hatte im Oktober für Deutschland 35.000 Tote vorausgesagt. Es waren dann 235. Er hat nichts draus gelernt, im Gegenteil: Er behauptet immer noch, er hatte recht:

Die Welt "Ihre Wortwahl 'auch bei einem eher milden Verlauf?' stellt die 35.000 Toten als Untergrenze dar." Antwort: "Bei einer Pandemie erkranken drei bis fünf Mal so viele Menschen wie bei einer saisonalen Grippewelle. Die Erfahrungen hinsichtlich der Todeszahlen bezieht man aus den Schätzungen der 'normalen' Grippe, bei der 0,05 - 0,1 Prozent im Zusammenhang mit einer Grippeinfektion versterben. So kommt man auf die von mir genannte Zahl."

Man sollte ihm nachträglich das Abitur aberkennen, wegen erwiesener Dummheit.

 

14.4.2010: Islamisten verbieten Musik

In Somalia haben die Islamisten den Radiostationen verboten, Musik zu senden. Die Sender befolgen das Verbot aus Angst. CNN

Der Islam muß verboten werden.

 

14.4.2010: "Beerdigung von Kaczynski: Köhler und Merkel fliegen getrennt nach Polen"

So titelt der Spiegel heute. Na, klar, in Polen stürzen ja alle Flugzeuge ständig ab. Kriegt jetzt jeder Politiker seine eigene Bundeswehrmaschine, oder wie? Diese kleinkindhaften Reaktionen, ich halte es kaum noch aus. Ach, ja, Fefe sagt dazu m(

 

14.4.2010: Payback-Karten sind Betrug

Persönliche Daten im Tausch gegen Prozente: So lautet der Deal bei Payback und Deutschlandcard. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat 50 Prämien überprüft und kommt zu einem vernichtenden Urteil: Viele Produkte sind trotz Rabatt teurer als im Onlineshop. spiegel:

 

14.4.2010: China, Süd-Korea und Russland leeren ihre Gold-Depots

Googelt mal: gold ponzi

Der internationale Goldmarkt, geführt von Banken-Zusammenschlüssen wie "LBMA", ist - wie es scheint - ein gigantisches Schneeballsystem. Die Großbanken verkaufen Gold in Mengen, die gar nicht existieren. Die Rede ist vom Hundertfachen des tatsächlichen Bestandes. Das machen sie angeblich seit Jahrzehnten. Wenn jemand Gold kauft, bieten sie ihm an: Sollen wir es auch für dich aufbewahren, in unserem supersicheren Tresor? Die Leute sagen "ja", und dann kriegen sie einen Zettel, da steht drauf, was sie jetzt besitzen, und sie kriegen eine monatliche Rechnung mit Tresorgebühren. Nur leider existiert das Gold gar nicht. Und nun - oh Schreck - fangen Länder wie China und Rußland an, den Braten zu riechen und verlangen die Lieferung ihrer Gold-Depots in fester Form. zerohedge

Das könnte demnächst dazu führen, daß der Goldpreis um das Hundertfache steigt. In freudiger Erwartung der nächsten Katastrophe sitze ich am PC und lächle weise in mich hinein :-)

 

14.4.2010: Spionage-Codes bei Laserdruckern - nur Oki und Samsung sind sauber:

Fast alle Laserdrucker hinterlassen auf Dokumenten fast unsichtbare Punktcodes in Gelb, aus denen sich Hersteller, Gerätenummer, Druckdatum und anderes ersehen lassen. Angeblich soll es Geldfälschungen erschweren. eff

 

14.4.2010 Kopierer speichern Dokument auf Festplatte

Bisher hätten die meisten Firmen das Problem nicht als solches erkannt, sagt der Datenschützer. Deshalb befinden sich geheime Daten, wie Angebote, Konstruktionszeichnungen oder Kontoauszüge oft auch dann noch auf den Festplatten, wenn geleaste Geräte die Firma verlassen. sz

 

14.4.2010: Brenner schreiben Gerätenummer auf gebrannte CD

The Big Brother Award 2006 in the category "Technology" goes to
 
Philips GmbH,
Consumer Electronics Division,
represented by CEO Mr Ronald de Jong
 
for the specification that CD burners write their unique serial number on CD/Rs and thus facilitate traceability of storage media to the individual burner. bigbrotherawards

 

10.4.2010: Fitch senkt Griechenland auf "BBB-"

BBB- ist von den zehn Stufen im Bereich "für Investment geeignet" die schlechteste. Alles darunter ist "spekulativ". Die Welt spekuliert auch schon, ob Griechenland noch im Laufe dieses Wochenendes das Geld ausgeht. George Soros schimpft schon über die deutschen Politiker, die immer noch verbale Zuversicht für ausreichend halten, anstatt endlich die Milliarden rüberzuschieben. Aber die Griechen selbst geben sich genauso optimistisch und wollen keine Hilfen. zeit

Für die EU und den Euro kommen harte Zeiten, ob sie nun Griechenland freikaufen oder nicht. Tun sie es, werden die anderen Pleitekandidaten sofort auch die Hand aufhalten - das wird ein Faß ohne Boden, und der Euro ist im Eimer. Tun sie es nicht, und Griechenland rutscht in den Staatsbankrott, ist der Euro auch im Eimer.

Die einzige Möglichkeit, die EU und den Euro zu retten, ist wenn alle so weitermachen wie bisher und so tun, als sei alles in schönster Ordnung. Griechenland wird wohl so dreißig Milliarden Euro drucken müssen. Die anderen Kandidaten machen das wahrscheinlich sowieso schon. Und nun hoffen alle, daß es keiner merkt.

Die EZB hat beschlossen: "Griechische Staatsanleihen bleiben notenbankfähig." dw Das soll wohl heißen: Die EZB plant den Ankauf der griechischen Anleihen, die auf dem Finanzmarkt keine Käufer mehr finden. Das hieße: die EZB druckt die Euros für Griechenland.

Wir sehen gerade dem Euro beim Platzen zu.

 

9.4.2010: Der freche Säufer keilt wieder aus

Der freche Säufer keilt wieder aus, wie gewohnt gegen die Ärmsten der Armen. Aber warum steht der Schwachsinn in sämtlichen Zeitungen? Der Kerl hat noch nie irgendwas Kluges gesagt, nur dummes Zeug. Warum ist der nicht in einer Anstalt, sondern in der Bundesbank (ausgerechnet) und seine Worte stehen in der Zeitung?

 

9.4.2010: Wenn die Zeitungen über Gesundheit schreiben

Wenn die Zeitungen über Gesundheit schreiben, kommt nur blanker Unsinn heraus. Heute in allen Medien (z.B. im "Focus"):

Ein hoher Konsum frischer Grünkost schützt nur geringfügig vor Krebs. Allerdings senkt diese Diät die Erkrankungsrate von durch Alkohol und Rauchen ausgelöstem Krebs - speziell unter Frauen.

Wenn Frauen rauchen und saufen und dann mehr Obst und Gemüse essen, kriegen sie ein ganz kleines bißchen weniger Krebs. Und dafür werden Bäume gefällt und Zeitungen gedruckt?

 

8.4.2010: IBM gegen Open-Source

Jahrelang haben sie Open-Source und Linux gefördert - solange es in ihrem eigenen Interessen war, und solange es ihre Position gegen Microsoft stärkte. Nun taucht ein Open-Source-Projekt auf, das den Absatz der IBM-Hardware in Gefahr bringen könnte - und sofort läßt IBM die Maske fallen und bringt die Patente in Stellung, die sie vor ein paar Jahren angeblich freigegeben hatten. heise

Machen wir uns nichts vor: IBM war und ist ein ganz gewöhnlicher Schweine-Konzern, Open-Source hin oder her. Die Open-Source-Lizenz "GPL" sollte Firmen wie IBM und HP ausdrücklich von der Nutzung ausschließen.

Oh, das tut die GPL bereits? Dann hat IBM gerade das Recht verloren, Linux zu benutzen.

 

2.4.2010: Ex-Kanzler beschimpft das Volk

Ja, so ist es recht. Die D-Mark abschaffen, Milliarden Euro und einen Schwung Souveränitätsrechte an die EU verschenken, die bankrotte DDR eingemeinden, Steuern über jedes vernünftige Maß hinaus erhöhen, 8 Millionen Arbeitslose verursachen, Millionen schwarze Spenden annehmen. Nach 16 Jahreen Kohl-Regierung war das Land wirtschaftlich total im Eimer. Und dann dem Volk die Schuld zuweisen. "Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) attestierte Kohl zu seinem 80. Geburtstag, er habe 'Herausragendes geleistet'." So kann man es auch ausdrücken. zeit

 

2.4.2010: Chinesen greifen Internetdienste an

Zuerst Google, dann "Chinese Human Right Defenders", jetzt "Foreign Correspondents' Club of China". Die relativ bösartigen Angriffe stammten "von Servern in China und den USA", heißt es bei Heise. Andere Google-Dienste wie YouTube, Blogger und Suchdienste auf Handys werden gestört und angegriffen, Mail-Accounts von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten werden geknackt.

Auch wenn man angeblich nicht weiß, wer dahintersteckt: Das Zusammentreffen mit den verbalen Attacken der chinesischen Behörden ist wahrscheinlich kein Zufall. Deshalb ist die Annahme naheliegend, daß die chinesischen Behörden Hacker beschäftigen, Botnetze betreiben und das Internet angreifen. Alles in allem lautet der Schluß: China ist ein Land des Bösen. Wenn ich einen Einfluß hätte, würde ich China vom Internet abklemmen.

 

1.4.2010: Gentechnik-Studie wurde zurückgezogen

Man fütterte Mäuse zwanzig Wochen lang mit einem in der EU zugelassenen, gentechnisch veränderten Mais. "Einzelne Mäuse", hieß es, hätten nach zwei Würfen keine weiteren Nachkommen mehr gehabt.

Große Sensation in den Medien 2008? Irgendwie nicht. Ich zum Beispiel habe von dieser Studie heute zum erstenmal gehört. Ich kannte aber ein paar andere Untersuchungen, wo z.B. nach neun Jahren Dauerversuch so viele Tiere gestorben waren, daß der Versuch abgebrochen wurde. Zwanzig Wochen ist auch viel zu kurz, meiner Meinung nach. Schleichende Langzeitfolgen (wie z.B. Krebs) brauchen immer Zeiträume so um die zehn bis zwanzig Jahre.

Der Grund für den Rückzug ist mir nicht so richtig klargeworden. Es heißt, die Wissenschaftler hätten keine zufriedenstellende statistische Auswertung geliefert. Haben die nur ein bißchen mit den Mäusen gespielt und nichts aufgeschrieben, oder wie? (Bin ich das jetzt nur, oder haben noch andere das Gefühl, da stimmt irgendwas nicht mit der ganzen Geschichte?)

Über die Studie nach ihrer Veröffentlichung: http://www.transgen.de/aktuell/995.doku.html

Jetzt, wo sie wieder zurückgezogen wurde: http://www.transgen.de/aktuell/1167.doku.html

Und Greenpeace: http://www.greenpeace.at/news_gen_081111.html

Natürlich (leider) biegen sowohl die Befürworter als auch die Gegner die Wahrheit so weit in die eigene Richtung, daß man kaum noch erkennt, was sie nun genau gemacht haben. Und natürlich ist auch die Studie selbst nicht mehr online. (Der Link im Kommentar bei Greenpeace führt ins Leere.)

Was mir auch sehr seltsam vorkommt: Warum wird nicht - sofort - ein größerer, aussagekräftigerer Versuch gestartet? War das Ergebnis nicht interessant genug? Doch, eigentlich schon, oder? Immerhin geht es um mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen.

Meiner Meinung nach ergibt das Ding ein ganz typisches Bild von einem Skandal, der gerade am Vertuschtwerden ist. Genau so sieht sowas aus: Unklare Darstellungen, widersprüchliche und lückenhafte Informationen, Löschen von Dokumenten.

 

31.3.2010: Qualitätspresse druckte frei erfundene Expertenmeinungen

journalist.de: Ein freier Autor hat über lange Zeit Spiegel, Welt und Südkurier mit Interviews versorgt, die er mit nicht existierenden Experten geführt hatte. Die Qualitätsmedien schluckten alles, was ihre Vorurteile bestätigte und druckten es, ohne Fragen zu stellen.

Natürlich ist jetzt nur der freie Autor der Böse, natürlich wäscht die Qualitätspresse ihre Hände in Unschuld. Ich sehe das Ganze aber etwas anders: Das kommt davon, wenn man nicht prüft, was man da druckt und wenn man nicht selber recherchiert. Im Internet findet man ständig Meldungen über angebliche Skandale, die aber dann nur aus einer einzigen Quelle stammen und nirgendwo bestätigt werden. Sowas einfach abzudrucken ist kein Journalismus mehr. Und das ist das Problem.

Nicht die Existenz von Betrügern ist das Problem, sondern eine Presse, die auf Journalismus verzichtet und nur noch auf Bildzeitungsniveau arbeitet.

Und ausgerechnet der Betrüger arbeitet bei Bildblog.de und wettert gegen den Billigjournalismus. Und die Mischpoche fordert eine Art GEZ-Gebühr für ihr Geschmiere, da paßt ja wieder alles zusammen.

Update: mediummagazin: Der freie Autor sagt, er sei selbst das Opfer eines Hochstaplers geworden. Die betroffenen Medien - und sogar der Journalistenverband - sind bei ihren Berichten über die erfundenen Geschichten offenbar weit übers Ziel hinausgeschossen. Offensichtlich versuchen sie, durch die wütende Reaktion von ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken. Alle, die sich bloßgestellt fühlen, kläffen jetzt wie getroffene Hunde.

Die Qualitätsjournalisten sind längst zu Marktschreiern und Bänkelsängern verkommen. Nur noch auf die Blogs ist Verlaß. niggemeier

 

29.3.2010: Räuberbanden (Update zum 23.3.2010)

Nach nur einer Woche war die Bande gestellt. Der mutmaßliche Haupttäter ist 18, die anderen vier sind 14 und 15. Drei von ihnen sitzen in Haft. Bei der Aufklärung halfen Videoaufnahmen vom ZOB. welt

Noch hilfreicher wäre es gewesen, wenn zum Zeitpunkt des Überfalls ein paar Polizisten in der Nähe gewesen wären. Dann hätte die Tat vielleicht gar nicht stattgefunden. Und noch viel, viel hilfreicher wäre es, wenn jeder Jugendliche eine Lehrstelle und jeder Erwachsene Arbeit hätte, von der er leben und eine Familie ernähren kann. Familienväter begehen in der Regel keine Überfälle.

 

29.3.2010: Der freche Türke legt nach

Nun wirft er uns auch noch vor: "Hass gegen die Türkei". Mein Haß geht aber gar nicht gegen die Türkei, nur gegen unverschämte Arschlöcher wie ihn. Ich verstehe nicht mehr, warum Merkel da immer noch hinfahren will. Der Kerl wird ja doch nur wieder Beleidigungen ausstoßen. Was soll denn das bringen? Ich verstehe auch nicht, was der Hetzer bezweckt. Denkt er, damit kommt die Türkei leichter in die EU? Will er innenpolitisch Punkte machen? Ist die Mehrheit der Türken denn wirklich so dumm, daß sie ihn nicht durchschaut?

Update: Merkel will nun auch türkische Schulen in Deutschland. SZ

 

27.3.2010: Zensur: China stört das Internet - weltweit

Zwei bemerkenswerte Ausfälle innerhalb von zwei Tagen: siehe netzpolitik, fefe. Wie unsicher und leicht verwundbar das Internet tatsächlich ist, zeigt auch diese Meldung bei heise bzw. entwickler.de über die erfolgreiche Umleitung der IP-Adressen von YouTube nach Pakistan.

 

27.3.2010: Wikipedia.de immer irrelevanter

Wenn man nach "denisova hominin" googelt, steht der deutschsprachige Wikipedia-Artikel auf Platz eins, noch vor dem englischsprachigen. Und was findet man da: eine Löschdiskussion. Tenor: "Denisova hominin ist Unsinn".

denisovatn

Da sind sie, die Wikipedia-Experten, in all ihrer Dummheit und Arroganz. Aber da ist auch Google in seiner Dummheit und Arroganz. Wenn man also irgendwas tatsächlich wissen will, geht man weder zu Google, noch zu Wikipedia.de.

Sucht man denselben Begriff bei Bing, ist die deutschsprachige Wikipedia sinnvollerweise nicht aufgelistet. Alles klar?

 

26.3.2010: Polizeistaat: Das Mikrofon im Navigationsgerät

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) warnt davor, dass staatliche Stellen SSL-gesicherte Verbindungen mittlerweile wahrscheinlich routinemäßig abhören könnten. [...] So habe man beispielsweise einen Navigationsgerätehersteller dazu gebracht, zum Mitschneiden der Gespräche in einem Fahrzeug das eingebaute Mikrofon zu aktivieren. heise

Der Staatsapparat und die Großkonzerne, Hand in Hand gegen die Bevölkerung. Privatsphäre existiert nicht mehr.

 

26.3.2010: Erdogans dumme und freche Forderung

Vor ein paar Tagen hat der türkische Ministerpräsident bemängelt, es gebe in Deutschland keine türkischen Schulen und kategorisch die Einrichtung türkischer Schulen in Deutschland gefordert. Türkische Schulen existieren in Deutschland seit Jahren. Erdogan macht offenbar seine Hausaufgaben nicht, sondern tönt nur wild in der Gegend herum. Tja, so sind sie, die Türken.

 

24.3.2010: Sicherheitsmann fotografiert Kollegin im Nacktscanner

Das hat ja nicht lange gedauert. Ein Sicherheitsmitarbeiter am britischen Flughafen Heathrow machte schnell ein Foto von einer Kollegin, als sie versehentlich durch den Scanner ging. reuters google

 

23.3.2010: Primacall vs. Spreeblick

Spreeblick hat vor einiger Zeit ein Interview veröffentlicht, das die zweifelhaften Werbemethoden des Telefonproviders beleuchtet. Seitdem wird der Blogger von Primacall mit teils überzogenen, teils sinnlosen Forderungen belästigt.

Für das Gerichtsverfahren sucht Spreeblick jetzt weitere Zeugen, vor allem ehemalige Mitarbeiter von Primacall. Neuester Stand

Wenn man mal Google durchblättert, stößt man auf Aussagen von zahlreichen Primacall-Geschädigten, die auf die Methoden hereingefallen sind, und die nun nach Möglichkeiten suchen, aus dem - nicht wirklich geschlossenen, sondern nur böswillig unterstellten - Vertrag wieder herauszukommen. Hier, noch einer.

Wenn ich das alles so lese, kann ich nur noch raten: Finger weg von Primacall. Das ist ganz offensichtlich eine Gangsterfirma.

  • 23.3.2010: Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 14.800 für spreeblick primacall

 

23.3.2010: Räuberbanden

In Hamburg-Billstedt überfielen "Südländer" einen 19-jährigen und fügten ihm durch Tritte gegen den Kopf ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu.

Bis vor ein paar Jahren kamen sie nur zu dritt, diesmal schon zu sechst. Und: Alle Zeitungen sprechen nur von "Jugendlichen", die "Welt" immerhin von "Südländern".

 

22.3.2010: Gentechnik: Bollgard von Monsanto

"Bollgard von Monsanto", das ist nicht etwa der Name einer hübschen, jungen Dame aus dem Hochadel. Es ist eine genmanipulierte Baumwollsorte, die einen Giftstoff produziert, der Schädlinge tötet.

Google "bollgard", Treffer Nr. 1: So schön klingt es bei Monsanto:

Die Ergebnisse einer umfassenden Studie des renommierten Marktforschungs-Unternehmens ACNielsen ORG-MARG in Indien bestätigen die Vorteile der gentechnisch veränderten Baumwollsorte BollgardTM für die ansässigen Landwirte. Neben höheren Ernteerträgen und deutlichen Einsparungen von Pflanzenschutzmitteln wurden höhere Einnahmen als die größten Vorteile für die Bauern ermittelt.

Und so steht es heute in der Taz:

Der Nutzen von gentechnisch veränderten Pflanzen hat ein Verfallsdatum - und einige sind bereits heute nutzlos. Das musste der US-amerikanische Saatgut- und Spritzmittelhersteller Monsanto jetzt einräumen. Nach nur acht Jahren Anbau sind in Indien mutierte Schädlinge aufgetaucht, die sich nicht mehr von der genmanipulierten Baumwolle Monsantos aufhalten lassen.

Monsanto gibt natürlich den Bauern die Schuld. Die Dummchen hätten die Anwendungsvorschriften nicht genau genug eingehalten. Und natürlich haben sie auch schon eine Lösung parat: Bollgard II, mit zwei Giftstoffen. Und natürlich arbeiten sie auch schon an Bollgard III, mit drei Giftstoffen.

Spätestens so ungefähr ab Bollgard XL schafft man es kaum noch, sich das Hemd überzuziehen, bevor man tot umfällt, während Monsanto immer noch Lobeshymnen säuselt und die indischen Raupen dazu den Tango tanzen.

 

19.3.2010: Finanzkrise: Finanzaufsicht wußte von Lehman-Tricks

(Update zum 12.3.2010 hier) handelsblatt:

Die Investmentbank Merrill Lynch soll schon Monate vor dem Zusammenbruch des Konkurrenten geahnt haben, dass an dessen Zahlen etwas faul ist. Laut einem Medienbericht hat Merrill deshalb Lehman bei der Finanzaufsicht angezeigt - doch die soll weggesehen haben.

 

19.3.2010: Das englische Wort für "Passivhaus"

Lautet: "Passivhaus".

 

19.3.2010: Antisemitismus: Ordnungsamt verbietet israelische Flagge

Begründung: Andere könnten sich von der israelischen Flagge "gefährdet fühlen", und: "Fahnen sind nicht erlaubt". Verboten wurden allerdings nur israelische, nicht z.B. iranische Flaggen. nordhessische

 

18.3.2010: Callcenter immer aufdringlicher

Ich kriege heute schon zum siebtenmal Anrufe von zwei Callcentern, die beide eine nicht existierende Rufnummer übermitteln. Deshalb gehen die Anrufe dann wenigstens automatisch auf die Voicebox, ohne daß ich durch Klingeln gestört werde. Es wird (natürlich) auch nie eine Nachricht hinterlassen. Meiner Meinung nach mißbrauchen diese Firmen die Eigenheiten des Telefonnetzes für unlauteren Wettbewerb und machen sich eigentlich strafbar. Auch so eine Räuberbande.

 

18.3.2010: WDR verlangt GEZ-Gebühr für elektronische Kassen

gulli: Jetzt ging Maredo vor Gericht, weil sie für deren computergesteuerte Kassen zur Kasse gebeten werden sollten. Das Argument lautete, deren elektronischen Kassensysteme würden rein theoretisch den Empfang von Radio- und TV-Programmen ermöglichen.

Meiner Meinung nach ist die GEZ inzwischen nichts anderes mehr als eine Räuberbande.

 

16.3.2010: Finanzkrise: EU bemerkt das britische Defizit

Die EU hat jetzt gemerkt, daß die Briten genausoviele Schulden haben wie Griechenland. Wow.

 

15.3.2010: Türkei bricht diplomatische Beziehungen ab

Die Türkei reagiert ja immer gleich tödlich beleidigt, wenn jemand es wagt, den Todesmarsch der Armenier als "Völkermord" zu bezeichnen.

Zuerst Schweden, dann die USA. Als nächstes sind Großbritannien und eventuell Frankreich dran.

Ich erinnere mich an einen Großbrand in Ludwigshafen, wo in einem Wohnhaus, das nur von Türken bewohnt war, neun Menschen umgekommen sind. Da hat die Türkei sofort Deutschland beschimpft und Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikale verantwortlich gemacht. Bis sich dann herausgestellt hat: Im Keller des Hauses waren Stromzähler überbrückt worden, und dadurch war ein Kabelbrand entstanden.

Ich erinnere mich außerdem an einen Besuch von Ministerpräsident Erdogan in der Bundesrepublik, wo der Mann in Deutschland den türkischen Nationalismus gepredigt und die in Deutschland lebenden Türken aufgerufen hat, sich nicht zu integrieren.

Ich hätte nichts dagegen, wenn Deutschland die Beziehungen zu Türkei jetzt auch abbricht.

 

15.3.2010: Beinahe-Absturz in Hamburg von 2008: Bordcomputer war schuld

absturzblog: Bei der ersten Bodenberührung schaltete der Computer in den "Bodenmodus", so daß die Piloten 3,5 Sekunden lang keine Kontrolle über das Flugzeug hatten, das von heftigen Sturmböen geschüttelt wurde.

Das Blog weist darauf hin, daß die sofort aufkommenden Gerüchte, die Kopilotin sei unerfahren gewesen, offenbar lanciert waren und nicht auf Tatsachen beruhten.

Auch die Flugzeugindustrie zeigt offenbar Anzeichen von Mafiastrukturen. Von der Atomindustrie weiß man das ja schon länger, von der Fleischmafia sowieso. Spätestens seit der Finanzkrise sind auch Bankmanager in Verdacht geraten. Der Manager von heute ist der Gangsterboss von 1930. Er trägt auch dieselben Nadelstreifen. Nur anstatt der Jungs mit Kanonen hat er heute ein paar Anwälte. Die sind aber auch nicht gesetzestreuer.

 

15.3.2010: Chavez will freie Rede im Internet verbieten

The Internet cannot be something open where anything is said and done.

Und er beruft sich auf Merkel. (reuters)

 

13.3.2010: Vodafone: Zusammenarbeit mit Betrügerfirma

teltarif.de: Firma "Mintnet" verschaffte sich die Handynummer des Opfers, verschickte dann unter dieser Nummer große Mengen von "Premium-SMS" an sich selbst, und Vodafone buchte ab.

Anrufe bei der Vodafone-Hotline halfen nichts, die Abrechnung sei so schon in Ordnung. Zur Überprüfung der Korrektheit der Rechnungen wurde ein Einzelnachweis der Premium-SMS von Vodafone angefordert. Die Mutter erinnert sich, "so etwa 100 Mal" angerufen und geschrieben zu haben. Ohne Erfolg.

[...] Es folgten Mahnungen durch ein Inkassobüro, drastische Briefe eines Rechtsanwalts im Auftrag von Vodafone. Gegen einen gerichtlichen Mahnbescheid legte die Kundin Einspruch ein, der Anwalt drohte unverhüllt mit Zwangsvollstreckung, die Hintergründe interessierten ihn nicht.

[...] Was der Kundin offenbar niemand erzählt hatte: Bereits im Dezember 2008 wurden bei MintNet in Flensburg die Büros von der Staatsanwaltschaft durchsucht und Anklage erhoben. Was die Kundin ziemlich in Rage gebracht hat, "dass Vodafone die ganze Zeit gewusst hat, dass mein Sohn von Betrügern abgezockt wurde und sie es nicht für nötig fanden, mich zu informieren, dass die Staatsanwaltschaft Kiel Geschädigte von MintNet sucht." Stattdessen wollte Vodafone Schadensersatz für die nicht bezahlten Rechnungen.

[...] Erst nach einer erneuten Anfrage, wieso es nicht wenigstens möglich sei, auf die zahlreichen Anfragen der Kundin zu reagieren und ihr das Problem allgemeinverständlich zu erklären, wenn Vodafone sonst schon nicht helfen könne, meldete sich Pressesprecher Thorsten Hoepken bei teltarif und teilte mit, dass Vodafone die noch offenen Forderungen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht im Sinne des Kunden einstellen werde.

Aber so, wie sich Vodafone dann äußert:

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass Vodafone sich von solchen Geschäftspraktiken deutlich distanziert.

Genau das ist eben keine Distanzierung. Vorher haben sie nämlich mit "solchen Geschäftspraktiken" zum beiderseitigen Nutzen kooperiert. Dann hilft es nicht, hinterher zu sagen: Wir distanzieren uns davon. Das ist so, als wenn ein Hehler sagt: Ich distanziere mich von jeder Art Diebstahl.

 

12.3.2010: Finanzkrise: Lehman Brothers frisierte die Bilanz

handelsblatt So furchtbar überrascht bin ich nicht. Der "Sonderermittler" legte seinen Bericht vor.

 

12.3.2010: FDP fordert "Anstandsregeln"

Nach der Haßpredigt des FDP-Vorsitzenden Westerwelle gegen Hartz-IV-Empfänger fordert die FDP nun mehr Toleranz für ihre Angewohnheit, ihnen nahestehende Wirtschaftsleute auf Staatskosten reisen zu lassen. Kritik an solcher Vetternwirtschaft gefährde die Demokratie. spiegel

 

12.3.2010: Internet kein Ort für Meinungsäußerung

Die BBC machte eine Umfrage in 26 Ländern rund um die Welt. Knapp 80 Prozent (Deutschland: 78%) sind der Meinung, das Internet sollte ein Grundrecht sein. 72 Prozent der Befragten in Deutschland finden aber auch, das Internet sei kein sicherer Platz, um seine Meinung zu äußern. Da liegt Deutschland weit abgeschlagen auf dem letzten Platz in der Welt, noch hinter Diktaturen wie Südkorea. Das ist ja auch kein Wunder bei dem deutschen Abmahnungsrecht.

 

10.3.2010: Finanzkrise: den Lebensversicherern wird die Kundschaft lästig

Vor zehn Jahren sagten nur wenige ganz Mutige: (Kapital-)Lebensversicherung ist legaler Betrug. Jetzt haben wir den Salat:

Konzerne legen Lebensversicherungstöchter einfach still, weil sie keine Zukunft mehr für sie sehen. Das Neugeschäft wird eingestellt, die bestehenden Verträge abgewickelt. [...] Das Geschäft sei zu wettbewerbsintensiv, dazu komme das immer enger werdende Aufsichtsrecht mit Vorschriften und Gerichtsentscheidungen, die nach Ansicht der Niederländer die Kunden begünstigen.

Auf Deutsch: Nur solange wir die Kunden nach Strich und Faden abzocken durften, lohnte sich das Geschäft.

Das Problem ist wahrscheinlich: Die Versicherer sammeln Geld ein und müssen es dann sowohl sicher als auch gewinnbringend anlegen. Und genau dafür gibt es praktisch keine legalen Möglichkeiten mehr. Es gab sie schon lange nicht mehr. Die Branche behalf sich mit immer riskanteren Anlagemöglichkeiten. Das ging gut, solange es keine internationale Finanzkrise gab.

 

10.3.2010: Löschung der Vorratsdaten noch nicht abgeschlossen

gulli: Das Bundesverfassungsgericht hat am vergangenen Dienstag, also vor acht Tagen, die Vorratsdatenspeicherung für "nichtig" erklärt und die Löschung der gesammelten Daten angeordnet. Die Telekom sagt nun: Wir haben 19 Terabyte gespeichert, und das Löschen dauert noch.

Angenommen, die Telekom hat 38 Millionen Kunden. Dann entsprechen 19 Terabyte pro Kunde einem halben Megabyte. Das wären 200 engbeschriebene DIN-A4-Seiten. Das entspricht mehr als einer engbeschriebenen DIN-A4-Seite pro Tag.

 

10.3.2010: Kriminalbeamte beschimpfen das Bundesverfassungsgericht

gulli Das sieht man mal wieder sehr schön, wo in diesem Land die Verfassungsfeinde sitzen: An den Schreibtischen in den Behörden.

 

10.3.2010: Nacktscanner: Pakistanische Delegation reist empört ab

Eingeladen als hohe Gäste - nacktgescannt wie Terroristen. Amerikanische (und deutsche Beamte) verteidigen ja inzwischen die Nacktscannerei als völlig normal und alltäglich. Aber die Pakistaner protestierten: "Going through a body scan makes you naked, and in making you naked, they make the whole country naked." Nun werden sie weltweit als Helden gefeiert. washingtonindependent

Die Amis reagieren wie trotzige Kleinkinder: tödlich beleidigt. "Wir sind enttäuscht, dass die Gruppe sich von einer Maßnahme angegriffen fühlte, der sich Tausende Amerikaner und Besucher jeden Tag an Flughäfen unterziehen müssen." spiegel

Endlich spricht mal jemand die Wahrheit aus. Danke, Pakistan.

 

10.3.2010: "Finanzdaten von Politikern"

Eine mir bisher völlig unbekannte Organisation namens "Libertäre Plattform" will eine CD erhalten haben, auf der brisante Daten über Politiker sind. Es riecht irgendwie nach einem Hoax. Aber man weiß ja nie.

Update: Die Seite mit dem jeweils "letzten Stand".

 

10.3.2010: EU will Raucher "melden"

Wie in einem schlechten Film: Die Anti-Raucher-Maßnahmen der EU.

 

10.3.2010: "Zeit" will Atmosphäre manipulieren

"Welt in den Griff" - "letztes Mittel" - "aktiv eingreifen", kein Klischee ist zu abgegriffen, keine Phrase zu billig. Die "Zeit" betet für den Horror.

Ich finde ja, wer solche Terrorpropaganda bringt, gehört in den Knast, nicht an den Redaktionsschreibtisch.

 

8.3.2010: Ermittlungen gegen Prügelpolizisten: "Die machen einfach nichts"

gulli: Der Anwalt des Opfers - also des von den Polizisten verprügelten Fahrradfahrers - kritisierte dies und wünschte sich einen zügigeren Fortgang des Verfahrens. "Wir haben sehr viel zu den Ermittlungen beigetragen und sind frustriert, dass es nicht weiter geht", sagte Rechtsanwalt Johannes Eisenberg der Nachrichtenagentur dpa. "Die machen einfach nichts." Er forderte eine zügige Durchsetzung des Rechts auch gegen Polizisten.

 

7.3.2010: Falsche DNA-Spuren

Das "Phantom von Heilbronn" war nur der Anfang. Laut dem Spiegel gibt es mindestens sieben weitere Fälle (bei hoher Dunkelziffer), bei denen die DNA-Spuren versehentlich von der Polizei - z.B. von Kriminaltechnikern - selbst erzeugt wurden.

 

6.3.2010: Erste US-Anleger kriegen Gänsehaut

moneyandmarkets: Das britische Pfund fällt gerade wie noch nie. Die Situation ist: Großes Staatsdefizit, Schulden außer Kontrolle, Staatsanleihen fallen, Sicherheit auf Staatsanleihen steigen und steigen. Dabei ist die Situation noch harmlos, verglichen mit den USA: Schulden sollen steigen auf 19 "trillions" (Billionen), Defizit soll steigen auf 8.5 trillions, China verkauft US-Staatsanleihen.

Was mich an dem Artikel am meisten beunruhigt: Sie empfehlen erstmals festes Gold als Anlage, vorher waren es immer nur "inverse ETFs". Wenn jetzt auch diese Hilfspapiere nicht mehr sie sichere Anlage sind, dann gibt es (für Kleinanleger) keine sicheren Anlagen mehr, nur eben noch das Gold.

Großinvestoren haben natürlich immer noch die Möglichkeit, mit "Rohstoffen" zu handeln. Das ist bisher aber eher zaghaft passiert. Deshalb hält sich Inflation immer noch in Grenzen. Das könnte sich im Laufe des Jahres drastisch ändern.

 

6.3.2010: Neuschnee im März

Das zweite Mal innerhalb weniger Jahre fällt Schnee im März. Diesmal ist es richtig viel, schon 5 cm. Ich bin gespannt, wie es morgen früh aussieht. Die Temperatur ist niedrig genug, daß er vor morgen mittag nicht wegtaut. Ich schätze, die U-Bahnen werden eventuell nicht ganz pünktlich fahren.

 

5.3.2010: Neuer nVidia-Treiber beschädigt Grafikkarten

gulli: Aktuelle Treiber des Grafikkartenherstellers nVidia können die Grafikkarte beschädigen. Der Hersteller warnte mittlerweile vor den betreffenden Treibern und empfahl betroffenen Benutzern ein Downgrade.

 

5.3.2010: Der Euro - Hurrah!!!

Der Spiggl: Die bösen, bösen Hedgefonds - Weltverschwörung!!! Die bösen, bösen Medien - Weltverschwörung!!! (Der Spiggl ist natürlich ein ganz Lieber). Alle wollen sie den armen Euro umbringen. Aber schaffen sie es? Nein, natürlich nicht. Denn der Euro ist auch ein ganz Lieber.

Spätestens, wenn solche Geschichten losgehen ("Unsere Mauern brachen - unsere Herzen nicht") dann ist das Ende nicht mehr weit. Na, endlich.

"Oh, nein," sagt der Spiggl: "Die Schuldenpolitik eines Staats kann eine Währung grundsätzlich nur dann zerrütten, wenn sich die Regierung, wie bis Kriegsende geschehen, das fehlende Geld nicht auf den Finanzmärkten besorgt, sondern bei der eigenen Notebank pumpt. Just dies aber darf die EZB nicht. Sie steht hier voll in der Tradition der streng unabhängigen Deutschen Bundesbank."

Und ich dachte, eine Währung ist dann zerrüttet, wenn ein Land (ein Währungsraum) seine Auslandsschulden nicht mehr bedienen kann.

 

4.3.2010: Der typische Serientäter

tagesspiegel

Der typische Serientäter ist männlich, arabischer Herkunft und bleibt auch als Erwachsener kriminell. Das ergibt sich aus einer Zwischenbilanz zum Stand der Umsetzung des Berliner Intensivtäterkonzepts

79 Prozent der Intensivtäter haben einen Migrationshintergrund; 47 Prozent sind arabischstämmig.

Das paßt ja nun so gar nicht zum üblichen Multikulti-Gesäusel der gleichgeschalteten Medien. Ich schätze: Wenn eine Politikerin es erlaubt, trauen sich plötzlich auch die Medien, die Mulitkulti-Scheuklappen mal abzulegen.

Weiter heißt es: 60 Prozent derjenigen, bei denen die Strafe "zur Bewährung ausgesetzt" wurde, werde während der Bewährung rückfällig. Ich glaube eigentlich nicht, daß "rückfällig" hier der richtige Ausdruck ist. Ich glaube eher, das Kriminelle ist hier das Normale, während Reue, Bewährungsfähigkeit und Integrationswille das Unechte, das Geheuchelte sind. Und nach meinen Erfahrungen mit Jugendlichen aus dem Kulturkreis hängt es damit zusammen, daß sie alle denken, sie seien etwas Besseres als wir, sie seien hier als Besatzer in Feindesland, und es müsse nicht "stehlen" heißen, sondern "requirieren" und auch nicht "Körperverletzung", sondern "Erziehung der Untermenschen" (das wären dann also wir).

 

4.3.2010: Zigarettenwerbung

Das Ärzteblatt und auch viele andere ziehen wieder den kurzen Schluß vom Zinnsoldaten zum Kriegstoten: Die Zigarettenwerbung treibt die Jugendlichen in die Sucht.

An dem Schluß ist wirklich alles falsch. Die werden nie begreifen, was Jugendliche anspricht: Es ist die Verteufelung des Rauchens, das Trommelfeuer an Anti-Rauch-Botschaften in allen Medien, die das Interesse weckt. Die Anti-Raucher-Haßkampagnen machen die Zigarettenwerbung erst interessant. Je böser, gefährlicher und sozialschädlicher das Rauchen dargestellt wird, umso stärker fühlt die Jugend sich davon angezogen.

Nehmen wir mal ein Gegenbeispiel, an dem man sehen kann, daß Werbung eben nicht so funktioniert, wie der kleine Moritz es sich vorstellt: BH-Werbung. Da können noch so viele honigsüße Versprechungen kommen, die Mädchen kaufen nicht mehr BHs, und die Jungs finden Mädchen mit BH nicht anziehender. Im Gegenteil: je mehr Werbung, umso spießiger und abstoßender wirkt das Produkt.

Oder nehmen wir ein noch abartigeres Beispiel: Die Pfarrgemeinderatswahlen in Bayern:

* seit vielen Monaten lief eine aufwendige Werbekampagne, wie man sie zuvor nie gekannt hat, mit Postkarten, Plakaten, Aufrufen und Internetunterstützung,

* einem großen Teil der Wählerinnen und Wähler wurde eine individuelle Wahlbenachrichtigung ins Haus geschickt mit dem Hinweis auf die Möglichkeit, die Stimme auch schon vor dem Wahltag abzugeben,

* einen weiteren Erfolg versprach man sich auch von der Herabsetzung des Wahlalters auf 14 Jahre, erstmals in diesem Jahr. Soviel Demokratie hätte man der katholischen Kirche eigentlich garnicht zugetraut.

Und doch: der Erfolg ist ausgeblieben.

Werbung ist immer negativ. Deshalb ist Negativwerbung positiv. Sie muß natürlich "echt" sein. Eine bloße ironische Umkehrung der Aussage nützt nichts. Es müssen schon ehrliche Haßgefühle übermittelt werden. Dann funktioniert es.

Es gibt allerdings zwei bemerkenswerte Ausnahmen, bei denen Werbung eben doch genauso funktioniert, wie der kleine Moritz es sich vorstellt: bei demjenigen, der eine Werbung in Auftrag gibt und beim vierjährigen kleinen Moritz.

 

4.3.2010: Schwunghafter Datenhandel

Nordrhein-Westphalen, Bayern, Baden-Württemberg, Österreicht und nun Hessen. Der Handel mit geklauten Bankdaten kommt langsam in Schwung. Die Schweizer Bankangestellten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Was ist eigentlich aus den berühmten Nummernkonten geworden?

Was da geöffnet wurde, das ist eine Büchse der Pandora. Nun ist es nicht mehr nötig, zur Beschaffung von Beweisen die Strafprozeßordnung einzuhalten. Man gibt einfach öffentlich bekannt, man sei an den und den Daten interessiert, und dann wartet man 14 Tage, bis einem die CDs angeboten werden.

Daß es hier um Steuerhinterziehung geht, das ist nur der Anfang. Man wird demnächst routinemäßig Beweise kaufen. Der nächste Schritt ist dann folgerichtig das Bestellen von gewünschten Beweisen bei Spezialfirmen.

Und dann kann man sie irgendwann auch online bestellen. Webformular: Gegen wen? Welche Straftat? Wieviel Bezahlung? Für einen Fuffi kriegt man z.B. die Plazierung einer Bombenbauanleitung auf dem PC des Nachbarn. Alles kein Problem. Die perfekte Dienstleistungsgesellschaft. Verdammt, ich muß hier weg.

 

3.3.2010: Nominal, Real, Brutto, Netto: alles geht abwärts

querschuss: 1994 war das Maximum der Reallöhne.

Seitdem geht es nur noch bergab mit Deutschland. Das sind jetzt 15 Jahre Wirtschaftskrise. Nur Großkonzerne, Banken, Politiker und ihre öffentlich-rechtlichen Helfershelfer haben sich in der Zeit noch die Taschen vollstopfen können. Glücklicherweise nur mit Geld, und das könnte, wenn wir Glück haben, bald wertlos sein.

 

2.3.2010: Jack Wolfskin stiehlt und verklagt

Der Outdoor-Ausrüster stahl der Taz ihr Tatzenlogo und verklagte anschließend die Taz auf Unterlassung der Benutzung desselben. Der Fehler der Taz: Sie hatte sich ihr Logo nicht "schützen lassen".

Nach dem Motto: Jetzt gehören alle Tatzen uns verklagte Jack Wolfskin 2009 private Anbieter selbstgehäkelter Katzenartikel auf Unterlassung der Katzenpfote. Es gab eine Riesenempörung im Web. Sie machten einen kleinen Rückzieher und versprachen, in Zukunft mehr Krallenspitzengefühl zu beweisen.

Zur Abwechslung gehen sie nun mal wieder auf Diebestour und stehlen ein paar Markennamen.

 

2.3.2010: Naturschützer wollen Landwirtschaft bestrafen

Die Bauern seien für 15 Prozent der Treibhausgase verantwortlich, es müsse Bußgelder geben, man dürfe kein Fleisch mehr essen, und Stickstoffdünger sei zu bestrafen, fordern sie. taz

Ich fordere: Naturschützer sollen gefälligst auf jede Nahrung ganz und gar verzichten, sonst sind sie unglaubwürdig.

 

2.3.2010: BMI out - WHtR in

Die Arschgeigen knallen wieder rum: "Body-Mass-Index sagt nichts" - "Waist-to-Height-Ratio sagt alles". spiegel Zehn Jahre (oder waren es schon zwanzig?) war der BMI die alleinseligmachende Zahl, um Menschen ihre Abscheulichkeit vorrechnen zu können. Nun ist er plötzlich, von heute auf morgen, entthront.

Wie sage ich immer: Alle Gesundheitswarnungen in Zeitungen sind Unsinn, alle. (Diese natürlich auch.)

 

1.3.2010: Neue Spartips vom Tausend-Sarra

Er erledigt mit links 40 Nebenjobs, trinkt nur Leitungswasser, trägt warme Pullover bei zehn Grad Zimmertemperatur, lebt von 1300 Kalorien pro Tag, durchschaut die Moslems als Einziger und nun outet er sich auch noch als leidenschaftlicher Kaltduscher. zeit

 

1.3.2010: Polizeistaat: Betrunkener getötet

"Ich bin die Treppe runtergefallen," antwortete die Nachbarin, als meine Mutter die blauen Flecken sah. "Treppe runtergefallen" war der Code für "vom Ehemann verprügelt". Das war ungefähr 1960. Gestern wurde ein Mann, der unter Drogen und Alkohl randalierte, von der zu Hilfe gerufenen Polizei zu Tode beruhigt. Und was sagen die braven Beamten dazu:

tagesspiegel: Laut Angaben der Polizei fiel er die Treppe hinunter und verstarb daran.

 

28.2.2010: Wie die Debianer auf eigene Fehler reagieren

Na, wie schon: Unverschämt, selbstgerecht und dumm: http://www.suspekt.org/2010/02/27/debian-breaks-suhosin-security-feature/ via http://blog.fefe.de/?ts=b57711ee Natürlich haben sie aus der SSL-Katastrophe nichts gelernt. Stattdessen sind sie einfach noch frecher geworden. Ich kann nur empfehlen, Debian und auf Debian basierende Distributionen nicht mehr zu benutzen. Ich tu es schon lange nicht mehr. Früher war Debian mal wirklich gut, aber leider ist es von Idioten übernommen worden (genauso wie Wikipedia). Die Dinge ändern sich halt.

 

26.2.2010: Polizeistaat: Stadt nutzt Schneeberge zum Abkassieren

In Gifhorn/Niedersachsen liegt der Schnee auf der Straße. Die Stadt räumt ihn aber nicht weg. Dadurch wird die Straße eng. Mitarbeiter der Stadt messen die Durchfahrt und verteilen Knöllchen. Auf Vorhaltungen, doch erstmal zu räumen, stellen sich die Beamtinnen taub. youtube

 

26.2.2010: Gerichtsurteil gegen Radwege (nein, gegen   Rapidshare)

Ein Geschäftsmodell, das auf Grund seiner Struktur durch die Möglichkeit des anonymen Fahrradfahrens der massenhaften Begehung von Verkehrsverstößen wissentlich Vorschub leistet, kann von der Rechtsordnung nicht gebilligt werden.

Ersetze "Fahrradfahren" durch "Hochladen" und "Verkehrsverstöße" durch "Urheberrechtsverletzungen" datenspeicherung

Grundgesetz und Menschenrechtskonvention schreiben vor, daß Menschen sich frei bewegen und frei kommunizieren dürfen, ohne daß der Staat sich einmischt. Das OLG Hamburg schwingt sich hier zum Gesetzgeber auf, und das auch noch auf eine verfassungsfeindliche Art und Weise.

 

26.2.2010: Rache für die Bücherverbrennungen

Schüler und Lehrer der Geschwister-Scholl-Schule in Pulheim verbrennen einen Stapel Flugblätter der rechten Organisation "Pro-NRW". "Die üblichen Verdächtigen" berichten darüber: pronrw pi gruenepest Normalerweise würden sich auch die Qualitätsmedien darauf stürzen und es als "unpassenden Hitlervergleich" brandmarken.

verbrennertn scholltn

Was mir an dem Vorfall am meisten Angst macht, ist das triumphierende Grinsen des Referendars. Genauso haben die Nazis damals auch gegrinst.

 

26.2.2010: Finanzkrise: 17 Prozent Inflation in Indien

querschuss: Seit Dezember 2009 gibt es Anzeichen, dass die Lebensmittel-Teuerung auch auf Industrieprodukte und Dienstleistungen übergreift,

 

26.2.2010: Microsoft will Botnetz-Opfer bestrafen

SZ: "Der Softwarehersteller will nun auch gezielt Computer vom Netz abschalten lassen, die von einem sogenannten Botnetz missbraucht werden."

Daß es überhaupt Trojaner und Botnetze gibt, daran trägt Microsoft die alleinige Schuld, nicht die   Kunden. Computer werden von Botnetz-Trojanern befallen, weil "Windows" zahlreiche ausnutzbare Sicherheitslücken hat, die von Microsoft nicht beseitigt werden, zum Teil seit Jahren.

Meiner Meinung nach können Windows-Käufer, die auf diese Weise vom Internet abgeklemmt werden, von Microsoft Schadenersatz verlangen. Außerdem macht Microsoft sich strafbar, wenn sie wissentlich ein Betriebssystem mit bekannten Sicherheitslücken verkaufen. Aber ich bin kein Anwalt.

 

26.2.2010: Klimahysterie: Medienhetze immer schriller

"Rüttgers und Koch fahren Klimakiller", heißt es im Tagesspiegel, "Koch und Rüttgers fahren größte Klimakiller", steigert der Focus. Vom jahrelangen, systematischen Betrug der Klimaschützer haben die deutschen Medien natürlich noch nichts gehört. In der deutschen Medienwelt ist CO2 immer noch "das Klimagift", wird die Welt immer noch wärmer, steigt der Meeresspiegel immer noch an.

Wenn diese Krawallreporter irgendwann in nächster Zukunft arbeitslos auf der Parkbank sitzen, dann kriegen sie von mir als Zugabe noch einen Tritt in den Hintern.

 

26.2.2010: Finanzkrise: Die kommende Katastrophe

globalresearch.ca warnt vor einem drohenden globalen Zusammenbruch mit nachfolgender Weltdiktatur. Interessant, wenn auch sehr lang.

 

26.2.2010: Open-Source wird ihnen gefährlich

Mit haltlosen und an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen macht eine amerikanische Lobbygruppe bei der amerikanischen Regierung Front gegen Open-Source-Software und gegen Länder, die sich für Open-Source aussprechen. gulli heise

Die vier Schritte, mit denen Innovationen aufgenommen werden, sind: ignorieren, lächerlich machen, bekämpfen, stehlen. Nachdem der Versuch dieser komischen Firma in Utah (wie hieß sie noch gleich?) sich Linux als eigenes Produkt anzueignen, mißlungen ist, kommt nun offenbar ein Versuch, zu Phase drei zurückzukehren. Man könnte auch sagen: Auf dem Markt hat Open-Source schon gewonnen, der Rest sind Rückzugsgefechte.

Das Geschäftsmodell von Open-Source ist: Man tut in den gemeinsamen Topf die eine Erweiterung, die man selber braucht, die aber noch nicht drin ist. Und im Gegenzug kann sich jeder kopieren, was er braucht. Auf diese Weise ist mittlerweile eine Sammlung zusammengekommen, die alles Kommerzielle weit in den Schatten stellt. Die alte Art, Software zu machen und zu verkaufen, funktioniert immer schlechter: geheime Quelltexte, wenige Entwickler, geringe Auflagen, hohe Preise. Erstens deshalb, weil die Systeme immer komplexer werden und deshalb der Bedarf an Manpower immer mehr ansteigt. Andererseits gehen die Preise für Software immer mehr zurück, so daß jede Firma, die vom Verkauf lebt, irgendwann zerquetscht wird. Zweitens deshalb, weil die Geheimniskrämerei der alten Geschäftsmethode zwangsläufig dazu führt, daß viele Dinge, die andere auch schon entwickelt haben,   die aber nicht öffentlich zugänglich sind, immer wieder neu entwickelt werden.

Dazu passend: Nach einer Studie ist das Linux-Kernel über eine Milliarde Euro wert. Zugrundegelegt wurden die eingearbeiteten 33.000 Mannjahre. heise

 

25.2.2010: Finanzkrise: Welthandel um 12 Prozent gesunken

Der weltweite Handel ist im Jahr 2009 so stark eingebrochen wie seit 1945 nicht mehr. Laut WTO ging der Austausch von Waren und Dienstleistungen um zwölf Prozent zurück. spiegel

 

25.2.2010: US-Schule spioniert mit Webcams

Das ist schon ein paar Tage her. Die Webcams in den Schul-Laptops wurden unbemerkt dazu benutzt, die Schüler im Kinderzimmer auszuspionieren. Die Schule behauptete steif und fest, das Feature werde nur dazu benutzt, gestohlene Laptops wiederzufinden. Das wurde von mindestens einer Familie bestritten, die den Laptop nicht als gestohlen gemeldet hatte, aber trotzdem ausspioniert wurde.

Nun gibt es weitere Zeugenaussagen:

  • Der Schul-Laptop war zwingend vorgeschrieben
  • Andere Laptops waren verboten und wurden konfisziert
  • Die Kamera konnte nicht deaktiviert werden
  • Wer die Konfiguration änderte und nicht ausspioniert werden konnte, wurde der Schule verwiesen

Es kommt noch schlimmer: Jeder, der wußte, daß das Feature vorhanden war, konnte es aus der Ferne ebenso aktivieren wie die Schul-Admins.

 

24.2.2010: "Rauchen heißt Sklave des Tabaks zu sein"

So sagt es eine französische Anzeigenkampagne. Da kniet ein Jugendlicher in der typischen Haltung des Pornofilm-Sexsklaven mit einer Zigarette zwischen die Lippen vor einem Mann. Angeblich "schockt" es die Jugendlichen. Ich glaub's ja nicht.

"Wenn du rauchst, kannst du genausogut dem Tabakboss einen blasen." Das ist so verzerrt, da wird die im Hintergrund versteckte Botschaft zur Kernaussage: "Befolge die Gebote der Korrektheit, oder wir schrecken vor nichts zurück."

Wir hatten vor ungefähr fünfzehn Jahren mal sowas Ähnliches: "Wer Alkohol trinkt, ist eine Flasche." Das wurde von den Krankenkassen bezahlt. Die Plakate hingen praktisch überall, und besonders viel in Schulen. Die ständige Alkoholwerbung bewirkte das genaue Gegenteil des Beabsichtigten. Auch Negativwerbung ist Werbung.

Aktuell hängen wieder solche Plakate überall: "Alkohol - kenne dein Maß." Die Truppen der Korrektheit sind offenbar im Rückzug begriffen.

 

22.2.2010: Gravenreuth begeht Selbstmord

Die deutschsprachige Internetgemeinde hat die überraschende Nachricht mit Erleichterung und Dankbarkeit aufgenommen.

Ansonsten findet sich nirgendwo im Internet ein gutes Wort über ihn. Niemand hat je geäußert, er habe Verständnis für ihn. Niemand hat gesagt, er sei "auch nur ein Mensch" oder irgendetwas in der Art. Er wurde als Monster wahrgenommen, und an dem Ruf hat er viele Jahre unermüdlich garbeitet. Was der kleine Moritz sich unter "gerissen", "gewissenlos" und "Winkeladvokat" vorstellt: Er erfüllte jedes Klischee. Dabei war er selbstgefällig bis zum Abwinken. Alles was er wußte und konnte, hat er mit schier unerschöpflicher krimineller Energie gegen seine Opfer gerichtet. Er hatte keinen einzigen Freund auf der Welt. Alle haben ihn gehaßt und gefürchtet. Auch wenn es niemand so offen sagt: Alle sind froh, daß er endlich tot ist. Google: gravenreuth opfer spitzfindigkeiten

Er droht mit einem Abmahnverfahren wegen Double-Opt-in, also dem normalen Anmeldeverfahren mit zweiter Bestätigungsmail, ob man beim Newsletter mitmachen will.

Etwas anderes waren z.B. die Briefe, die vor 20 Jahren von Gravenreuth an Leute die inseriert haben, verschickt hat (als vorgebliche "Tanja", die SW tauschen wollte): Gravenreuth ist da aktiv an Menschen herangetreten. Wer auf den Brief entsprechend antwortete, war dran. Da gebe ich Dir recht: das kann nicht legal sein.

In der Abmahnung für den gelöschten Kommentar heißt es laut Niggemeier, trotz Löschung sei nicht dauerhaft ausgeschlossen, dass dieser Kommentar erneut abgegeben werde. Er müsse die Kommentare vor der Veröffentlichung prüfen.

Günter Frhr.v.Gravenreuth (Link)   meint: (17.8.2007 um 11:15) Die Abmahnung erfolgte zurecht, das der Unterlassungsanspruch auch zukünftige Wiederholungen nach Ansicht des BGH unterbinden soll.

Das Landgericht München I hat durch Urteil vom 08.12.00 - 9 HK O 14840/9 - die Klage auf Anwaltskosten für RA von Gravenreuth abgelehnt, weil es sich um eine Serienabmahnung gehandelt habe.

Obwohl das Ordnungsamt München, das bayrische Innenministerium und das bayrische Justizministerium sind gleich von mehreren Personen, darunter ein Jörg Reinholz und ein Robert H. darüber in Kenntnis gesetzt wurden, dass Günter Freiherr von Gravenreuth widerrechtlich eine Waffe besaß (er hatte nach der Rechtskraft der Verurteilung zu 14 Monaten Haft die Eignung auch formell verloren) und das begründet Selbstmordgefahr besteht hatte das zuständige Ordnungsamt nicht die Maßnahmen ergriffen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Insbesondere die Schusswaffe wurde nicht eingezogen

Nach der Verkündung des Urteils heulte am Abend des 17.09. fast stündlich der News-Alert von "big G" im E-Mail-Postfach vieler Beobachter auf. Den berühmt berüchtigten Abmahnanwalt hat es letztlich doch noch erwischt

Gravenreuth hatte nach Erkenntnis des Gerichts Mandantengelder einbehalten und als Entschuldigung unter anderem angebliche Fehler seines Personals und "Überlastung" seinerseits ins Feld geführt.

Ich hatte Heise angeschrieben und die meinten, dass Sie Gravenreuths Selbstinszenierung keine Plattform geben wollen.

In den letzten zwei Jahrzehnten jedoch verspielte er seinen Ruf. Was mit den anrüchigen "Tanja-Briefen" begann, mit denen er Jugendliche Computerspiele-Tauscher in die Fall lockte, führte er mit einer Pervertierung des Abmahnwesens weiter, häufig auch im eigenen Namen. Wie kaum ein zweiter Kollege schadete er dem Ansehen des gesamten Berufsstands.

Stimmt! p2p ist modernes Raubrittertum. Mit freundlichen Grüßen Günter Frhr. v. Gravenreuth Rechtsanwalt * Dipl.-Ing. (FH)

 

21.2.2010: Handel mit gestohlenen Daten immer lukrativer

Dem deutschen Fiskus ist eine dritte CD mit Daten angeblicher Steuerhinterzieher angeboten worden. Schäubles Aktion war anscheinend äußerst erfolgreich. Schweizer Bankangestellte sind offenbar auch nur Ganoven. Und sie verstehen sich offenbar blendend mit den Ganoven des hiesigen Staatsapparats. DW

 

20.2.2010: CDU verkauft Audienzen

20.000 Euro kostet ein Stand auf dem Parteitag plus "Einzelgespräche mit dem Ministerpräsidenten und den Minister/innen". Spiegel

Worin da nun der Skandal besteht, ist mir noch nicht so richtig klar, ich muß erstmal in Ruhe nachdenken. So viel steht jedenfalls fest: Die Regierungsmitglieder sind Beamte auf Zeit, ihre Arbeitskraft schulden sie dem Staat zu 100 Prozent. Was für ein Sumpf.

Update: spiegel: "Rüttgers hatte am Sonntag Vorwürfe der Käuflichkeit zurückgewiesen. 'Dieser Wahlkampfvorwurf ist absurd. Er ist auch unverschämt. Er stimmt auch nicht', sagte Rüttgers in der ZDF-Sendung 'Berlin direkt'."

Das ist ein kleines bißchen zu dick aufgetragen, finde ich. So ist das kein Dementi, sondern eine Bestätigung, erster Klasse, hundert Prozent.

 

19.2.2010: USA versinken in Schulden

Für US-Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit ging die Rate der normalen Käufer ("Indirect Buyers") von 39.3 Prozent während der letzten zehn Auktionen auf nunmehr 33.2 Prozent zurück. Die Verzinsung wuchs dementsprechend von den erwarteten 3.68 auf 3.692 Prozent. Für 30 Jahre Laufzeit ging die Käuferrate von 43.2 auf 28.5 Prozent runter und die Zinsen von erwarteten 4.687 auf 4.72 Prozent hoch. moneyandmarkets

Auf Deutsch: Die USA kriegen nur noch 30 Prozent der Staatsanleihen tatsächlich verkauft. Den Rest der Kredite für ihr Defizit beschaffen sie nur noch auf dem Papier.

 

19.2.2010: Armut mit traumhaften Zuwachsraten

Während die Wirtschaft vor sich hinschrumpft, steigt die Zahl der Armen um 30 Prozent. "Jeder siebte Bürger hierzulande lebte 2008 an der Grenze zur Armut oder war arm. Das waren 11,5 Millionen Menschen und damit rund ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren, ergab eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)." SZ

 

19.2.2010: "Merkels Liste" gegen Steueroasen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Rahmen des G-20-Gipfels in London die Veröffentlichung einer Liste von unkooperativen Steueroasen angekündigt. Anhand der Schwarzen Listen soll deutlich werden, "inwieweit Staaten gegen OECD-Kriterien verstoßen." focus-2.4.2009

Dem Berichtsentwurf der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge werden von 49 Prüfkriterien nur fünf erfüllt, 39 Mal ist die Bekämpfung "lückenhaft" und fünf Mal fällt Deutschland komplett durch. zdf-18.2.2010

Stehen wir jetzt ganz oben auf der schwarzen Liste? Nein. Aber durch das neue Geldwäschegesetz werden neuerdings die Bankkunden, die irgendwas bar bezahlen, durchleuchtet und schikaniert. Und ich glaube nämlich, der scheinbare Widerspruch ist gar keiner: einerseits erfüllen wir die OECD-Kriterien nicht - andererseits werden lauter unverdächtige Einzahler von Kleinbeträgen verfolgt.

Ich glaube, die Bankkunden werden nur deshalb so schikaniert, damit ein paar andere Kriterien nicht erfüllt zu werden brauchen. Das wären dann wohl nämlich die Kriterien, mit denen man die Schwarz/Geld-Kreise in Deutschland tatsächlich erwischen würde. Darauf weist auch eine weitere Bemerkung im ZDF-Bericht hin:

Den Vorwurf des OECD-Berichts, Geldwäsche nur ungenügend zu bekämpfen, weist das Bundeskriminalamt dagegen zurück und weist auf die Zunahme von Verdachtsmeldungen hin.

Das sind nämlich genau die Kunden, die ihre 20 Euro GEZ-Gebühr bar einzahlen. Die werden alle gemeldet. Natürlich ist da nie irgendwas. Aber man hat steigende Meldungen.

 

19.2.2010: Ehemaliger Polizeipräsident von New York verurteilt

Wegen Korruption und Steuerhinterziehung wurde er zu 4 Jahren Knast verurteilt. reuters Was sagt das über den Zustand der Polizei? Das sind schon längst nicht mehr "die Guten".

 

18.2.2010: Das goldene Kalb

Schäuble erklärt der NZZ, wann der Zweck die Mittel heiligt, wenn es nämlich um Geld geht. achsedesguten:

Der Zweck heiligt nicht grundsätzlich alle Mittel. Vor einigen Jahren hatten wir eine Debatte um die Entführung eines Kindes. Hier ging es um die Frage, ob man Folter androhen darf, um Informationen zu erhalten. Ich habe dort klargemacht, dass hier nie der Zweck die Mittel heiligen kann. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber es gibt andere Fälle, in denen der Zweck die Mittel heiligen kann, wie im Fall der Steuerhinterziehung. Der Zweck ist die gleichmässige Besteuerung aller Bürger.

 

18.2.2010: NTV lobt den Goldpreis hoch

Gold sei "heißbegehrt", wenn die Inflation einsetze, würden "erhebliche Kursgewinne" winken, man sehe Preise von "2000 bis 3000 Dollar" kommen. Sowas ist ja eigentlich immer ein Zeichen dafür, daß es bald runtergeht. Wie damals im Aktienfieber, jede Woche eine Neuemission, und Manfred Krug empfahl den deutschen Omas die Telekom-Aktie, bis herauskam, daß er selbst kein Telefon hatte..

 

16.2.2010: Salz im Winter - ein echtes Problem

Salz schadet den Straßenbäumen, aber auch Betonbauwerken wie Brücken und Parkdecks. Es kann aber zwanzig Jahre dauern, bis eine Brücke davon einstürzt. Da warte ich eigentlich drauf. Ein paar hundert Tote müssen schon sein, bevor die Leute anfangen nachzudenken.

Früher hat man den Schnee zur Seite geräumt und auf den Rest Sand gestreut. Asche ging auch. Ein Problem war das eigentlich nicht. Heute gibt es Schneefräsen, die arbeiten so sauber, da bleibt überhaupt kein Rest mehr liegen. Auf den blanken Beton bräuchte man nicht einmal Sand zu streuen. Aber das wäre wohl zu einfach und zu vernünftig.

Stattdessen streut man Salz, als wäre es ein Zauberpulver, das den Schnee wegzaubert. Tut es aber nicht. Es senkt den Schmelzpunkt um ein paar Grad. Der Schnee taut an, tagsüber patschen die Leute durch den Salzmatsch. In der Nacht, bei minus acht Grad, friert die Brühe wieder über, und morgens ist sie dann spiegelglatt. Unter einer dünnen Neuschneedecke gibt es immer wieder tückische Stellen, wo sich alte Leute wie ich leicht die Gräten brechen. Die Krankenhäuser, heißt es, "melden erschreckende Opferzahlen".

In Hamburg ist Salz auf Gehwegen seit Jahren verboten, aber kein Schwein hält sich dran. Solange die städtischen Räumfahrzeuge mit dem Salzgestreue auf den Straßen nicht aufhören, werden auch die Gehwege nicht salzfrei werden. Die Leute sehen es einfach nicht ein.

Es ist heute technisch und wirtschaftlich möglich, den Schnee sauber zur Seite zu räumen. Granulat u.ä. ist nur noch ein Notbehelf für Ausnahmefälle. Salz ist überflüssig und schädlich.

 

16.2.2010: Griechenland verbietet Bargeld

Ab 2011 sollen Bargeldgeschäfte über 1500 Euro strafbar sein. ibtimes Natürlich erhöhen sie gleichzeitig die Steuern.

Ich nehme an, das Beispiel wird Schule machen. Bankrotte Regierungen fangen jetzt an, aus den Bürgern herauszuquetschen, was nur geht.

Im alten China waren die Steuereintreiber in Wirklichkeit Räuberbanden mit kaiserlicher Lizenz. Da bewegen wir uns drauf zu.

 

16.2.2010: Kölner U-Bahn-Einsturz: Auch Beton wurde eingespart

tagesspiegel: Neben dem größten Teil der Eisenanker wurde auch ein Teil des Betons nicht verbaut, sondern verkauft.

Wie sowas aussieht, habe ich in der Ferienanlage "Weißhäuser Strand" mal gesehen: Die Laufgänge hatten oben eine Schicht aus Beton, darunter war loser Sand.

 

16.2.2010: Bahn goes German

Die Bahn will Anglizismen wieder abschaffen. Spiegel

Sowas ist heutzutage Front-Page-News.

 

16.2.2010: Wiesenhof: Die Tierquäler schlagen um sich

Sucht mal auf YouTube nach "wiesenhof". Oder vielleicht lieber nicht. Da findet man nämlich ein paar Videos, die sind so schrecklich anzusehen, daß man sich hinterher monatelang wünscht, man hätte sie nicht gesehen. Die Bilder verfolgen einen bis in die Träume hinein. Man wird sie überhaupt nicht wieder los. Da steht z.B. ein Mann im weißen Kittel an einem Tisch oder so, dann hört man (verzerrt aber deutlich) den Todesschrei eines Huhns, und dann fliegt ein weißgefiedertes Etwas in hohem Bogen auf den Fußboden und zuckt minutenlang im Todeskampf. Der Mann macht ungerührt seine Arbeit weiter. kompa: Wiesenhof läßt PETA die Bezeichnung "Skandalunternehmen" verbieten.

Vor einigen Jahren gab es mal bei "Spiegel-TV" einen Bericht über einen verurteilten Berufskiller. Der erzählte mit einer geradezu kindlichen Unbekümmertheit, wie er einem Opfer mit einer Schrotflinte den Kopf abschoß. Und anschließend weinte er bittere Tränen um sein eigenes Schicksal. Gefühllosigkeit für andere geht häufig einher mit gesteigerter Empfindlichkeit für sich selbst.

Und welches Gericht erließ wohl die einstweilige Verfügung gegen die Tierschützer? Dreimal dürft ihr raten: Natürlich das berüchtigte Landgericht Hamburg.

 

16.2.2010: Polizeistaat: Nach der Hausdurchsuchung

Foto bei lawblog
lokale Kopie:
hausdurchsuchungtn

 

16.2.2010: Finanzkrise: Produzierendes Gewerbe stürzt ab

wirtschaftsquerschuss: Die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe nahm 2009 um 17,6% ab, die Löhne und Gehälter um 5,7%, die geleisteten Arbeitsstunden um 9,5%.

Über Nordkorea hieß es vor einigen Jahren: "Es geht den Leuten deshalb so schlecht, weil sie nicht arbeiten." Damit war nicht gemeint, daß sie sich mit Sozialhilfe auf die faule Haut legten, sondern daß es nirgendwo Arbeit gab (und keine Sozialhilfe). Als alles aufgegessen war und sogar die Bäume keine Rinde mehr hatten, schlichen sich die Menschen nachts auf die Felder und fraßen das Saatgut vom Tag zuvor.

 

14.2.2010: Klage gegen unfairen Spielehersteller abgewiesen

heise: Aktenzeichen "I ZR 178/08": Der BGH hat die Klage gegen unfairen Lizenzbedingungen abgewiesen. Ob das nun ein Skandal ist oder nicht, das weiß ich nun wirklich nicht. Aber etwas anderes ist tatsächlich ein Skandal:

Was ist denn wohl die eine wichtige Information, die den Verbraucher an dieser Stelle interessiert? Ist es die Tatsache, daß irgendein Gericht irgendeine Klage gegen irgendeine Geschäftspraxis abgewiesen hat? Nein, es ist einzig und allein der Name des Herstellers, der den Verbraucher hier interessiert. Und genau da schweigen sich alle aus. Das ist der Skandal: Der Verbraucher wird schon wieder nicht für voll genommen.

Alle Medien sprechen nur von "einem Hersteller", der Name wird nicht genannt, nirgends. Nun, liebe Freunde, wenn ihr euch weigert zu recherchieren und zu berichten, dann ist es erlaubt zu spekulieren: Sie nennen den Namen nicht, damit die saubere Firma nicht von der öffentlichen Meinung gestraft und forthin boykottiert wird. Aber was habt ihr erreicht mit eurer Geheimniskrämerei: anstelle des einen unfairen Herstellers sind jetzt alle diskreditiert, auch der BGH ist diskreditiert und auch die Medien - Heise voran - haben sich wieder mal zu Komplizen und zu verbraucherfeindlichen Arschlöchern gemacht. Gute Aktion. Glückwunsch.

 

14.2.2010: Diktatur Europa: Rede des Abgeordneten Nigel Farage

Er erzählt die Geschichte Europas, Zukunft inklusive: YouTube

Die EU hat die Teilung Europas in Ost und West überwunden. Alles klatscht, der Beifall will kein Ende nehmen. Aber dann erzählt er, wie es weiterging und weitergehen wird. Er kommt der Wahrheit zu nahe. Protest erhebt sich, erst vereinzelt, dann immer lauter. Schließlich wird ihm das Mikrofon abgedreht.

 

14.2.2010: Finanzkrise: Europa voll überrascht: Wirtschaft stagniert, ey

Das konnte ja nun keiner ahnen. spiegel:

Das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums ist nach einer ersten Schätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat im vierten Quartal 2009 nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Volkswirte hatten im Durchschnitt ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet.

 

13.2.2010: Finanzkrise: den USA gehen die Geldgeber aus

Insider (Blog) sind beunruhigt über ein neues Phänomen, sie nennen es "Direct Bidder" oder "Direct Takedown". Normalerweise werden Staatsanleihen verkauft auf Auktionen und gekauft von Banken (unter dem Nominalpreis). Die Banken verkaufen sie weiter an Anleger. Neuerdings werden mehr und mehr Staatsanleihen von Anlegern direkt gekauft, deren Identität aber nicht bekannt ist.

Ich verstehe ja nicht viel davon. Aber wenn ich sowas lese, dann denke ich, die Geheimniskrämerei muß wohl einen handfesten Grund haben, nur so aus Bock machen die das nicht. Ich glaube ja, diese Direktkäufer sind die USA selbst. Die kaufen ihre eigenen Staatsanleihen mit Geld, das sie gar nicht haben. Sie tun nur so, als hätten sie es, und die Gegenseite tut so, als hätte sie es bekommen. Da bildet sich wohl gerade eine neue Blase. Sie denken wohl, die Dinger werden ja erst in dreißig Jahren fällig, vorher merkt es keiner. Für mich sieht es so aus, als ob sie jeden Monat so 15 Milliarden Dollar neu drucken.

Vorher haben jahrelang die Chinesen amerikanische Staatsanleihen gehortet, aber damit ist wohl Schluß. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bis die USA Schwierigkeiten bekommen, ihre Auslandsschulden zu bedienen. Naja, 2008 habe ich gesagt: Die USA gehen noch in diesem Jahr pleite. Und nun haben wir schon 2010, und es ist immer noch nicht passiert.

 

12.2.2010: Die Google-Diktatur löscht ihre Kinder

Wie ein Diktator mit Universalbefugnis benimmt sich Google, wenn sich mächtige Firmen beschweren: Die betreffenden Inhalte werden einfach gelöscht. heise

Die Rechtsabteilungen der Labels oder von ihnen beauftragte Dienstleister melden alles, was sie finden. Oftmals findet geht das automatisiert. Eine hausinterne Abstimmung mit der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit oder auch nur eine Plausibilitätskontrolle findet oft genug nicht statt. So werden Beschwerden über Blogger verschickt, die die beanstandeten Dateien vom der PR-Abteilung des Labels bekommen haben. Das System führt mitunter zu aberwitzigen Auswüchsen: Auch Künstler selbst wurden schon aufgefordert, ihre eigenen Songs von ihrer offiziellen Website zu löschen.

Google habe auf Nachfrage auch nicht mehr reagiert.

 

12.2.2010: EC PIN EMV - alles geknackt, alles unsicher

Euro-Scheck-Karte, persönliche Identifikationsnummer, und was ist das Dritte? Jedenfalls kann man mit EC-Karten jetzt Geld abheben, ohne die PIN zu kennen. Wir haben erst Februar, und dies ist schon der zweite Fall von großflächigem Betrug mit EC-Karten. heise:

Es soll sogar Fälle gegeben haben, bei denen die Mitteilung über die PIN noch verschlossen im Schrank lag - das Opfer die PIN also selbst gar nicht kannte. [...] Dem Bericht zufolge ist es möglich, durch eine Man-in-the-Middle-Attacke dem Terminal vorzugaukeln, die Karte hätte eine eingebene PIN akzeptiert, während man der Karten vortäuscht, das Terminal hätte auf die Legitimation mit Unterschrift zurückgeschaltet. Im Folgenden wird der Bezahlvorgang dann aber normal autorisiert und das Terminal druckt einen Beleg aus, auf dem "Verified with PIN" steht. [...] Nach Meinung der Forscher sei der ganze EMV-Protokoll-Stack "kaputt" und müsse überarbeitet werden.

Was die Banken machen, ist alles kaputt by Design. Das wußten wir schon immer, oder?

 

12.2.2010: Gesundheitswarnungen in Zeitungen

In einer großen Kiste liegen zehntausend weiße und zehntausend schwarze Kugeln, gut gemischt. Wenn man zweihundert Kugeln herausnimmt, ohne hinzusehen, hat man ungefähr hundert weiße und hundert schwarze. Nun soll außerdem jede hundertste Kugel, egal ob weiß oder schwarz, zusätzlich noch einen roten Punkt haben.

Nun kommt die sprichwörtliche Truppe amerikanischer Wissenschaftler, zieht zweihundert Kugeln, aber die schwarzen werfen sie wieder hinein. Wenn jetzt unter den restlichen hundert weißen Kugeln genau eine einen roten Punkt hat, ist das Ergebnis völlig uninteressant und gerät sofort wieder in Vergessenheit. Wenn aber zufällig zwei Kugeln einen roten Punkt haben, dann steht morgen in sämtlichen Zeitungen: "Weißbrot erhöht das Krebsrisiko um hundert Prozent."

In Wirklichkeit besteht so ein Zusammenhang überhaupt nicht, aber durch diese Art Experiment wird er scheinbar hergestellt. Genau so kommen die Gesundheitswarnungen zustande, die täglich in den Zeitungen stehen.

Hier ist das Beispiel von heute: ABC-News: Eine Studie an 5000 Kindern fand jetzt heraus, daß diejenigen, die als Kind "dick" gewesen waren, doppelt so häufig unter 55 Jahren sterben als die anderen.

Bei allen solchen Meldungen handelt es sich um Zufallsexperimente, bei denen zufällig zwei Kugeln einen roten Punkt hatten. Sowas wird interpretiert als "statistisch nachgewiesener Zusammenhang".

 

11.2.2010: Polizeistaat EU: "Die Drohungen gehen mir auf den Wecker!"

taz:   Grüne, Liberale und die Mehrheit der linken Fraktionen stimmten gegen das Swift-Abkommen \u2013 Konservative gespalten. Parlamentarier berichten von massivem Druck im Vorfeld.

 

10.2.2010: Staatsterrorismus: Sie wollen schon wieder Flugzeuge abschießen

Das Bundesverfassungsgericht hat schon entschieden: Das Abschießen von Passagierflugzeugen ist in jedem Fall gegen das Grundgesetz. Aber trotzdem prüfen sie es jetzt nochmal. Es wäre doch zu und zu schön, wenn man Passagierflugzeuge abschießen könnte, wenn man meint, es sei vielleicht ein Terrorist an Bord. Oder vielleicht ein politischer Gegner. stern

 

10.2.2010: Warnung vor Gesundheitswarnungen in Zeitungen

Gesundheitswarnungen in Zeitungen oder von Non-Government-Organisationen sind in allen Fällen reiner Schwachsinn. Die Welt meldet z.B. heute:

Wer regelmäßig zuckerhaltige Erfrischungsgetränke trinkt, erhöht sein Krebsrisiko. Menschen, die pro Tag mindestens zwei süße Softdrinks konsumierten, erkrankten deutlich häufiger an Bauchspeicheldrüsenkrebs als andere, heißt es in "Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention". Kein Zusammenhang sei bei Fruchtsäften gefunden worden.

Erstens: In solchen Studien ist immer die Ernährung die Ursache und die Krankheit die Wirkung, immer. Es ist aber genausogut möglich, daß es in Wirklichkeit umgekehrt ist, oder daß sogar beides die Wirkung einer dritten, noch unbekannten Ursache ist. Möglich wäre z.B., daß es sich bei dem erhöhten Zuckerkonsum um eine natürliche Antwort des Organismus handelt, um mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegen andere Substanzen fertig zu werden, die ihrerseits die Krebsgefahr erhöhen.

Zweitens: Wenn eine sehr, sehr kleine Wahrscheinlichkeit (Krebs) kombiniert wird mit einer sehr verbreiteten Angewohnheit (Cola), dann ist es sehr wahrscheinlich, daß es sich bei einem gefundenen statistischen Zusammenhang in Wirklichkeit nur um Rauschen handelt, nicht um einen tatsächlichen Zusammenhang.

Drittens: Organisationen, die solche Studien erarbeiten, sind auf Forschungsgelder angewiesen. Deshalb erfinden sie regelmäßig Zusammenhänge, die in Wirklichkeit nicht vorhanden sind. Diejenigen unter ihnen, die es nicht tun, gehen in Zukunft leer aus und hören auf zu existieren. Nur die Aufschneider bleiben übrig.

Natürlich drucken auch alle anderen Blätter die Meldung. Immer wenn alle dasselbe sagen, ist es Blödsinn.

 

9.2.2010: Britische Grundschüler "hassen Christen und Juden"

Als Ausgleich wurde der Lehrer entlassen. Er hatte eine Schulmaßnahme gefordert gegen diese und andere Hass-Sprüche der kleinen Möchtegern-Islamisten. Die Direktorin: Sowas muß man tolerieren. dailymail

 

9.2.2010: Polizeistaat: Nase gebrochen - dann angezeigt

taz: Nasenbruch "gerechtfertigt" -   Eine 32-Jährige bekommt einen Strafbefehl wegen falscher Anschuldigung, da sie einen Polizisten anzeigte, der ihr das Nasenbein gebrochen hat. [...] Das Vorgehen der Ankläger sei eine "Riesensauerei", jedoch neuerdings kein Einzelfall.

sagt der Anwalt.

"Es gibt keine neue Praxis", sagt hingegen Wilhelm Möllers, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Justizbehörde bestätigt das. "Senator Steffen hat keine Anweisung für eine neue Praxis gegeben und kennt auch keine", sagt Sprecherin Pia Kohorst.

Ein ungeschicktes Ablenkungsmanöver. Niemand hat behauptet, der Praxis läge eine "Anweisung" zugrunde. Das hat sich bei der Polizei einfach eingebürgert. Und der Skandal ist: es gibt keine Anweisungen, die das hätten verhindern wollen.

 

9.2.2010: Wettervorhersage immer schlechter

Morgens hatten sie noch angezeigt: Heute: kein Schnee, morgen Nachmittag: ergiebige Schneefälle. Acht Stunden später zeigen sie an: Heute vormittag Schnee, heute Nachmittag Schnee, morgen ganztägig Schnee, abends sogar ergiebig. Das ändert sich ständig, und nie stimmt es im voraus. Die Temperaturvorhersagen stimmen auch nicht mehr, nie. Die Tiefsttemperatur der vergangenen Nacht ändert sich sogar noch bis in den späten Vormittag hinein.

Es ist nur noch ein Witterungsrückblick: "Gestern hatten wir ..." Dafür brauchen wir keine hochbezahlten Meteorologen. Das können wir auch so.

Und die wollen das Klima vorhersagen in hundert Jahren? Diese Affen.

 

8.2.2010: Fahrer betet - Bus verspätet

Er fuhr an die Seite, legte seine Warnweste in den Gang, zog seine Schuhe aus und begann zu beten. Einige Passagiere bekamen Angst, er würde gleich den Bus in die Luft sprengen. Ein Sprecher der Buslinie sagte: "Ein Bus der Linie 24 hatte Verspätung, nachdem der Fahrer entschieden hatte, anzuhalten und zu beten." telegraph mail

 

6.2.2010: Der Unterschied zwischen gekauften und geknackten Spielen

daisy-tn (via)

Nicht, daß ich das Runterladen jetzt empfehlen würde. Mir persönlich wäre das Risiko im Augenblick einfach zu groß. An Tauschbörsen nehme ich nicht teil. Aber auch ich fühle mich durch die Raubkopierer-Kampagnen der Rechteinhaber diffamiert und kriminalisiert. Deshalb kaufe ich nichts mehr, keine Musik, keine DVDs, keine Spiele. Mir ist einfach die Lust vergangen. Wenn ich Geld ausgebe, dann will ich dafür nicht auch noch beschimpft und bedroht werden. Und ich glaube, das geht anderen genauso.

 

4.2.2010: Wir warten auf die Weihnachtsdrohne

Wenn es darum geht, mutmaßliche Terroristen mal eben kurz zu erschießen, kennen die Amerikaner wenig Skrupel. Wenn es sich allerdings um einen amerikanischen Staatsbürger handelt, fragen sie vorher um Erlaubnis, immerhin. Verhaftung und Gerichtsverhandlung stehen aber weiterhin nicht zur Diskussion:

Die amerikanische geheimdienstliche Abteilung, die am Heiligabend Anwar-al-Awlaki mit Hilfe einer Drohne tötete, hatte vorher eine formelle Genehmigung dazu eingeholt, von Präsident Obama persönlich. washingtontimes

 

3.2.2010: Landgericht Hamburg verbietet Spamfilter

fefe: "Das Landgericht Hamburg entschied, dass die von einer Firewall abgefangene E-Mail als "zugegangen" zu beurteilen sei und dass das Risiko, dass eine solche E-Mail verloren gegangen sei, ganz bei dem Abgemahnten läge."

Das Landgericht Hamburg ist ja bekannt für seine weltfremden Urteile zu Internet-Besonderheiten. Bei Briefsendungen kann man immer einwenden: Das ist hier nicht eingetroffen. Und nun sollen aber Emails genauso zuverlässig sein wie Einschreiben mit Rückschein? Das Landgericht Hamburg ist total plemplem.

 

3.2.2010: Schneefälle: Dächer stürzen ein

Nach heftigen Schneefällen sind in Bayern mehrere Hallen unter der Last eingestürzt. SZhttp://www.sueddeutsche.de/bayern/838/502077/text/

 

3.2.2010: Toyota "Prius"

"Man kriegt einfach mehr Auto fürs Geld," sagte ein Kollege 1992 mit stolzgeschwellter Brust über seinen Toyota. Und seit sie den Prius bauen, sind sie auch noch führend bei der Umweltfreundlichkeit. Oder besser: sie wären es. Wenn sich nicht immer das Gaspedal verklemmen und die Bremsen versagen würden. taz

 

3.2.2010: China: Wieder Melamin in der Milch

2008 waren 300.000 Kinder an gepanschter Milch erkrankt, 6 von ihnen starben. Nun passierte es erneut. taz: "Mindestens fünf Milchfirmen sollen ihre 2008 beschlagnahmte Melamin-Milch nicht vernichtet, sondern gebunkert und heimlich peu à peu wieder auf den Markt geworfen haben."

 

3.2.2010: Finanzkrise: Firmenpleiten in der EU

spiegel: Laut einer neuen Studie sind 2009 in Europa mehr als 230.000 Firmen zusammengebrochen. [...] 26 Prozent mehr als 2008.

 

3.2.2010: Polizeistaat: Kollegen decken Prügelpolizisten

Der Herr Innensenator steckt mit unter der Decke. "Mustergültig" und "beispielhaft" seien die Beamten. mopo

 

2.2.2010: Die Schweizer CD mit den gestohlenen Daten

Es gibt derzeit vier Meinungen dazu:

  • 1. "Steuerhinterziehung ist schlimmer als Datendiebstahl und Hehlerei, deshalb ist der Ankauf gerechtfertigt", das ist die Perspektive eines über den Gesetzen stehenden Diktators.
  • 2. "Wir machen schon so viel mit gekauften Zeugen und dubiosen Quellen, da macht so eine kleine CD auch nichts mehr aus", das ist die Perspektive von einem, der auf die schiefe Bahn geraten ist und immer weiter abrutscht.
  • 3. "2,5 Millionen für Milliarden Steuergelder sind ein Schnäppchen, das wir uns nicht entgehen lassen sollten", das ist die Perspektive des gewissenlosen Berufsverbrechers.
  • 4. "Der Staat darf keine Gesetze brechen", das ist die Perspektive des gesetzestreuen Bürgers.

Staatsapparat und Justiz benutzen die Argumente 1, 2 und 3.

Update: Meine Einschätzung, welche Paragrafen hier gebrochen wurden:

Nicht die Verwertung der CD ist hier zu kritisieren, sondern das Bezahlen der CD mit 2,5 Mio. Euro. Wenn es ihnen gelänge, sich die CD zu verschaffen, ohne den Datendieb zu belohnen, wäre der Staat hier im Recht. dejure

Außerdem stellt die öffentliche Debatte, zusammen mit der Bekanntgabe, die CD letztendlich tatsächlich anzukaufen, eine Aufforderung dar, in Zukunft weitere solche Datendiebstähle zu begehen. Die Aktion hätte geheimgehalten werden müssen. Der Vorwurf trifft Regierungsmitglieder, andere Politiker und Medien. dejure

 

2.2.2010: Finanzkrise jetzt Versorgungskrise: Knappheit bei Brennspiritus und Schweinefleisch

Seit mehreren Jahren ist im Winter bei der Hamburger Drogeriekette Budnikowsky kein Brennspiritus zu bekommen. Jetzt auch nicht mehr bei Real In diesem Winter ist zudem seit Wochen Schweinefleisch knapp - und wird immer teurer. Hack vom Schwein gibt es bei keinem Discounter, nur noch Rind und Schwein gemischt. Speck ist bei Real so teuer wie Schinken: 7 Euro pro Kilo.

 

30.1.2010: Zehntausende Überwachungskameras funken öffentlich

gulli: Analoge Funkkameras sind offenbar sehr beliebt. Sie ersparen die Verkabelung. Leider senden sie auf einem öffentlichen Kanal unverschlüsselt. Passende Empfänger gibt es angeblich schon für 100 Euro.

Jedermanns Privatsphäre wird hundertmal am Tag verletzt, aber nichtmal die U-Bahn-Schläger werden damit gefangen. Nur wenn man sie ohnehin schon gefangen hat, kann man vergleichen. Diese ganzen sogenannten "Sicherheitskameras" bringen offensichtlich überhaupt nichts. Und jedesmal, wenn die Polizei mit Bildern aus einer Überwachungskamera fahndet, sieht man: die Bilder sind so schlecht, daß die Gesichter nur schemenhaft zu sehen sind. Man kann sich ein Gesicht darauf nicht merken und dann auf der Straße wiedererkennen. Wenn so ein Bild nicht zufällig von jemandem gesehen wird, der denjenigen gut kennt, nützt die Aufnahme überhaupt nichts.

 

30.1.2010: Ärztliche Schweigepflicht in Bayern abgeschafft

Gulli berichtet über ein neues Gesetz und ein Web-Portal der Krankenkassen. Dort müssen die Notärzte sämtliche medizinischen Daten eintippen, sonst werden sie nicht bezahlt. Der Datenschutzbeauftragte des Landes hatte angeblich keine Einwände.

 

30.1.2010: Handyverbot am Steuer: Unfallzahlen unverändert

Eine Studie im Auftrag der Versicherungen findet keine Auswirkung der Handy-Verbote auf die Zahl der Unfälle. google fox

Das war ja klar. Wie immer in letzter Zeit, wenn die Gesetzgeber ihre Schnellschüsse abfeuern, kommt nur noch Unfug heraus. So langsam reicht es.

 

28.1.2010: "Minderjährige dürfen nicht aus dem Zug geworfen werden"

Wie oft hat die Bahn jetzt schon versprochen, keine Minderjährigen aus Zügen zu werfen, fünfmal, zehnmal? Trotzdem passiert es immer wieder. Und es sind immer Frauen, die das tun. quelle, quelle, quelle, quelle

Update: Die Bahn beteuert: Alle Kontrolleure werden bestens geschult und wissen genau, daß sie das nicht dürfen. Nein, liebe Bahn, das glaubt euch nun wirklich keiner mehr. Das verheuchelte Getue eurer Pressesprecher könnt ihr euch sparen. Nachdem es so oft und immer wieder passiert, weiß jeder: Ihr zahlt Prämien für erwischte Schwarzfahrer. Die Bahn erzieht ihre Schaffner zur Unmenschlichkeit.

 

27.1.2010: I can good English

Der neue EU-Kommissar Oettinger auf YouTube über die Wichtigkeit englischer Sprachkenntnisse und eine Rede auf Englisch haltend.

Überhaupt findet man auf YouTube ein paar unterhaltsame Sachen, wenn man nach "oettinger" sucht. Günther Oettinger ist sowas wie eine deutsche Sarah Palin.

 

27.1.2010: Genmais angeblich doch nicht schädlich

spiegel: Monsanto trägt vor: Die Studien, die angeblich Hinweise auf Toxizität lieferten, waren nicht lang genug, deshalb gilt nach wie vor die Zulassung, die davon ausging, daß der Mais ungefährlich sei.

Das ist ein logischer Fehlschluß. Wenn die Studien nicht lang genug waren, Toxizität nachzuweisen, dann waren sie erst recht nicht lang genug, Ungefährlichkeit nachzuweisen. Der Mais war noch nie tatsächlich ungefährlich. Die Zulassung beruhte auf sachlich falschen Behauptungen und war deshalb ungültig.

Ich bleibe dabei: Lebensmittel, die Mais enthalten, sind für den menschlichen Genuß nicht mehr geeignet. Auf Reis trifft das seit einiger Zeit ebenfalls zu, auf Soja schon sehr lange. Demnächst sind Kartoffeln dran. Am Weizen wird gearbeitet.

 

25.1.2010: Die Silberkugel gegen islamistische Terroristen

Eine amerikanische Firma bietet eine Wunderwaffe gegen islamistische Terroristen an: Waffenöl mit 13 Prozent Schweinefett. Angeblich gibt es im Koran eine Stelle, wo es heißt: "Wer bei seinem Tod mit Schwein verseucht ist, kommt nicht in den Himmel." Anbieter via

 

25.1.2010: Polizeistaat: Willkürliche Internetsperrung

Rechtsanwalt Stadler setzt sich mit einer "Verfügung" der Staatsanwaltschaft Dresden auseinander, die die Webseite "dresden-nazifrei.de" sperren ließ. Alles, aber auch alles an dieser Verfügung scheint vollkommen rechtswidrig zu sein. siehe auch telemedicus

 

25.1.2010: Die Post schafft sich ab

Die "Zeit" berichtet: Bis 2011 sollen alle Postämter geschlossen werden. Die Post wird dann von Privatunternehmen angenommen. In den Kommentaren berichtet einer, in Freiburg seien längere Zeit sämtliche Postsendungen unterschlagen und beraubt worden.

 

25.1.2010: Polizeistaat: 10.000 Unschuldige gedemütigt und beleidigt

"Die Mordkommission "Korn" hat seit September 2009 mehr als 10.000 Speichelproben entnommen, 9.000 sind untersucht - ohne Ergebnis." nw-news

Die Polizei pickt sich offenbar alle Leute als "Mordverdächtige" heraus, die schon mal irgendwas falsch gemacht haben, und wenn es nur ein ungedeckter Scheck war. Und das soll "Polizeiarbeit" sein? Das sind doch komplette Idioten.

Andererseits: Unfähigkeit der Behörden ist im Zweifel zum eigenen Vorteil.

 

25.1.2010: Polizeistaat: Sprengstoffalarm in München war ein rein polizeiinternes Problem

Der Mann, dessen Laptop einen Sprengstoffalarm ausgelöst hatte, ist nicht, wie die Polizei angab, "in den nichtöffentlichen Sicherheitsbereich verschwunden" (siehe hier vom 21.1.), sondern war in einen Duty-Free-Shop gegangen und hatte anschließend erneut die Kontrolle passiert, wo diesmal kein Alarm ausgelöst wurde.

Außer der polizeilichen Sprengstoff-Suchmaschine hat auch die Polizeimaschine als Ganzes kein bißchen funktioniert: "Nach dem Alarm waren in München noch 40 Maschinen abgehoben." berichtet der Spiegel. Ja, was soll denn das Ganze noch?

"Innerhalb der rund sechs Stunden zwischen den beiden Kontrollen habe sich der feine Stoff, der wohl von Parfüm, Schokolade oder anderen Materialien stammte, vermutlich verflüchtigt." schreibt die taz

Parfum und Schokolade lösen Sprengstoffalarm aus? So schlecht ist die Maschine?

"Vermutlich habe der Passagier gar nicht gewusst, was er angerichtet habe," berichtet die "Zeit". Wie bitte? Der Mann hat überhaupt nichts "angerichtet". Einzig und allein die blöde Polizei hat hier alles, aber auch alles falsch gemacht und einen Riesenschaden angerichtet. Der Mann mit dem Laptop hat nichts, aber auch gar nichts falsch gemacht. Daß die Sprengstoffschnüffelmaschine einen Fehlalarm gegeben hat, ist doch nicht seine Schuld. Es ist die Schuld der Polizei, die sich einen untauglichen Apparat gekauft hat, mit dem sie jetzt alle Welt belästigt. Wieso geben die Arschgeigen von der "Zeit" ihm jetzt noch die Schuld?

 

25.1.2010: Polizeistaat: US-Behörden halfen China-Hackern

Google/China war gehackt worden und hatte daraufhin angekündigt, es würde die chinesischen Zensurwünsche nun nicht weiter erfüllen (siehe hier vom 14.1.). Die chinesische Regierung hatte natürlich alles standhaft abgeleugnet.

Nun enthüllt der Sicherheitsspezialist Bruce Schneier: Die chinesischen Hacker benutzten eine Hintertür, die auf Google auf Befehl der amerikanischen Behörde TSA erst eingebaut hatte. Heise berichtet.

Erinnert sich noch jemand an den jüngsten Kreditkartenskandal? Oder an die neueste Sicherheitslücke bei Kreditkarten? Sowas löst in kriminellen Kreisen immer Begeisterung aus.

Hintertüren für Behörden sind eine Einladung an Kriminelle. Das Einbauen und selbst das Fordern von Hintertüren für Behörden sollte strafbar sein.

 

23.1.2010: Falscher Kartenleser am Geldautomaten

Das Ding wird über den echten Einsteckschlitz gestülpt und ist praktisch nicht zu erkennen. Es enthält sogar eine kleine Kamera, um die Eingabe der PIN zu filmen. quelle via

 

23.1.2010: Neue Regeln für Flugsicherheit

"Transport Canada" erläutert die neuen Regeln, einschließlich "Full Body Scanner". YouTube (englisch) via

 

22.1.2010: Süddeutsche Zeitung: Tod durch Salzkonsum

Die Mediziner rechnen mit 60.000 bis 120.000 weniger neuen Fällen chronischer Herzkrankheiten, 54.000 bis 99.000 weniger akuten Herzinfarkten und 32.000 bis 66.000 weniger Schlaganfällen im Jahr. [...] Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nicht mehr als sechs Gramm Salz am Tag zu konsumieren. [...] das Bundesinstitut für Risikobewertung [empfiehlt] 3,8 Gramm pro Tag. [...] Junge Schweden konsumieren mindestens [12 Gramm] dagegen muss etwas unternommen werden", sagt die Ernährungsmedizinerin Lena Hulthen.

Ich wiederhole mich schon wieder: Alles, aber auch alles, was in den Zeitungen über Ernährung steht, ist Unsinn, bestenfalls Aberglaube. Es gibt - noch immer - keine einzige echte Studie über eine gesundheitsschädliche Wirkung von bei Gesunden. Alles Geschrei gegen Salz, mit dem uns die Medien seit Jahren regelmäßig bedröhnen, beruht immer noch auf ein und derselben Untersuchung, die an Herzpatienten durchgeführt wurde. Nur die Opferzahlen werden immer größer.

Das genannte Institut für Risikobewertung hat uns in der Vergangenheit mit Ratschlägen wie diesem erheitert: Wenn man Tee aufgießt, und das Wasser ist nicht kochend heiß, dann wird man krank.

 

22.1.2010: Haiti: US-Truppen blockieren Flughafen - "Ärzte ohne Grenzen" dürfen nicht landen

"Ärzte ohne Grenzen" erheben schwere Vorwürfe gegen die US-Truppen in Haiti. Weil diese den Flughafen blockierten, sollen den Helfern Medikamente und Hilfsgüter fehlen. blick

 

22.1.2010: Genmanipulierte Baumwolle als "Bio" verkauft

zeit: "Mehrere Handelsketten". darunter H&M und Tchibo, sollen Biokleidung verkauft haben, die aus genmanipulierter Baumwolle bestand. Die indischen Behörden sprechen von einem "gigantischen Ausmaß".

 

22.1.2010: Abmahnwahn: "Licence Keepers AG" blufft und verliert

gulli: Ein User bekommt eine Abmahnung, der Abmahner legt keine Vollmacht und keine Beweise vor, der Anwalt des Users rät deshalb zu einer "negativen Feststellungsklage". Der Abmahner erscheint nicht zum Gerichtstermin, das Gericht entscheidet zugunsten des Users.

Offensichtlich war die Abmahnung also ein Bluff gewesen, möglicherweise sogar versuchter Betrug.

 

21.1.2010: Betrügerische Abmahnungen von KOMSA

quelle Die Firma blendet bei ihren Mitarbeitern auf allen Webseiten ihr eigenes Logo ein und mahnt dann den Betreiber der Webseite ab. Das Internet lacht sich kaputt.

Wer ist KOMSA? Ein Telekommunikationsdienstleister, der vom Internet offensichtlich nichts versteht.

 

21.1.2010: Praxisgebühr soll erhöht werden

Weil die Praxisgebühr sich nicht bewährt hat - die Zahl der Arztbesuche ist nicht gesunken, sondern gestiegen - soll sie jetzt erhöht werden: Fünf Euro pro Arztbesuch. bild

 

21.1.2010: Finanzkrise: Kommentar in der "Zeit"

zeit Zusammenfassung: Die Rettungsgelder haben sich nicht in Arbeitsplätze und Investitionen verwandelt, sondern in höhere Preise.

 

21.1.2010: Sprengstoffalarm auf dem Münchner Flughafen

Ein Geschäftsmann geht durch die Kontrollen. Sein Laptop löst (stillen) Alarm aus. Der Mann nimmt in aller Seelenruhe den Laptop wieder vom Band und verschwindet im nicht-öffentlichen Sicherheitsbereich. Die Bundespolizei legt den Flughafen vier Stunden lang lahm und sperrt alles ab. Aber den Mann mit dem Laptop finden sie nicht wieder. quelle

Laut bild.de wurde erst acht Minuten nach dem Vorfall Alarm gegeben.

Deshalb brauchen wir Nackscanner. Die machen die Arbeit für die Bundespolizei interessanter, und sie schlafen nicht so leicht ein.

Update: Nun sind 36 Stunden vergangen, und noch immer weiß niemand, wer der Mann mit dem Laptop war. derwesten: "'Flüchtig' will die deutsche Polizei ihn nicht nennen. Weil strafrechtlich nichts gegen den Mann vorliegt. Flughafen und Gesellschaften könnten zivilrechtliche Ansprüche geltend machen. Wenn sie wüssten, wer der Mann ist."

Nein, können sie nicht, jedenfalls nicht gegen den Mann mit dem Laptop. Der Schaden wurde nicht von ihm angerichtet, sondern von den Sicherheitsleuten bzw. der Bundespolizei. Schon die "Fahndung" nach ihm ist nicht rechtens.

Und an diesem Vorfall sieht man auch, daß die Kameras völlig nutzlos sind. fr: "Der Mann ist mittleren Alters und er trägt eine Brille. Die Bundespolizei spricht vom Typus 'eiliger Geschäftsmann'. So ist er auf den Videoaufnahmen vom Flughafen München, Terminal II zu sehen." Das engt den Kreis der Verdächtigen ja mächtig ein, ungefähr auf eine halbe Milliarde.

 

20.1.2010: Polizeistaat: Süddeutsche Zeitung hetzt gegen rechtsstaatliche Praxis

"Polizeibeamte müssen stundenlang auf Genehmigung warten", "absurde Situation", so die SZ Sie wünscht sich die Verhältnisse zurück, wo die Polizei aus eigener Machtvollkommenheit Blutproben anordnet (und dem Arzt vorlügt, die Genehmigung läge bereits vor) und die Genehmigung dann eben "nachträglich" einholt. Diese gesetzwidrige Praxis hat ein Gericht nun endlich verboten.

 

19.1.2010: Polizeistaat: FBI und der Telefon-"Terror"

Das amerikanische FBI soll jahrelang Telefondaten mit Hilfe frei erfundener Terrorgefahren gesammelt haben. quelle, quelle

Das wird bei uns nicht besser sein.

 

18.1.2010: Süddeutsche Zeitung in Schwierigkeiten

Am 13.1. hatte ich mich noch gewundert, wie ein Schmähartikel gegen Energiesparer (die an der Entstehung von Schimmel in Wohnungen schuld sein sollen) in die SZ gekommen ist. Aber jetzt nicht mehr.

upload-magazin: Über den Schweizer Dienstleister Trigami kauft sich die Süddeutsche Zeitung derzeit Lob für ihre iPhone-App in Blogs und im iPhone-AppStore. Sicherheitshalber hat die Zeitung bei der entsprechenden Ausschreibung gleich mitgeliefert, was man an ihr besonders gutfinden sollte

Man muß in erheblichen Schwierigkeiten stecken, wenn man zu derart verzweifelten Maßnahmen greift.

 

18.1.2010: Deutschlands wahre Verschuldung

querschuss: Da ist eine interessante Grafik (ungefähr siebenmal runterblättern), und zwar die Gesamtverschuldung von Ländern. Anders als bei der Verschuldung des Staates (wir sind jetzt zwischen 60 und 80 Prozent der Wirtschaftsleistung "BIP") wird hier auch die Verschuldung von Unternehmen und Banken mitgerechnet. Und dann spiegeln die Zahlen die wirkliche Situation (die eigentlich jeder gefühlsmäßig wahrnimmt, aus dem, was in seiner Umgebung passiert): 274 Prozent des BIP. Ja, so macht das schon mehr Sinn.

Wenn einer 3000 Euro verdient und mit 100.000 Euro verschuldet ist, zahlt er an die Bank monatlich 1000 Euro. Der ist am Ende.

 

18.1.2010: Finanzkrise: Deutschland vor der Pleite

querschuss: Allein schon die erste Grafik sagt eigentlich alles: Wachstum 6, 4, 2, 1 Prozent, zwischendurch kleine Rezessionen mit minus 0,5 Prozent, und dann - peng - 2009: minus fünf Prozent.

 

18.1.2010: Die heimlichen Reichen: Beamte

spiegel: Die Deutschen verfügen über ein oft vergessenes, gewaltiges Vermögen: ihre Rentenansprüche. Zurzeit summieren die sich auf mehr als 4,6 Billionen Euro. Das Geld ist aber ungleich verteilt. Es macht vor allem Beamte zu wohlhabenden Menschen

Wie verursacht man eigentlich einen Staatsbankrott?

 

18.1.2010: Finanzkrise: EADS hat kein Geld mehr

Nur zwei Wochen nach der Drohung, die Entwicklung des "Militairbus" A400M einzustellen, falls die künftigen Besteller sich nicht an den Entwicklungskosten beteiligen, droht EADS schon wieder: auch die Drohne "Talarion" soll eingestellt werden, wenn nicht bald "verbindliche Bestellungen" eingingen (wer bestellt schon ein noch nicht zu Ende entwickeltes Flugzeug).

 

16.1.2010: Finanzkrise: Jamaika ist pleite

Der Karibikstaat tauscht seine Staatsanleihen um in solche mit längerer Laufzeit und geringerer Verzinsung. Standard&Poors senkte das Rating auf "Selective Default".

Island, Dänemark, Ungarn, Griechenland, Ukraine, Pakistan, Rumänien, Spanien, Jamaika.

 

16.1.2010: Physikprofessor trickst Nackscanner aus

YouTube Eindrucksvolle Demonstration.

 

15.1.2010: Sicherheitstechnik an Flughäfen gehackt

Der CCC baute sich ein Lesegerät für RFID-Chipkarten und testete es an den Zugangskarten von Flughafenmitarbeitern. Es las die Karten aus und speicherte die Daten. Sie stellten das Gerät um auf "Senden", und es öffnete Türen für Flughafenmitarbeiter.

Die Technik stammt von einem der führenden Unternehmen für Hochsichheitstechnik. Sie wurde beworben mit "Verschlüsselung" und "hoher Sicherheit", jetzt nur noch mit "Basissichheit".

Alle Beteiligten mauern, verweigern Stellungnahmen und wollen auch die Technik nicht austauschen. Das sei "zu teuer". Die Polizei ist entsetzt.

Während die Fluggäste behandelt werden wie ein Haufen Verbrecher, wird Terroristen freier Zugang angeboten. "Kontraste" berichtete. via

 

14.1.2010: Essen bei der "Tafel" wird von der Sozialhilfe abgezogen

Nicht direkt eine Neuigkeit, aber weil es so schön in die gesellschaftliche Situation paßt: aktive-erwerbslose.de:

"Doch mittlerweile hat sich rumgesprochen, dass das Sozialamt die Sozialhilfe kürzen will, wenn sie regelmäßig Essen bekommen. Viele verzichten daher auf das kostenlose Angebot" [...] Verwaltungs-Chef Heinz-Jürgen Thömmes: "Was wir tun, ist rechtens."

Das ist der deutsche Beamte. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein Mensch, er ist aber keiner. Entwicklungsgeschichtlich ist er auf der Stufe der Fische und Echsen stehengeblieben. Die haben noch nicht den Gehirnteil, in dem die sogenannten "menschlichen Gefühle" entstehen. Die Säugetiere haben ihn aber. Ein Hund oder eine Katze hat mehr Seele und Menschlichkeit als ein deutscher Beamter. (Für Hunde- und Katzenbesitzer ist das eine Selbstverständlichkeit und keiner Erwähnung wert, gell.)

Andererseits sind die Lebensmittel, die von den "Tafeln" ausgegeben werden, bei Betrieben gesammelt worden, die sie sonst weggeworfen hätten, wegen Überschreitung des Haltbarkeitsdatums oder aus anderen Gründen. Es handelt sich also um Dinge, die keinen Handelswert mehr haben. Man kann sie deshalb nicht in Geld umrechnen. Bei der Berechnung des Einkommens nach den Bundessozialhilfegesetz sind nur Einkünfte "in Geld oder Geldeswert" zu berücksichtigen. Abgelaufene Lebensmittel gehören nicht dazu.

In dem zitierten Beitrag bezieht sich der Sozialbeamte auf das Bundessozialhilfegesetz, Paragraf 76, 2a, und er begründet den Abzug mit dem Satz: "Bei Personen, die Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, sind von den Einkommen ferner Beiträge in jeweils angemessener Höhe abzusetzen." Der Paragraf regelt aber nicht die Berechnung der Sozialhilfe, sondern im Gegenteil die Berechnung des Einkommens, das der Bedürftige ohne Sozialhilfe hat und nach dem die Sozialhilfe berechnet wird. Die "Beiträge", von denen da die Rede ist, sind bei der Berechnung des Einkommens "abzusetzen", so daß die Höhe des Einkommens kleiner wird. Sie sind nicht von der Sozialhilfe "abzusetzen". Der Beamte zitiert das Gesetz völlig falsch. Der Paragraf trifft auf den Sachverhalt nicht zu.

Das ist der deutsche Beamte: spitzfindig, rechhaberisch, unmenschlich und dumm.

 

14.1.2010: Blumen für Google

Google wurde von chinesischen Regierungshackern angegriffen und schaltete daraufhin seine Zensurfilter ab. Sie wollen auch in Kauf nehmen, eventuell aus China ganz hinausgeworfen zu werden. Chinesen legen nun Blumen auf Googles Firmenschild, um sich für den

 

13.1.2010: Genmais ist giftig - Versuchstiere sterben

Dringende Warnung vor allen Produkten, die Mais enthalten:

Die Firma Monsanto stellt genmanipuliertes Saatgut her, darunter Mais, der gegen Schädlinge immun ist. Spritzmittel sind überflüssig. Ein Sieg gegen den Hunger? Ein Segen für die Menschheit? Eine neue Studie belegt: Monsantos Mais führt zu Organversagen bei Versuchstieren. Überflüssig zu erwähnen: er ist in den USA und in der EU freigegeben zur Lebensmittelherstellung für Menschen. Es handelt sich um die Sorten "Mon 810", "Mon 863" und "NK 603".

 

13.1.2010: Süddeutsche Zeitung: Energiesparer werden gedisst

SZ: "Geizen", "Knausern", "falsches Wohnverhalten", "übertriebenes Energiesparen", "falsches Lüften": Wenn es schimmelt, sind auf jeden Fall die Bewohner schuld (und nicht etwa zu dichte Fenster, fehlende Lüftungsöffnungen oder unsachgemäße Wärmeisolierung).

Ein durchsichtiger Fall von Lobbyismus der Vermieterbranche, wenn ihr mich fragt. Die Mieter sollen mal wieder dafür sorgen, daß durch das Wohnen der Wert der Wohnung nicht sinkt (wofür eigentlich die Miete der Ausgleich sein soll).

Was mich ein bißchen erstaunt, ist nur, daß die SZ sich für sowas hergibt. Ist die etwa auch schon pleite?

 

13.1.2010: Zensur: Die nächste Angriffswelle rollt

Nachdem die geplante Zensur des Internet mit den Stoppschildern wegen verfassungsrechtlicher Bedenken vom Tisch ist, planen die deutschen Machthaber den nächsten Angriff: Jetzt soll das Internet mit Hilfe der Jugendschutzgesetze zensiert werden. quelle

 

13.1.2010: LKW-Maut wird erhöht

heise: Die Maut-Einnahmen, die erst so schön gestiegen waren, fallen jetzt wieder. Deshalb werden nun die Gebühren erhöht. Einnahmen in Milliarden Euro (quelle, quelle, quelle, quelle):

  • 2005: 2,9
  • 2006: 3,1
  • 2007: 3,3
  • 2008: 3,4
  • 2009: 5,1 (geplant)
  • 2009: 4,1 (tatsächlich, geschätzt)

 

12.1.2010: Nacktscanner können Bilder speichern und versenden

Entgegen den Aussagen der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde können die Nacktscanner doch Bilder speichern und sogar versenden.

Update: Auch der spiegel hat's gemerkt: "Ein anonymer TSA-Mitarbeiter gab gegenüber CNN an, dass es Flughafenmitarbeitern unmöglich sei, die Maschine in diesen Testmodus zu versetzen". Also echt, jetzt: Wenn sie bei "geht nicht" gelogen haben, dann lügen sie wohl auch bei "kann nicht", oder?

 

11.1.2010: Administrator-Backdoor auf D-Link-Routern

heise: Laut SourceSec haben die D-Link-Router neben dem eigentlichen Administrator-Zugang einen nicht abschaltbaren HNAP-Zugang. Dieser Administrator-Zugang per HTTP sei bei den Modellen DI-524, DIR-628   und DIR-655 nachweislich fehlerhaft und erlaube es Angreifern, die administrativen Einstellungen zu bearbeiten und in der Konsequenz den Netzwerkverkehr vollständig kontrollieren zu können.

Laut einem Forumsbesucher geht das auch mit mindestens einem anderen Router.

 

11.1.2010: Von der Klimakatastrophe zur Schneekatastrophe

Es ist dasselbe hysterische Geschrei, mit dem vorher täglich Global Warming gefeiert wurde. Ich erinnere mich noch gut an den Winter 1978/79, als die Räumfahrzeuge an den Straßenrändern Schneewälle von vier Meter Höhe aufgehäuft hatten. Was da heute morgen in der Gegend herumliegt, hätte früher bestenfalls für eine Schneeballschlacht gereicht. Heute wird ein Geschrei darum gemacht, als wären die Russen eingefallen.

daisy-tn
Screenshot

Auch die Fotos beim Spiegel-Artikel zeigen kaum Schnee. Fünfzehn Zentimeter hohe Schneeverwehungen, daß ich nicht lache.

 

10.1.2010: Mästen mit Mozart

Frühgeborene "verbrauchen weniger Energie und nehmen schneller zu, wenn sie 30 Minuten am Tag Mozart hören." welt

 

9.1.2010: Kostenpflichtiges "Abendblatt" stahl bei Wikipedia

Auch "Bild" war sich nicht zu schade. bildblog:

Inzwischen hat die Redaktion von "abendblatt.de" den Artikel über die Schneekatastrophe 1978/1979, der in wesentlichen Teilen auf einem Wikipedia-Eintrag basierte, kommentarlos aus dem kostenpflichtigen Bereich gelöscht. Die Redaktion von "Bild.de" hat ihren Artikel währenddessen um einen Hinweis ergänzt ("Ein Rückblick auf den Horror-Winter vor 30 Jahren, wie er in Wikipedia ('Schneekatastrophe in Norddeutschland') und in den Artikeln von damals nachzulesen ist").

 

8.1.2010: Vergewaltigung in Dubai - Opfer verhaftet

A 23-year-old British woman on holiday in Dubai told police she had been raped, only to be arrested herself for having illegal sexual intercourse. telegraph

Urlaub in einem islamischen Land ist bodenloser Leichtsinn. Strafbar sollte das sein.

 

8.1.2010: Neue Ämter - neue Pöstchen

Wußten Sie schon, daß es ein "Amt für Bevölkerungsschutz" gibt - ich nicht. Und dieses Amt empfiehlt nun angesichts des Winters den Kauf von Lebensmittelvorräten und Trinkwasser "für mehrere Tage". taz

Heizöl kauft man nicht, wenn der Winter am kältesten ist, sondern im Sommer. Lebensmittelvorräte legt man nicht mitten in der Krise an, sondern vorher. Bitte, lieber Gott, laß endlich den Staatsbankrott kommen.

 

8.1.2010: Das Schlimmste am Winter ist der Salzmatsch

Schlimmer als Kälte und Dunkelheit ist das Streusalz. Der Dreck. Im Rinnstein schwappt die schwarze Brühe knöcheltief. Natürlich sind die Gullis verstopft. Auf den Bürgersteigen tappt man durch Pfützen aus salzigem Dreck. Wenn man nicht nach jedem Einkauf zu Hause die Schuhe abwäscht, sind sie im Frühjahr vom Salz zerfressen.

Total verboten ist das Streuen von Salz in:

  • Aichtal
  • Berlin
  • Duisburg
  • Freiburg
  • Greifswald
  • Hamburg
  • Karlsruhe
  • Leinfelden
  • Mainz
  • München
  • Schwerin
  • Wiesbaden

Aber natürlich streuen sie alle weiterhin Salz wie verrückt. Enggefaßte Ausnahmegenehmigungen gibt es in:

  • Aachen
  • Bielefeld
  • Bremen
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Frankfurt am Main
  • Hannover
  • Heilbronn
  • Kassel
  • Kiel
  • Köln
  • Leipzig
  • Mannheim
  • Münster
  • Nürnberg
  • Potsdam
  • Stuttgart
  • Ulm
  • Würzburg

Gute Nachrichten: Das Streusalz wird knapp. SZ

 

6.1.2010: Terroristenpech

14 Terrorverdächtige starben in Kabul, als ihre Autobombe vorzeitig explodierte. CNN

 

6.1.2010: US-Grenzpolizei außer Rand und Band

Kriegskorrespondent Michael Yon wurde auf dem Flughafen Seattle verhaftet und in Handschellen gelegt, weil er die Frage nach der Höhe seines Verdienstes "unangemessen und in keinem Bezug zur Flugsicherheit" abgelehnt hatte. "Das FBI kann solche Fragen stellen, nicht die Flugsicherheit," sagte er.

Während sie an der Grenze mit harmlosen Leuten stundenlang "Nazi und Jude" spielen, lassen sie andererseits zwölf Tage vergehen, bevor sie dem Unterhosenbomber das Visum entziehen.

 

6.1.2010: Reallöhne stark gesunken

spiegel: Die Inflation betrug 47 Prozent gegenüber 1990. Das entspricht einer Inflationsrate von etwa 3.5 Prozent pro Jahr. Wer heute nicht mindestens 47 Prozent mehr verdient als 1990, hat heute weniger Kaufkraft. Das werden wohl die meisten sein.

 

6.1.2010: Staatlicher Terrorismus in der Slowakei

Slowakische Behörden schmuggeln Sprengstoff in die Koffer ahnungsloser Passagiere und lassen sie anschließend verhaften: "Police said they initially were led to believe the man might be a terrorist, until Slovak authorities provided more information about their role in planting the explosive."

Staatlicher Terrorismus besteht darin, daß der Staat seine eigenen Bürger in Angst und Schrecken versetzt, um seine Macht zu festigen. Zu dieser Linie passen auch die geplanten Nacktscanner.

Update: In der taz wird das Opfer des Verbrechens als "Versuchsperson", in der Schlagzeile gar als "Test-Terrorist" bezeichnet. Am Schluß wird ihm noch der hämische Rat erteilt, er solle seinen Koffer "wegwerfen", da dieser ja nun Rückstände von Sprengstoff aufweise.

 

5.1.2010: EC-Karten haben ein "Jahr-2010-Problem"

Es sind offenbar doch nicht nur "ältere Karten" betroffen. Es sollen "30 Millionen Bankkarten" sein.

Die Sicherheits-Chips verarbeitet die Jahreszahl 2010 fehlerhaft, so daß man mit der Karte nicht bezahlen oder Geld abheben kann. heise: Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) empfiehlt in einer Pressemitteilung mittlerweile sogar, "im üblichen Umfange Bargeld mitzuführen, um notfalls bar bezahlen zu können".

Frage: Wie kommt man an Bargeld, wenn man nichts abheben kann?

 

3.1.2010: Israel spürt Bomben ohne Nacktscanner auf

So ungern ich die "Welt" auch zitiere:

Während anderswo nach den technischen Hilfsmitteln für Bomben gefahndet wird, suchen die Israelis nach dem Bombenleger. [...] "Bei uns wäre Abdulmutallab gar nicht ins Flugzeug gelassen worden", meint Rafi Ron. Der frühere Fallschirmjäger diente einige Jahre beim israelischen Geheimdienst, war dann Sicherheitschef des Flughafens von Tel Aviv [... Nacktscanner sind] "alles großer Humbug, eine lächerliche Sicherheitsshow." [...] "Menschen machen Fehler, sie verhalten sich unter Stress anders. Angst und Nervosität kann man Menschen ansehen". Man müsse nur wissen, wie.

Terrorismusforscher Ariel Merari vom Interdisciplinary Center in Herzlija sagt, es wäre "einfach dumm", nicht nach ethnischen Gruppen zu unterscheiden. "Sie wollen mir doch nicht ernsthaft erzählen, eine achtzigjährige Überlebende des Holocaust stelle ein potenziell ebenso großes Risiko dar wie ein junger, muslimischer Mann?"

Das ergibt Sinn: Sicherheitsleute mit reichlich Erfahrung sehen sich einfach die Leute an, wie sie sich benehmen, ob sie Anzeichen von Angst oder Nervosität zeigen, oder ob sie sich bei den Routinefragen verhaspeln. Und wer da auffällt, wird einfach länger befragt. Da werden keine Schuhe ausgezogen, man wird nicht befummelt, es werden keine Porno-Aufnahmen gemacht.

Zum gleichen Thema: kurier "Spürnase schlägt Nacktscanner" ... "Die Israelis sind erfolgreich. Tel Aviv ist der sicherste Flughafen der Welt."

Wie konnte der Unterhosen-Bomber in Amsterdam überhaupt ins Flugzeug gelangen: "Der Nigerianer hatte das Ticket bar bezahlt und reiste ohne Gepäck, beides hätte eigentlich Verdacht auslösen müssen." (kurier)

 

2.1.2010: Maulkorb für GEZ-Kritiker

So ist er halt, der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Kritik kann er nicht ausstehen. Nun ist Kritik zwar vom Grundgesetz gedeckt, aber es gibt halt juristische Tricks. Der Trick hier: Man macht "Persönlichkeitsrechte des Rechtsanwalts" geltend. Trick Nummer zwei: Man geht vor die Pressekammer des Landgerichts Hamburg. quelle

Der NDR zensiert Webseiten, die sich kritisch mit seinem Inkassobüro "GEZ" befassen.

 

2.1.2010: Nacktscanner kommt noch dieses Jahr

Der Nacktscanner in Amsterdam, der den Sprengstoff nicht entdeckte, wird aufgrund dieses beeindruckenden Mißerfolges jetzt in ganz Europa eingeführt. welt

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