6.7.03

Börsen-Software

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TrendsAction ® Echtzeit-Analyse des Kursverlaufs


TrendsAction für die "Hauppauge WinTV" (keine laufenden Kosten):

Relativ neu - und vielleicht besonders interessant - ist die Version für die TV-Karte "Hauppauge WinTV". Diese Version arbeitet mit den Börsendaten, die über Videotext von mehreren Sendern, z.B. NTV, kommen. Mit dieser Version sparen Sie die laufenden Kosten für einen Datenprovider - immerhin ein paar hundert Mark pro Monat. Sie bekommen allerdings über Videotext keine echten Börsen-Ticks, sondern nur eine Zeitreihe (ca. alle 30 Sekunden). Außerdem sind alle Daten 15 Minuten zeitverzögert, mit Ausnahme der Währungen.

"DDE-Brigde" - die universelle Datenbrücke:

Bei der "WinTV"-Karte ist ein Programm dabei ("VTPlus"), das die Daten der Videotextseiten über die Windows-DDE-Funktion anderen Programmen zur Verfügung stellt, d.h. "VTPLUS" ist ein DDE-Server.

Die Abfrage von Daten von einem DDE-Server erfordert immer drei Bezeichnungen: "Service", "Topic" und "Item". Diese Bezeichnungen haben meistens die Programmierer von DDE-Server und DDE-Client festgelegt.

Bei "VTPlus" ist z.B. der Servicename "VTPLUS", der Topicname ist Sendername+Seitennummer, z.B. "NTV293", und der Itemname bezeichnet den Ausschnitt aus der Seite, z.B. "1,1,,,B(16/7/23/7)" um den Kurs des Euro zu bekommen.

Bei "TrendsAction" ist der Servicename "WBSERVER", der Topicname bezeichnet die Börse, z.B. "DTB", und der Itemname bezeichnet Papier und Kursart, z.B. "12120/L" für den Canada-Dollar.

Bei "TrendsAction für WinTV" ist ein Programm dabei ("DDE-Bridge"), das die DDE-Bezeichnungen eines oder mehrerer beliebiger DDE-Server in beliebige andere DDE-Bezeichnungen umwandeln kann.

"DDE-Brigde" ist also eigentlich viel universeller, als daß es nur Kursdaten von der "WinTV" zu "TrendsAction" übertragen könnte. Es gibt daher Leute, die kaufen sich "TrendsAction für WinTV" überhaupt nur wegen "DDE-Bridge". (Vertrieb: http://www.trendsaction.de/Software/Borsensoftware/borsensoftware.html).


Automatische Analyse des Kursverlaufs - wie und wozu:

Es geht bei diesem Projekt im Augenblick nur um Tages-Futurehandel. Wahrscheinlich läßt sich das Analyseprinzip, das ich verwende, auch auf Aktien anwenden, aber jetzt arbeite ich erstmal an einer Version für Tagesgeschäfte.

Bei Tages-Futurehandel geht es um folgendes: Man handelt vordatierte Lieferkontrakte z.B. über Yen oder Schweinebäuche. Wenn der Kurs steigt, kauft man, und wenn der Kurs gestiegen ist - z.B. zwei Stunden später - verkauft man wieder.

Man braucht dazu einen Computer, eine Satellitenschüssel, ein Abonnement eines Echtzeit-Datenstroms (z.B. Reuters oder b.i.s.), einen Konto bei einem Broker, der 24 Stunden erreichbar ist (z.B. Lind-Waldock in London), mindestens ca.8000 Dollar und ein Telefon.

Futurehandel ist - das muß man unbedingt wissen - eine äußerst riskante Anlageform. Wenn man ein einziges Mal zu lange zögert, und wenn man dann auch noch Pech hat, kann man innerhalb einer einzigen Stunde - oder noch schneller - sein gesamtes Kapital - und mehr - verlieren. Andererseits kann man es mit etwas Glück und Geschick ebenso schnell verdoppeln.

Es geht im Grunde immer nur um zwei Fragen:

1. Geht es ab jetzt aufwärts oder abwärts?

2. Wie weit wird die Bewegung gehen?

Andere Börsensoftware benutzt gleitende Durchschnitte, Indikatorfunktionen, Trendlinien, Fibonacchi-Linien, u.a., die der Benutzer an die Kurve anlegen muß. Einige können auch schon ein paar traditionelle, altbekannte Formationen erkennen (z.B. Kopf-Schulter-Formation). Nach meinem Gefühl (und nach der Diskussion im Usenet) funktionieren die technischen Signale aber in letzter Zeit immer schlechter. Immer mehr Trader gehen dazu über, nur noch nach Intuition zu handeln.


Beschreibung TrendsAction v2.0

Eine der bewährten Methoden zur Beobachtung von Kursen ist das Point & Figure Verfahren. Point & Figure ist dabei besonders zuverlässig. Die Qualität der Signale ist durch die Untersuchung von Davies untermauert worden.

Die Point&Figure-Methode ist wissenschaftlich untersucht, ergibt eindeutige Signale und liefert Gewinn-Wahrscheinlichkeiten und -Erwartungswerte. Sie ist für die automatische Computer-Analyse besonders gut geeignet. Andere Analyse-Verfahren werden deshalb in TrendsAction nicht verwendet.

Methode "Point & Figure"

Point & Figure ist eine Methode zur Darstellung von Kursverläufen, die sich von anderen Methoden dadurch unterscheidet, daß nur die Kursänderungen aufgezeichnet werden. Dabei spiegelt sich der zeitliche Ablauf zwar in der Richtung des Kursverlaufes wider, eine definierte Zeitachse existiert aber nicht. Wesentliches Element des Point & Figure Verfahrens ist dabei die Eliminierung oder Glättung des Rauschens, daß sich in den Kursen verbirgt.

Aufwärtsbewegungen werden im Point & Figure mit Kreuzen (bei farbigen Charts blau), Abwärtsbewegungen mit Kreisen (bei farbigen Charts rot) gezeichnet.

Die Darstellung wird entscheidend beeinflußt von der gewählten Kästchengröße und dem Reversal. Die Kästchengröße ist der Kurswert pro gezeichnetem Kreuz bzw. Kreis. Das Reversal legt fest, um wieviel Kästchen sich der Kurs bei einer Trendumkehr in die neue Richtung bewegen muß, um aufgezeichnet zu werden.

Die Kästchengrößen werden je nach börsennotiertem Wert unterschiedlich gewählt. Bei Währungen werden dabei wesentlich feinere Einstellungen als bei Aktien benutzt. Üblicherweise wird das Reversal im Bereich von 2 bis 5 Punkt eingestellt. Kleinere Schwankungen werden dadurch herausgefiltert und nicht dargestellt. Das führt zu prägnanten Charts mit immer denselben, aus der Erfahrung gewonnenen Signalen.

Signalformationen

TrendsAction erkennt 24 Signalformen (nach zunehmender Stärke geordnet):

  • Umkehr nach Stange
  • einfaches Kau/Verkaufsignal
  • tiefer/hoher Pol
  • bullisches/bearisches Katapult
  • pullback
  • einfaches/steigendes/fallendes Triple Top/Bottom
  • Dreieck
  • einfaches/steigendes/fallendes Vierfach Top/Bottom
  • baisse/hausse Umkehr

Außerdem können Trendliniendurchbrüche überwacht werden.

Performance-Analyse

Die Wahl der des richtigen Maßstabes (Kästchengröße) und der richtigen Umkehrbedingung (Reversal) ist schwierig. Die Zuverlässigkeit der Point&Figure-Signale hängt entscheidend davon ab, daß diese Größen auf das ganz spezielle Schwankungsverhalten des jeweiligen Charts abgestimmt sind.

Es gibt noch keine allgemeingültige Methode, die richtige Einstellung (Kästchengröße und Reversal) im Voraus zu bestimmen. Meistens nimmt man als Kästchengröße einfach einen Wert in der Gegend von 1 Prozent des Kursniveaus und ein Reversal von 3 bis 5.

TrendsAction bietet mit der Performance-Analyse eine Möglichkeit, die Güte der Signale für verschiedene Einstellungen zu testen und die Kästchengröße und das Reversal optimal darauf abzustimmen.

Sie benötigen dafür eine Mindestmenge an Daten aus der Vergangenheit, etwa 500 bis 1000 Kurseinträge. Das entspricht z.B. einem Zeitraum von 1,5 bis 3 Monaten für einen Stunden-Chart oder 4 bis 8 Tagen für einen 5-Minuten-Chart.

Bei jeder Performance-Analyse wird entsprechend der Einstellung ein Chart berechnet und auf Signale durchsucht.

Potential

Nach einem Signal wird die prozentuale Bewegung in Signalrichtung (Anstieg nach Kauf-, Abstieg nach Verkaufsignal) als Potential des Signals gewertet. Ist ein Signal mehrfach aufgetreten, wird der Durchschnitt ermittelt.

Verläßlichkeit

Grundlage für die Ermittlung der Verläßlichkeit ist ein Toleranzwert, der vom Benutzer eingestellt werden kann.

Ein Signal wird erst dann als verläßlich angesehen, wenn die Bewegung in die richtige Richtung die Toleranzschwelle überschritten hat.

Ebenso kann es direkt nach dem Signal zu einer Pullback-Bewegung kommen, bevor der eigentliche An-/Abstieg einsetzt. Ist diese Pullback-Bewegung stärker als der Schwellwert, wird das Signal als Fehlsignal eingestuft.

Ist ein Signal mehrfach aufgetreten, wird der prozentuale Anteil der korrekten Signale ermittelt.

Vorgehensweise

Wenn die Einstellung gut gewählt ist, sollten die starken Signale (z.B. Triple oder Vierfach Top/Bottom) eine Verläßlichkeit über 80 Prozent, die schwachen Signale (z.B. das einfache Kauf- bzw. Verkaufsignal, oder das Signal Umkehr nach Stange) sollten dagegen eine Verläßlichkeit zwischen 40 und 60 Prozent erreichen.

Es kann bei bestimmten Werten und bestimmten Marktsituationen vorkommen, daß ein anerkanntes, starkes Signal sich in seiner Bedeutung umkehrt. Z.B. war beim 5-Minuten-Dollar-Chart im Juli/August 1994 das steigende Triple-Top ein zuverlässiges Verkauf- und das fallende Triple Bottom ein ebenso zuverlässiges Kaufsignal.

Signale, die in der Performance-Analyse eine Verläßlichkeit in der Nähe von 20 Prozent haben, können daher als Kontra-Indikatoren genutzt werden. (Kaufen beim Verkauf-, Verkaufen beim Kaufsignal.)


Download Demo Version 2

  • Zum Entpacken benötigen Sie WinZip (erhältlich bei http://www.winzip.com/).
  • TrendsAction ® Echtzeit-Verlaufsanalyse TA.ZIP - Demo-Version, kostenlos
    Demonstrationsprogramm - Dateigröße 214 K - für Windows 3.1 und Windows 95
    Die Vollversion ist lieferbar für die Online-Systeme "win-b.i.s." (http://www.bis.de/german/system.htm), "Reuters 3000" (http://www.reuters.com/3000xtra/index.html) und für die Hauppauge WinTV.
    Die eintreffenden Kurse werden gespeichert, grafisch dargestellt und automatisch untersucht.
    Überwacht werden Signalformationen nach der Methode "Point&Figure" sowie Trendliniendurchbrüche.
    Die Effektivität der Signale kann für jedes Wertpapier getrennt ermittelt werden.
    Dadurch können die für ein Wertpapier uneffektiven Signale ausgeblendet werden.
    Bis zu 20 Fenster können gleichzeitig geöffnet und überwacht werden.
    (Vertrieb: http://www.trendsaction.de/Software/Borsensoftware/borsensoftware.html)


Version 4.2 ist in Arbeit

Die Software, die ich gerade schreibe, soll erkennen, wie der Markt auf bestimmte Verläufe vor ein paar Wochen oder Monaten reagiert hat.

Meine Theorie ist: Wenn die Händler vor ein paar Monaten bei einem bestimmten Verlauf mehrheitlich z.B. das Gefühl hatten: "oh, es scheint ja mächtig aufwärts zu gehen", oder z.B.: "jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um durch massive Verkäufe eine Umkehr einzuleiten", und wenn sie dann durch ihre Aktionen den Kurs tatsächlich in diese Richtung getrieben haben, ist bei einem gleichartigen Verlauf die Wahrscheinlichkeit für eine gleichartige Reaktion höher, als für die gegenteilige Reaktion.

Meine Software vergleicht die Situation von "jetzt" laufend mit allen gespeicherten Situationen und wird aktiv, wenn "jetzt" ähnlich genug aussieht wie eine Situation, auf die "damals" eine Bewegung von mindestens so und so viel Punkten gefolgt ist. Dann weckt sie mich (akustisch) oder schickt mir eine SMS aufs Handy.

Das augenblickliche Problem ist folgendes (die vorigen Probleme sind einigermaßen gelöst, und die nächsten kenne ich noch nicht): Ich benutze eine Handvoll Parameter, um aus dem Hin und Her der Kurse in den letzten Monaten Situationen zu isolieren und zu speichern. Wenn die Unterscheidung der Situationen zu fein ist, findet das Programm keine ähnlichkeiten, wenn die Unterscheidung zu grob ist, sind Aufwärts- und Abwärtssituationen einander zu ähnlich, um noch signifikante Ergebnisse zu bringen. Wenn die Software funktionieren soll, muß ich einen Satz von Parametern finden, der dem Benutzer wirklich Gewinn bringt. Eine Analyse mit einem Parametersatz dauert ca. 3 Stunden mit meinem K6/233. Ich habe fünf Parameter mit je ca. 100 Abstufungen. Eine angemessene Analyse des gesamten Parameterraumes würde also 3 mal 100 hoch 5 Stunden dauern, das sind 3.4 Millionen Jahre. 10 Abstufungen pro Parameter wären schon viel zu grob, um jemals den richtigen Punkt zu finden, und bräuchten immer noch 34 Jahre.

Die vorige Version meiner Software (Name: "TrendsAction", Demo: siehe oben) benutzt die Point&Figure-Analyse und ist nur für Börsenprofis, nicht zum Handeln 'so nebenbei' und nicht für Anfänger, geeignet. Die Marktsituation ist leider inzwischen so, daß je nach gehandeltem Papier immer nur ganz bestimmte Signale gelten, und immer nur für kurze Zeit. Man muß also praktisch für alle gehandelten Papiere jede Woche die Performance jedes Signals mit verschiedenen Parametern durchrechnen lassen und auch mit einem gewissen Gefühl beurteilen können. Bei 20 Papieren kann das ein paar Stunden dauern.