06.03.00

Midi - Musik


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Musikmachen mit einem Composer:

Der "Jammer" von SoundTrek (http://www.soundtrek.com/) z.B. ist ein "Composer". Er kann sich Akkordfolgen ausdenken und Melodien improvisieren. Man muß ihm nur sagen, wie er es ungefähr machen soll, d.h. man muß Zahlen in Dialogfenster setzen. Er hat umfassende Harmoniekenntnisse, aber nur wenig Kunstverständnis. Die Melodien haben immer etwas Beliebiges und Zielloses, es will den Zuhörer nicht so recht vom Hocker reißen.

Eigentlich soll man den Jammer nur als Hintergrund-Band benutzen, um sich eine Begleitung zu haben, wenn man auf dem Keyboard eigene Melodien spielt. Aber auch wenn man selbst nicht eine einzige Note spielt, nur an den Einstellungen im Programm herumbiegt, und die Melodien ansonsten unverändert läßt, sind die Ergebnisse zum Teil beeindruckend (manchmal auch wieder weniger).

Manchmal muß man ihn ein paarmal probieren lassen, bevor er sich Töne ausdenkt, die nach meinem Gefühl so etwas wie "Sinn" ergeben. Manchmal muß man ihn auch nur zwei oder vier Takte immer wieder komponieren lassen, so lange, bis es sich einigermaßen anhört.

Man kann ein Keyboard zu Hilfe nehmen, auch wenn man - wie ich - nicht drauf spielen kann. Man kann z.B. ein paar Töne spielen (den Anfang einer Melodie), und das Programm kann erkennen, welcher Akkord dazu paßt, und diesen Akkord gleich übernehmen.


Eigene Versuche:

Dies hier sind meine bescheidenen Ergebnisse aus den ersten Wochen mit "Jammer" (zum Anhören sollte unbedingt eine Soundkarte mit "Advanced Wave Effects" installiert sein, sonst klingt es, als würde man eine Katze erwürgen.):

Minor01 Dorian02 Lydian01 Major01 Mixolydian01
Phrygian01 Locrian01 Dorian03 Locrian02 Major02
Major06 Phrygian02 Phrygian03 Minor03 Dorian04
Locrian03 Lydian02 Locrian04 alle zusammen: Jammer.zip 83K

19.8.99 Ballad04.mid Klarinetten und Quartvorhalt-Akkorde (sus4),
die vergeblich auf Auflösung warten
26.8.99 Ballad06.mid Voices, Gitarre, 130 Schläge, D-Moll

Ich habe mir weiter keine Titel überlegt. Ehrlich gesagt, finde ich die Titel, die manche Midi-Komponisten ihren Stücken - wohlgemerkt reinen Instrumental-Stücken - geben, etwas angeberhaft, weit hergeholt ("Dark Universe") oder manchmal auch nur peinlich zweckgerichtet  ("für Sieglinde"). Rein sachliche Titel wie z.B. "Opus 17.3" oder "Blues mit Klarinetten" würden mir persönlich viel angemessener erscheinen.

Die seltsamen Titel in der Tabelle oben sind die Tonleitern, früher "Kirchentonarten", im Jazz auch "Modes" genannt. Wenn man z.B. auf der C-Blockflöte mit dem Ton D beginnt und 8 Töne aufwärts spielt, bekommt man eine dorische Tonleiter: D-E-F-G-A-H-C-D. Die Kirchentonarten liegen vom Gefühl her zwischen Dur und Moll. Dorisch und Phrygisch tendieren mehr nach Moll, Lydisch und Mixolydisch mehr nach Dur. Lokrisch finde ich am interessantesten, weil das Verminderte sozusagen Moll hoch zwei ist, und weil die Tonleiter - entgegen allen Hörgewohnheiten - auch noch mit einem Halbtonschritt beginnt.


Note für Note mit Cakewalk:

"Cakewalk" (http://www.cakewalk.com/) ist ein "Sequenzer". Man kann Noten mit dem Keyboard hineinsetzen oder mit der Maus, und er spielt sie dann ab. Aber er spielt immer nur die Noten, die man hineingesetzt hat. Damit habe ich immer nur sehr kurze Stücke hinbekommen (unten steht z.B. die traurige Ausbeute eines ganzen Jahres: 9 kurze Stücke).


Eigene Versuche:

Die folgenden paar Stücke sind mit Cakewalk gemacht. Man kann mit der Maus auf dem Bildschirm die Noten auf die Linien setzen und sich das Ergebnis sofort anhören. Manchmal kommt sogar etwas dabei heraus. Hier sind ein paar Beispiele (zum Anhören sollte eine Soundkarte mit "Advanced Wave Effects" installiert sein):

Sailboat Rainyday Rock2 Calypso Herbst Basso2 ZuKurz Perlen Eichhörnchen


Mehr Musik im Midi-Format finden Sie hier:

  • Midi-Composer's Exchange (http://www.mindspring.com/~s-allen/picks.html), eine ständig wachsende Sammlung von Musikstücken von Komponisten in aller Welt
  • MIDIWORLD (http://www.midiworld.com/), ein Treffpunkt der "Midi-Gemeinde" im Internet
  • Midi File Links (http://www.aitech.ac.jp/~ckelly/midi/new/), weitere Midi-Links


Anschluß eines Keyboard an eine Soundblaster-Karte

Man installiert die Soundblaster mit der mitgelieferten CD und dann das Musikprogramm. Dann nimmt man das Keyboard, steckt die Kabel zusammen, aktiviert im Musikprogramm Midi-In, SB-Synthesizer und Wave-Synthesizer (aber nicht Midi-Mapper), das ist eigentlich schon alles.

Einzelheiten:

Ich habe mir das allereinfachste Midi-Keyboard gekauft, das ich finden konnte. Es hat DM 139.- gekostet und läuft mit Batterien. Es kann nur Midi-Signale erzeugen, aber nicht wiedergeben. Es hat z.B. keinen Synthesizer eingebaut.

Man braucht ein Midi-Kabel. Das ist eine Art Y-Kabel mit einem Joystick-Stecker auf der einen Seite und mit einer Joystick-Kupplung und einem Midi-In- und einem Midi-Out-Stecker auf der anderen Seite. Der Midi-In-Stecker geht in die Midi-Out-Buchse des Keyboards.

Bei der Sounblaster AWE 64 war das Kabel dabei. Wenn man es kaufen muß, kostet es etwa DM 40.-

Midi-In und Midi-Out, SB-Synthesizer und Wave-Synthesizer sind Geräte bzw. Ressourcen, die von der Soundblaster belegt sind. Um die Signale, die auf der Midi-In-Leitung kommen, hören zu können, muß eine softwaremäßige Verbindung z.B. zwischen Midi-In und Wave-Synthesizer hergestellt werden. So weit ich sehen kann, braucht man dafür ein Musikprogramm. Das Betriebssystem allein reicht nicht.

Man stellt im Musikprogramm ein, daß man Midi-In, SB-Synthesizer und Wave-Synthesizer (aber nicht Midi-Mapper) aktivieren will. In "Cakewalk" findet man das z.B. unter Einstellungen/Midi-Geräte, in "Jammer" unter Devices/Midi-Devices.

Mit einem früheren Musikprogramm unter "Fensters 3.1" hatte ich Probleme mit dem "Midi-Mapper". Da sind eventuell irgendwelche Midi-Events auf Kanäle gemappt worden, die von der Soundkarte nicht unterstützt wurden. Das war noch mit Soundblaster 8-Bit. Aber seitdem lasse ich immer die Finger vom Midi-Mapper.

Ich achte beim Installieren der Soundblaster darauf, daß sie auf den Standard-Ressourcen liegt: IRQ 5, DMA 1 und 5, Ports 220, 330, 388. Dann haben die Programme keine Schwierigkeiten. (Dann gibt es da noch irgendwo den Port 620 für den Wave-Synthesizer.)


Systemsteuerung - System - Audio-/Video-/Gamecontroller - Creative-Soundblaster-16-PnP

Ich hatte bisher die Soundblasters SB 16, AWE 32, AWE 64, Cakewalk für "Fensters 3.1" und Cakewalk und Jammer für Windows95, immer nur einfache Midi-Keyboards (d.h. keine Geräte für Midi-Out) und weiter keine Probleme.

Die früheren Soundblasters hatten - wenn ich mich recht entsinne - Jumper, um den Gameport zu aktivieren, und vielleicht auch für die Midi-Funktionen.