25.12.2000

Windows-Tips

window.png

(Zur Zeit erst sehr wenige Tips, aber diese Seite wird laufend ergänzt.)

Windows:

Internet und Netscape:

Hardware-Zugriff:


Scandisk (überprüfen der Laufwerke beim Start) abschalten

Um Scandisk abzuschalten, ergänzen bzw. ändern Sie in der Datei c:\msdos.sys im Abschnitt "[options]" eine Zeile "Autoscan=0" (Null).

Die Datei ist mit den Attributen "Schreibschutz", "versteckt" und "System" versehen. Bevor Sie in der Datei Änderungen vornehmen können, müssen Sie diese Attribute entfernen. Hinterher sollten Sie die Attribute wieder setzen.

Gehen Sie in die MS-DOS-Eingabeaufforderung oder fahren Sie in den DOS-Modus herunter und tippen Sie:

c:
cd \
attrib -h -r -s msdos.sys
edit msdos.sys

Wenn Sie die Zeile "Autoscan=0" ergänzt/geändert haben:

Datei/Speichern
Datei/Beenden
attrib +h +r +s msdos.sys


Sonstige Einstellungen in der Datei C:\MSDOS.SYS

Abschnitt Eintrag Wert Bedeutung
[Paths] HostWinBootDrv= c laut Microsoft: "das Laufwerk, dessen Hauptverzeichnis Windows-Startdateien enthält", (wobei nicht gesagt wird, welche Dateien das genau sind).
WinBootDir= c:\windows ebenso: "das Verzeichnis, das Windows-Startdateien enthält"
WinDir= c:\windows das Windows-Verzeichnis  
[Options] AutoScan= 1 Wenn Windows nicht "ordnungsgemäß" herunterfahren wurde, soll beim nächsten Start automatisch Scandisk ausgeführt werden, nachdem der User eine Taste betätigt hat
2 wie 1, aber ohne Tastenbetätigung
0 Scandisk wird nicht automatisch ausgeführt
BootMenu= 1 Beim Start wird immer ein Auswahlmenü der Startmöglichkeiten angezeigt (1. bis 8., siehe unten) *1)
0 Das Startmenü wird nicht automatisch, sondern nur durch Drücken der Taste F8 angezeigt
BootMenuDefault= 1 Die Nummer (1 bis 8) im Startmenü, die nach Ablauf einer Wartezeit automatisch ausgeführt wird
BootMenuDelay= 2 Wartezeit in Sekunden, bevor "BootMenuDefault" (s.o.) ausgeführt wird
BootKeys= 1 Wenn beim Start der Text "Windows95 wird gestartet" erscheint, kann mit der Taste F8 das "Startmenü" (s.o.) aufgerufen werden
0 Die Taste F8 (s.o.) hat beim Start keine Funktion
BootDelay= 2 Die Zeit in Sekunden, in der auf die Taste F8 gewartet wird (s.o.)
.. .. ..
.. .. ..
.. .. ..
.. .. ..

*1: Die Möglichkeiten 1 bis 8 beim Startmenü bedeuten:
1.Normal Windows wird gestartet
2.Protokolliert Während des Starts von Windows werden Informationen in die Datei c:\bootlog.txt geschrieben
3.Abgesichert Eine "absolute Minimal-Konfiguration" von Windows wird gestartet
4.Abgesichert mit Netzwerk wie 3., aber mit Unterstützung der Netzwerk-Karte
5.Einzelbestätigung Beim Ausführen der Startdateien c:\config.sys und c:\autoexec.bat kann jede einzelne Zeile bestätigt oder abgelehnt werden
6.Nur Eingabeaufforderung MS-DOS wird gestartet, nicht Windows
7.Abgesichert - nur Eingabeaufforderung Eine Minimalkonfiguration von MS-DOS wird gestartet
8.vorherige MS-DOS-Version Die Version, die beim Installieren von Windows95 auf dem Rechner vorgefunden worden war

Durchführung von Änderungen:

Die Datei ist "schreibgeschützt", "versteckt" und "Systemdatei". Wenn man darin Änderungen vornehmen möchte, muß man diese drei "Attribute" enfernen, dann die Datei ändern, und dann die Attribute wieder hinzufügen.

Gehen Sie in die MS-DOS-Eingabeaufforderung oder fahren Sie in den DOS-Modus herunter und tippen Sie:

c:
cd \
attrib -h -r -s msdos.sys
edit msdos.sys

Wenn die Änderungen fertig sind:

Datei/Speichern
Datei/Beenden
attrib +h +r +s msdos.sys


Wie installiert man Windows 95 neu, wenn man versehentlich C: formatiert hat

Man braucht:

1. irgendeine bootfähige Diskette, möglichst eine selbstgemachte Windows-95-Startdiskette.

2. irgendeine Möglichkeit, auf das Verzeichnis win95 von der Windows-CD zuzugreifen. Dabei ist es egal, ob sich dieses Verzeichnis auf der CD befindet, oder ob es auf die Festplatte kopiert wurde.

Sobald man das hat, hat man gewonnen. Dann kann man nämlich in dieses Verzeichnis gehen und setup aufrufen.

Die Windows-Startdiskette kann z.B. ein Bekannter unter Systemsteuerung/Software/Startdiskette machen.

Wenn der Zugriff auf der Festplatte erfolgen soll:

Man muß die Festplatte ausbauen und an einen anderen Rechner anschließen. Dort das Verzeichnis win95 von der CD auf die Platte kopieren. Dann die Platte wieder einbauen.

Wenn der Zugriff auf der CD erfolgen soll:

Auf die Diskette müssen noch kopiert werden: c:\windows\command\mscdex.exe und die ein bis zwei Treiber von der Diskette, die beim CD-Laufwerk dabei war. Wenn der Platz auf der Diskette nicht reicht, kann man Scandisk.exe, Scandisk.ini und Regedit.exe löschen.

Auf der Diskette müssen die CD-Treiber je eine Zeile in config.sys und mscdex.exe eine Zeile in autoexec.bat bekommen.

Die Zeile(n) in config.sys und autoexec.bat lauten z.B.:

bei Teac CD-524E:

DEVICE=A:\TEAC_CDI.SYS /D:TEAC_CDI
A:\MSCDEX.EXE /D:TEAC_CDI /M:14

bei Mitsumi FX 800:

DEVICE=A:\MTMCDAI.SYS /D:MTMIDE01
A:\MSCDEX.EXE /D:MTMIDE01 /M:32 /S

bei Sanyo CRD-254SH:

(Sanyo hat den Support für dieses Laufwerk offensichtlich eingestellt, und es hat in den Newsgroups in den letzten Monaten schon einige Anfragen nach diesen Treibern gegeben, deshalb hier auch zum Download:)

DEVICE=A:\ASPI4DOS.SYS /D
DEVICE=A:\ASPICD.SYS /D:ASPICD0
A:\MSCDEX.EXE /D:ASPICD0 /M:32 /S

(Korrektur: Adaptec hat inzwischen angefangen, alle Leute abzumahnen, die Aspi-Treiber auf ihren Homepages haben, wie alt sie auch immer sein mögen. Um den möglichen Kosten einer Abmahnung zuvorzukommen, habe ich mich entschlossen, die obigen Links wieder zu entfernen.)

bei Toshiba:

DEVICE=A:\TOSHV210.SYS /D:MSCD000
A:\MSCDEX.EXE /D:MSCD000 /S /L:D /M:32

bei BTC:

DEVICE=A:\BTCCDROM.SYS /D:MSCD001 /V
A:\MSCDEX.EXE /D:MSCD001 /M:32 /S


Windows Registry bereinigen

(Das Folgende bezieht sich nur auf Windows 95. Unter Windows 98 gibt es ein Programm "scanreg.exe", das alles automatisch erledigen soll).

Warnung:

Wenn beim Bereinigen der Registry ein Fehler auftritt, wird Windows nicht mehr starten. Es ist also vorher erforderlich, Sicherheitsmaßnahmen zu treffen:

  • Ein neues Verzeichnis anlegen, z.B. c:\regback
  • Die Dateien c:\windows\system.dat und c:\windows\user.dat kopieren nach c:\regback
  • Eine Windows-Startdiskette herstellen mit Systemsteuerung/Software/Startdiskette
  • Auf die Startdiskette zusätzlich kopieren: c:\windows\command\attrib.exe

Falls beim Bereinigen der Registry ein Fehler aufgetreten war:

  • Die Windows-Startdiskette einlegen und den Rechner damit hochfahren
  • Im DOS-Modus eintippen:
    • attrib -h -r -s c:\regback\system.dat
    • attrib -h -r -s c:\windows\system.dat
    • copy c:\regback\system.dat c:\windows
    • attrib -h -r -s c:\regback\user.dat
    • attrib -h -r -s c:\windows\user.dat
    • copy c:\regback\user.dat c:\windows
  • Startdiskette entfernen und Rechner neu starten

Bereinigen der Registry:

Die "Registry" heißt auf Deutsch: "Registrierungs-Datenbank". Dort tragen sich die Programme beim Installieren ein. Beim Deinstallieren werden die Einträge im allgemeinen gelöscht. Der Rest wird aber nicht zusammengeschoben, sondern es bleibt eine Lücke. Manchmal bleiben die ungültigen Einträge auch ganz stehen.

Eine Registry mit vielen Lücken und ungültigen Einträgen kann Windows sehr verlangsamen. Das Bereinigen der Registry erfordert drei Schritte.

Drei Schritte:

  • Überflüssige Einträge beseitigen mit "regclean.exe"
  • Registry einmal "exportieren"
  • Registry wieder "importieren"

Im Einzelnen:

  • Regclean.exe herunterladen (z.B. http://www-pc.uni-regensburg.de/systemsw/bstools.htm)
  • Regclean.exe speichern z.B. in c:\windows\
  • Startmenü/Ausführen: c:\windows\regclean.exe
  • Startmenü/Ausführen: c:\windows\regedit.exe
  • dort anwählen: Datei/Exportieren z.B. nach c:\windows\backup.reg
  • Windows herunterfahren in den DOS-Modus
  • Eintippen: c:\windows\regedit.exe /c c:\windows\backup.reg

Zum Schluß noch ein wichtiger, allerdings etwas ungenauer Hinweis:

Bei meinem Windows funktioniert es so. Es hat die Versionsbezeichnung 4.00.950 B (unter Systemsteuerung/System). Es soll aber Windows-Versionen geben, bei denen der letzte Schritt zum Crash führt, bzw. wo man zuerst regedit.exe durch eine andere Version ersetzen muß.


Netscape Mail Center abschalten

Wenn Netscape beim Öffnen der "Inbox" (Post lesen) nicht als Erstes das Netscape-Mail-Center besuchen soll, muß man in der Datei

C:\Programme\Netscape\Users\<username>\prefs.js

die Zeile

user_pref("mailnews.start_page.enabled", false);

einfügen.


Windows 98 / DFÜ-Netzwerk: Automatisches Trennen einstellen

Bei Windows 95 kann man unter Systemsteuerung/Internet/Verbindung einstellen, nach wieviel Minuten Untätigkeit eine DFÜ-Verbindung mit dem Internet getrennt werden soll.

Bei Windows 98 (oder eventuell wegen Internet Explorer 4) kann man das nicht einstellen. Das entsprechende Feld fehlt einfach. 

Ich habe in der Registrierungsdatenbank ("Registry") jetzt - mehr oder weniger zufällig - zwei Stellen gefunden, wo diese Zeit gespeichert ist, so daß man sie mit dem Registrierungs-Editor ("regedit.exe") verstellen kann:

Der Registrierungs-Editor wird aufgerufen mit:

Start/Ausführen/c:\windows\regedit.exe

Dann sucht man in der Hierarchie:

HKEY_USERS\.Default\Software\Microsoft\MOS\Preferences
"DisconnectTimeout"=05,00,00,00

und:

[HKEY_USERS\.Default\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings]
"EnableAutodisconnect"=01,00,00,00
"DisconnectIdleTime"=05,00,00,00

Das stellt die Zeit bis zum Trennen der Verbindung z.B. auf 5 Minuten.


Programmierung des Parallelports (für Steuerungszwecke)

Die Belegung für den (alten) SPP-Anschluß lautet:
Adresse
0x378 1.Druckeradapter
0x278 2.Druckeradapter
0x3BC Monochrom-Display-Adapter

Adresse Bit E/A Pin
+0 7 A 9 Data 7
+0 6 A 8 Data 6
+0 5 A 7 Data 5
+0 4 A 6 Data 4
+0 3 A 5 Data 3
+0 2 A 4 Data 2
+0 1 A 3 Data 1
+0 0 A 2 Data 0
+1 7 E 11 Busy
+1 6 E 10 Acknowledge
+1 5 E 12 Paper out
+1 4 E 13 Select
+1 3 E 15 Error
+1 2 E na
+1 1 E na
+1 0 E na
+2 7 EA na
+2 6 EA na
+2 5 EA na
+2 4 E - IRQ Enable
+2 3 EA 17 not Select Input
+2 2 EA 16 not Initialize Printer
+2 1 EA 14 not Auto Feed
+2 0 EA 1 not Strobe

Pin 18 bis 25 sind Masse (Ground). E heißt Eingang, A heißt Ausgang, na heißt "not available", d.h. der Anschluß ist beim PC nicht verdrahtet.

Alle Signale haben TTL-Pegel (5V). Ausprobiert habe ich bisher nur Byte 0 und 1 mit maximal 5 mA Ausgangsstrom.

In C werden Ausgänge gesteuert z.B. mit

outp(<adresse>, <bitmuster>);

Als <adresse> wird z.B. 0x378 eingesetzt. Das <bitmuster> ist die Summe aus den Werten für die Einzelbits.

Bit

Wert

"ein" "aus"
0 1 0
1 2 0
2 4 0
3 8 0
4 16 0
5 32 0
6 64 0
7 128 0

Eingänge werden gelesen z.B. mit

<variable> = inp(<adresse>);

Die Variable enthält dann das Bitmuster.

Nicht bei allen PCs sind auch alle Eingänge verdrahtet. Einige Eingänge sind außerdem low-aktiv, d.h. das Bit ist "1" wenn der Eingang "0" ist und umgekehrt.

Der folgende Codeschnipsel (Borland C und Turbo C) setzt Pin 2, 3 und 6 und prüft Pin 12:

#include <conio.h>
#include <stdio.h>
 
void main(void)
{
   int paperout;
 
   outp(0x378, 1+2+16);
   paperout = (inp(0x379) & 32) != 0;
   printf("%d", paperout);
}

(Wie ich höre, heißen die Funktionen in Microsoft C neuerdings _inp und _outp mit Unterstrich. Zu beachten ist außerdem, daß die hier verwendeten direkten Hardwarezugriffe nur unter DOS, Windows 3.11 und Windows 95/98, ausgeführt werden, aber nicht unter Windows NT.)