24.12.2009

CO2-Experiment

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24.12.2009: Das BBC-Experiment - Update

WUWT: Professor Kevin Kilty (Universität Wyoming) ließ das Experiment in seinem Physik-Kurs mehrmals wiederholen. Die Temperaturunterschiede betrugen dabei nicht 5 Grad wie im BBC-Video. Tatsächlich waren sie so gering, daß man nicht entscheiden konnte, ob die Flasche mit CO2 nun wärmer oder kälter war als die andere.

An den Messungen der BBC muß irgendwas nicht gestimmt haben.

Ich glaube, ich wiederhole mein eigenes Experiment nochmal mit einer ähnlichen Menge von CO2 wie die BBC. Bei nächster Gelegenheit.

 

Das BBC-Experiment mit 100 Prozent CO2

Fefe empfiehlt Klimaleugnern, folgendes Experiment nachzumachen, es sei ja einfach genug:

Experiment: http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8394168.stm

Blogartikel: http://blog.fefe.de/?ts=b5e2b9f5

Die Flasche mit CO2 ist nach (angeblich) ein paar Minuten um 5 Grad wärmer als die ohne CO2. Aber das Experiment hat ein paar Tücken.

Mit den Mengen an Essig und NaHCO3 erzeugt man ungefähr 10 Liter CO2.

Der CO2-Gehalt in der zweiten Flasche beträgt deshalb mindestens 50 Prozent wahrscheinlich eher 100 Prozent (bei 8 Prozent stirbt man)

Niemand hat zwei identische Temperaturfühler mit Kabel zu Hause (von wegen "einfach genug")

Die Lampen strahlen auf die Temperaturfühler. Auf so eine Weise könnte ich jedes beliebige, gewünschte Ergebnis erreichen.

Der Film ist geschnitten. Wir erfahren nicht, ob es die Gleichgewichtstemperatur ist, die sich um 5 Grad unterscheidet, oder ob das CO2 sich nur schneller erwärmt, weil es Infrarot besser absorbiert (das tut es tatsächlich) und ob die Gleichgewichtstemperatur der Luftflasche vielleicht auch 5 Grad über der Anfangstemperatur liegen wird, nur eben eine halbe Stunde später.

Es wird folgende Erklärung gegeben: CO2 absorbiert Infrarot und emittiert es wieder, dadurch steigt die Temperatur. Sowas ist keine Erklärung, sondern eine Behauptung. Die Behauptung ist richtig, die Erklärung nicht.

Die Sonne strahlt die Erde an, das hat eine erwärmende Wirkung. Die erwärmte Erde strahlt Infrarot ins Weltall, das hat eine kühlende Wirkung. Die Temperatur stellt sich so hoch ein, daß die Mengen an eingestrahlter und abgestrahlter Energie im Gleichgewicht sind.

Wenn jetzt Treibhausgase anwesend sind, wie z.B. CO2, wird das Gleichgewicht verschoben, und zwar in Richtung wärmer.

Das CO2 absorbiert einen Teil der Energie auf dem Weg ins Weltall. Anschließend wird die Energie tatsächlich wieder emittiert, aber nicht mit derselben Temperatur, sondern die Energie hatte etwas Zeit, sich durch Zusammenstöße mit anderen Luftteilchen in der Luft zu verteilen, und erst dann wird sie wieder emittiert. Das heißt: Die Erde strahlt bei einer etwas niedrigeren Temperatur, wenn Treibhausgase anwesend sind. Erst wenn sie etwas wärmer geworden ist als ohne Treibhausgase, stimmt das Gleichgewicht wieder.

Wie warm wird die Erde, nach diesem Experiment zu urteilen:

  • 50 Prozent CO2 = 5 Grad
  • 10 Prozent CO2 = 1 Grad
  • 1 Prozent CO2 = 0,1 Grad

Im Augenblick haben wir 0,038 Prozent CO2, also 0,0038 Grad nach diesem Experiment

Und da erzählen uns die Klimaforscher, die Erhöhung von 0,028 Prozent auf 0,038 Prozent sei für fast 1 Grad verantwortlich? (Ja, ich weiß, die Skala soll logarithmisch sein, nicht linear. Ich schreib das ja auch nur, damit man mal sieht, wie die Mengen tatsächlich sind.)

 

Mein Experiment mit 4 Prozent CO2

Ich habe mal im Internet nach solchen Experimenten gesucht. Alle, die ich gefunden habe, arbeiten mit diesen unrealistischen Mengen von CO2, meistens füllen sie die Flaschen mit 100 Prozent CO2. Kein Schwein macht sich die Mühe, eine kontrollierte, realistische Menge von CO2 einzufüllen, z.B. das Zehnfache oder das Hundertfache der heutigen Konzentration.

Ich habe deshalb auch mal ein Experiment gemacht: Zwei leere Mineralwasserflaschen, eine mit normaler Luft vom Balkon, eine mit ausgeatmeter Luft gefüllt (Atemspende in die Flasche, mit einem Schlauch ganz nach unten geleitet, so lange, bis das, was oben rauskommt, warm ist). Normale Luft enthält knapp 0,04 Prozent CO2. Ausgeatmete Luft enthält ungefähr 4 Prozent CO2, das ist das Hundertfache der jetzigen Konzentration. Zusätzlich enthält die ausgeatmete Luft noch eine gewisse Menge Wasserdampf, das ist auch ein Treibhausgas.

Beide Flaschen habe ich mit einer Schreibtischlampe von der Seite beleuchtet. Zum Messen habe ich ein elektronisches Bratenthermometer mit der Spitze durch den Deckel gestoßen. Der Deckel ist ziemlich weich und dichtet gut ab. Der obere Teil der Flaschen ist mit Alufolie abgedeckt, damit die Lampe nicht das Thermometer anleuchtet. Ich mußte die Flaschen nacheinander testen, weil ich nur ein solches Bratenthermometer habe. Natürlich habe ich die Stelle markiert, wo die Flasche stehen muß.

Nach jeweils ungefähr 15 Minuten ändert sich die Anzeige nur noch abwechselnd um plus/minus ein Zehntelgrad. Auch die Anzeige der Zimmertemperatur schwankt während der Messung um plus/minus ein Zehntelgrad, zwischen 19,0 und 19,1 Grad. Deshalb kann ich die Temperaturen der Flaschen nur auf 0,2 Grad genau angeben.

Die Flasche mit reiner Luft erreicht 6,6 bis 6,8 Grad über der Zimmertemperatur. Die Flasche mit CO2 erreicht 6,7 bis 6,9 Grad über der Zimmertemperatur.

Ergebnis: 4 Prozent CO2 bewirken ungefähr 0,1 Grad Erwärmung.

Was lernen wir daraus: Die während der Industrialisierung beobachtete Erhöhung von 0.0280 Prozent CO2 auf jetzt 0.0385 Prozent war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht für die beobachtete Erwärmung der Erde um 0,6 bis 1,2 Grad während der letzten hundert Jahre verantwortlich.

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