24.11.2004

Fernprogrammierung spart

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Industrieanlagen - Wann lohnt sich Fernprogrammierung

Wenn die Anlage ihre Inbetriebnahmephase hinter sich hat, werden die normalen Wartungsarbeiten üblicherweise vom Personal des Betreibers erledigt.

Bestimmte Wartungsarbeiten können aber nach wie vor ausschließlich, bzw. erheblich schneller von einem Software-Ingenieur vorgenommen werden:

 

Fehlerdiagnose durch den Blick in das laufende Steuerungsprogramm bei Hardwaredefekten mit unklaren Fehlererscheinungen:

  • Sensoren
  • Kabel
  • Steckverbindungen
  • Steckkarten

 

Änderungen der Steuersoftware oder der Visualisierung:

  • Änderungen an der Anlage
  • zusätzliche Sensoren
  • Änderungen der Betriebsabläufe
  • Materialänderungen
  • Bezeichnungen in der Visualisierung
  • neue Meldungen
  • geänderte Meldungen

 

Korrekturen der Steuersoftware nach Abschluß der Inbetriebnahme:

  • unentdeckte Programmierfehler
  • unentdeckte Planungsfehler
  • nicht vorhergesehene Situationen
  • nicht vorhergesehene Alterungseffekte
  • Betrieb trotz laufender größerer Reparaturen

Solche Arbeiten können auch noch längere Zeit nach dem Abschluß der Inbetriebnahme nötig werden.

Durch Fernprogrammierung läßt sich dabei in vielen Fällen der größte Teil der Kosten einsparen, besonders dann, wenn die Reisekosten hoch sind.

 

Drei Möglichkeiten für Software-Wartung:

  • vor Ort
  • per Modem
  • per Internet

 

Bedingungen, die eher für Wartung vor Ort sprechen:

  • Anlage ist in der Nähe, nur geringe Fahrtkosten
  • nur wenige Wartungseinsätze nötig
  • Betreiber stellt bei Wartung keinen Mitarbeiter zur Verfügung
  • Betreiber legt Wert auf persönlichen Kontakt und Anwesenheit

 

Bedingungen, die für Fernwartung (allgemein) sprechen:

  • genaue Funktion in Teilen der Anlage noch unbekannt, Experimente nötig
  • Betreiber legt Wert auf sofortige Erledigung
  • Durchgehende und häufige Betreuung wichtiger als Anwesenheit vor Ort
  • geringe Kosten haben Priorität

 

Bedingungen, die für Fernwartung eher per Modem sprechen:

  • störungsfreie Telefonverbindungen vorhanden, Standorte in Deutschland
  • Telefonkosten geringer als Fahrtkosten
  • nur geringe zusätzliche Hardwarekosten zumutbar
  • keine Internetverbindung vorhanden

 

Bedingungen, die für Fernwartung eher per Internet sprechen:

  • Internetanschluß bereits vorhanden
  • erhöhter Wartungsaufwand vorhersehbar
  • hohe Reisekosten
  • hohe Telefonkosten
  • schlechte Qualität der Telefonverbindung
  • höhere Anzahl von Steuerungsrechnern
  • Steuerung und Visualisierung auch bei Fernwartung gleichzeitig sichtbar
  • häufige, längere Telefongespräche mit dem Betreiber sollen billiger werden

Für Fernprogrammierung per Modem wird auf beiden Seiten ein Modem und ein Telefonanschluß benötigt.

Für Fernprogrammierung per Internet wird auf beiden Seiten ein VPN-Router und ein Internet-Zugang benötigt.

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